Leseempfehlungen

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Sonntag, 28. Dezember 2014

{Rezension} Fundort Jannowitz-Brücke von Stefan Holtkötter

Cover & Verlag: Piper
Taschenbuchausgabe: 224 Seiten
Genre: Deutscher Krimi / Band 1
ISBN: 978-3-492-27481-4
Erscheinungsdatum: 17. September 2012
Preis: 8,99 €




Ein Serienmörder in Berlin

An der Jannowitz-Brücke wird die Leiche einer jungen Frau aufgefunden und der Modus Operandi weist auf den ersten Blick auf die Tat des „Würgers von Pankow“ hin, dem schon mehrere junge Frauen in den letzten Monaten zum Opfer gefallen waren. Doch obwohl die DNA des Täters am Tatort festgestellt wird, stellen die Ermittler bei dem Tathergang einige Ungereimtheiten fest. Der Berliner Kommissar Michael Schöne ist mit dem Fall befasst und ermittelt im Umfeld des Opfers. Rätsel gibt ihm dabei das Verhalten der Schwester der Ermordeten auf.

Freitag, 14. November 2014

{SuB-Zuwachs} Spannender Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

ich konnte meine Finger mal wieder nicht von der Bestelltaste lassen und dann stand auch noch die quartalsmäßige Club-Bestellung an und so sind wieder einige neue Bücher auf meinen SuB gewandert.

Wie dann alle neuen Bücher da waren, ist mir aufgefallen, dass es alles Krimis von deutschen Autoren sind. Fand ich ganz witzig, da es drei Einzel-Bestellungen waren und ich eigentlich nur meinen Wunschzettel stur abgearbeitet habe. Also gehe ich in nächster Zeit mit deutschen Ermittlern auf Verbrecherjagd.

Und hier sind die Neuzugänge:


Montag, 7. Oktober 2013

{Rezension} Schneetreiben von Stefan Holtkötter


Cover & Verlag: Piper
Taschenbuchausgabe: 288 Seiten
Genre: Deutscher Krimi / Münsterland
ISBN: 978-3492252256
Erscheinungsdatum: 01. Januar 2009
Preis: 9,99 €

 


 

Mitten im Nirgendwo

 

Ein Vergewaltiger ist aus der Justizvollzugsanstalt ausgebrochen und wahrscheinlich auf den Weg in sein Heimatdorf Birkenkotten. Da Hauptkommissar Bernhard Hambrock in der Nähe der Ortschaft aufgewachsen ist, macht er sich auf den Weg nach Birkenkotten, um die Adoptivmutter von Martin, dem entflohenen Vergewaltiger, zu befragen. Doch Martin hat sich bei ihr nicht gemeldet. Kaum zurück in Münster wird die Kripo Münster wieder nach Birkenkotten gerufen. Eine junge Frau wurde an der Bushaltestelle ermordet aufgefunden. Alles deutet darauf hin, dass Martin die Studentin Sandra vergewaltigt und ermordet hat. Die Suche nach ihm läuft auf Hochtouren, doch das Wetter spielt nicht mit, binnen kürzester Zeit legt ein Sturmtief das Münsterland unter eine dicke Schneedecke und Kommissar Hambrock hat keine Chance mehr, aus Birkenkotten herauszukommen. Als dann auch noch der Strom ausfällt, überschlagen sich die Ereignisse.


Samstag, 27. Juli 2013

{SuB-Zuwachs} Spannender, Unterhaltsamer und Historischer Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

zum wohl heißesten Wochenende in diesem Sommer hier wieder meine Neuzugänge der letzten beiden Wochen.

Dieses Mal ist meine Ausbeute etwas krimilastig, aber es hat sich auch ein historischer Roman dazu verirrt, den mir der Blanvalet-Verlag für Kerry's Challenge zur Verfügung gestellt hat. Ein ganz dickes Dankeschön dafür ... ich liebe die Autorin!

Eigentlich liest man ja Krimireihen der Reihe nach, sollte man zumindest. Ich fang mal wieder mittendrin an und habe mir jetzt eine der ersten Bände zweier Krimireihen noch dazugekauft. Man muss ja schließlich wissen, wie alles anfing, oder?? ;)

Und dann stellte mir der C. Bertelsmann Verlag ein Rezensionsexemplar zur Verfügung, auf welches ich schon sehr gespannt bin, da ich Romane, die in China spielen, bisher kaum gelesen habe. Auch hierfür ein herzliches Dankeschön!

Und hier sind meine Neuzugänge:


Donnerstag, 4. Juli 2013

{Rezension} Landgericht von Stefan Holtkötter

Cover & Verlag: Piper
Taschenbuchausgabe: 320 Seiten
Genre: Deutscher Krimi / Münsterland
ISBN: 978-3-492-27271-1
Erscheinungsdatum: 11. Juni 2013
Preis: 9,99 €




Der herrische Patriarch

Nur noch eine Zeugenaussage vor Gericht zu einer Schlägerei mit Todesfolge und dann stehen Hauptkommissar Bernhard Hambrock endlich ein paar freie Tage zur Verfügung. Angeklagt sind drei Jugendliche, die scheinbar grundlos einen angetrunkenen jungen Mann zu Tode geprügelt haben sollen. Zeugen haben den Vorfall beobachtet, alles scheint stichhaltig. Doch dann macht Hambrock vor dem Gericht eine Beobachtung, die ihn zu weiteren Nachforschungen führt.

Samstag, 29. Juni 2013

{SuB-Zuwachs} Historischer, Unterhaltsamer und Spannender Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

und wieder gibt es Zuwachs für meine Bücherwand ... dieses Mal bunt gemischt ...

Bei Blogg dein Buch hatte ich wieder einmal Glück gehabt und einen historischen Roman zum Rezensieren gewonnen, dann kam der neueste Münsterland-Krimi bei mir an, auf den ich wieder sehr gespannt bin und zu guter Letzt ein unterhaltsamer wie auch witziger Roman - zumindest verspricht dies die Kurzbeschreibung.

Und hier sind meine Neuzugänge:


Donnerstag, 21. Juni 2012

{Rezension} Düstermühle: Ein Münsterland-Krimi von Stefan Holtkötter

 
Verlag: Piper Verlag
Taschenbuchausgabe: 320 Seiten
ISBN: 9783492272704
Genre: Deutscher Krimi
Erscheinungsdatum: 18. Juni 2012
Preis: 9,99 € 



Die Geister der Vergangenheit

Auf einem Hof des Münsterland-Dorfes Düstermühle bricht ein Feuer aus. Die herbeigerufene Feuerwehr findet nach der Löschung des Brandes zwei Leichen: der Hofbesitzer und sein Nachbar. Kommissar Hambrock und sein neuer Kollege Keller suchen im Umkreis der Dorfbewohner nach dem Täter wie auch nach dem Motiv. Bald schon stoßen sie auf eine alte Familienfehde zweier Hofbesitzer. Ist hier etwa das Motiv zu finden? Dann brennt es erneut in Düstermühle.



Samstag, 16. Juni 2012

{SuB-Zuwachs} Fantastischer, mystischer und spannender Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

in letzter Zeit war es in Sachen Buchzuwachs ja etwas ruhiger, worüber sich mein SuB doch ziemlich gefreut hat, konnte er so mal ein wenig abnehmen und unser Postbote war bestimmt auch nicht böse darüber, dass er nicht ständig Büchersendungen ausliefern musste. ABER in dieser Woche kamen dann endlich (hach ... wie schön!!) wieder einige neue Schätzchen für meine Bücherwand an: 


Freitag, 15. April 2011

{Rezension} Bullenball von Stefan Holtkötter

Verlag: Piper Verlag
Taschenbuchausgabe: 320 Seiten
Genre: Deutscher Krimi / Münsterland-Krimi
ISBN: 9783492259545
Erscheinungsdatum: Mai 2011
Preis: 9,95 €


Amoklauf am Gymnasium?

In der Mehrzweckhalle in Münster wird ein Toter gefunden, ein Security-Angestellter, der sich unerlaubt Zutritt verschafft hat. Die Arbeit der Polizei läuft auf Hochtouren, da hier schon bald der jährliche Bullenball der Langjugend stattfinden soll. Kommissar Hambrock beginnt mit den Ermittlungen, obwohl anfangs nicht eindeutig geklärt werden kann, ob es sich hierbei um einen Unfall oder einen Mord handelt. Jedoch kommen im Lauf der Ermittlungen einige Unklarheiten ans Licht, die auf Mord hindeuten. Zur selben Zeit gehen im Anne-Frank-Gymnasium in Nottuln mehrere Amoklauf-Ankündigungen ein, die jedoch ausbleiben. Handelt es sich hierbei um einen makabren Scherz eines Schülers? Anfangs stocken beide Ermittlungen noch, doch schon bald kommt Hambrock ein schlimmer Verdacht.

Dieses Mal konzentriert sich Stefan Holtkötter weniger auf die Ermittlungen, wobei diese aber auch nicht zu kurz kommen, sondern mehr auf die verschiedenen Lebensumstände einiger Mitglieder der Landjugend, die alle in einer Jazzband spielen. So umfasst der Krimi auch mehrere Handlungsstränge, die geschickt gelegt immer im passenden Moment wechseln, nämlich dann, wenn es interessant oder spannend wird. Somit lernt man ziemlich schnell alle Beteiligten kennen, erhält ein umfassendes Bild von ihnen, wie auch in welcher Beziehung sie zueinander stehen. Und auch die Story zieht gleich richtig gut an und die Spannung hält sich mühelos bis zum extrem fesselnden Showdown.

Stefan Holtkötter thematisiert in seinem neuesten Krimi zum einen die Umstände, die zu einem Amoklauf führen können. So vertieft er zwar jetzt nicht extrem das Thema, gibt einem aber dennoch einen guten Einblick in das Seelenleben eines möglichen Amokläufers. Diesen Einblick erhält man durch immer wiederkehrende, kurze Erzählstränge, in dem er diesen zu Wort kommen lässt. So erfährt man von seinem Hass auf seine Umgebung und auch den Grund, wie es zu seinen zerstörerischen Gefühlen kam. Allerdings kommen für ihn mehrere Personen in Frage, sodass seine Identität bis zum Schluss verborgen bleibt.

Neben dem Amoklauf behandelt der Autor auch das Thema Mobbing unter Schülern, was in einem engen Bezug zu dem möglichen Amokläufer steht und seine Handlungen und vor allem seine Äußerungen im Internet verständlicher machen. Hierdurch entwickelt sich die Story sehr komplex und überrascht auch immer wieder mit nicht vorhersehbaren Wendungen. Etwas irritiert haben mich nur die versteckten Hinweise über einen Mitwirkenden, bei dem der Verdacht der Pädophilie aufkommt. Dies wird allerdings auch nicht weiter vertieft, ist eher nur ein unrelevanter Nebenzweig der Story und deswegen war es für mich etwas verwunderlich, warum dies überhaupt eingebaut wurde. Ist aber auch in keiner Weise störend.

Seine Figuren sind wieder sehr realistisch und ausgereift beschrieben, bleiben aber auch teilweise in ihren Absichten nicht vorhersehbar, was einem auch in der Frage nach der Identität des Täters immer wieder seine Meinung revidieren lässt. Besonders gelungen fand ich die Darstellung der jungen Adelheid; man fühlt regelrecht mit ihr und kann sehr gut ihre Angst, das Gefühl der Ausgrenzung und Einsamkeit nachvollziehen.

Auch vom Privatleben von Hambrock erfährt man wieder einiges. So ist er momentan Strohwitwer, weil Elli in Holland ihren Vater versorgt, da ihre Mutter im Krankenhaus liegt. Das anfängliche „Freiheitsgefühl“ von Hambrock wandelt sich schon bald. Er weiß nicht recht was er mit sich anfangen soll, meidet die leere Wohnung und verbringt seine Abende lieber in seiner Stammkneipe. Und als er auch noch erfahren muss, dass seine Kollegin Heike die Mordkommission wegen ihrer Schwangerschaft verlassen möchte, ist es mit seiner guten Laune endgültig dahin. Zumal er auch bei den Ermittlungen einfach nicht weiterkommt und sich lange keine heiße Spur finden lässt.


Fazit: Wieder einmal ein gelungener Münsterland-Krimi mit einer aktuellen, komplexen Story und einem überaus sympathischen Hauptkommissar.

Dienstag, 12. April 2011

{SuB-Zuwachs} Spannender Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

heute war für mich büchertechnisch gesehen wieder einmal ein richtig toller Tag. Denn es kamen heute gleich drei Rezi-Vorbestellungen vom Piper-Verlag.

Und das sind die neuen Schätzchen in meinem Bücherregal: 

Ein Münsterland-Krimi
Kartoniert, 320 Seiten
ISBN: 9783492259545
Erscheinungsdatum: Mai 2011
Preis: 9,95 €


Spannend bis in die Gummistiefelspitze.
Große Aufregung in Münster: Im Vorfeld des beliebten Bullenballs, einer riesigen Landjugendparty, stirbt ein Sicherheitsmann, der sich nachts heimlich Zutritt zum Veranstaltungsort verschaffen wollte. Doch was hatte er dort vor? Und wie kam es zu seinem Tod? Hauptkommissar Hambrock stochert bei seinen Ermittlungen im Nebel. Bald darauf wird im Internet ein Amoklauf an einem Gymnasium in Nottuln angekündigt. Im Münsteraner Polizeipräsidium läuft die Arbeit auf Hochtouren. Als der Amoklauf ausbleibt, beschleicht Hambrock ein schlimmer Verdacht …

Das 2. Taschenbuch im Bunde ist:


Ein Sylt-Krimi
Kartoniert, 400 Seiten
Erscheinungsdatum: Mai 2011
ISBN: 9783492264501
Preis: 9,95 €

Auftritt Mamma Carlotta!
Mamma Carlotta ermittelt: charmant, spannend, augenzwinkernd.
Eigentlich wollte sich Mamma Carlottas Enkelin Carolin als Komparsin für eine Telenovela bewerben, doch engagiert wird nicht sie, sondern die Oma. Schwiegersohn Erik Wolf hat derweil andere Sorgen: Die Leiche eines Klatschreporters wird aus dem Lister Hafen gefischt, und schon bald steht ein beliebter Schauspieler unter Verdacht. Dann gibt ein weiterer Todesfall Rätsel auf – der Chef der Filmproduktionsfirma wird tot aufgefunden. Zum Entsetzen von Mamma Carlotta sind die Hauptverdächtigen ihre Kolleginnen am Set …


... und hier ist Nr. 3:


Frank Beauforts zweiter Fall
kartoniert, 352 Seiten
Erscheinungsdatum: Mai 2011
ISBN: 9783492257985
Preis: 9,95

Tag der Rache, Tag der Sünden.
Detektiv Frank Beaufort macht Jagd auf einen Serienmörder. Zusammen mit der Journalistin Anne Kamlin ermittelt er auf äußerst gefährlichem Terrain: dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Dort wo die Nazis riesige Prunkbauten errichteten, tötet ein Unbekannter Neonazis und stellt die Opfer grotesk zur Schau. Beauforts Nachforschungen zwischen Kolosseum und Zeppelintribüne, Messe und Frankenstadion bringen ihn in Lebensgefahr. Und schon bald wird deutlich: Die Vergangenheit ist noch lange nicht vorbei.



Mit "Bullenball" fange ich heute noch an, vorallem auch deswegen, da ich erst vor einigen Tagen den 1. Band der Krimi-Reihe gelesen habe und den 3. Band auch schon kenne. Allerdings werde ich meine Rezensionen erst Anfang Mai 2011 veröffentlichen ... also noch ein wenig Geduld.





Liebe Grüße
Isabel

Montag, 11. April 2011

{Rezension} Das Geheimnis von Vennhues von Stefan Holtkötter

Verlag: Piper Verlag
Taschenbuchausgabe: 272 Seiten
Genre: Deutscher Krimi
ISBN: 9783492247856
Erscheinungsdatum: Dezember 2006
Preis: 8,95 €


Im Zweifel für den Angeklagten

Nach rund 20 Jahren kehrt Peter Bodenstein das erste Mal zurück in sein Heimatdorf Vennhues aus dem er damals vertrieben wurde. Vertrieben deswegen, weil jeder Dorfbewohner von seiner Schuld an dem Mord eines Jugendlichen überzeugt war, allerdings konnte seine Schuld vor Gericht nicht bewiesen werden. Nun möchte Peter seinen Landurlaub auf dem Hof seines Vaters verbringen. Doch kaum ist er in Vennhues angekommen, beginnen die Alteingesessenen mit einer Hetzkampagne gegen ihn, einzig sein Vater und sein alter Schulfreund Manfred halten zu ihm. Dann wird die Leiche eines Jugendlichen im Moor gefunden, ermordet auf die gleiche Weise wie vor 20 Jahren. Kommissar Hambrock übernimmt die Ermittlungen, doch große Unterstützung erhält er von den Einwohnern nicht, obwohl auch er in Vennhues aufgewachsen ist und Peter von früher kennt. Alle Spuren weisen wieder auf Peter hin, für die Dorfbewohner ist er der Schuldige, doch Hambrock merkt, dass noch mehr hinter dem Mord stecken muss und immer wieder führen die Spuren ins Moor …

Michael Holtkötter lässt seinen Debütkrimi im Oktober/November spielen und fängt so wunderbar die neblige, düstere Atmosphäre von Vennhues ein, welches in unmittelbarer Nähe zum Moor liegt. Anfangs lässt der Autor sich Zeit, um einem die Dorfbewohner wie auch das ländliche Leben in dem kleinen Dorf Vennhues vorzustellen. Und so lernt man ein Dorf kennen, das zwar in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist, der alte Kern der Einwohner aber immer noch eng zusammenhält und die ihr Dorf gegenüber negativen Einflüssen von außen zu verteidigen wissen. Und so hat auch Hambrock, obwohl der Kommissar aus Vennhues kommt, einen schweren Stand bei seinen Ermittlungen. Immer wieder bekommt er nur eine Aussage, nämlich das Peter den aktuellen Mord begangen haben muss und wenn nicht er, dann ein Fremder, denn ein Vennhueser macht so etwas nicht.

So gestalten sich die Ermittlungen anfangs zögerlich, zumal wirklich alle Spuren auf Peter deuten, doch war er es wirklich? Eigentlich mag man es nicht glauben, da man den Schiffsingenieur im Lauf des Krimis recht gut kennen lernt, allerdings scheint er auch ein Geheimnis zu haben. Also war er es vielleicht doch, zumal eigentlich niemand anderes in Frage käme. Jedoch gibt es schon einige Merkwürdigkeiten im Dorf, die dazu führen könnten, dass der eine oder andere Einwohner vielleicht doch einen Grund für den Mord hätte. Durch diese Fragen, welche man sich ständig stellt, entwickelt der Krimi anfangs erst eine gewisse Grundspannung und Neugier beim Lesen, um dann mit der Zeit richtig anzuziehen. Und die düstere, unheimliche Atmosphäre, welche durch häufigen Erwähnungen des Moors ausgelöst wird, ist eigentlich noch so das I-Tüpfelchen beim dem Krimi.

Seinen Protagonisten Bernhard Hambrock zeichnet der Autor sehr authentisch. Hambrock ist ein Mann um die Vierzig, um die Hüften schon etwas rund, verheiratet, sympathisch, etwas eigensinnig und stellenweise recht unkonventionell in seiner Arbeit. Überzeugend gelungen finde ich zum einen die Darstellung der Dorfbewohner, auch wenn hier vielleicht das eine oder andere Klischee herangezogen wird. Zum anderen ist der Charakter von Peter Bodenstein komplex dargestellt. Er wird einem fast augenblicklich sympathisch, man verfolgt seine Gedanken, seine zwiespältigen Gefühle und doch kann man sich bis zum Schluss nie so ganz sicher sein, ob er nicht vielleicht doch für die zwei Morde verantwortlich ist.

Fazit: Ein gelungenes Krimi-Debüt mit einer komplexen, spannenden und atmosphärisch dicht umgesetzten Story und einem sehr menschlich agierenden Kommissar.

Dienstag, 1. März 2011

{SuB-Zuwachs} Spannender Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

ja, ja ich weiß ... kaum hat der Monat angefangen und schon wieder neue Bücher. Aber mein Mann hat sich eine CD bestellt und um die Portokosten zu sparen, waren für mich noch 2 Taschenbücher drin ... jubel ... freu!!!

Und das sind die Beiden:

Blinder Instinkt 
Andreas Winkelmann
Verlag: Goldmann Verlag
ISBN: 978-3-442-47338-0
Erscheinungsdatum: 17. Januar 2011
Preis: 8,99 €, 416 Seiten

Und hierum geht es in dem neuen Thriller von Andreas Winkelmann:

Ein entführtes Mädchen, ein trauernder Bruder, ein eiskalter Psychopath ...
Ein heißer Sommertag.

In einem verwilderten Garten sitzt ein junges Mädchen auf einer Schaukel. Alles um es herum leuchtet in strahlenden Blütenfarben, doch das Mädchen nimmt nichts davon wahr, es ist blind. Dafür spürt es ganz deutlich, dass sich ihm jemand nähert, jemand, von dem etwas zutiefst Böses ausgeht. Es versucht noch wegzulaufen – vergeblich … Jahre später wird Kommissarin Franziska Gottlob zu einem Wohnheim für Kinder gerufen. Wieder ist ein junges Mädchen verschwunden. Das Kind ist blind. Und vom Täter fehlt jede Spur.

Da ich bereits "Tief im Wald und unter der Erde" wie auch "Hänschen Klein" begeistert gelesen habe, bin ich natürlich schon wahnsinnig neugierig auf seinen neuen Thriller.


Und Buch Numero 2 ist:

Das Geheimnis von Vennhues
Stefan Holtkötter
Piper Verlag
272 Seiten, 8,95 €
Erscheinungsdatum: Dezember 2006

Das sagt der Verlag dazu:

Der Junge im Moor.  

Über 20 Jahre ist es her, dass im Vennhueser Moor im Münsterland ein grausamer Mord geschah. Der Hauptverdächtige Peter Bodenstein wurde seinerzeit aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Nun ist er ins Dorf zurückgekehrt, um endlich seine Unschuld zu beweisen. Doch wenig später wird wieder ein Junge ermordet im Moor aufgefunden. Erneut weisen alle Spuren auf Bodenstein. In Vennhues erhält der Münsteraner Hauptkommissar Hambrock kaum Unterstützung, und das, obwohl er selbst aus dem Dorf stammt. Es scheint ein Geheimnis zu geben, von dem er ausgeschlossen ist. Wenn Hambrock jedoch die Wahrheit über Bodenstein herausfinden will, gibt es für ihn nur einen Weg – den ins Moor …

Auch hier kenne ich bereits einen Münsterland-Krimi (Bauernjagd) von Stefan Holtkötter und klar, der hat mir auch super gefallen.

So, das war es jetzt erst mal wieder von der Bücherfront :-))

Liebe Grüße an Euch alle!!!
Isabel

Dienstag, 11. Mai 2010

{Rezension} Bauernjagd: Ein Münsterland-Krimi von Stefan Holtkötter

Verlag: Piper Verlag
Taschenbuchausgabe: 284 Seiten
ISBN: 349225778X 
Genre: Deutscher Krimi / Münsterland-Krimi
Erscheinungsdatum: April 2010
Preis: 9,95 €


Spuren der Vergangenheit

Das jährliche Sommerfest in Erlenbrook-Kapelle wird jäh unterbrochen, als der Bauer Ewald Tönnes tot in seiner Güllegrube aufgefunden wird. Anfangs deutet noch alles auf einen Unfall hin, als jedoch ein paar Wochen später ein weiterer Bauer bei der Jagd erschossen wird, glaubt auch Kommissar Hambrock von der Polizei Münster nicht mehr an einen Unfall. Zusammen mit seiner Kollegin beginnt er die Ermittlungen und muss bald feststellen, dass auch Verwandte von ihm aus der Bauernschaft von Erlenbrook-Kapelle mit den Morden in Verbindung stehen.

Der Krimi wird zum größten Teil aus der Sicht von Annika Horstkemper und ihrer Familie geschildert. So lebt die angehende Journalistin zusammen mit Mutter, Tante, Schwester und deren Kinder auf einem Milchbauernhof in Erlenbrook-Kapelle. Und so erhält man durch diesen Erzählstrang einen guten Einblick in das Leben auf dem Land, die damit einhergehenden Probleme und Sorgen und dem verschworenen Dorfleben. Auf der anderen Seite ist man bei den Ermittlungen der Polizei Münster dabei, die keine heiße Spur finden, selbst nachdem weitere Morde geschehen. Gleichzeitig nimmt man auch noch ein wenig an dem Privatleben von Kommissar Bernhard Hambrock teil, was sehr gut in die Geschichte mit eingebaut ist.

Von Anfang an liegen Täter und Motiv absolut im Dunkeln und selbst im Lauf des Krimis hat man keine Ahnung, wie die Lösung des Falls aussehen wird. Zwar legt Stefan Holtkötter immer mal wieder neue Spuren aus, lässt hier und da mal einen kleinen Hinweis einfließen, doch mit dem Ende konnte dann keiner rechnen. So ist die Spannung von Anfang an recht hoch und hält sich mühelos bis zum Schluss.

Seine Charaktere zeichnet der Autor sehr authentisch und detailreich. So schafft er herrlich verschrobene Charaktere innerhalb der Bauernschaft, wobei sich hier aber auch gerne mal des einen oder anderen Klischees bedient wird. Jedoch passt dies aber auch sehr gut in die Story. Seine Protagonistin ist die junge Annika. Auch nach Jahren leidet sie immer noch unter dem Unfalltod ihres Vaters, ist etwas schüchtern dem männlichen Geschlecht gegenüber, eng in die Dorf- und Bauerngemeinschaft eingebunden und somit auch hin- und hergerissen bei ihren Überlegungen, ein Studium im benachbarten Steinfurt zu beginnen.

Weiterer Hauptakteur des Krimis ist Bernhard Hambrock. Dieser ist ein sympathischer Mittvierziger, der sich mit dem schlechten Gewissen herumplagt, seine Frau zu vernachlässigen. Da er wegen dem aktuellen Fall einen Kurzurlaub mit ihr absagen musste und kaum noch Zeit für sie findet. Zusätzlich erhält er auch noch ständig Druck von seiner Tante Ada, die Ermittlungen bei den Mordfällen voranzutreiben und muss sich ihre Theorien zu dem Fall anhören.

Fazit: Alles in allem ein kurzweiliger, spannender Krimi mit einem gutem Schuss Lokalkolorit und einer Auflösung, die bis zum Schluss im Dunkeln liegt.