Leseempfehlungen

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Donnerstag, 9. Oktober 2014

{Rezension} Die Zeugin von Meg Gardiner

Cover & Verlag: Heyne
Übersetzer: Friedrich Mader
Taschenbuchausgabe: 464 Seiten
Genre: Amerikanischer Thriller
ISBN: 978-3-453-41056-5
Erscheinungsdatum: 09. Dezember 2013
Preis: 9,99 €




Der Vergangenheit ruht nicht

Aurora „Rory“ Mackenzie nimmt an einem Mordprozess als Geschworene teil. Gerade als ein Video des Tathergangs gezeigt werden soll, betreten zwei Bewaffnete den Gerichtssaal und nehmen 4 der Anwesenden als Geiseln. Rory ist eine davon, doch bevor die Verbrecher mit ihnen flüchten können, wird der Überfall vereitelt. Auf dem Überwachungsvideo ist später deutlich zu erkennen, dass Rory von den Geiselnehmern ganz gezielt ausgewählt wurde und gerät hierdurch bei der Polizei von Ransom River unter Tatverdacht. Zusammen mit Seth Colder, einem Freund aus Kindertagen, versucht Rory hinter die wahren Gründe der Geiselnahme zu kommen und entdeckt dabei ein altes Familiengeheimnis, bei dem es um einen Millionenraub geht.

Freitag, 13. Juni 2014

{Rezension} Todesmut von Meg Gardiner

Cover & Verlag: Heyne
Übersetzer: Friedrich Mader
Taschenbuchausgabe: 464 Seiten
Genre: Amerikanischer Thriller
ISBN: 978-3-453-41031-2
Erscheinungsdatum: 10. Juni 2013
Preis: 9,99 €



Zur falschen Zeit am falschen Ort

Zusammen mit Evan Delaney untersucht Jo Beckett einen mysteriösen Todesfall. In einer Mine in der kalifornischen Wüste wurde die Leiche eines Mannes gefunden, die Todesumstände sind jedoch recht mysteriös. Jo Beckett macht sich zusammen mit Gabe Quintana auf den Weg zu dieser Mine. Dort stoßen Jo und Gabe auf eine Gruppe junger Leute, die übers Wochenende an einem Reality-Game teilnehmen. Merkwürdig ist allerdings das Verhalten der Betreuer und als einer der Teenager den Kofferraum öffnet, liegt darin eine Leiche.

Freitag, 24. Januar 2014

{SuB-Zuwachs} Spannender, Historischer und Unterhaltsamer Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

oh jesses, wenn das Jahr so weitergeht wie der Januar begonnen hat, dann muss sich mein SuB warm anziehen. 

In dieser Woche sind ein ganzer Berg neuer und geliehener Bücher bei mir eingezogen. Meine liebe Kollegin hat mir einige tolle Bücher ausgeliehen, dann musste ich natürlich sofort den Gutschein von Kleeblatt vom Lesenden Katzenpersonal in Bücher umsetzen, den ich bei ihrer Krimi-/Thriller-Challenge gewonnen hatte. Und dann kam von einem Verlag noch der Auftakt einer Krimireihe samt den beiden Folgebänden. 

Und hier sind die vielen Neuzugänge:


Sonntag, 13. Februar 2011

(Rezension) Die Buße von Meg Gardiner

Verlag: Heyne Verlag
Übersetzer: Friedrich Mader
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Genre: Amerikanischer Thriller
ISBN: 3453266560
Erscheinungsdatum: 25. Oktober 2010
Preis: 19,99 €



„… Lügenworte enden alle im Schmerz …“

Unfall, Selbstmord oder Mord? Mit dieser Frage muss sich die forensische Psychiaterin Jo Beckett beschäftigen. Die atemberaubende Show der Sängerin Tasia McFarland endete mit deren Tod, der zwar vor einem Riesenpublikum geschah, doch ihr Tod selbst war nicht zu sehen. Das Pikante an der ganzen Sache ist, dass Tasia die Exfrau des amerikanischen Präsidenten war, zudem manisch depressiv und ihren Tod in einem Songtext ankündigte. Zusammen mit der Kommissarin Amy Tang beginnt Jo ihre Ermittlungen und muss schon bald feststellen, dass ihr hier einige Knüppel in den Weg gelegt werden.

Wahrlich bombastisch beginnt Meg Gardiner ihren neuesten Thriller mit dem Konzert und dem anschließenden Tod von Tasia. So steckt man sofort mitten in der Story, die Spannung ist somit von Anfang an vorhanden und hält sich mühelos bis zum wahrlich fulminanten und äußerst rasanten Ende.  Schnell stellt man fest, dass hier einige mysteriöse Personen ein Interesse am Tod von Tasia hatten, wie auch eine Gruppe extremer Regierungsgegner. Dies sorgt dafür, dass man sehr lange Zeit nicht weiß, wer welches Interesse am Tod der Sängerin hat und so gestaltet die Story sich sehr komplex.

Auch erfährt man wieder einiges über Jos Privatleben und ihre Beziehung zu Gabe. Und schon bald muss Jo auch feststellen, dass der aktuelle Fall auch starke Auswirkungen auf ihr Privatleben hat. Und Jo wäre nicht Jo, wenn sie sich nicht dagegen massiv wehren würde. Natürlich darf auch ihr Nachbar Ferd mit seinem Äffchen nicht fehlen. Ferd unterstützt dieses Mal Jo ziemlich aktiv bei ihren Ermittlungen und sein Äffchen hat einen sehr gelungenen und vor allem extrem lustigen Auftritt.

Fazit: Alles in allem wieder ein spannend umgesetzter Thriller mit einer sympathischen Protagonistin und einer nicht vorhersehbaren Story.

Sonntag, 19. Dezember 2010

{Rezension} Die Strafe von Meg Gardiner

Verlag: Heyne Verlag 
Übersetzer: Friedrich Mader
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Genre: Amerikanischer Thriller
ISBN: 3453265963
Erscheinungsdatum: 20. Juli 2009
Preis: 19,95 €



Immer nur 5 Minuten

Da sie sich gerade in der Nähe des Flughafens aufhält, wird die forensische Psychiaterin Jo Beckett von der Flughafenpolizei um Hilfe gebeten. Ein renitenter Passagier muss beruhigt werden. Dieser verhält sich äußerst merkwürdig und als er sich endlich ruhigstellen lässt, weist Jo Beckett ihn ins Krankenhaus ein. Dort wird Ian Kanan eine niederschmetternde Diagnose gestellt: Sein Gehirn ist geschädigt und kann keine neuen Informationen mehr verarbeiten. So ist Ian Kanan nur noch fähig, sich etwa 5 Minuten zu merken, danach vergisst er wieder alles und seine letzten Erinnerungen sind seine Erlebnisse in Afrika einige Tage zuvor. Jo vermutet eine Infektion, doch wodurch und mit was hat Kanan sich angesteckt? Als dieser aus dem Krankenhaus verschwindet, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn Kanan scheint in dunkle Machenschaften verwickelt zu sein und ein ganz bestimmtes Ziel zu haben.

Meg Gardiner steigt gleich voll in die Geschichte ein und so ist von Anfang an schon eine hohe Spannung vorhanden. Schnell merkt man, dass Kanans Familie bedroht wird, er dies weiß und mit allen Mitteln versucht, diese zu retten. Mithilfe von Post-its und Handyfotos versucht Kanan seine Orientierungslosigkeit auszutricksen. Doch dies gestaltet sich stellenweise als sehr schwierig. Von wem seine Familie bedroht wird, was diese Leute von ihm wollen, bleibt sehr lange im Dunkeln. Erst so nach und nach gestaltet sich zumindest das Motiv heraus, doch die Täter bleiben dem Leser bis fast zum Schluss ein Rätsel.

Die Erzählstränge wechseln ständig zwischen Jo, Kanan und dessen Sohn Seth. So erfährt man wieder einiges über Jo’s Privatleben, ihre langsam wachsende Beziehung zu Gabe, ihren nervigen, aber drolligen Nachbarn Ferd und ihrer Suche nach Kanan und den Gründen für seine Gehirnschädigung. Auf der anderen Seite lernt man Ian Kanan immer besser kennen. Und hierdurch auch ein wenig über seine Krankheit und sein Kampf gegen die Orientierungslosigkeit, die ihn alle paar Minuten überfällt. Allerdings wird dies weder übertrieben dargestellt, noch zu ausführlich erläutert und dadurch bleibt auch die Spannung ständig auf hohem Niveau. Denn man rätselt ständig, durch was Ian Kanan kontaminiert wurde, welche Ziele er hat und was die Entführer unbedingt von ihm erhalten wollen. Zusätzlich bekommt man in einem weiteren Handlungsstrang Seth, Kanans Sohn, vorgestellt. Dieser ist genauso ahnungslos, weiß nicht, warum er entführt wurde, ist sich aber absolut sicher, dass sein Vater ihn retten wird.

Da die Erzählstränge natürlich genau immer an den spannendsten Stellen wechseln, ist die Story fesselnd und mit einem hohen Tempo umgesetzt. Der Thriller entwickelt sich schlüssig und recht komplex. Allerdings fand ich das Ende dann doch etwas zu lang gezogen, auch wenn dies durchweg sehr temporeich angelegt ist.

Während ihre Protagonistin im 1. Teil noch etwas unterkühlt und ihr Charakter eher zurückhaltend dargestellt war, überzeugt die Figur Jo Beckett im vorliegenden Buch absolut. Meg Gardiner beschreibt sie sehr sympathisch, emotional und detailreich. Und auch die weiteren Charaktere sind facettenreich angelegt, wobei die Figur von Ian Kanan äußerst undurchsichtig daherkommt, was für den Thriller natürlich absolut förderlich ist. 

Donnerstag, 14. Januar 2010

{Rezension} Gefürchtet von Meg Gardiner

Verlag: Heyne Verlag
Übersetzung: Tamara Rapp, Imke Walsh-Araya
Taschenbuchausgabe: 464 Seiten
ISBN: 345343322X
Genre: Amerikanischer Thriller
Erscheinungsdatum: 05. Oktober 2009
Preis: 8,95 €

Evan Delaney in tödlicher Gefahr

Mitten in der Nacht wird Evan Delaney zu einer Studentenparty gerufen. Angeblich würde ihr Freund Jesse sich dort im Bad eingeschlossen haben. Als Evan dort ankommt, muss sie jedoch feststellen, dass es sich hierbei um Jesses jüngeren Bruder PJ handelt, der völlig verstört ist. Angeblich hätte er gesehen, wie eine junge Frau über die Balkonbrüstung in die Brandung gestürzt wäre. Doch die herbeigerufene Polizei kann bei ihrer Suche niemanden finden. Am nächsten Tag stellt Evan fest, dass auf ihren Kreditkarten wie auch auf ihrem Konto horrende Abbuchungen erfolgt sind, die sie nie getätigt hat und zusätzlich erhält sie Besuch von zwei üblen Geldeintreibern, die Geld von ihr fordern. Schnell wird Evan klar, dass sie hier einem Identitätsdiebstahl aufgesessen ist und jemand unter ihrem Namen und auf ihre Kosten sich ein schönes Leben macht. Dann taucht die Leiche der jungen Frau auf, die als Evan Delaney identifiziert wird und schnell geraten Evan wie auch PJ in das Visier der Polizeiermittlungen. Zusätzlich muss Evan sich mit den Banken auseinandersetzen und sich die Geldeintreiber vom Hals halten. Bald stellt sie fest, dass PJ wie auch die junge tote Frau hiermit etwas zu tun zu haben scheinen und dann scheint auch noch jemand es auf ihr Leben abgesehen zu haben.

Äußerst rasant und spannend von der ersten Seite an beginnt Meg Gardiner ihren vorliegenden Thriller. Dem Leser bleibt kaum Zeit zum Durchatmen, geschweige denn, das Buch aus der Hand zu legen. Kaum meint man, schlimmer kann es doch nicht kommen, setzt die Autorin noch einen oben auf. Schon sehr früh sind die Gedanken des Täters in kurzen Kapiteln aufgeführt, sodass man zwar weiß, dass hier jemand einen starken Hass für Evan empfindet, seine Identität jedoch bis gut zur Mitte des Buches im Dunkeln bleibt. Die Story entwickelt sich von einem simplen Identitätsdiebstahl schnell zu einem ausgemachten Thriller und einige überraschende Wendungen sorgen dafür, dass nie auch nur ein Hauch von Langeweile aufkommt.

Interessant ist es auch, dass man in diesem Teil der Serie etwas mehr von Jesses Familie kennen lernt. Außerdem geht die Autorin auf die Schuldgefühle von Jesse ein, die er immer noch für den Tod seines besten Freundes und dessen Bruder empfindet. Hierdurch sind auch Probleme zwischen Evan und Jesse vorprogrammiert, auf die Meg Gardiner gewohnt einfühlsam eingeht.

Auch ihre Charaktere sind gewohnt facettenreich beschrieben, allen voran natürlich wieder Evan und Jesse. Aber auch die anderen Figuren sind wieder detailreich dargestellt und überraschen stellenweise in ihrem Verhalten, sodass einige Charaktere etwas undurchschaubar bleiben.

Einziges Manko, das man an dem Thriller finden könnte, ist das Motiv des Täters. Die meisten Handlungsstränge sind nachvollziehbar und meist auch logisch aufgebaut. Jedoch ist mir bis zum Schluss das Motiv für das Verhalten des Täters in Bezug auf Evan etwas unklar geblieben. Meiner Meinung nach wird nirgends darauf eingegangen, warum er einen solchen Hass für Evan empfindet.

Aber davon abgesehen ist Meg Gardiner mit ihrem dritten Thriller der Reihe (auch wenn er als letztes erschien) meiner Meinung nach das beste Buch der Serie gelungen.

Sonntag, 26. Juli 2009

{Rezension} Rachsucht von Meg Gardiner


Verlag: Heyne Verlag
Übersetzer: Tamara Rapp, Imke Walsh-Araya
Taschenbuchausgabe: 464 Seiten
ISBN: 3453433211
Genre: Amerikanischer Thriller
Erscheinungsdatum: 06. April 2009
Preis: 8,95 €

Fahrerflucht oder versuchter Mord?

Evan soll im Auftrag ihres Freundes, des Rechtsanwalts Jesse Blackburn, bei einer Feier eine Vorladung überreichen. Dies geht schief und als sie das Gebäude wieder verlässt, findet sie Jesse völlig aufgelöst vor. Er teilt ihr in knappen Worten mit, dass er eben den Mann gesehen hat, der ihn und seinen Freund Isaac vor 3 Jahren überfahren und danach Fahrerflucht begangen hat. Dies teilen sie der Polizei mit und schon kurze Zeit später kann der Mann verhaftet werden, kommt jedoch auf Kaution wieder frei. Da Evan und Jesse befürchten, dass sich Brandt wieder ins Ausland absetzt, beschatten sie ihn und kommen dabei einigen Merkwürdigkeiten auf die Spur. Als auch noch plötzlich Zeugen zu diesem Fall umgebracht werden, merken die Beiden, dass auch ihr Leben in Gefahr ist.

Die Geschichte beschäftigt sich dieses Mal um Mord, Betrug, Bestechung und Erpressung und dies in sehr hohen wirtschaftlichen Kreisen der IT- und Security-Branche. Die Story ist von Anfang logisch umgesetzt und für den Leser nachvollziehbar. Der in der Ich-Form geschriebene Thriller beginnt gleich zu anfangs äußerst spannend und dies steigert sich bis zum Ende noch um ein Vielfaches, sodass man kaum die Chance erhält, das Buch aus der Hand zu legen.

Gewohnt flüssig, lebendig, etwas spitzfindig und stellenweise sehr humoristisch ist der Schreibstil von Meg Gardiner. Ihre Protagonistin ist gewohnt sympathisch beschrieben, keine Überfrau, sondern jemand mit Fehler und Schwächen. Ihre Beziehung zu Jesse wird wieder genauso lebensnah beschrieben wie bereits in den vorhergehenden Bänden. Auch taucht dieses Mal wieder Cousine Taylor auf, die für einige sehr amüsante Szenen in dem Thriller sorgt. Zudem lernt der Leser endlich den Anfang der Beziehung von Evan zu Jax und Tim kennen.

Fazit: Auch dieses Mal ist Meg Gardiner ein sehr kurzweiliger, spannender Thriller rund um ihre sympathische Protagonistin Evan Delaney gelungen.

Montag, 13. Juli 2009

{Rezension} Gottesdienst von Meg Gardiner



Verlag: Heyne Verlag
Übersetzer: Tamara Rapp, Stefan Rohmig
Taschenbuchausgabe: 512 Seiten
ISBN: 3453675533
Genre: Amerikanischer Thriller
Erscheinungsdatum: 06. Oktober 2008
Preis: 8,95 €

Evan Delaney ermittelt im Umfeld einer Sekte

Als Evan ihre Freundin Nikki auf die Beerdigung von deren Mutter in Santa Barbara begleitet, trifft sie erstmals auf „die Standhaften“, eine fundamentalistisch-christliche Sekte. Für diese war Nikki’s Mutter eine Hure und Hexe, da sie an Aids gestorben ist und diese Meinung vertreten sie auch lautstark auf dem Friedhof. Als Evan sich mit dem Anführer der Sekte, Peter Wyoming, anlegt, muss sie feststellen, dass auch ihre ehemalige Schwägerin ein Mitglied der Sekte ist. Als kurze Zeit später die Leiche von Peter Wyoming aufgefunden wird, dauert es nicht lange bis Evan’s Bruder Brian des Mordes verdächtigt wird. Evan fängt an, zusammen mit ihrem Freund Jesse, in dem Fall zu ermitteln, und bald schon kommen die Beiden hinter die wahren Absichten der Sekte.

Sehr beeindruckend, jedoch auch teilweise etwas klischeehaft, beschreibt Meg Gardiner die Mitglieder und Aktivitäten der Sekte. Jeder auch nur annähernd Andersdenkende wird von ihnen verunglimpft und teilweise sogar mit dem Leben bedroht. Diesen rigorosen Fanatismus vermittelt die Autorin sehr eindringlich und auch die Gehirnwäsche, die Mitgliedern zuteil wird, um im heiligen Krieg mitzukämpfen, wird hier überzeugend beschrieben.

Die Geschichte an sich ist schlüssig umgesetzt und der flüssige, lebendige Schreibstil von Meg Gardiner sorgt dafür, dass während des gesamten Buches keine Längen entstehen. Immer wieder sind interessante Wendungen eingebaut, die der Geschichte neuen Schwung geben und dem Leser nichts anderes übrig bleibt, als interessiert weiter zu lesen.

Den Charakter von Evan beschreibt die Autorin sehr detailreich, sodass sie einem sofort sympathisch ist und man sich problemlos ein Bild von ihr machen kann. Evan hat Fehler und Schwächen, wie jeder andere auch, die sie ausleben darf und dies versteht die Autorin gut dem Leser zu vermitteln. Ebenso ergeht es einem mit den weiteren Charakteren, auch diese sind alle sehr lebendig und auch realistisch beschrieben, sodass eine Verwechslung während des Lesens ausgeschlossen ist.

Fazit: Eine interessantes Thema in einen spannenden, fesselnden Thriller gepackt und Vorfreude auf weitere Bücher der Serie macht.

Montag, 25. Mai 2009

{Rezension} Die Beichte von Meg Gardiner



Verlag: Heyne Verlag 
Übersetzer: Friedrich Mader
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
ISBN: 3453265939
Genre: Amerikanischer Thriller
Erscheinungsdaturm: 18. August 2008
Preis: 19,95 €


Hier wird Durchhalten eindeutig belohnt

Dr. Jo Beckett, forensische Psychologin in San Fransisco, wird zu einem schweren Verkehrsunfall mit Todesfolge gerufen. Da es sich hier scheinbar um einen weiteren Suizid eines Prominenten handelt, bittet die Polizei Jo um Unterstützung. Schnell wird während den Ermittlungen klar, dass alle Opfer einem geheimen elitären Club angehört haben. Zusammen mit Detective Amy Tang nimmt Jo die Ermittlungen auf und gerät dabei bald selbst in Lebensgefahr.

Irgendwie schafft es die Autorin dieses Mal nicht, ihrer neuen Protagonistin wie auch den anderen Charakteren im Roman von Anfang an ein Profil zu geben. Dr. Jo Beckett kommt dem Leser anfangs etwas konturenlos vor, erst im Lauf der Geschichte ändert sich dies und man erhält ein wenig Einblick in das Leben wie auch in die Vergangenheit von Jo.

Dem Leser ist gleich nach den ersten Seiten klar, dass sie ein traumatisches Erlebnis in der Vergangenheit hatte, welches sie heute immer noch stark belastet. Doch werden diese Informationen einem immer nur häppchenweise serviert und ziehen sich bis weit über die Hälfte des Buches. Zum einem soll es wahrscheinlich die Neugier des Lesers wecken, zum anderen ist dies aber auch gut in die Handlung des Romans eingefasst und somit schlüssig. Trotzdem hat mich dies doch etwas genervt, da es einfach sehr lange dauert bis die Figur von Jo für den Leser greifbar wird.

Dann, ab etwa der Mitte des Buches erhält man wirklich einen Bezug zu ihrem Charakter und auch die anderen Personen des Romans fangen an, Formen anzunehmen, in die man sich hinein fühlen kann und die lebendig wirken. Auch zeichnet die Autorin einige sehr witzige und skurrile Charaktere, erwähnt sei hier nur der Nachbar von Jo, der für einige lustige Akzente im Roman sorgt.

Die Geschichte an sich ist recht spannend und schlüssig umgesetzt. Die Spannung baut sich meines Erachtens gegenüber den bisherigen Büchern von Meg Gardiner, etwas langsamer auf, dafür aber dann auch wirklich kontinuierlich. Sobald die anfänglich verschiedenen Handlungsstränge anfangen ineinander zu greifen, wird hier eine wirklich interessante Geschichte erzählt.

Fazit: Wer bei diesem Buch bis zur Mitte durchhält, wird mit einem äußerst interessanten und spannenden Thriller belohnt.

{Rezension} Vermisst von Meg Gardiner



Verlag: Heyne Verlag
Übersetzter: Tamara Rapp / Imke Walsh-Araya
Taschenbuchausgabe: 448 Seiten
ISBN: 3453433238
Genre: Amerikanische Thriller
Erscheinungsdatum: 02. Juni 2008
Preis: 8,95 €

 Ein Wettlauf gegen die Uhr

Evan Delaney ist verzweifelt. Das Autowrack ihres Vaters wurde geborgen und von ihm weit und breit keine Spur. Für die Polizei gibt es nur 2 Möglichkeiten: Selbst-mord oder ins Ausland abgesetzt. Doch Evan glaubt weder das eine noch das ande-re. Für sie ist klar, dass ihr Vater entführt worden sein muss. Dann verschwindet auch noch Jax Rivera und Evan erhält Forderungen der Kidnapper zur Freilassung ihres Vaters. Schnell wird klar, dahinter stecken Leute, die nach einem gescheiterten Geheimdiensteinsatz vor 12 Jahren noch eine Rechnung mit Phil Delaney und Jax Rivera offen haben, denn auch Jax scheint in die Hände der Entführer geraten zu sein. Die Entführer wollen ein Dossier, welches Jax damals zu diesem Geheimdiensteinsatz angefertigt hat und Evan bleiben nur 72 Stunden, um das Material zu beschaffen. Ein rasanter Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der Evan um die halbe Welt führt.

Dieses Mal fängt die Geschichte etwas gemächlicher an, aber beileibe nicht langweilig und knüpft nahtlos an seinen Vorgänger "Schmerzlos" an. Meg Gardiner setzt ihren Stil fort und so ist auch dieses Buch wieder aus Sicht von Evan Delaney in der Ich-Form geschrieben, was wieder einmal sehr sympathisch umgesetzt wurde.

Meg Gardiner versteht es sehr gut, den Charakteren des Romans schnell Leben einzuhauchen, sodass sie sehr menschlich wirken und auch mal Fehler und Schwächen haben dürfen. Ohne Probleme nimmt man Evan ihre Sorgen und Ängste während der verzweifelten Suche nach ihrem Vater ab.

Die Story ist logisch und schlüssig umgesetzt, und auch wenn der Roman dieses Mal anfangs etwas ruhiger daher kommt, nimmt er doch nach gut 1/3 des Buches rasant an Fahrt auf und die Spannung erhöht sich zusehend. Dadurch, dass der Leser lange nicht ahnt, welches Geheimnis hinter den Informationen steht, reizt dies die Neugier und animiert somit ständig zum Weiterlesen. Auch die Beweggründe der Verfolger von Evan, die in einem Nebenstrang der Geschichte nach und nach sichtbar werden, mindert nicht gerade die Spannung.

Fazit: Alles in allem wieder einmal ein gelungener kurzweiliger und extrem spannender Thriller rund um das Thema Geheimdienst und organisiertem Verbrechen.

{Rezension} Schmerzlos von Meg Gardiner


Verlag: Heyne Verlag
Übersetzer: Tamara Rapp / Bea Reiter
Taschenbuchausgabe: 528 Seiten
ISBN: 3453433203
Genre: Amerikanische Thriller
Erscheinungsdatum: 03. März 2008
Preis: 9,95 €


Das etwas andere Klassentreffen

Evan Delaney hat keine Lust, am Klassentreffen ihres Abschlussjahrgangs teilzunehmen, lässt sich aber dann doch von ihrem Freund Jesse überreden und reist mit ihm in ihren Heimatort China Lake. Bei diesem Treffen stellt sie fest, dass unnatürlich viele Mitglieder ihres Jahrgangs mittlerweile verstorben sind. Am nächsten Tag werden kurz hintereinander zwei ihrer ehemaligen Schulfreundinnen auf bestialische Art ermordet aufgefunden. Erschüttert reist Evan mit Jesse ab. Auf dem Heimweg wird sie an einer Tankstelle von einer Bekannten und ehemaligen CIA-Agentin abgefangen. Diese erzählt ihr von einem geheimen Projekt auf dem Militärstützpunkt in China Lake, das mit dem Mörder in Zusammenhang steht und nennt ihr seinen "Spitznamen": Coyote. Evan informiert hierüber die Polizei und das FBI. Zusätzlich findet sie schnell heraus, dass ihr Vater, ehemaliger Captain auf dem Militärstützpunkt, ebenfalls über brisante Informationen zu diesem Geheimprojekt verfügt. Evan fängt an, selbst in dem Fall zu ermitteln und stellt fest, dass die vielen Todesfälle in ihrer Abschlussklasse keine Zufälle sind. In der Zwischenzeit geht das Morden des Killers weiter und Evan gerät in sein Visier ...

Meg Gardiner beschreibt die Geschichte von Evan Delaney in der Ich-Form und dies in sehr lebendiger und sympathischer Art, sodass man von den ersten Seiten an vom Buch gefesselt ist. Hierbei kommen auch die zwischenmenschlichen Beziehungen nicht zu kurz und streckenweise hat das Buch auch äußerst witzige, unterhaltsame Passagen. Insbesondere dann, wenn sich Evan mit ihrer Cousine Taylor auseinandersetzen muss. Dies nimmt dem Roman zeitweise etwas die Spannung und der Leser hat für kurze Zeit die Möglichkeit mal durchzuatmen, bevor die Geschichte wieder an Fahrt aufnimmt. Auch die weiteren Charaktere sind gut herausgearbeitet und man erhält sehr schnell einen Überblick über die mitwirkenden Personen.

Neben den Erlebnissen von Evan erzählt die Autorin in einem Nebenstrang die Geschichte aus Sicht des Killers. Und dies in einer sehr erschreckenden und direkten Form, sodass man stellenweise wirklich ganz schön schlucken muss. Der Spannungsbogen baut sich sofort auf und macht den Leser neugierig auf den Fortgang des Buches, auch bedingt dadurch, da nicht von Anfang an die Beweggründe des Mörders ersichtlich sind.

Klar ist die Story teilweise etwas weit hergeholt und wirkt stellenweise konstruiert. Wenn man sich aber darauf einlässt und nicht immer so genau hinsieht, hat man hier einen spannenden, unterhaltsamen und kurzweiligen Thriller, der jedoch nicht unbedingt etwas für schwache Nerven ist.