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Montag, 27. Oktober 2014

{Rezension} Der Hof von Simon Beckett

Cover & Verlag: Wunderlich
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Genre: Englischer Thriller
ISBN: 978-3-8052-5068-9
Erscheinungsdatum: 01. Februar 2014
Preis: 19,95 €



Flucht mit Folgen

Ein junger Mann ist auf der Flucht, welche ihn von London in eine einsame Gegend Südfrankreichs führt.  Als er sich nach einiger Zeit per Fuß durchschlagen muss und vom Weg abkommt, gerät sein Fuß in eine Eisenfalle. Es ist Hochsommer, Sean geht das Wasser aus, eine Befreiung aus der rostigen Falle ist nicht möglich. Irgendwann wacht der junge Mann auf dem Dachboden einer Scheune auf. Mathilde, Tochter des Hofbesitzers Arnaud pflegt Sean, sehr zum Ärgernis ihres Vaters. Schnell merkt Sean, dass auf dem einsam gelegenen Hof irgendetwas nicht stimmt. Doch obwohl sein Fuß langsam heilt, bleibt er auf dem Hof.

Freitag, 4. März 2011

{Rezension} Verwesung von Simon Beckett

Verlag: Wunderlich Verlag
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Genre: Englischer Thriller
ISBN: 978-3-8052-0867-3
Erscheinungsdatum: 24. Februar 2011
Preis: 22,95 €


„… Eins, zwei, acht – eine unveränderliche Wahrheit …“

In einem Moor in Dartmoor wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Die Ermittler vermuten, dass es sich hierbei um die sterblichen Überreste eines der Opfer des Serienmörders Jerome Monk handelt. Dieser ist für den Mord an mehreren jungen Frauen verurteilt worden, weigert sich aber hartnäckig, der Polizei mitzuteilen, wo er die Leichen vergraben hat. Bei den Ermittlungen ist auch der forensische Anthropologe David Hunter beteiligt. Die gefundene Leiche kann wirklich als Opfer von Monk identifiziert werden, da die anderen jedoch nicht auffindbar sind, wird der Fall abgeschlossen. Acht Jahre später erhält David Hunter Besuch seines ehemaligen Freundes Terry Conners. Der Detective informiert ihn darüber, dass Monk aus dem Gefängnis ausgebrochen ist und warnt ihn. Als er auch noch einen merkwürdigen Anruf von der Psychologin Sophie Keller erhält, die an den damaligen Untersuchungen auch beteiligt war, reist Hunter nach Dartmoor.

Gleich im Prolog ist man wieder mitten in einem David-Hunter-Thriller, denn hier beschreibt Simon Beckett in seiner typisch direkten und sachlichen Art ziemlich ausführlich die unterschiedlichen Verwesungsarten eines Menschen. Ein typischer Einstieg eben bei seinen Thrillern. 

In der gewohnten Ich-Form lässt der Autor seinen Protagonisten wieder selbst seine Geschichte erzählen und diese gestaltet sich anfangs ungewohnt spannungsarm und unspektakulär, ist jedoch durchweg kurzweilig geschrieben. Allerdings erfährt man hierbei aber auch einiges über seine Frau Kara und seine kleine Tochter Alice und wie es zu dem Autounfall kam, bei dem Beide starben. 

Nachdem die Story in die Gegenwart gewechselt ist, zieht auch die Spannung etwas an,  ausschlaggebend ist hier aber auch der Ort des Geschehens. Simon Beckett beschreibt sehr anschaulich Dartmoor und das nahe liegende Moor und der Nebel und die Jahreszeit sorgen dafür, dass durchweg ein etwas beklemmendes Gefühl beim Lesen vorherrscht.

Die Story an sich fand ich jetzt nicht unbedingt ausgefallen oder ungewöhnlich, sondern sie ist in Teilen vorhersehbar und so war für mich der Schuldige schnell ausgemacht. Dennoch hat mich der Thriller gepackt und dies ist dem Schreibstil von Simon Beckett zu verdanken. Dieser ist durchweg flüssig, bildhaft, meist ruhig und unaufgeregt und trotzdem fesselnd. 

Auch zeichnet er wieder hervorragende Charaktere, die man schnell klar vor Augen hat, deren Absichten teilweise jedoch im Dunkeln bleiben. So wirken einige etwas undurchsichtig, man ist sich nicht ganz so sicher, welches Ziel sie schlussendlich verfolgen. Und seinen Protagonisten David Hunter beschreibt Simon Beckett wieder sehr einfühlsam und in seinem Handeln nachvollziehbar.

Fazit: Dieses Mal ein eher vorhersehbarer Thriller, der jedoch dank Becketts fesselndem Schreibstil trotz allem packend und meist spannend umgesetzt ist.

Mittwoch, 23. Februar 2011

{SuB-Zuwachs} Spannender Buchzuwachs

Es haben mal wieder neue Bücher den Weg in mein Bücherregal gefunden ... wie das nur passieren konnte ... lach ...

Ich konnte aber auch einfach nicht widerstehen. Schließlich kommt nicht alle Tage ein neuer Simon Beckett oder Cody McFadyen auf den Buchmarkt und da muss man doch sofort vorbestellen, oder??? Die erste Vorbestellung kam bereits am Montag und so bin ich jetzt schon mittendrin im Lesen von "Der Menschenmacher" von Cody McFadyen.

Mein erstes Fazit: Etwas anderster als die Smoky-Barrett-Reihe, etwas ruhiger, nachdenklicher, aber zwischendurch auch schon richtig spannend. Allerdings bin ich auch erst auf Seite 177 von 605.


Tja, und auf den neuen Simon Beckett warte ich noch, müsste aber diese Woche auch noch kommen, schließlich wird er ja am 24.02.2011 veröffentlicht ... und den werde ich dann auch gleich lesen. Hatte ja bereits bei vorablesen.de schon mal in die Leseprobe reingelesen, aber da konnte man noch nicht so recht erkennen, in welche Richtung das Buch geht ... also Neugier pur!!!!



Ja, und dann hatte ich Ende letzten Jahres beim Piper Verlag einige Bücher für 2011 als Rezi-Exemplare vorbestellt und heute kam das Erste:

Opferzahl von Arne Dahl
Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
440 Seiten
ISBN: 3492049680
Erscheinugnsdatum: 24. Februar 2011
Preis: 19,95 

Und das sagt der Verlag dazu:

»Hochspannend – ein Buch wie ein Inferno« Svenska Dagbladet.

Stockholm unter Schock: Ein Bombenanschlag fordert in der U-Bahn zehn Tote. Der Verdacht fällt auf die islamistische Vereinigung »Siffins heilige Ritter«. Doch dann werden deren Mitglieder systematisch ermordet – »›Opferzahl‹ ist Arne Dahls bester Kriminalroman und hat ein spektakuläres Finale.« Expressen

Um 0.45 Uhr explodiert ein Waggon der grünen U-Bahn-Linie in der Station Fridhemsplan. Zehn Menschen sterben, der Terror kommt nach Schweden. Rasch glaubt man, die Täter gefunden zu haben – »Siffins heilige Ritter«, eine geheime islamistische Vereinigung. Doch dann werden die »heiligen Ritter« einer nach dem anderen ermordet. Kommissarin Kerstin Holm greift auf die Erfahrung des pensionierten Kollegen Jan-Olof Hultin zurück. Denn ihr A-Team gerät in eine fatale Hetzjagd nach den wahren Tätern, deren Verbindungen bis ins Herz der Stockholmer Polizei reichen.

»Opferzahl« lässt den Atem stocken vor so viel Raffinesse und menschlichem Abgrund. Arne Dahl gehört seit Langem zu den besten Kriminalautoren Schwedens.

Und das ist der Autor:
Arne Dahl ist das Pseudonym des schwedischen Romanautors Jan Arnald, geboren 1963. Arnald ist Literatur- und Theaterkritiker und arbeitet für die Schwedische Akademie, die alljährlich den Nobelpreis vergibt. Als Arne Dahl wurde er in den letzten Jahren mit seinen Kriminalromanen um den Stockholmer Inspektor Paul Hjelm und die Sonderermittler der A-Gruppe bekannt und von Publikum und Kritik begeistert aufgenommen. »Misterioso« ist Paul Hjelms erster Fall, es folgten »Böses Blut«, »Falsche Opfer«, »Tiefer Schmerz«, »Rosenrot«, »Ungeschoren«, »Totenmesse« und »Dunkelziffer«. »Opferzahl« ist der neunte Fall für das Team um Kerstin Holm und Paul Hjelm. Die Verfilmung der gesamten Serie ist in Vorbereitung. Arne Dahl erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter zweimal den Deutschen Krimipreis: 2005 für »Falsche Opfer« und 2006 für »Tiefer Schmerz«, den dänischen Krimipreis und jüngst den Radio Bremen Krimipreis. Ebenfalls erschien unter seinem Namen Jan Arnald der Roman »Maria und Artur«.
Weiteres zum Autor unter http://www.arnedahl.de/ und http://english.arnedahl.net/.


Und zu guter Letzt kam heute wieder toller Blanvalet-Nachschub bzw. vom Limes-Verlag. Hierbei handelt es sich um ein sehr bekanntes Autorenduo: Liz Marklund und James Patterson. Sie haben den Thriller


Letzter Gruß 
Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
Erscheinungsdatum: 15. März 2010
ISBN: 978-3-8090-2585-6
352 Seiten
Preis: 19,95 €

geschrieben und das meint der Verlag dazu:

Schwedens Krimistar Nr. 1 trifft auf den amerikanischen »King of Thrills«
Eine Mordserie erschüttert Europa: Junge Pärchen werden getötet; dann arrangieren die Täter die Leichen kunstvoll und verschicken Postkarten an ausgewählte Journalisten …

Seit seine Tochter in den Flitterwochen brutal ermordet wurde, ist Jacob Kanon wie besessen davon, die Täter zu fassen. Unterstützt wird er dabei von Dessie Larsson, einer attraktiven Reporterin aus Stockholm, die erst kürzlich eine Postkarte mit den grausigen Details eines ähnlichen Verbrechens erhielt. Schon bald glauben Dessie und Jacob, die Täter zu kennen. Doch noch während die Zwillinge Silvia und Malcolm Rudolph verhört werden, geschehen weitere Morde nach ähnlichem Muster. Einen entscheidenden Hinweis erhält Jacob erst, als er auf ein düsteres Kapitel im Leben der Zwillinge stößt. Und gemeinsam mit Dessie dringt er in eine bizarre Welt voller Gewaltfantasien vor …

Starkstrom-Spannung garantiert: Mord in Rom ... Berlin ... Stockholm ...



So, ich denke mal, dass wars für diesen Monat ... allerdings hat der Februar ja noch ein paar Tage ... also abwarten ... grins ...

Ich wünsche Euch eine schöne Woche,
liebe Grüße
Isael

Montag, 17. Januar 2011

(Leseeindruck) Verwesung von Simon Beckett

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Genre: Englischer Thriller
ISBN: 978-3-8052-0867-3
Erscheinungsdatum: 24. Februar 2011
Preis: 22,95 €



Eins, zwei, acht – eine unveränderliche Wahrheit

Gleich im Prolog ist man wieder mitten in einem David-Hunter-Thriller, denn hier beschreibt Simon Beckett in seiner typisch direkten und sachlichen Art ziemlich ausführlich die unterschiedlichen Verwesungsarten eines Menschen. Ein typischer Einstieg eben bei seinen Thriller.

In der gewohnten Ich-Form erfährt man sogleich, dass David Hunter auf dem Weg nach Dartmoor unterwegs ist, da hier ein Grab gefunden wurde, in dem möglicherweise ein weiteres Opfers des Serienmörders Jerome Monk liegen könnte. Hunter ist zwar in seiner Region so ziemlich der einzige forensische Anthropologe, der Wunsch nach seiner Anwesenheit verwundert ihn dennoch ein wenig. Als er jedoch in Dartmoor feststellt, dass die Ermittlungen vom stellv. Ermittlungsleiter Terry Connors geleitet werden, den Hunter von früher her kennt, ist die Verwunderung nicht mehr so groß. Kurz bereitet sich Hunter auf die Arbeit an dem Grab vor und dabei geht er in seinen Erinnerungen noch einmal die Fakten durch, welche er über Jerome Monk weiß.

Der Thriller beginnt sehr beschaulich, ja regelrecht ruhig und spannungsarm. Es ist davon auszugehen, dass Simon Beckett sich etwas Zeit nimmt, um die Story aufzubauen, was ich jedoch nicht als störend empfinde. In welche Richtung die Geschichte verläuft, kann aus der Leseprobe heraus nicht beurteilt werden, allerdings verspricht die Kurzbeschreibung des Thrillers einen überaus spannenden Plot.

Zudem überzeugt wieder sofort der Schreibstil von Simon Beckett. Auch wenn auf den ersten Seiten nichts sonderlich Spektakuläres passiert, versteht der Autor es dennoch wieder einmal hervorragend, einen zu fesseln und seinen Protagonisten sofort sympathisch und lebendig darzustellen.

Donnerstag, 18. November 2010

{Rezension} Voyeur von Simon Beckett

Verlag: rororo-Verlag 
Übersetzer: Andree Hesse 
Taschenbuchausgabe: 384 Seiten
Genre: Englischer Krimi
ISBN: 3499249170
Erscheinungsdatum: 01. April 2010
Preis: 9,95 €


Die krankhafte Sicht der Dinge

Der Londoner Galerist Donald Ramsey hat eher wenig für Sex übrig, mehr kann er schon mit Erotik anfangen, dies allerdings aber auch nur in der Form von Gemälden und Kunstwerken. Bei seiner privaten kleinen, aber feinen Kunstsammlung kann er Stunden verbringen und sich an erotischer Malerei ergötzen. Frauen im wirklichen Leben interessieren ihn überhaupt nicht. Bis er seiner Assistentin Anna mehr durch Zufall heimlich beim Umziehen zusieht. Ab diesem Zeitpunkt ist Donald fixiert auf Anna und gerät schier in Panik als er erfährt, dass Anna mit ihrem Freund Marty in die USA übersiedeln will. Dies muss um jeden Preis verhindert werden. So engagiert er seinen gewissenlosen Bekannten Zeppo. Das Model soll Anna verführen, um so die Trennung von Marty herbeizuführen. Doch plötzlich scheinen die Ereignisse ein Eigenleben zu entwickeln.

Im Vorwort zu seinem Debütroman schreibt Simon Beckett, dass er hofft, trotz des üblen Charakters seines Protagonisten Donald diesen doch ein wenig liebenswürdig hat darstellen können. Dies ist ihm gelungen. Man kann zwar die Besessenheit von Donald in keiner Weise nachvollziehen, bei der er im wahrsten Sinne des Wortes sogar über Leichen geht, aber irgendwie ist er einem doch sympathisch.

Die Story entwickelt sind recht rasant und hält dieses Tempo auch fast bis zum Ende, hier allerdings knickt die Spannung ein und stellenweise schleppt sich die Story dann bis zum wenig überraschenden Ende nur dahin. Jedoch macht der damals schon flüssige Schreibstil von Simon Beckett dieses zum Teil wieder wett und ist zumindest bis zum Schluss immer noch recht unterhaltsam, zumal die Story absolut rund und schlüssig umgesetzt ist.

Was ihm wirklich gelungen ist, sind die Charaktere. Donald Ramsey zeichnet er als einen sehr introvertierten Mann mittleren Alters, dessen einziges Interesse in der erotischen Kunst liegt, dies ist der absolute Mittelpunkt seines Lebens. Bis, ja bis er Anna einmal beim Umziehen beobachtet. Ab da wendet sich seine Fixierung seiner Assistentin zu und er hat für nichts anderes mehr Interesse. Er neidet Marty seine Freundin und ist voller Missgunst und Eifersucht. Es zählt nur noch seine Besessenheit zu Anna und wie er zum Ziel seiner Wünsche gelangen kann, sonst nichts.

Um dieses Ziel zu erreichen, engagiert er den skrupellosen Lebemann Zeppo. Dieser ist ein gut aussehender, sehr von sich eingenommenes Model, der Frauen nur als Belustigung für sich selbst sieht, sehr phlegmatisch  und zu echten Gefühlen nicht fähig ist. Zwar stößt seine schnoddrige, rüde Sprache gelegentlich beim Lesen etwas auf, doch stellt es so auch  sehr gut den Kontrast zwischen dem kultivierten Donald und ihm dar.

Fazit: Alles in allem ist der Roman etwas besser als „Flammenbrut“ oder „Obsession“. Für echte David Hunter Fans jedoch nicht zu empfehlen.

Montag, 21. September 2009

{Rezension} Tödliche Gaben von u.a. Simon Beckett, Oliver Bottini, Sebastian Fitzek, Felicitas Mayall ...

 
Gebunene Ausgabe: 224 Seiten
ISBN: 3805208839
Genre: Thriller Allgemein / Kurzgeschichten
Erscheinungsdatum: 28. September 2009
Preis: 14,90 €

Kurzgeschichten zur Weihnachtszeit

Das dünne, gebundene Buch umfasst rund 200 Seiten und enthält insgesamt elf Weihnachtskurzgeschichten von namhaften Autoren samt deren Vita. Mit der Kurzgeschichte von Simon Beckett wird für dieses Buch geworben und auch die Aufmachung lässt einen in dem Glauben, dass es sich hier um einen neuen David-Hunter-Thriller handelt. Weit gefehlt!

Simon Beckett – Schneefall
Die Kurzgeschichte ist gerade mal 10 Seiten lang und David Hunter ermittelt in den Highlands. Dort wurden die Leichen einer Frau und einem Baby gefunden. Durch die Kürze der Geschichte kommt absolut keine Spannung auf, sondern man hat das Gefühl, dass Simon Beckett hier ein Kapitel für seinen neuen Thriller geschrieben hat.
1 Stern

Oliver Bottini – Die Rückkehr des Mörders
Der 24 Seiten umfassende Krimi fesselt einen schon nach der ersten Seite. Hier merkt man deutlich, dass einer der besten deutschen Autoren am Werk ist. Erzählt wird die Geschichte eines Kommissars, der vor rund 14 Jahren einen Mörder ins Gefängnis gebracht hat und dieser, jetzt vorzeitig entlassen, sich auf dem Weg in seine Heimatstadt befindet.
5 Sterne

Chris Mooney – Verfluchte Liebe
Darby McCormick wurde bei einem Einsatz vor einigen Monaten schwer verletzt. In ihrem aktuellen Fall muss sie sich noch einmal mit den damaligen Ermittlungen auseinandersetzen und gerät dabei selbst wieder in Gefahr. Atmosphärisch dicht und beklemmend erzählt Chris Mooney seinen Thriller, der einem die Angst von Darby deutlich spüren lässt.
4 Sterne

Friedrich Ani – Wo es dem Verbrecher schmeckt
Ruhig und trotzdem sehr unterhaltsam und spannend erzählt Friedrich Ani seinen Krimi, der um die Gier nach Geld gute Freunde zu Mördern werden lässt.
4 Sterne

Linwood Barclay – Wichteltod
In der Ich-Form lässt der Autor seinen Protagonisten seine Geschichte erzählen. Und so berichtet Zack dem Leser auf sehr unterhaltsame, spannende und stellenweise witzige Art und Weise seine Story. Dabei erfährt der Leser, wie ein toter Wichtel in den Kofferraum seines Autos gekommen ist.
5 Sterne

Leena Letholainen – Die Weihnachtssterne
Selbst an Heiligabend muss Maria Kallio ermitteln. Die kleine Tochter ihres Exfreundes wurde entführt und Maria begibt sich auf rund 20 Seiten auf die Suche nach seiner kleinen Tochter. Gewohnt spannend und lebendig hat Leena Letholainen ihren Kurzkrimi angelegt.
4 Sterne

Felicitas Mayall – Euer Wille geschehe
In ihrer Kurzgeschichte, die im Winter in München spielt, lässt die Autorin den Leser an den Gedanken und Wanderungen ihres Protagonisten Pater Ignazius teilhaben. Nicht wirklich spannend und stellenweise ermüdend.
2 Sterne

Jay Bonansinga – Der wahre Grund der Great Depression
Über 40 Seiten berichtet der Autor sehr unterhaltsam und spannend dem Leser, wie es „wirklich“ zur Großen Depression in Amerika des 20. Jahrhunderts kam. Absolut lesenswert
5 Sterne

Veit Heinichen – Der Baum
Kurz vor Weihnachten geraten die Töchter von Commissario Laurenti in Triest in eine Polizeikontrolle und rufen ihren Vater um Hilfe. Eine Rolle spielt hierbei noch ein Tannenbaum. Ganz nett und unterhaltsam, mehr aber auch nicht.
2 Sterne

Kate Pepper – Mit einem Schlag
Eine totkranke Sekretärin, ein verschlagener Chef und ein 2 Millionen Dollar Scheck. Kurz, spannend, unterhaltsam und nicht vorhersehbar.
4 Sterne

Sebastian Fitzek – Allein
Als der Psychotherapeut Jacob Sinner nach einem Spaziergang mit seinem Basset Romulus nach Hause kommt, sitzt ein Fremder in seinem Wohnzimmer. Angeblich wäre er sein Gewissen. Beklemmend, undurchsichtig, spannend und das Ende etwas rätselhaft.
4 Sterne

Alles in allem ein unterhaltsames Buch, in dem einige wirklich spannende Kurzgeschichten enthalten sind. Leider war ich bei der Vorbestellung des Buches auch der festen Überzeugung, dass es sich hierbei um einen neuen David-Hunter-Roman handeln würde. So war die Enttäuschung bei der Lieferung natürlich entsprechend groß. Allerdings hat sich meine Enttäuschung nach Beenden des Buches etwas gelegt.
.
Was ich jedoch nicht so ganz verstehe, warum der Verlag das Buch jetzt schon heraus gebracht hat. Da die Geschichten ausschließlich um die Weihnachtszeit spielen, bietet sich das kleine Büchlein perfekt als Mitbringsel in der Adventszeit bzw. als Weihnachtsgeschenk an. Und da wir ja jetzt nach wie vor noch schöne warme Tage haben, fällt es einem doch stellenweise recht schwer, sich in die einzelnen Geschichten hinein zu versetzen. Hier hätte man doch ein wenig die Jahreszeit bei der Veröffentlichung beachten sollen.
 



Freitag, 4. September 2009

{Rezension} Flammenbrut von Simon Beckett


Verlag: rororo Verlag
Übersetzer: Michaela Link
Taschenbuchausgabe: 400 Seiten
ISBN: 3499249162
Genre: Englischer Thriller
Erscheinungsdatum: 01. August 2009
Preis: 9,95 €

Der Thrill kommt erst zur Mitte hin

Nach einer gescheiterten Beziehung mit Paul lebt Kate Powell seit 3 Jahren allein. Sie ist Chefin einer kleinen PR-Agentur, die langsam Erfolge zeigt. Allerdings fühlt sie sich in ihrem Leben, das sich ausschließlich um ihren Beruf dreht, nicht ausgefüllt. Immer mehr reift in ihr der Gedanke, ein Baby zu bekommen, jedoch ohne Vater. Trotz der anfänglichen Widersprüche ihrer Freundin Lucy, entschließt sich Kate zu einer künstlichen Befruchtung. Doch will sie keinen anonymen Samenspender, den Erzeuger ihres Kindes möchte sie selbst aussuchen und gibt eine Annonce auf. Alex Turner, ein junger Psychologe, meldet sich. Kate trifft sich mit ihm und nach und nach reift in ihr das Gefühl, dass Alex der richtige Erzeuger für ihr Baby zu sein scheint.

Bis etwa zur Mitte des Buches lernt man Kate und ihre Gründe für eine künstliche Befruchtung kennen. Sie ist eine Frau Mitte Dreißig, die nach einer gescheiterten Beziehung mit dem selbstgefälligen Macho Paul, von der Männerwelt enttäuscht ist und keine neue Beziehung mehr eingehen will. Auch wenn sie anfangs von Selbstzweifeln und auch von Scham über ihr Vorhaben geplagt ist, geht sie doch stur ihren Weg. Auch die Bedenken ihrer besten und einzigen Freundin Lucy können sie nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Diese ist eine zweifache Mutter und Ehefrau und hat anfangs überhaupt kein Verständnis für Kate, steht ihr aber trotzdem bei. Die Diskussionen der Beiden über das Für und Wider, Annonce oder doch anonymer Spender, füllen einige Kapitel des Buches.

Als Kate schließlich durch die Annonce Alex kennenlernt, einen jungen, etwas verschüchtert wirkenden Psychologen, scheint alles perfekt. Doch wird man während des Lesens das Gefühl nicht los, dass Alex in irgendeiner Form merkwürdig ist. Er zeigt wenig Selbstbewusstsein, benimmt sich untypisch für einen Psychologen, ist aber ansonsten ein sehr liebenswürdiger und hilfsbereiter Mann.

Und hier, ab etwa der Mitte des Buches, wird aus dem Roman auch ein Psychothriller. Plötzlich zieht die Story richtig gut an und wird überaus spannend. Wobei die vorherigen Seiten nicht wirklich langatmig sind. Die Diskussionen zwischen Kate und Lucy, Kates Herangehen an die künstliche Befruchtung und ihr Kennenlernen von Alex ist unterhaltsam beschrieben, allerdings kein Thriller.

Simon Beckett geht sehr gefühlvoll und gut recherchiert an das Thema "Künstliche Befruchtung" heran. Die Gefühlswelt von Kate zeichnet er zu jeder Zeit sehr authentisch und absolut nachvollziehbar. Jedoch liegt hier meines Erachtens zu sehr der Schwerpunkt. Bis der Thriller richtig beginnt, ist er auch fast schon wieder zu Ende. Hier hätte ein bedeutend kürzerer Einstieg der Story gut getan.


Ansonsten ist der Roman unterhaltsam, selten langatmig und sein flüssiger Schreibstil überzeugt, sodass man sich eigentlich während des kompletten Buches gut unterhalten fühlt. Allerdings sorgt der Prolog dafür, dass die Geschichte nach gut der Hälfte vorhersehbar ist, was allerdings nicht sonderlich ins Gewicht fällt.

Montag, 25. Mai 2009

{Rezension} Leichenblässe von Simon Beckett


Verlag: Rowohlt Verlag   
Übersetzer: Andree Hesse 
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten 
ISBN: 3805208669 
Genre: Englische Thriller 
Erscheinungsjahr: 2009 
Preis: 19,90 €



Ist David Hunter seinem Beruf noch gewachsen?


Bedingt durch den Mordanschlag im vorherigen Roman "Kalte Asche", den David Hunter nur knapp überlebt hatte, nagen Selbstzweifel an ihm. Er ist sich nicht sicher, ob er seinen Beruf noch ausüben kann und die psychischen Belastungen des Anschlags machen ihm schwer zu schaffen. Einer Einladung seines Mentors Tom Liebermann folgend, reist Hunter nach Knoxville, Tennessee, um auf der "Body Farm" zu prüfen, ob er wieder in seinem Beruf zurückkehren kann. Zusätzlich möchte er bei seinem Freund Tom Liebermann und in bekannter Umgebung zur Ruhe kommen, um über seine Zukunft nachzudenken.

Als Liebermann zu einem Tatort gerufen wird, begleitet Hunter ihn und nimmt anfangs noch recht zögerlich an den laufenden Ermittlungen teil. Als er sich jedoch bereit erklärt, Liebermann bei der Obduktion zu unterstützten, ändert sich langsam sein Desinteresse an dem Fall. Zu viele Unklarheiten bei der Obduktion wecken wieder sein Interesse an seiner Arbeit, nach und nach schwinden seine Selbstzweifel und er unterstützt voller Elan die laufenden Ermittlungen.

Simon Beckett versteht es wieder einmal sehr gut, einen sofort an seinen Roman zu fesseln, auch wenn er es dieses Mal recht langsam angehen lässt. Allerdings passt dies auch gut zur momentanen Gefühlslage von Hunter und der Anfang ist hierdurch auch in keinem Fall langatmig. Außerdem sorgen gut gelegte Wendungen dafür, dass die Neugier während des Lesens geweckt bleibt. So baut sich die Spannung kontinuierlich auf und je mehr Seiten man liest, umso fesselnder wird der Thriller, bis hin zu Simon Becketts typischen fulminanten Ende.

Nichts für schwache Mägen sind wieder einmal die äußerst präzisen Beschreibungen der Leichen bzw. Obduktionen und da dieses Mal auch die "Body Farm" eine kleine Rolle in dem Thriller spielt, lässt es sich der Autor nicht nehmen, hier die unterschiedlichsten Stadien der Verwesung recht genau zu beschreiben.

Der innere Kampf von Hunter, bedingt durch den Mordanschlag, ist überzeugend dargestellt und schlüssig. Auch die weiteren Charaktere des Romans sind gewohnt facettenreich beschrieben, sodass sie problemlos während des Lesens Konturen annehmen.

Interessant zu lesen sind die Gedanken des Mörders, die in einem Nebenstrang erzählt werden. Da man lange Zeit nicht ahnt, um wen es sich handelt, der Mörder aber bereits sehr früh um die Beteiligung von Hunter an dem Fall weiß, reizt dies die Neugierde beim Lesen schon sehr, zumal auch das Motiv bis zum Schluss im Dunkeln liegt.

Auch mit seinem dritten Band rund um seinen Protagonisten David Hunter ist Simon Beckett wieder ein sehr spannender Roman gelungen, der kaum Wünsche offen lässt.

Auch wenn das Buch "Leichenblässe" wieder ein sich abgeschlossener Roman ist, empfiehlt es sich jedoch, die beiden Vorgänger "Die Chemie des Todes" und "Kalte Asche"  gelesen zu haben, da Simon Beckett das Leben von David Hunter weitererzählt und dem Leser ansonsten einige Hintergrundinformationen fehlen.

{Rezension} Obsession von Simon Beckett



Verlag:  rororo-Verlag
Übersetzter: Andree Hesse
Taschenbuchausgabe: 416 Seiten
ISBN: 3499248867
Genre: Englische Thriller
Erscheinungsjahr: 2009
Preis: 9,95 €

Als seine Frau Sarah plötzlich stirbt, ist Ben Murray am Boden zerstört. Trost findet er nur bei seinem kleinen Stiefsohn Jacob, der Autist ist. Beim Aufräumen findet Ben eines Tages eine kleine Kassette, in der sich Zeitungsausschnitte über eine Entführung des Säuglings Steven befinden. Misstrauisch geworden fängt Ben an, Fragen zu stellen und tritt damit eine Lawine los, die er nicht mehr aufhalten kann. Schnell kommt heraus, dass Sarah vor 6 Jahren ihr Kind verloren, Steven aus dem Krankenhaus entführt hat und ihn als ihren Sohn Jacob ausgab. Schnell sind die leiblichen Eltern ermittelt und für Ben beginnt ein Leben, welches er mehr und mehr nicht mehr in den Griff bekommt.

Simon Beckett hat hier auf sehr feinfühlige Art einen Roman geschrieben, der den Leser sehr schnell durch den flüssigen Schreibstil des Autors in seinen Bann zieht. Die Trauer und Zerrissenheit von Ben, das Beste für Jacob zu wollen und vor allem seine wahre Herkunft herauszufinden, sowie der Kampf um seinen Stiefsohn, ist glaubwürdig dargestellt. Man bekommt sehr schnell einen Bezug zu Ben und fühlt bei jeder Seite mit ihm mit. Auch die anderen Personen des Romans sind glaubwürdig und überzeugend beschrieben.

Allerdings hat der Roman auch einige Schwächen. Bis etwa zur Mitte des Buches wird erzählt, wie das Leben von Ben und Jacob nach Sarahs Tod weitergehen wird und dies ist sehr interessant beschrieben und die Neugier des Lesers über den Ausgang der Geschichte wird hier recht hoch gehalten. Aber danach fragt man sich: Und jetzt? Die Geschichte ist doch erzählt, was soll denn jetzt noch kommen? Dann plätschert die Geschichte eigentlich mehr oder weniger so vor sich hin und meiner Meinung nach hätte man dies auch ziemlich kürzen können, da man fast versucht ist, das Buch zur Seite zu legen. Erst bei den letzten ca. 100 Seiten zieht die Geschichte wieder an und wird dann auch mal wirklich spannend.


Fazit: Wer hier einen Thriller á la "Die Chemie des Todes" erwartet, wird bitterlich enttäuscht sein. Allerdings beweist Simon Beckett mit "Obsession", dass er wirklich gut schreiben und den Leser mühelos in seine Geschichte eintauchen lassen kann. Ein Roman, der mit leisen Tönen daherkommt, allerdings auch einige Schwächen hat.