Leseempfehlungen

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Montag, 1. September 2014

{Rezension} Still von Zoran Drvenkar

Cover & Verlag: Eder & Bach
Broschierte Ausgabe: 416 Seiten
Genre: Deutscher Thriller 
ISBN: 978-3-945386-00-2
Erscheinungsdatum: 01. September 2014
Preis: 16,95 €




Schnee

Ein Mann ist auf der Suche nach seiner Tochter und nimmt dafür eine neue Identität an. Ein Mädchen schaut seit sechs Jahren still und reglos aus dem Fenster, ihre Erinnerungen sind tief in ihr verborgen. Vier Männer haben eine Mission und warten auf den Winter.

Sonntag, 29. Juni 2014

{SuB-Zuwachs} Spannender & Historischer Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

da dachte ich Anfang Juni noch, dass diesen Monat ganz wenig Bücher bei mir Einzug halten, tja Pustekuchen wars. Das Monatsende hat es wirklich in sich, bin aber auch selbst Schuld, ich kann einfach die Finger nicht von der Bestelltaste lassen ... schließlich waren die Bücher reduziert, da muss man doch zugreifen.

Aber auch der ein oder andere Verlag hat mir ein Rezi-Exemplar zukommen lassen, beide völlig überraschend, aber sehr gerne genommen. Und meine liebe Kollegin war auch mal wieder der Meinung, ich hätte definitiv zu wenig zu lesen und hat mir noch zwei tolle Thriller ausgeliehen.

Aber genug gebabbelt ... hier sind die neuen Schätzchen:


Montag, 6. September 2010

{Leseeindruck} DU von Zoran Drvenkar

Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Genre: Deutscher Thriller
ISBN: 9783550087738
Erscheinungsdatum: 13. Oktober 2010
Preis: 19,95 €




Die Reise des Reisenden

Zoran Drvenkar geht in seinem neuesten Thriller wieder den ungewöhnlichen Weg und bindet seine Leser mit in die Geschichte ein, dies hatte er ja bereits erfolgreich in „Sorry“ umgesetzt.

So spricht er einen direkt an und erzählt zum einen auf äußerst beklemmende, düstere Art von einem Ereignis, das sich im November 1995 bei einem Schneetreiben auf der A4 ereignet hat. Man fühlt sich beim Lesen irgendwie distanziert, aber gleichzeitig auch eingebunden in die Story und diese Zwiespältigkeit der Gefühle bindet einen geschickt an den Thriller. Zumal auch der Schreibstil des Autors sehr leichtfüßig zu lesen und ungemein fesselnd ist. Man hat in diesem Kapitel fast das Gefühl, ein Märchen zu lesen und in gewisser Weise ist es dies ja auch, schließlich berichtet er von einem Mythos, zu dem das Ereignis auf der A4 geworden ist.

Und auch im nächsten Kapitel „Ragnar“ wird man als Leser wieder direkt angesprochen und geduzt. So ist es ziemlich ungewöhnlich zu lesen, wie man erst einmal selbst beschrieben wird. Dies gestaltet Zoran Drvenkar wieder sehr eindringlich, zumal noch nicht ersichtlich ist, welche Rolle der Autor einem nun zugedacht hat. Was man allerdings in diesem Kapitel schon über sich selbst erfährt, ist ziemlich hart. Und auch hier tauchen wieder – wie bereits im vorherigen Kapitel – die 19 Jahre auf. Ob es sich hierbei jetzt um puren Zufall handelt oder ob diese Zahl im Lauf des Thrillers noch eine Bedeutung hat, wird in der Leseprobe nicht ersichtlich.

Interessant ist auch, dass der Autor bei jeder neuen Figur auch seinen Erzählstil ändert. Ist er bei dem „Reisenden“ fast schon melancholisch und düster, so ist er entsprechend der zweiten Person brutal und direkt, während der Stil bei der Figur Stinke als schnodderisch und flapsig beschrieben werden kann. So muss man sich zwar ständig umstellen, erhält so aber auch gleich ein Gefühl für die Personen, die man ja eigentlich selbst ist. Interessant ist auch, dass die verschiedenen Rollen geschlechterübergreifend sind.

Der ungewöhnliche Erzählstil von Zoran Drvenkar ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, zumal man bei verschiedenen Personen direkt angesprochen und nicht auf eine fixiert ist. So ist ein Umdenken ständig notwendig, was diesen Thriller allerdings auch außergewöhnlich macht und somit eine komplexe wie auch interessant zu lesende Story verspricht.


Sonntag, 31. Mai 2009

{Rezension} Sorry von Zoran Drvenkar



Verlag: Ullstein Verlag 
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
ISBN: 3550087721
Genre: Deutsche Thriller
Erscheinungsjahr: 2009
Preis: 19,90 €



Vier Berliner Freunde, alle Anfang 30, kommen auf die Idee, eine Agentur für Entschuldigungen zu gründen. Schon schnell floriert ihr Geschäft und sie können ihren Erfolg kaum fassen. Frauke und Tamara kümmern sich um das Organisatorische, die Brüder Kris und Wolf erledigen die Aufträge. Eines Tages erhalten sie den Auftrag, sich bei einer Frau zu entschuldigen. Wolf geht zu der angegebenen Adresse und findet eine Ermordete vor, bei der er sich im Auftrag des Mörders entschuldigen soll. Und da der Mörder sie erpresst, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als dies zu erledigen. Doch ist der Auftrag für den Mörder damit beendet?

Der Leser ist schon nach dem ersten Satz mit in die Geschichte eingebunden, da der Autor einen direkt anspricht und dies auf eine sehr beklemmende und spannende Art. In verschiedenen Perspektiven erzählt Zoran Drvenkar seine Geschichte, so wechselt er immer wieder zwischen den vier Hauptfiguren und erzählt aus deren Blickwinkel, sowie aus der Perspektive zweier weiterer Personen und des Mörders. Und die Rolle des Mörders hat Zoran Drvenkar seinen Lesern zugedacht.

Die Wechsel zwischen den verschiedenen Erzählperspektiven ist anfangs etwas verwirrend, doch nach kurzer Zeit findet man sich damit zurecht, zumal bei jedem Wechsel angegeben ist, aus welchem Blickwinkel die Geschichte weitererzählt wird.

Dieses für einen Thriller wirklich ungewöhnliche Einbinden des Lesers ist äußerst spannend angelegt und mit jeder Seite taucht man mehr in die Story ein, sodass man nach kurzer Zeit das Gefühl erhält, ein Teil von ihr zu sein. Die Charaktere sind sehr lebendig beschrieben und einige bleiben einem bis zum Ende äußerst rätselhaft, was für die Spannung auch sehr förderlich ist.

Fazit: Alles in allem ist Zoran Drvenkar hier ein äußerst ungewöhnlicher und extrem spannender Thriller gelungen, der die Themen Schuld und Sühne behandelt. Absolut empfehlenswert, aber nichts für schwache Nerven.