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Freitag, 20. September 2013

{Rezension} Letzte Worte von Karin Slaugther

Cover & Verlag: Blanvalet
Übersetzer: Klaus Berr
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Genre: Amerikanischer Thriller
ISBN: 978-3-7645-0414-4
Erscheinungsdatum: 29. Oktober 2012
Preis: 19,99 €





„Ich will es vorbei haben“

Dr. Sara Linton reist nach 4 Jahren wieder nach Grant County, um mit ihren Eltern und ihrer Schwester Tessa Thanksgiving zu feiern. Es ist das erste Mal seit Jeffrey’s Tod, dass Sara wieder in ihrem Heimatort ist, entsprechend emotional gestaltet sich ihre Ankunft. Doch abgelenkt wird die Ärztin schnell von einem Anruf von Polizeichef Wallace. Am See wurde die Leiche eines toten Mädchens gefunden, doch trotz Abschiedsbrief geht die Polizei von Mord aus. Lena Adams hat die Ermittlungen übernommen und bereits einen Schuldigen gefunden. Doch der geistig behinderte Junge lässt sich im Gefängnis nicht beruhigen und Frank Wallace bittet Sara als Ärztin um Hilfe. Als sie in der Zelle ankommen, hat dieser Selbstmord begangen. An der Wand steht mit Blut geschrieben: Ich war’s nicht. Da Sara immer noch gegenüber Lena Adams auf Rache sinnt und sie ihr endlich ihre berufliche Unfähigkeit beweisen will, schaltet Sara den GBI-Agent Will Trent ein. 

Mittwoch, 4. September 2013

{SuB-Zuwachs} Spannender & Unterhaltsamer Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

wieder einmal sind neue Bücher in meine Bücherwand eingezogen, eines davon als Leihgabe.

Bei der Leihgabe handelt es sich um eine amerikanische Thrillerreihe und ich bin schon gespannt darauf, wie es privat und beruflich mit Sara Linton weitergeht.

Und spannend geht es weiter mit zwei Krimis vom Haymon-Verlag und dem Auftakt einer deutschen Thrillerserie, welches ich als Produkttest erhalten habe.

Heute kam dann noch das langersehnte Rezi-Exemplar von Blogg dein Buch und Blanvalet an, den ich sofort begonnen habe zu lesen. 

Und hier sind die neuen Schätzchen:


Samstag, 19. Januar 2013

{SuB-Zuwachs} Spannender & Unterhaltsamer Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

Bücher, Bücher wohin das Auge schaut. Diese Woche sind wirklich eine Menge Bücher in meine Bücherwand eingezogen.

Zum einen ist gerade der neue Sandra Brown rausgekommen, was natürlich sofort bei mir Obdach gefunden hat, zum anderen habe ich mir als Produktest wieder 2 Bücher ausgesucht. Dann kam ein mit Sicherheit wieder Superkrimi aus Österreich als Rezi-Exemplar an, zudem war mir die Glücksfee bei Blog dein Buch wieder hold ... jaaaaaa, und dann kam der Gewinn von der Blanvalet-Challenge, die bei Kerry im letzten Jahr stattgefunden hatte, auch diese Woche bei mir an.

Ich war ja der festen Überzeugung, es handelt sich bei dem Gewinn um ein Buch ... Pustekuchen ... klingelt doch diese Woche unser lieber Hermes-Bote (und das ist wirklich ein ganz Lieber, soll es wirklich geben) und drückt mir ein Paket in die Hand und darin waren sage und schreibe VIER Bücher und ein Malbuch vom Blanvalet-Verlag. Ich habe hier bald Purzelbäume geschlagen, so habe ich mich gefreut, zumal zwei Bücher auch noch auf meiner Wunschliste standen. Noch einmal ein ganz, ganz dickes DANKESCHÖN an Kerry vom Lesenden Katzenpersonal und an den Blanvalet-Verlag.

Ach, und wer jetzt neugierig geworden ist: Bei Kerry gibt es dieses Jahr wieder eine Blanvalet-Challenge. Schaut mal vorbei, aber hier jetzt meine neuen Schätzchen *freu*: 




Montag, 20. Februar 2012

{Rezension} Tote Augen von Karin Slaughter





Verlag: Blanvalet-Verlag 
Übersetzer: Klaus Berr
Genre: Amerikanischer Thriller
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Erscheinungsdatum: 05. November 2011
Preis: 19,99 €
ISBN: 978-3-7645-0343-7


Sara Linton trifft auf Will Trent & Faith Mitchell

Auf einer einsamen Landstraße. Ein älteres Ehepaar ist auf dem Rückweg von ihrem Sohn und dessen Familie, als ihnen ganz plötzlich etwas vors Auto läuft. Geschockt, doch unverletzt steigt das Paar aus und muss feststellen, dass sie eine nackte junge Frau angefahren haben. Die Unbekannte wird mit schwersten Verletzungen, die jedoch nicht nur vom Unfall herrühren, ins nächste Krankenhaus eingeliefert. Dr. Sara Linton ist entsetzt vom Zustand der Unbekannten und auch Will Trent und Faith Mitchell vom GBI, die durch Zufall anwesend sind, können die Folterungen an der jungen Frau kaum glauben. Als sich Will Trent zum Unfallort begibt, entdeckt er schnell, dass die Verletzte in einer Höhle gefangen gehalten wurde und sie war nicht die Einzige, die aus dieser unterirdischen Folterkammer fliehen konnte. Doch die zweite Frau kann nur noch tot geborgen werden. Und es dauert nicht lange, bis wieder zwei Frauen vermisst werden.

3 ½ Jahre ist es nur nun her, seit Sara Linton den grauenhaften Mord an ihrem Ehemann Jeffrey mit ansehen musste. Es vergeht kein Tag, an dem sie nicht an ihn denken muss und ihn schmerzlich vermisst. Selbst der Umzug vom Grant County nach Atlanta hat hierbei nicht viel geholfen. Erst durch den aktuellen Fall beginnt Sara ein wenig Interesse an ihrer Umgebung zu zeigen und endlich wieder am Leben teilzunehmen. Aber auch Faith Mitchell hat einige Probleme. Muss sie doch von Sara erfahren, dass sie Diabetikerin ist und dazu noch schwanger. Tja, und Will Trent hat nach wie vor Probleme mit seiner Leseschwäche wie auch mit seiner Ehefrau Angie.

Der Thriller gestaltet sich anfangs richtig spannend und unterhaltsam, doch mit der Zeit wird er recht zähflüssig.  Zuerst fand ich es ja noch interessant zu lesen, wie Faith mit ihrer Schwangerschaft und ihrer Diabetes zurechtzukommen versucht, wie Will nach wie vor seine Probleme beim Lesen zumeist geschickt zu verbergen versteht, und dass Sara über den Tod von Jeffrey noch lange nicht hinweg ist. Aber irgendwann war es einfach genug. Wer die Reihe kennt, weiß von der Leseschwäche wie auch von dem Links/Rechts-Problem von Will Trent. Und so charmant dies zuerst noch ist, umso nerviger und unglaubwürdiger wird es im Verlauf des Thrillers. Denn je länger dieser andauert, umso öfter fragt man sich, wie der Special Agent beruflich überhaupt so weit kommen konnte, ohne dass irgendjemanden dies jemals aufgefallen ist. Einfach auch deswegen, da ihm während der Ermittlungen durch diese Behinderung Fehler unterlaufen. Auch muss nicht bald auf jeder 3. Seite erwähnt werden, dass Will’s Handy defekt ist, bald auseinanderfällt und er sich aufgrund seiner Leseprobleme nicht traut, ein neues Handy zu kaufen.

Und so rückt der durchaus spannend angelegte Plot immer öfter in den Hintergrund und ein kontinuierlicher Spannungsaufbau ist kaum vorhanden, da den Problemen der Protagonisten viel zu viel Platz eingeräumt wird. Es kommt sogar vor, dass Will und Faith so mit ihren privaten Problemen beschäftigt sind, dass sie entscheidende und eigentlich selbstverständliche, routinierte Ermittlungsarbeit einfach vergessen, wie z. Bsp. sich von der zuständigen Polizeistelle den Tatortbericht des Polizisten geben zu lassen, der als erstes am Unfallort war.

Die Story an sich ist jetzt nicht unbedingt neu, aber durchaus interessant und man muss Karin Slaughter zugutehalten, dass sie im letzten Drittel wieder die Kurve bekommt und den Thriller richtig fesselnd gestaltet. Dadurch wird man für den zähen Mittelteil zwar teilweise entschädigt, allerdings hat man aus Ermangelung vieler Alternativen auch schnell den Täter ausgemacht. Auf ihn geht die Autorin so gut wie gar nicht ein, sein Motiv war mir jetzt nicht unbedingt verständlich und ist mir mittlerweile auch einfach zu abgedroschen. 

Fazit: Bei dem Thriller überwiegen die privaten Probleme der Ermittler, der Fall rückt teilweise fast komplett in den Hintergrund und so ist ein kontinuierlicher Spannungsaufbau kaum möglich. Für Fans der beiden Reihen ist das Buch aber in jedem Fall lesenswert, auch wenn Karin Slaughter bei weitem bessere Bücher geschrieben hat.
Die Autorin:
Karin Slaughter, Jahrgang 1971, stammt aus Atlanta, Georgia. 2003 erschien ihr Debütroman Belladonna, der sie sofort an die Spitze der internationalen Bestsellerlisten und auf den Thriller-Olymp katapultierte. Ihre »Grant County«-Romane um Rechtsmedizinerin Sara Linton und Polizeichef Jeffrey Tolliver sind inzwischen in 30 Sprachen übersetzt und weltweit mehr als 20 Millionen mal gelesen worden. 
 

Sonntag, 19. Februar 2012

{SuB-Zuwachs} Ganz viele neue Bücher

Hallo Ihr Lieben,

irgendwie habe ich es letzte Woche ganz vergessen, meine Neuzugänge zu posten. Deswegen kommt heute die geballte Ladung in Kurzform:


Glühende Hitze, eine gottverlassene italienische Einöde und kein Tropfen Benzin im Tank — so hat sich Sarah ihre Flitterwochen nicht vorgestellt. »Ich bin gleich wieder da« ist das Letzte, was sie von ihrem Mann Mark hört, als er sich auf den Weg zur nächsten Tankstelle macht. Danach verschwindet er spurlos. Von der Polizei erfährt Sarah, dass er kurz zuvor sein gesamtes Konto leergeräumt hat. Alles sieht nach einer geplanten Flucht aus, doch Sarah kann nicht glauben, dass sie sich so in Mark getäuscht hat. Sie macht sich auf die Suche nach ihm — und kommt einem eiskalten Verbrechen auf die Spur …


DC Lacey Flint ist eine junge Londoner Ermittlerin mit undurchsichtiger Vergangenheit und einem morbiden Interesse an Serienkillern. Mit einem echten Mord hatte sie bisher allerdings nie zu tun – bis jetzt, da eine aus zahlreichen Stichwunden blutende Frau an der Tür von Laceys Wagen lehnt und in ihren Armen stirbt. Lacey wird zunächst nur als Zeugin vernommen, doch bald wird klar, dass sie in dem Fall eine ganz besondere Rolle spielt: Ein blutiger Bekennerbrief ist unmissverständlich an sie adressiert. Unversehens findet sich Lacey im Mittelpunkt einer Mordserie, die in einem besonderen Zusammenhang mit ihr selbst stehen muss. Doch wie findet man einen Killer, der sich einen nie gefassten Serienmörder zum Vorbild genommen hat?

Seit FBI-Agent Lucian Glass von der Psychologin Iris Bellmer hypnotisiert wurde, quälen ihn mysteriöse Erinnerungen. Visionen früherer Leben? Während er noch versucht, die Dämonen der Vergangenheit zu besiegen, gerät er unversehens ins Zentrum einer der größten Kunstskandale der Geschichte: Ein Verrückter droht, wertvollste Gemälde aus dem Besitz des New Yorker Metropolitan Museum of Art zu zerstören, wenn ihm nicht die antike Skulptur des Gottes Hypnos ausgehändigt wird. Ist sie der Schlüssel zum Rätsel der Wiedergeburt - und soll sie jetzt einem skrupellosen Mörder übereignet werden? Für Lucian und sein Ermittlerteam beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit. Können sie den Erpresser stoppen, ehe eine tödliche Katastrophe geschieht?



Dann hatte ich wieder Glück bei Blog Dein Buch und ich habe vom Sauerländer-Verlag folgendes Buch bekommen:


Magisch, düster, fesselnd: der Auftakt zu einer atemberaubenden Fantasy-Saga. In der Nacht vor ihrem 17. Geburtstag gerät Svenyas Welt aus den Fugen. Sie wird von einem Wolf durch Dresden gejagt und schließlich von drei unheimlichen, seltsam anmutenden Gestalten in den Untergrund entführt. Was Svenya dort entdeckt, sprengt jede Vorstellungskraft: Mitten in Dresden, unter dem Fundament des Residenzschlosses, liegt die letzte Bastion der Lichtelben und das Tor zur Menschenwelt – Burg Elbenthal.






Von meiner Arbeitskollegin bekam ich den neuen Thriller von Karen Slaughter ausgeliehen. Die Rezi dazu folgt morgen:

Als Krankenhausärztin in Atlanta, Georgia, versucht Dr. Sara Linton, ihr Leben neu zu ordnen. Doch als es zu einer Reihe grausamer Folterungen und Morde kommt, kann die ehemalige Rechtsmedizinerin aus Grant County nicht tatenlos zusehen. Sie schaltet sich in die Ermittlungen von Will Trent und Faith Mitchell vom Georgia Bureau of Investigation ein, auch wenn die Ereignisse schmerzhafte Erinnerungen in ihr wecken, die sie eigentlich hinter sich lassen wollte ...




Tja, und dann stand mal wieder die Club-Bestellung an und meine Wunschliste habe ich auch mal wieder ein wenig "abgearbeitet" und dabei sind noch folgende Bücher rausgekommen:

Seit ein gefährlicher Psychopath Skye Kellerman nachts in ihrem eigenen Bett überfiel, ist ihr Leben nicht mehr dasselbe. Der Mann bedrohte sie mit einem Messer und brachte sie fast um. In letzter Sekunde konnte Skye ihn mit einer Schere außer Gefecht setzen und die Polizei rufen. Doch das Grauen von damals holt sie jäh wieder ein, als sie von Detective David Willis erfährt, dass der Täter vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen wird. Denn Skye weiß: Er will blutige Rache - und endlich vollenden, was er einst begann ...


Der Southern Strangler zieht seine blutige Spur durch den Südosten der USA. An jedem Leichenfundort lässt er ein grauenhaftes Souvenir zurück: die abgetrennte Hand des vorherigen Opfers.
Was für Lieutenant Taylor Jackson zu einer Mördersuche wird, die sie in die tiefsten menschlichen Abgründe führt, bedeutet für die Fernsehreporterin Whitney Connolly das Ticket in die große, weite Welt. Denn sie hat Informationen, die den Fall lösen könnten - der Mörder schickt ihr Gedichte per E-Mail! Diese Nachrichten bringen die Polizei auf die Spur des Killers, und bald schon können sie ihn verhaften. Da geht auf Whitneys Computer ein weiteres Gedicht ein.


Niemand spielt Paganini so virtuos wie die berühmte Geigerin Ane Larrazábal. Doch dies war ihr letztes Konzert – nach der Aufführung des Capriccio Nr. 24, des schwierigsten Geigenstückes aller Zeiten, findet man sie stranguliert in den Räumen des Konzertgebäudes. Auf ihrer Brust prangt in blutiger Schrift das arabische Wort für »Satan«; und ihre einzigartige Stradivari mit dem geschnitzten Teufelskopf ist unauffindbar. 



Jake Epping lebt ein normales Leben, bis sein Freund Al ihm ein großes Geheimnis enthüllt: Er kennt ein Portal, das ins Jahr 1958 führt. Und Al gewinnt ihn für eine wahnsinnige Mission. Jake soll in die Vergangenheit zurückkehren und das Attentat auf John F. Kennedy vereiteln, um den Gang der Geschichte positiv zu korrigieren. Und so beginnt für Jake ein neues Leben in einer für ihn neuen Welt. Es ist die Welt von Elvis und JFK, von großen amerikanischen Autos und beschwingten Highschool-Tanzveranstaltungen. Es ist die Welt des gequälten Einzelgängers Lee Harvey Oswald, aber auch die der Bibliothekarin Sadie Dunhill, die Jakes große Liebe seines Lebens wird – eines Lebens, das gegen alle normalen Regeln der Zeit verstößt. Und je näher Jake seinem Ziel kommt, den Mord an Kennedy rückgängig zu machen, desto bizarrer wehrt sich die Vergangenheit dagegen – mit aller gnadenlosen Gewalt, die sich auch gegen Jakes neue Liebe richtet ...


Ein schauriges Ende eines schwülheißen Sommertages: Die junge Polizistin Renée wird an ihrer Wohnungstür überfallen und brutal niedergestochen. Sie überlebt mit knapper Not. Ein paar Tage später findet man eine Studentin in einem Keller, ermordet. Die Frauen scheinen wenig gemeinsam zu haben - bis auf ihre roten Haare. Inspector Paul Vegter stürzt sich in diesen Fall, denn er hegt für Renée mehr als nur kollegiale Gefühle. Bald ahnt er, dass der Mörder erneut zuschlagen wird. Auch Galeristin Vivienne ist rothaarig. Als sie ihren Mann immer wieder beim Lügen ertappt, wird sie von quälendem Misstrauen erfasst: Ist er der Killer? Ist sie sein nächstes Opfer?





So, das wars. Ich wünsche Euch noch ein schönen Restsonntag und morgen einen guten Start in die Woche,
liebe Grüße
Isabel


Donnerstag, 16. Dezember 2010

{Rezension} Entsetzen von Karin Slaughter

Übersetzer: Klaus Berr
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Genre: Amerikanischer Thriller
ISBN: 3764503440
Erscheinungsdatum: 21. August 2010
Preis: 19,99 €


Ein vermeintlicher Einbruch mit Folgen

Als Abigail Campano mittags vom Tennis nach Hause kommt, findet sie die Eingangstür unverschlossen, Blutspuren auf dem Boden und einen jungen Mann, der sich über die Leiche eines Mädchens beugt. Abby geht natürlich davon aus, dass es sich bei dem toten Mädchen um ihre 17-jährige Tochter Emma handelt und der junge Mann ihr Mörder ist. Abby stürzt sich auf den vermeintlichen Mörder und tötet ihn. Doch bei der Leiche handelt es sich nicht um Emma, sondern um deren Freundin Kayla und der junge Mann war auch nicht der Mörder. Special Agent Will Trent vom GBI übernimmt zusammen mit seiner neuen Partnerin Faith Mitchell den Fall. Die Beiden arbeiten unter Hochdruck, denn alles deutet darauf hin, dass der wahre Mörder Emma in seiner Gewalt hat und die Chancen, dass Emma die Entführung überlebt, scheinen immer geringer zu werden.

In seinem zweiten Fall muss Will Trent, der notorische Einzelgänger, dieses Mal mit einer Partnerin arbeiten, was ihm anfangs äußerst schwer fällt. Zumal Will mit Schuld daran trägt, dass Faith Mutter Evelyn Mitchell vorzeitig den Polizeidienst quittieren und in Vorruhestand gehen musste. So ist die Zusammenarbeit zwischen den Beiden erst einmal mit Problemen behaftet. Allerdings zum größten Teil nur von Seiten von Faith. Doch schon nach kurzer Zeit ist sie von Will’s Kompetenz, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit überzeugt und akzeptiert sein Verhalten ihrer Mutter gegenüber. Diese Wandlung kann man gut nachvollziehen, denn die Autorin wechselt mit ihren Erzählsträngen ständig zwischen Will und Faith.

Karin Slaughter startet ihren Thriller mit einem gelungen Auftakt, der äußerst spannend umgesetzt ist. Dann beginnen die Ermittlungen, vielen Spuren wird nachgegangen, die im Sande verlaufen,  neue Erkenntnisse treten auf, doch ein Verdächtiger ist lange Zeit nicht in Sicht und die Presse sitzt den Ermittlern im Nacken. Während dieser Phase wird die Spannung etwas aus dem Thriller herausgenommen, ist jedoch auch hier immer noch sehr fesselnd geschrieben.

So ist die Story auch komplex aufgebaut und überrascht immer wieder mit Wendungen, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hätte und auch ein üblicher Verdächtiger wird präsentiert, bei dem man sich nicht sicher sein kann, ob er nun etwas mit dem Fall zu tun hat. Allerdings war mir bei der Auflösung „Kommissar Zufall“ dann doch etwas zu offensichtlich und der Schluss kam dann auch etwas zu plötzlich.

Gewohnt facettenreich sind die Charaktere von Karin Slaughter wieder beschrieben, einige bleiben undurchsichtig, andere sind klar gezeichnet. Allerdings fand ich die Probleme von Will etwas überladen, und auch wenn seine Figur sehr sympathisch dargestellt wird, wirkt sie doch unglaubwürdig und konstruiert. Es ist für mich nur schwer nachvollziehbar, wie man mit einer massiven Leseschwäche den Beruf eines hochrangigen Polizisten nachgehen kann, zumal Will durch diese Störung auch einige schwerwiegende Fehler unterlaufen. Karin Slaughter versucht zwar, dies mit einigen Anmerkungen zu erklären, diese haben mich aber nicht wirklich überzeugen können.

Alles in allem ein spannend umgesetzter Thriller, dem es gelingt, auch ohne reißerische Szenen zu überzeugen. Allerdings wäre ein weniger problembehafteter Protagonist glaubwürdiger gewesen. 

Mittwoch, 15. Juli 2009

{Rezension} Schattenblume von Karin Slaughter


Übersetzer: Sophie Zeitz
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
ISBN: 3805208049
Genre: Amerikanischer Thriller
Erscheinungsdatum: 2006

Geiseldrama in Grant County

Eine Schulklasse besucht die Polizeistation von Grant-County. Mit von der Partie ist auch die Kinderärztin und Gerichtspathologin Sara Linton, über deren Besuch sich besonders ihr Ex-Mann, Chief Jeffrey Tolliver, freut. Mitten hinein in diese Idylle platzen unerwartet zwei bewaffnete Männer. Sie erschießen einen Polizisten und verletzen Jeffrey schwer. Sara versucht verzweifelt, Jeffrey am Leben zu halten, die Kinder zu beruhigen und die Geiselnehmer zur Aufgabe zu bewegen. Währenddessen laufen vor der Polizeistation die Aktionen an, um das Geiseldrama zu beenden.

In ihrem 4. Band der Grant-County-Serie geht Karin Slaughter dieses Mal einen etwas anderen Weg und verzichtet zum größten Teil auf blutriefende Szenen und schlägt stellenweise auch richtig ruhige Töne an. Die Geschichte ist in 2 Handlungssträngen aufgebaut. Zum einen beschäftigt sich der Thriller mit der momentanen Situation in der Polizeistation, zum anderen wird in Rückblenden das bisherige Leben von Sara und Jeffrey beleuchtet. Dies geschieht während der langen Wartezeit, in der sich Sara an die gemeinsame Zeit mit Jeffrey erinnert, während sie verzweifelt versucht, seine Identität vor den Geiselnehmern geheim zu halten und ihn am Leben. Diese Wechsel zwischen den Erzählsträngen sind sehr geschickt gelegt, sodass die Neugier gewahrt bleibt und man zwangsläufig weiterlesen muss.

Auch wenn die Autorin dieses Mal mehr die zwischenmenschlichen Beziehungen in den Vordergrund stellt, ist dieser Thriller nicht langatmig, da man so viele Einblicke in das bisherige Leben der Beiden erhält und vor allem ihre komplizierte Beziehung zueinander besser verstehen lernt. Dies ist vor allem für Leser interessant, die die vorherigen Bände gelesen haben.

Die Charaktere sind wieder sauber herausgearbeitet, allerdings hätte Karin Slaughter der Rolle von Lena Adams mehr Spielraum geben sollen, da sie eigentlich die Verantwortung für die Polizeiaktion tragen sollte und hierbei doch etwas blass herüber kommt.

Fazit: „Schattenblume“ ist nur bedingt mit den drei Vorgängern zu vergleichen, die Spannung dieses Mal etwas gemäßigt, der Grund der Geiselnahme wird dem Leser nicht zufriedenstellend erklärt, aber ansonsten durchaus unterhaltsam umgesetzt.



Dienstag, 14. Juli 2009

{Rezension} Belladonna von Karin Slaughter

Übersetzer: Teja Schwaner
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
ISBN: 3805207255
Genre: Amerikanischer Thriller
Erscheinungsdatum: 2003
Preis: ---

Spannender Auftakt der Grant-County-Reihe

Die Kinderärztin und Teilzeitpathologin Sara Linton findet eine junge Frau verblutend auf der Toilette eines Restaurants. Zwei tiefe Schnitte auf ihrem Bauch bilden ein blutiges Kreuz. Ihre verzweifelten Versuche, Sybil Adams zu retten, scheitern. Bei der anschließenden Obduktion stellt Sara fest, dass die blinde College-Professorin brutal vergewaltigt wurde. Ihr Ex-Mann, der ortsansässige Chief Jeffrey Tolliver, übernimmt die Ermittlungen und wird hierbei tatkräftig von Sara unterstützt. Doch kaum sind die pathologischen Untersuchungen abgeschlossen, gibt es einen weiteren Fall. Als Sara feststellen muss, dass zwischen den beiden Morden eine Verbindung besteht, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Eins vorweg sei gesagt: Dieses Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven. Einige Szenen triefen geradezu vor blutigen und grausamen Einzelheiten, hier ist die Sprache von Karin Slaughter wirklich sehr direkt. Aufgelockert wird dies durch die zwischenmenschlichen Einschübe, die sich mit dem Leben von Sara und Jeffrey beschäftigen und einem so einen sehr guten Einblick in deren Leben geben. So erhält man sehr schnell einen Bezug zu ihnen und auch die anderen Charaktere sind detailreich beschrieben. Durch ihren flüssigen Schreibstil bekommt man als Leser auch sehr schnell ein Bild von dem Umfeld von Sara, der Südstaaten-Kleinstadt, in der sie lebt und von den Menschen um sie herum.

Die Spannung baut sich eigentlich direkt von den ersten Seiten an auf und hält sich mühelos über das gesamte Buch hinweg. Zur Mitte des Buches erhält man einen kurzen Hinweis auf den Täter, jedoch ist dies recht geschickt angelegt und überraschende Wendungen in der Geschichte sorgen dafür, dass man sich in Bezug auf den Täter wie auch auf sein Motiv nie ganz sicher sein kann. Dies erhöht natürlich die Spannung und die geschickt gelegten Erzählstränge sind auch alles andere als spannungstötend.

Fazit: Ein spannender Auftakt der Grant-County-Serie, die sehr vielversprechend beginnt und auch noch einiges offen lässt, sodass man gespannt auf den 2. Teil ist.

Donnerstag, 18. Juni 2009

{Rezension} Zerstört von Karin Slaughter



Übersetzer: Klaus Berr
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
ISBN: 3764502657
Genre: Amerikanische Thriller
Erscheinungsjahr: 2009
Preis: 19,95 €


Der Anruf, dass seine Kollegin Lena Adams in ihrer Heimatstadt neben einem brennenden Auto aufgefunden wurde, beunruhigt Jeffrey Tolliver. Besonders als er erfährt, dass sich in dem Wrack eine nicht identifizierte Leiche befand und Lena unter Polizeigewahrsam im Krankenhaus liegt. Besorgt reisen Jeffrey und Dr. Sara Linton, seine Ehefrau, nach Reese, um Lena beizustehen. Dort angekommen, gelingt es Lena durch Saras ungewollte Hilfe, aus dem Krankenhaus zu entkommen. Während die örtliche Polizei die Suche nach Lena einleitet, versuchen Sara und Jeffrey hinter die wahren Gründe des Autobrandes und dem merkwürdigen Verhalten von Lena zu kommen. Gleichzeitig haben aber Sara und Jeffrey noch andere Sorgen. Sara musste gerade eine Anhörung über sich ergehen lassen, in der ihr vorgeworfen wurde, durch Nachlässigkeit den Tod eines kleinen Jungen billigend in Kauf genommen zu haben.

Im vorliegenden sechsten Band legt der Schwerpunkt der Geschichte bei Lena. Einfühlsam beschreibt sie ihren Charakter, die sich auf die verzweifelte Suche nach ihrer Vergangenheit begibt und hierbei in ein schreckliches Verbrechen hineingezogen wird. Aus der starken, sturen und eigensinnigen Lena wird während des Thrillers eine an sich selbst zweifelnde Frau, was von Karin Slaughter einfühlsam umgesetzt wurde.

Neben den Einblicken in die Vergangenheit von Lena gewährt die Autorin einem aber auch wieder einen Einblick in das Leben von Sara und Jeffrey, wobei der Fokus hier eindeutig bei Sara liegt. Angeklagt von einer Familie, am Tod ihres leukämiekranken Sohnes Schuld zu sein, hat Sara mit Selbstvorwürfen und Depressionen zu kämpfen. Hinzu kommt, dass sie bereits von ihrer Heimatstadt vorverurteilt wird und sich hierdurch immer mehr in sich selbst zurückzieht. Jeffrey hat immer mehr Probleme, an sie heran zu kommen. Dieser Rückzug ist überzeugend beschrieben.

Diese privaten Probleme geben dem Thriller aber einen etwas schwermütigen Touch, der sich durch das ganze Buch zieht. Dies ist zwar nicht spannungstötend, aber stellenweise hätte ich mir etwas weniger hiervon gewünscht. Die Story an sich handelt von Korruption, Hass, Drogensucht und handel und wird in zwei Zeitebenen erzählt, die mehrere Tage auseinander liegen. Zum einen wird in Rückblenden von Lenas Ankunft in Reese und den weiteren Geschehnissen erzählt, zum anderen die Suche von Sara und Jeffrey nach Lena. Im Laufe der Story nähern sich die beiden Erzählstränge immer mehr an bis sie zum Schluss schlüssig zusammenlaufen. Während der ganzen Zeit ist man über die Beweggründe von Lena genauso wenig informiert wie Sara und Jeffrey und dies hält die Spannung fast durchgehend auf hohem Niveau. Auch bedingt durch geschickt gelegte Wendungen und überraschende Ereignisse, mit denen man nicht unbedingt rechnen kann.


Alles in allem ist Karin Slaughter zwar ein etwas schwermütiger, aber trotzdem spannender Thriller gelungen, der immer wieder überrascht und dieses Mal hinter die Fassade einer scheinbar gutbürgerlichen Kleinstadt blicken lässt.