Leseempfehlungen

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Freitag, 6. November 2015

{Rezension} Böse Lügen von Sharon Bolton

Cover & Verlag: Manhattan
Übersetzerin: Marie-Luise Bezzenberger
Broschierte Ausgabe: 464 Seiten
Genre: Englischer Thriller / Falkland-Inseln
ISBN: 978-3-442-54765-4
Erscheinungsdatum: 19. Oktober 2015
Preis: 14,99 €




Schatten der Vergangenheit

Die Falkland-Inseln im Oktober 1994: Es ist drei Jahre her, dass Catrin Quinn bei einem Unfall ihre beiden kleinen Söhne verloren hat. Seitdem ist für die Meeresbiologin nichts mehr wie vorher, sie lebt vollkommen zurückgezogen und ihr Blick richtet sich nur noch auf ein Ziel. So bekommt sie anfangs auch kaum mit, dass wieder ein kleiner Junge auf den Inseln verschwunden ist, mittlerweile der Dritte. In so einer kleinen Gemeinschaft wie auf den Falklands kaum noch erklärbar und fast niemand mehr glaubt an einen Unfall. Ungewollt wird Catrin in die Suche nach dem kleinen Archie mit hineingezogen und je länger die Suche dauert, umso mehr steigt das Misstrauen unter den Einwohnen, eine regelrechte Hexenjagd bricht los und Catrin rückt immer mehr in den Fokus der Einwohner.

Dienstag, 20. Oktober 2015

{SuB-Zuwachs} Historischer, Unterhaltsamer und Spannender Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

momentan geben sich die Neuzugänge bei mir die Klinke in die Hand ... schon wieder sind drei neue Bücher eingezogen und dieses Mal ist es eine kunterbunte Mischung.

Es geht ins 15. Jahrhundert nach Rumänien zu einem Ritter des Drachenordens, der bezeichnenderweise Vladislav Basarab Draco heißt. Weiter geht es zu einer Hochzeit, mit der die Zwillingsschwester der Braut überhaupt nicht einverstanden ist und zu guter Letzt verschwinden auf rätselhafte Weise kleine Jungs auf den Falkland-Inseln.

Und hier sind die Neuzugänge:


Mittwoch, 10. Juni 2015

{Rezension} Schwarze Strömung von Sharon Bolton

Cover & Verlag: Manhattan
Übersetzerin: Marie-Luise Bezzenberger
Broschierte Ausgabe: 544 Seiten
Genre: Englischer Thriller / Band 4
ISBN: 978-3-442-54755-5
Erscheinungsdatum: 25. Mai 2015
Preis: 14,99 €





Die Meerjungfrau



Lacey Flint findet beim illegalen Schwimmen in der Themse eine Leiche. Diese ist in ein Laken gewickelt und scheint schon lange im Fluss gelegen zu haben. DI Dana Tulloch und ihr Team übernehmen die Ermittlungen, doch ohne die Identität der Toten ist eine Lösung des Falls kaum möglich. Dann taucht die nächste Wasserleiche auf, wieder in ein Laken gewickelt und alles deutet daraufhin, dass der Mörder die Leichen so ablegt, dass Lacey sie finden muss.


Mittwoch, 27. Mai 2015

{SuB-Zuwachs} Spannender & Unterhaltsamer Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

zum Ende des Monats sind noch einmal ein paar neue Bücher bei mir eingezogen. Und klar, es überwiegt wieder einmal die Thriller-/Krimi-Fraktion, aber auch etwas fürs Herz hat sich in meine Bücherwand eingeschlichen.

Es geht wieder einmal - wie in letzter Zeit so oft - zum Ermitteln nach Großbritannien mit Lacey Flint und Joe O'Loughlin und Sanela Beara ermittelt wieder in Berlin.

Das Unterhaltungsprogramm bestreiten dieses Mal eine Parfümeurin, welche die Tradition ihrer Eltern fortsetzt.

Und hier sind die Neuzugänge:

Sonntag, 17. Mai 2015

{Rezension} Ihr Blut so rein von Sharon Bolton

Cover & Verlag: Manhattan
Übersetzerin: Marie-Luise Bezzenberger
Broschierte Ausgabe: 448 Seiten
Genre: Englischer Thriller / Band 3
ISBN: 978-3-442-54716-6
Erscheinungsdatum: 12. Mai 2014
Preis: 14,99 €




Die verlorenen Jungs

In London sind binnen kürzester Zeit fünf Jungen verschwunden, vier wurden bereits tot aufgefunden. Den Kindern wurde die Kehle durchgeschnitten und anschließend ihre Leichen am Themseufer abgelegt. Der 11-jährige Barney interessiert sich ebenfalls für die Morde und entdeckt etwas, was ihn nach weiteren Spuren suchen lässt. DC Lacey Flint dagegen hat nach dem Cambridge-Fall ihren Dienst noch nicht wieder angetreten und müsste sich demnach nicht mit den Mordfällen beschäftigen, doch Barney Roberts wohnt direkt neben ihr und zieht sie nach und nach in den Fall hinein.

Dienstag, 5. Mai 2015

{SuB-Zuwachs} Spannender Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

gestern sind zwei neue Bücher bei mir eingezogen. Wie sollte es anders sein, sind es dieses Mal wieder zwei Krimis.

Und somit geht es zum Ermitteln zum einen mit Lacey Flint nach England und zum anderen verschwindet in Deutschland ein kleines Mädchen spurlos.

Und hier sind die beiden Neuzugänge:


Dienstag, 27. Januar 2015

{Rezension} Dead End - Lacey-Flint-2 von Sharon Bolton

Cover & Verlag: Goldmann
Übersetzerin: Marie-Luise Bezzenberger
Taschenbuchausgabe: 448 Seiten
Genre: Englischer Thriller / Band 2
ISBN: 978-3-442-48060-9
Erscheinungsdatum: 21. April 2014
Preis: 8,99 €




Rätselhafte Selbstmorde in Cambridge

Von ihrem Chef DI Mark Joesbury erhält DC Lacey Flint den Auftrag, sich verdeckt in das Studentenleben der Universität von Cambridge einzuschleusen. Dort sind in den letzten Jahren vermehrt Selbstmorde unter Studenten aufgetreten, Lacey soll als depressive Studentin getarnt an dem Uni-Leben teilnehmen und dieses beobachten. Doch das genügt der eigensinnigen Polizistin natürlich nicht und binnen Stunden steckt sie schon mitten in der Ermittlungsarbeit. Unterstützt wird sie hierbei von der Psychologin Evi Oliver, der die vielen Selbstmorde der letzten Jahre auch äußerst seltsam vorkommen. Viele der Studentinnen klagten unter vermehrten Alpträumen, bevor sie zu Tode kamen und auch Lacey hat bereits kurz nach Einzug ins Studentenwohnheim rätselhafte Alpträume. Ist sie die nächste Selbstmordkandidatin?

Mittwoch, 31. Dezember 2014

{SuB-Zuwachs} Spannender & Unterhaltsamer Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

die letzten drei Bücher für dieses Jahr sind in mein Bücherregal eingezogen und diese will ich Euch natürlich nicht vorenthalten.

Zum einen ist es ein Buch, dass ich bereits vor ein paar Tagen gelesen habe, was mich jedoch nicht so überzeugen konnte, dann geht es zum Ermitteln nach England und zu guter Letzt wird noch Bernadette gesucht.

Aber schaut selbst:


Sonntag, 19. Februar 2012

{SuB-Zuwachs} Ganz viele neue Bücher

Hallo Ihr Lieben,

irgendwie habe ich es letzte Woche ganz vergessen, meine Neuzugänge zu posten. Deswegen kommt heute die geballte Ladung in Kurzform:


Glühende Hitze, eine gottverlassene italienische Einöde und kein Tropfen Benzin im Tank — so hat sich Sarah ihre Flitterwochen nicht vorgestellt. »Ich bin gleich wieder da« ist das Letzte, was sie von ihrem Mann Mark hört, als er sich auf den Weg zur nächsten Tankstelle macht. Danach verschwindet er spurlos. Von der Polizei erfährt Sarah, dass er kurz zuvor sein gesamtes Konto leergeräumt hat. Alles sieht nach einer geplanten Flucht aus, doch Sarah kann nicht glauben, dass sie sich so in Mark getäuscht hat. Sie macht sich auf die Suche nach ihm — und kommt einem eiskalten Verbrechen auf die Spur …


DC Lacey Flint ist eine junge Londoner Ermittlerin mit undurchsichtiger Vergangenheit und einem morbiden Interesse an Serienkillern. Mit einem echten Mord hatte sie bisher allerdings nie zu tun – bis jetzt, da eine aus zahlreichen Stichwunden blutende Frau an der Tür von Laceys Wagen lehnt und in ihren Armen stirbt. Lacey wird zunächst nur als Zeugin vernommen, doch bald wird klar, dass sie in dem Fall eine ganz besondere Rolle spielt: Ein blutiger Bekennerbrief ist unmissverständlich an sie adressiert. Unversehens findet sich Lacey im Mittelpunkt einer Mordserie, die in einem besonderen Zusammenhang mit ihr selbst stehen muss. Doch wie findet man einen Killer, der sich einen nie gefassten Serienmörder zum Vorbild genommen hat?

Seit FBI-Agent Lucian Glass von der Psychologin Iris Bellmer hypnotisiert wurde, quälen ihn mysteriöse Erinnerungen. Visionen früherer Leben? Während er noch versucht, die Dämonen der Vergangenheit zu besiegen, gerät er unversehens ins Zentrum einer der größten Kunstskandale der Geschichte: Ein Verrückter droht, wertvollste Gemälde aus dem Besitz des New Yorker Metropolitan Museum of Art zu zerstören, wenn ihm nicht die antike Skulptur des Gottes Hypnos ausgehändigt wird. Ist sie der Schlüssel zum Rätsel der Wiedergeburt - und soll sie jetzt einem skrupellosen Mörder übereignet werden? Für Lucian und sein Ermittlerteam beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit. Können sie den Erpresser stoppen, ehe eine tödliche Katastrophe geschieht?



Dann hatte ich wieder Glück bei Blog Dein Buch und ich habe vom Sauerländer-Verlag folgendes Buch bekommen:


Magisch, düster, fesselnd: der Auftakt zu einer atemberaubenden Fantasy-Saga. In der Nacht vor ihrem 17. Geburtstag gerät Svenyas Welt aus den Fugen. Sie wird von einem Wolf durch Dresden gejagt und schließlich von drei unheimlichen, seltsam anmutenden Gestalten in den Untergrund entführt. Was Svenya dort entdeckt, sprengt jede Vorstellungskraft: Mitten in Dresden, unter dem Fundament des Residenzschlosses, liegt die letzte Bastion der Lichtelben und das Tor zur Menschenwelt – Burg Elbenthal.






Von meiner Arbeitskollegin bekam ich den neuen Thriller von Karen Slaughter ausgeliehen. Die Rezi dazu folgt morgen:

Als Krankenhausärztin in Atlanta, Georgia, versucht Dr. Sara Linton, ihr Leben neu zu ordnen. Doch als es zu einer Reihe grausamer Folterungen und Morde kommt, kann die ehemalige Rechtsmedizinerin aus Grant County nicht tatenlos zusehen. Sie schaltet sich in die Ermittlungen von Will Trent und Faith Mitchell vom Georgia Bureau of Investigation ein, auch wenn die Ereignisse schmerzhafte Erinnerungen in ihr wecken, die sie eigentlich hinter sich lassen wollte ...




Tja, und dann stand mal wieder die Club-Bestellung an und meine Wunschliste habe ich auch mal wieder ein wenig "abgearbeitet" und dabei sind noch folgende Bücher rausgekommen:

Seit ein gefährlicher Psychopath Skye Kellerman nachts in ihrem eigenen Bett überfiel, ist ihr Leben nicht mehr dasselbe. Der Mann bedrohte sie mit einem Messer und brachte sie fast um. In letzter Sekunde konnte Skye ihn mit einer Schere außer Gefecht setzen und die Polizei rufen. Doch das Grauen von damals holt sie jäh wieder ein, als sie von Detective David Willis erfährt, dass der Täter vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen wird. Denn Skye weiß: Er will blutige Rache - und endlich vollenden, was er einst begann ...


Der Southern Strangler zieht seine blutige Spur durch den Südosten der USA. An jedem Leichenfundort lässt er ein grauenhaftes Souvenir zurück: die abgetrennte Hand des vorherigen Opfers.
Was für Lieutenant Taylor Jackson zu einer Mördersuche wird, die sie in die tiefsten menschlichen Abgründe führt, bedeutet für die Fernsehreporterin Whitney Connolly das Ticket in die große, weite Welt. Denn sie hat Informationen, die den Fall lösen könnten - der Mörder schickt ihr Gedichte per E-Mail! Diese Nachrichten bringen die Polizei auf die Spur des Killers, und bald schon können sie ihn verhaften. Da geht auf Whitneys Computer ein weiteres Gedicht ein.


Niemand spielt Paganini so virtuos wie die berühmte Geigerin Ane Larrazábal. Doch dies war ihr letztes Konzert – nach der Aufführung des Capriccio Nr. 24, des schwierigsten Geigenstückes aller Zeiten, findet man sie stranguliert in den Räumen des Konzertgebäudes. Auf ihrer Brust prangt in blutiger Schrift das arabische Wort für »Satan«; und ihre einzigartige Stradivari mit dem geschnitzten Teufelskopf ist unauffindbar. 



Jake Epping lebt ein normales Leben, bis sein Freund Al ihm ein großes Geheimnis enthüllt: Er kennt ein Portal, das ins Jahr 1958 führt. Und Al gewinnt ihn für eine wahnsinnige Mission. Jake soll in die Vergangenheit zurückkehren und das Attentat auf John F. Kennedy vereiteln, um den Gang der Geschichte positiv zu korrigieren. Und so beginnt für Jake ein neues Leben in einer für ihn neuen Welt. Es ist die Welt von Elvis und JFK, von großen amerikanischen Autos und beschwingten Highschool-Tanzveranstaltungen. Es ist die Welt des gequälten Einzelgängers Lee Harvey Oswald, aber auch die der Bibliothekarin Sadie Dunhill, die Jakes große Liebe seines Lebens wird – eines Lebens, das gegen alle normalen Regeln der Zeit verstößt. Und je näher Jake seinem Ziel kommt, den Mord an Kennedy rückgängig zu machen, desto bizarrer wehrt sich die Vergangenheit dagegen – mit aller gnadenlosen Gewalt, die sich auch gegen Jakes neue Liebe richtet ...


Ein schauriges Ende eines schwülheißen Sommertages: Die junge Polizistin Renée wird an ihrer Wohnungstür überfallen und brutal niedergestochen. Sie überlebt mit knapper Not. Ein paar Tage später findet man eine Studentin in einem Keller, ermordet. Die Frauen scheinen wenig gemeinsam zu haben - bis auf ihre roten Haare. Inspector Paul Vegter stürzt sich in diesen Fall, denn er hegt für Renée mehr als nur kollegiale Gefühle. Bald ahnt er, dass der Mörder erneut zuschlagen wird. Auch Galeristin Vivienne ist rothaarig. Als sie ihren Mann immer wieder beim Lügen ertappt, wird sie von quälendem Misstrauen erfasst: Ist er der Killer? Ist sie sein nächstes Opfer?





So, das wars. Ich wünsche Euch noch ein schönen Restsonntag und morgen einen guten Start in die Woche,
liebe Grüße
Isabel


Freitag, 17. Februar 2012

{Rezension} Dunkle Gebete von Sharon Bolton





Verlag: Manhattan-Verlag 
Broschierte Ausgabe: 510 Seiten
ISBN: 978-3-442-54679-4 
Genre: Englischer Thriller
Übersetzer: Marie-Luise Bezzenberger
Erscheinungsdatum: 23. Januar 2012
Preis: 14,99 € 



Nicht vergessen

Als DC Lacey Flint von einer Zeugenbefragung an ihr Auto zurückkehrt, sieht sie eine Frau daran lehnen, die durch mehrere Stichwunden tödlich verletzt ist. Lacey verständigt sofort ihre Kollegen, die Ermittlungsleitung übernimmt DI Dana Tulloch. Zunächst wird Lacey als Zeugin vernommen, doch kurze Zeit später ereignet sich ein weiterer grausamer Mord und der Täter zieht Lacey durch einen Bekennerbrief mit in die Mordermittlungen hinein. Bald schon werden Zusammenhänge beim Tathergang und vor allem am Zeitablauf zu den Jack-the-Ripper-Morden festgestellt. Sollte dies wirklich der Fall sein, so drängt die Zeit, denn der Zeitpunkt für den nächsten Mord steht unmittelbar bevor. 

Sharon Bolton steigt in ihrem Thriller sofort mit dem Mord an Opfer Nr. 1 ein und schon findet man sich mitten in der Mordermittlung wieder, lernt hierdurch schnell alle Mitwirkenden kennen und stellt fest, dass auch eine alte Bekannte aus „Todesopfer“ wieder mitspielt. Dana Tulloch ist mittlerweile Detective Inspector und  mit der Leitung der Ermittlungen betraut. Tatkräftig unterstützt wird sie hierbei von ihrem guten Freund und Kollegen DI Mark Joesbury.
 
Da fast sofort klar ist, dass der Mörder nach Vorgaben von Jack the Ripper mordet, ist natürlich das Interesse an den damaligen Morden im Ermittlungsteam sehr hoch. Lacey hat sich bereits in ihrer Jugend mit dem Serienmörder beschäftigt und ist deswegen geradezu prädestiniert das Team über die damaligen Fälle zu informieren. Hierdurch erfährt man als Leser selbst einiges über die Morde wie auch über die vielen Theorien, die in Bezug auf die Identität von Jack the Ripper bestehen. Die Story entwickelt sich von Anfang an sehr spannend und im weiteren Verlauf sehr komplex, sodass bis zur letzten Seite Nervenkitzel garantiert ist. Hierzu trägt natürlich auch wieder der flüssige, so einnehmende, bildhafte und fesselnde Schreibstil von Sharon Bolton bei, dem es wieder einmal problemlos gelingt, eine atmosphärische und erzählerische Dichte aufzubauen, sodass man den Thriller kaum aus der Hand legen mag.

Während Dana und der Rest des Teams fast selbstverständlich Lacey mit in die Ermittlungen einbeziehen und ihr ganz offensichtlich vertrauen, steht der raubeinige Mark der jungen Polizistin während des gesamten Falls eher misstrauisch gegenüber. Und so hat der abgebrühte Polizist, der allerdings auch sehr verständnisvoll und mitfühlend sein kann, hier den Part des Lesers inne. Denn man wird im Verlauf der Story einfach das Gefühl nicht los, dass mit Lacey irgendetwas nicht stimmt und sie Wesentliches verschweigt.

Sharon Bolton hat bei ihrem Thriller die Ich-Form gewählt und lässt Lacey den Fall selbst erzählen. Hierdurch lernt man die junge Frau eigentlich recht schnell kennen und stellt fest, dass sie souverän und engagiert ihrem Beruf nachgeht und findet sie auch augenblicklich sympathisch. Man bemerkt aber auch sehr schnell, dass Lacey ein überaus vielschichtiger, undurchschaubarer Charakter ist. Einerseits liebt sie Gesellschaft, stürzt sich regelmäßig ins Nachtleben, geht auf der anderen Seite aber jedem privaten Treffen unter Kollegen aus dem Weg. Obwohl sie so lebenslustig wirkt, hat sie kaum Freunde, lässt niemanden näher an sich heran. Privat stylt sie sich auf, betont ihre Figur und ihr gutes Aussehen, im Dienst wirkt sie eher wie eine graue Maus und ihre Dienstkleidung ist mindestens einer Nummer zu groß gewählt. Ein sehr zwiespältiger, aber auch liebenswerter Charakter und durch diese Gegensätzlichkeiten hat man bis zum Schluss kaum eine Chance, Lacey einzuschätzen.

Mit dieser Ungewissheit spielt die Autorin geschickt. Immer wieder lässt sie kleine Hinweise einfließen, die dem Verlauf des Thrillers eine neue Wendung geben, die einem merkwürdig vorkommen oder die Lacey in Verbindung mit den Morden bringen. Ein zweiter, immer sehr kurz gehaltener Erzählstrang, sorgt zusätzlich für Verwirrung und erst ganz zum Schluss für Aufklärung. Das Ende hat mich wirklich positiv überrascht, da es gut durchdacht ist, nicht unbedingt dem Klischee entspricht, alle Fragen klärt und schlüssig umgesetzt ist.

Fazit: Ein sehr komplex angelegter Thriller, der durch seine sympathische und wunderbar undurchschaubare Protagonistin und dem fesselnden Schreibstil der Autorin absolut überzeugt.

Die Autorin:
Sharon Bolton wurde im englischen Lancashire geboren, hat eine Schauspielausbildung absolviert und Theaterwissenschaft studiert. „Todesopfer“, ihr erster Roman, wurde von Lesern und Presse begeistert gefeiert und machte die Autorin über Nacht zum neuen Star unter den britischen Spannungsautorinnen. Es folgten die Thriller „Schlangenhaus“, "Bluternte" und "Dunkle Gebete", mit denen Sharon Bolton ihr brillantes Können immer wieder unter Beweis stellte. "Schlangenhaus" wurde als bester Thriller des Jahres mit dem Mary Higgins Clark Award ausgezeichnet. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Oxford.

Mehr zur Autorin und ihren Büchern findet Ihr unter www.sjbolton.com

Mittwoch, 23. Februar 2011

{Rezension} Buternte von Sharon Bolton

Verlag: Manhattan Verlag 
Übersetzer: Marie-Luise Bezzenberger
Broschierte Ausgabe: 512 Seiten
ISBN: 3442546761
Genre: Englischer Thriller
Erscheinungsdatum: 14. Februar 2011
Preis: 16,99 €

„… Es gibt eine Zeit zu leben,
eine zu sterben
und eine zu töten …“
Eine Gestalt mit seltsamen Stimmen

Heptonclough ist ein kleines Dorf in den Hochmooren von Lancashire. In diese scheinbare Idylle ist die junge Familie Fletcher mit ihren drei Kindern gezogen. Das Dorf verfügt über eine ältere und eine etwas neuere Kirche und die Fletchers haben sich auf dem Grundstück neben der Abteiruine ihr neues Häuschen gebaut. Begeistert spielen der sechsjährige Joe und der zehnjährige Tom auf dem Gelände des alten Friedhofs. Und auch ein neuer Vikar zieht in das Dorf. Harry Laycock eröffnet die seit  10 Jahre geschlossene Kirche wieder und lebt sich langsam in die Dorfgemeinschaft ein. Dies klingt nach einem beschaulichen Leben, bis die Fletcher-Söhne auf dem Friedhof plötzlich unheimliche Stimmen hören und immer wieder eine seltsame Gestalt sehen. Und dann stürzt in einer Novembernacht die Friedhofsmauer ein und legt das Grab eines kleinen Mädchens frei, welches jedoch drei Mädchenleichen birgt statt einer.

Sharon Bolton beginnt im Prolog mit der Entdeckung des Grabes des kleinen Mädchens, was der hinzugezogenen Polizei Rätsel aufgibt.  Anschließend geht sie in ihrer Erzählung zwei Monate zurück und beginnt mit der eigentlichen Geschichte des Thrillers. Und dieser gestaltet sich von Anfang an äußerst unheimlich, mysteriös und regelrecht gruselig.

Ihr Schreibstil ist atmosphärisch so dicht umgesetzt, dass einen beim Lesen sofort ein sehr beklemmendes Gefühl überfällt. Dieses scheinbar so idyllische Dorf mit seinen offensichtlich so netten Einwohnern verbirgt ein grausames Geheimnis, dies spürt man mit jeder Zeile. Für die dichte Atmosphäre sorgen auch die Erwähnungen von Gebräuchen und Aberglauben, die in dem Dorf vorherrschen und regerecht zelebriert werden. Und doch wirken ihre Einwohner aufgeschlossen, freundlich und ehrlich, unterstützen sich gegenseitig und die Dorfgemeinschaft scheint wunderbar zu funktionieren. Die Fletchers wie auch der Vikar werden herzlich aufgenommen und lernen die Hilfsbereitschaft des Dorfes kennen. Hinzu kommt auch, dass sich der Großteil des Lebens der kleinen Jungs zwischen Kirche und Friedhof abspielt, allein dieses Vorstellung, gepaart mit dem immer wiederkehrenden Nebel der englischen Hochmoore erzeugt eine düstere, beunruhigende Stimmung.

Und Sharon Bolton spielt auch geschickt mit Ängsten, die wahrscheinlich fast jeder Leser aus seiner Kindheit kennt. Der Thriller wird zum einem aus der Sicht der Erwachsenen, zumeist des Vikars und der Psychologin Evi Oliver erzählt, aber auch sehr oft aus der Perspektive von Tom, dem zehnjährigen Jungen der Fletchers. Der Autorin gelingt es hervorragend, dass man sich in den spitzbübischen und auch so nachdenklichen Tom hinein versetzen kann und seine Ängste so auch mitfühlt.

Denn wer kennt dieses Gefühl nicht, nachts plötzlich hellwach zu sein und das Gefühl zu haben, jemand befindet sich in deinem Zimmer, jemand bedrohliches. Dein Verstand sagt dir, dass dies unmöglich sein kann, die Haustür und die Fenster sind fest verschlossen, hier kann niemand sein und doch spürst du sein Atmen, seine Nähe und ziehst ganz vorsichtig die Bettdecke über das Gesicht. Schließlich ist Tom fest davon überzeugt, dass jemand ihn verfolgt, ihn bedroht und das dieser Jemand eine noch größere Bedrohung für seine kleine Schwester Millie darstellt. Doch wenn er diese Ängste und die seltsame Gestalt den Erwachsenen erzählt, wer würde ihm glauben? Niemand!

Diese Szenen wie auch alle anderen beschreibt die Autorin ohne reißerische Effekte und trotzdem ist der Gänsehauteffekt fast durchgehend in dem Buch vorhanden. Ihre Story baut sich sehr vielschichtig auf, nichts ist so wie es offensichtlich scheint, wer oder was hinter den mysteriösen Stimmen und den merkwürdigen Vorgängen rund um die Kirche steckt, erfährt man lange Zeit nicht. Man weiß eigentlich nur, dass zwei kleine Mädchen unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen und das die kleine quirlige Millie genau im gleichen Alter ist als diese verschwanden, mehr aber auch nicht.

Ihre Charaktere sind wunderbar herausgearbeitet. Besonderes Augenmerk liegt hier auf dem aufgeweckten, fantasievollen Tom, welche ihm beinahe zum Verhängnis wird. Und auf Vikar Harry und der Psychiaterin Evi. Harry ist ein junger, aufgeschlossener und zuweilen auch in der Kirche fluchender Vikar, der alles ein wenig locker angeht und sich schnell mit den Fletchers anfreundet. So wird er auch bald in die Geschehnisse mit hineingezogen. Ihm zur Seite steht  Evi Oliver. Die Psychiaterin therapiert eine Einwohnerin des Dorfes und ist somit oft in Heptonclough anzutreffen.
Fazit: Sharon Boltons neuer Thriller zieht einen durch seine unheimliche, extrem spannende und vielschichtige Story sofort in seinem Bann, ohne jede Chance das Buch vor Beendigung aus der Hand zu legen. 

Samstag, 19. Februar 2011

{SuB-Zuwachs} Spannender Buchzuwachs

Na, das Wochenende fängt ja schon einmal richtig klasse an. Unser lieber Postbote hat mir heute gleich zwei Büchersendungen in die Hand gedrückt ... freu ... jubel!!!


Zum einen hatte ich bei vorablesen.de wieder einmal Glück gehabt und habe folgendes Buch zum Lesen und Rezensieren erhalten:


Petra Hammesfahr: Der Frauenjäger
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Erscheinungsdatum: 24. Februar 2011
ISBN: 978-3-8052-5014-6
Preis: 19,95 €
Während dein Leben perfekt scheint, lauert Er im Dunklen.
Keiner weiß, dass es ihn gibt. Niemand hat die Zeichen erkannt, niemand die Frauen gefunden. Frauen, die seiner Meinung nach Parasiten sind, die sich von ihren Männern aushalten lassen und diese betrügen.

Auch Marlene muss nicht arbeiten. Ihr Mann ist ein erfolgreicher Unternehmensberater, sie hat zwei wohlgeratene ältere Kinder, ein Haus – kurz: alles, was man braucht. Nur das Gefühl, gebraucht zu werden, das fehlt ihr oft. Nur zu gerne hilft sie ihrem alten Freund Andreas Jäger aus der Klemme.
Kurz darauf erwacht Marlene in totaler Schwärze und erinnert sich nicht, wie sie in diese Finsternis geraten ist.



Und dann hatte ich Euch ja schon vor ein paar Tagen den neuen Thriller von Sharon Bolton vorgestellt Sharon Bolton - Bluternte  ... und heute kam das Buch vom  Manhatten Verlag





Ich bin schon wahnsinnig gespannt auf die beiden Bücher und werde sie jetzt auch gleich in Angriff nehmen, sobald ich mit "Der Ahnhof" von Joachim Rangnick fertig bin.

Ich wünsche Euch ein traumhaft schönes Wochenende,
liebe Grüße
Isabel 

Sonntag, 6. Februar 2011

{Autor} Sharon Bolton und ihr neuer Roman ...

Was habe ich mich dieser Tage gefreut, als ich durch Zufall entdeckt habe, dass jetzt im Februar 2011 der neue Krimi von Sharon Bolton im Manhattan Verlag veröffentlicht wird.

Von Sharon Bolton habe ich habe nämlich schon mit Begeisterung ihre beiden Vorgänger gelesen und rezensiert. 

Und jetzt kommt ihr neues Buch heraus, mit dem Titel "Bluternte" und deswegen möchte ich Euch schon einmal diese fantastische Autorin kurz vorstellen. Über ihren neuen Krimi erzähle ich Euch dann in den nächsten Tagen mehr.


Das sagt der Verlag über die Autorin:

Sharon Bolton wurde im englischen Lancashire geboren, hat eine Schauspielausbildung absolviert und Theaterwissenschaft studiert.

„Todesopfer“, ihr erster Roman, wurde von Lesern und Presse begeistert gefeiert und machte die Autorin über Nacht zum neuen Star unter den britischen Spannungsautorinnen. Es folgte der Thriller „Schlangenhaus“, mit dem Sharon Bolton ihr brillantes Können erneut unter Beweis stellte. Der Roman wurde als bester Thriller des Jahres mit dem Mary Higgins Clark Award ausgezeichnet. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Oxford.

Mehr zur Autorin und ihren Büchern findet Ihr unter www.sjbolton.com und hier geht es zum Interview von Sharon Bolton Interview auf der Verlagsseite.


Liebe Grüße Isabel

Sonntag, 25. Oktober 2009

{Rezension} Schlangenhaus von Sharon Bolton

Übersetzer: Marie-Luise Bezzenberger
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
ISBN: 3442546346
Genre: Englischer Krimi
Erscheinungsdatum: 25. Mai 2009
Preis: 19,95 €

Merkwürdige Schlagenfunde in einem kleinen Dorf

Als die junge Tierärztin Clara Benning morgens von ihrer Nachbarin um Hilfe gebeten wird, ahnt sie noch nicht, dass es mit dem ruhigen Leben in dem englischen Dorf, in dem sie lebt, vorbei sein wird. Völlig aufgelöst teilt ihr ihre Nachbarin mit, dass sie eine Schlange im Kinderbett der kleinen Sophia gefunden hat. Clara gelingt es, die Giftschlange zu fangen, bevor sie das Baby beißen kann. Doch die merkwürdigen Schlangenfunde häufen sich in dem kleinen beschaulichen Dorf nähe Bristol und unweigerlich kommt es auch zu Todesfällen. Ist das Dorf nur Opfer einen ungewöhnlich hohen Schlangenpopulation in diesem Frühjahr oder aber setzt jemand mit Absicht Schlangen in verschiedenen Häusern des Dorfes aus.

Die merkwürdigen Schlangenfunde und das beharrliche Schweigen der älteren Einwohner in Bezug auf den Brand der Dorfkirche Ende der 1950er Jahre ruft Claras Neugier auf den Plan und schon schnell fängt sie auf eigene Faust an, Ermittlungen anzustellen. Unterstützt wird sie hier vom ortsansässigen Kriminalbeamten Matt Hoare und von dem etwas eigensinnigen Schlangenexperten Sean North. Und je tiefer Clara in die Vergangenheit des Dorfes eintaucht, umso verwirrender werden die Informationen, die sie erhält. Eindeutig scheint jedoch zu sein, dass der Brand der Kirche mit den merkwürdigen Todesfällen und den Schlangen in Verbindung steht.

Aus der Perspektive der jungen Clara erzählt Sharon Bolton ihren neuesten Thriller. Wobei man sich anfangs gar nicht so sicher ist, hier anstelle eines Thrillers einen Gruselroman in Händen zu halten. Die Story ist von Anfang an sehr mysteriös, gruselig und atmosphärisch sehr dicht umgesetzt und die Spannung ist praktisch von der ersten Seite an vorhanden und hält sich mühelos bis zum Ende. Da man während des Lesens ständig auf dem gleichen Wissensstand wie Clara ist, ist einem das Motiv und vor allem der oder die Täter bis kurz vor Ende nicht bekannt. Zusätzlich enthält die Story einige überaus überraschende Wendungen, sodass man öfters auf eine falsche Fährte gelockt wird.

Ihre Protagonistin Clara Benning beschreibt die Autorin als eine junge couragierte und extrem introvertierte junge Frau, die seit ihrer Kindheit im Gesicht gezeichnet ist und aus diesem Grund sehr zurückgezogen lebt und Menschen in der Regel lieber aus dem Weg geht. Worum es sich bei der Verunstaltung handelt und welche Umstände hierzu geführt haben, erfährt man erst fast zum Schluss der Geschichte. Der Schreibstil von Sharon Bolton ist von Anfang äußerst fesselnd und sehr bildhaft, sodass man sehr schnell ein Bild der mitwirkenden Personen erhält, die von der Autorin facettenreich, lebendig und stellenweise sehr undurchsichtig beschrieben sind.

Fazit: Nach "Todesopfer" ist Sharon wieder ein hervorragender Thriller gelungen, dem es mühelos gelingt, einen von der ersten bis zu letzten Seite zu fesseln. Zusätzlich erhält man noch einige interessante Informationen zum Thema "Schlangen", sei es über ihr Leben in der freien Wildbahn oder aber ihre religiöse Bedeutung bei den verschiedensten Kulturen.

Donnerstag, 25. Juni 2009

{Rezension} Todesopfer von Sharon Bolton



Verlag: Manhattan Verlag 
Übersetzer: Marie-Luise Bezzenberger
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
ISBN: 3442546354
Genre: Englischer Krimi
Erscheinungsdatum: 27. August 2008
Preis: 19,95 €

Ausgrabung mit Folgen

Die Engländerin Tora Hamilton lebt seit sechs Monaten zusammen mit ihrem Mann Duncan auf den Shetlandinseln, als sie durch Zufall auf ihrem Grundstück eine Frauenleiche ausgräbt. Der anfängliche Verdacht, es könnte sich hierbei um eine uralte Moorleiche handeln, erhärtet sich nicht. Die junge Frau, die auf brutale Weise ermordet wurde, ist nur wenige Jahre tot und hatte kurz vor ihrem Tod ein Baby entbunden. Die Brutalität des Mordes wie auch die Runen, die auf ihrem Rücken eingeritzt wurden, lassen der Gynäkologin Tora keine Ruhe mehr. Vor allem als sie feststellen muss, dass anscheinend die Polizei kein großes Interesse an der Aufklärung des Falles hat. So fängt Tora an, selbst Nachforschungen anzustellen und muss schnell feststellen, dass sie niemand trauen kann. Immer mehr Ungereimtheiten deckt sie auf, die sich um gestohlene Kinder drehen wie auch um die Sagenwelt der Shetlands. Und dabei gerät sie selbst in Gefahr, denn irgendjemand versucht mit allen Mitteln, sie an weiteren Nachforschungen zu hindern.
 
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Tora erzählt und gleich nach den ersten Zeilen steckt man mittendrin in der Story, Sharon Bolton gibt sich hier nicht mit Vorgeplänkel ab. Durch die Ich-Erzählung erhält man schnell einen Bezug zu Tora, welche die Autorin sehr menschlich beschreibt. Tora ist eine junge Ärztin, die in ihrem Beruf aufgeht, mehr eine Einzelgängerin ist und sich sehnlichst ein Baby wünscht. Die Rolle als Außenseiterin, da Neuankömmling auf der Insel, belastet sie nicht sonderlich und sie lässt sich nicht beirren, hinter die Wahrheit des Mordes zu kommen. Hierbei hilft ihr die Polizistin Dana Tulloch, ebenfalls eine Zugereiste auf der Insel, die sich mit denselben Widrigkeiten wie Tora herumärgern muss und so auf eigene Faust Ermittlungen in dem Fall anstellt. Dana ist eine sehr energische, selbstbewusste Frau, die unbeirrt ihren Weg geht und der einzige durchschaubare Charakter - neben Tora - in dem Buch. Alle anderen Charaktere beschreibt Sharon Bolton sehr undurchsichtig und geheimnisvoll, sodass lange nicht ersichtlich ist, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Zu diesem Personenkreis gehören auch Toras Mann Duncan wie auch ihr äußerst charismatischer Chef Kenn Gifford.

Was anfangs wie ein Ritualmord aussieht, entpuppt sich nach und nach zu einer viel komplexeren Geschichte, bei der man das Gefühl nicht los wird, dass die gesamten Einwohner der Insel in diese involviert sind. Auch ist einem lange nicht klar, welche Rolle die Runen auf dem Rücken der Toten spielen. Spielen hier die alten Mythen rund um die Sagenwelt der Shetland-Inseln eine Rolle oder sind sie nur ein geschicktes Ablenkungsmanöver und was hat es mit der seltsamen Insel Tronal auf sich, auf der sich eine Entbindungsklinik befindet und fast alle Beteiligten irgendwie einen Bezug zu ihr haben?

Die Geschichte ist atmosphärisch sehr dicht umgesetzt und die Spannung baut sich praktisch von der ersten Seite an auf und hält über das komplette Buch mühelos an. Die Story ist schlüssig umgesetzt und die einen oder anderen Informationen, welche man rund um die Shetlands wie auch um die Sagenwelt der Insel erhält sind äußerst informativ und unterhaltsam beschrieben.


Fazit: Ein wirklich gelungenes Erstlingswerk, mit einer sehr sympathischen Protagonistin und einer mystisch angehauchten Story. Das zweite Buch von Sharon Bolton ist bereits unter dem Titel "Schlangenhaus" erschienen.