Leseempfehlungen

Dienstag, 1. Februar 2011

(Leseeindruck) Der Frauenjäger von Petra Hammesfahr

Verlag: Wunderlich Verlag
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten

Genre: Deutscher Thriller
ISBN: 978-3-8052-5014-6


Erscheinungsdatum: 24. Februar 2011
Preis: 19,95 €




Ein gestörtes Frauenbild

Sein Frauenbild ist eindeutig gestört. Die Schuld daran gibt er seiner Mutter. Ihr zügelloser Lebenswandel hat ihn von frühester Kindheit an beeinflusst und so bezeichnet er Frauen nur als Weiber, sieht in ihnen nur Nummern, die man beseitigen muss. Bei der ersten Nummer war er noch recht nervös, doch sie machte es ihm einfach und er bereute sechs Tage lang nicht, sie aufgegriffen zu haben. Nummer 1 wohl eher, schließlich war sie die meiste Zeit bei Bewusstsein.

Schon allein die ersten Seiten verursachen beim Lesen eine Gänsehaut, so kalt, teilnahm- und vor allem gefühllos erzählt der Mörder von seiner Kindheit, Jugend und seinen ersten Morden. Petra Hammesfahr gelingt es hierdurch fast augenblicklich, einen an das Buch zu fesseln und neugierig zu machen auf den Mörder, denn seine Identität ist nicht bekannt. Allerdings gewährt sie einem sofort einen Blick in seine gestörte Gefühlswelt und so verfolgt man seine Morde, wie er erst noch zögerlich zuschlägt und diese nach und nach immer mehr perfektioniert. Wobei er der Meinung ist, dass er den Männern der getöteten Frauen einen Gefallen getan hat, ihren größten Fehler korrigiert und diese in seinen Augen von einer Schlampe befreit hat. Und so ist er auch der festen Überzeugung, dass sein Handeln absolut richtig ist, bedauert allerdings ein wenig, dass dies im Verborgenen geschehen muss. Wobei er die Ehemänner oder Freunde der Ermordeten über Jahre hinweg beobachtet, um zu sehen, wie sie ihr weiteres Leben gestalten. Also wirklich eine ziemlich gestörte Seele.

Szenenwechsel mit Überschrift Nummer Neun: Marlene Weißkirchen erwacht aus tiefer Bewusstlosigkeit und man weiß, dass man nun auch eines der Opfer kennen lernt. Doch wie ist sie in seine Gewalt gekommen, warum ist er überzeugt davon, dass auch Marlene sterben muss? Die Autorin wechselt hier sofort wieder den Handlungsstrang und erzählt erst einmal aus dem bisherigen Leben von Marlene und so lernt man sie recht gut kennen und kann eine Vorstellung von ihr erhalten. Das ist natürlich interessant, fördert aber gleichzeitig extrem die Neugier und Spannung, da man ja eigentlich wissen möchte, wie Marlene in die Fänge des Mörders geraten konnte.

Die Erzählweise von Petra Hammesfahr ist eher ruhig, nicht auf reißerische Szenen ausgelegt und absolut fesselnd. Und trotzdem gelingt es ihr auch bei der Beschreibung des so normalen und vorhersehbaren, durchgeplanten Lebens von Marlene eine gewisse Spannung aufzubauen. Und dies mit nur einem einzigen Satz, nämlich, dass ihr Mann sich mit blutgetränkten Hemd über sie gebeugt hat. Natürlich ist die Frage nach dem Warum sofort präsent, doch aufgelöst wird es so schnell nicht.

Und während man nach und nach die Geschichte von Marlene, ihren Freundinnen und die Heirat und das Leben mit Ehemann Werner erfährt, blendet die Autorin immer wieder kleine Szenen ein, in dem Marlene ganz langsam feststellen muss, dass sie nicht in ihrem Bett zu Hause aufgewacht ist, sondern in die Fänge eines Mörders geraten ist.

Kommentare:

  1. Boah...das hört sich echt super an und ich möchte am liebsten gleich zu lesen anfangen...brrr...grausig! Bin schon gespannt, wenn du es fertig gelesen hast!
    Liebe Grüße
    Martina

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  2. oh ja, die Leseprobe war echt gut. Ich hibbel jetzt schon und drücke mir selbst die Daumen, damit ich bei vorablesen.de aus dem Lostopf gezogen werde. LG Isabel

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  3. Aha...danke für deine Antwort. Hatte das mit dem vorablesen noch nicht gecheckt. Hört sich interessant an, aber ich dneke da mache ich mir zu viel Druck,m denn ich habe ja auch noch einen 40-Stunden Job, eine Familie und ein Haus, das ich seit ich meinen Leseblog habe, schon genug vernachlässige...ähm. Deshalb auch nur meine etwas laienhaften rezensionen, die eigentlich nur als Feedback für Interessierte sein sollen und nichts Professionelles. Aber vielelciht registriere ich mich doch mal.....
    Liebe Grüße
    Martina

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