Leseempfehlungen

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Donnerstag, 30. Oktober 2014

{Rezension} Die Burg der Könige von Oliver Pötzsch

Cover & Verlag: List
Gebundene Ausgabe: 944 Seiten
Genre: Historischer Roman / 16. Jhr.
ISBN: 9783471350836
Erscheinungsdatum: 27. September 2013
Preis: 19,99 €



Barbarossa und der Schatz der Normannen

Das Wasgau im Jahr 1524: Die junge Agnes wächst als einzige Tochter des Burgvogts auf dem Trifels auf. Seit Kindertagen ist sie mit Mathis, dem Sohn des Burgschmieds befreundet. Während die Bauern sich immer mehr gegen die Herrschaft des Adels auflehnen, kommen Agnes und Mathis einem Geheimnis um den Trifels auf die Spur, welches die Zukunft der Krone entscheiden könnte. 

Sonntag, 19. Januar 2014

{SuB-Zuwachs} Historischer und Spannender Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

in dieser Woche sind wieder neue Bücher in meine Bücherwand eingezogen, die mich dieses Mal zu einigen Bierleichen nach München, in die deutschen Landen des 16. Jahrhunderts und in eine Provinzstadt West Virginias entführen wollen.

Ich bin sicher, dass gelingt ihnen, zumal ich den Krimi schon gelesen habe und er mal wieder richtig klasse war. Umso mehr freue ich mich jetzt schon auf den historischen Roman, von dem ich bisher nur tolle Rezensionen gelesen habe und auf den Thriller, der ein Pageturner mit Substanz und Tiefgang sein soll.

Und das sind die neuen Bewohner meiner Bücherwand:


Dienstag, 28. August 2012

{Rezension} Die vierte Zeugin von Tanja Kinkel, Oliver Pötzsch, Martina André uvm.


Verlag: Aufbau Verlag
Genre: Historischer Roman / Köln
Taschenbuchausgabe: 400 Seiten
ISBN: 978-3-7466-2879-0
Erscheinungsdatum: 20. August 2012
Preis: 9,99 €


Opfer oder Täterin?

Köln im Jahre 1534. Der Ehemann von Agnes Imhoff stirbt unter ungeklärten Umständen. Noch zu Lebzeiten hat Andreas Imhoff sein gesamtes Vermögen seiner Ehefrau überschrieben. Kurz vor seinem Ableben hatte er jedoch noch eine ganze Schiffsladung teuersten Tuchs bestellt und anschließend behauptet, nur minderwertige Ware erhalten zu haben. Nun verklagt der geschädigte Geschäftsmann Richard Charman die Tuchhändlerwitwe. Der zuständige Richter wie auch die Schöffen scheinen sich bereits im Vorfeld ihre Meinung gebildet zu haben. Agnes kämpft verbissen um ihr Vermögen und bald offenbart sich nicht nur ein Familiendrama, sondern nach und nach kommen Lügen und politische Intrigen ans Licht, die bis in die europäischen Königshäuser zu reichen scheinen.

Freitag, 24. August 2012

{SuB-Zuwachs} Historische Buchpost

Hallo Ihr Lieben,



Vom Aufbau-Verlag erhielt ich das Angebot, einen wirklich außergewöhnlichen Historischen Roman zu lesen und zu rezensieren. Aber lest selbst, was die Herausgeber zu diesem Historischen Roman schreiben:

Die Bestseller-Autoren Tanja Kinkel, Peter Prange, Oliver Pötzsch und neun weitere renommierte Schriftsteller haben sich einem Kriminalfall gewidment, der im 16. Jahrhundert Europa in Atem hielt. 

Köln im Jahre 1534. Ein ungewöhnlicher Gerichtsfall hält die Stadt in Atem: Der Londoner Geschäftsmann Richard Charman verklagt die Tuchhändlerwitwe Agnes Imhoff, um eine Schuld ihres unter rätselhaften Umständen verstorbenen Ehemanns Andreas zu begleichen. Agnes droht alles zu verlieren. Als sie versucht, ihre Unschuld an den Taten ihre Mannes zu beweisen, offenbart sich nicht nur ein Familiendrama, Stück für Stück gelangen tödliche Intrigen, Lügen und politische Verflechtungen ans Licht, die bis ins englische Königshaus reichen. Doch bis zuletzt stellt sich die Frage: Wer ist Agnes Imhoff wirklich – Opfer oder Täter?

Aber Halt! Es handelt sich nicht um einen „normalen“ Historischen Roman, sondern um eine faszinierende Gemeinschaftsproduktion mit Beiträgen von Tanja Kinkel, Peter Prange, Oliver Pötzsch, Titus Müller, Martina André, Lena Falkenhagen, Katrin Burseg, Caren Benedikt, Marlene Klaus, Ulf Schiewe, Heike Koschyk und Alf Leue.

Darüber hinaus basiert dieser Roman auf einem Dokument, das beim Einsturz des Kölner Stadtarchivs verschüttet und schwer beschädigt worden war und für dessen Restaurierung Mitglieder des Autorenkreises Quo Vadis im April 2010 in deutschlandweiten Benefizlesungen gesammelt haben.

Diese Urkunde war Teil eines Gerichtsverfahrens, das im 16. Jahrhundert ganz Köln in Atem hielt und seine Kreise bis in die europäischen Königshäuser zog.
 


Rebecca Gablé sagt zu diesem Roman übrigens folgendes:  "Authentisch, spannend, rätselhaft - Ein großes Lesesvergnügen." 

Dieses Projekt hört sich wirklich sehr interessant an und da ich ja unheimlich gerne Historische Romane lese, konnte hier natürlich nicht widerstehen. Und da ich bereits mit dem Roman angefangen habe, kann ich Euch jetzt schon sagen, dass die Herausgeber nicht zu viel versprochen haben.

Dienstag, 21. Juni 2011

{Rezension} Die Henkerstochter von Oliver Pötzsch

Verlag: Ullstein Verlage
Taschenbuchausgabe: 512 Seiten
Genre: Historischer Krimi
ISBN: 10-9783548268521
Erscheinungsdatum: 01. April 2008
Preis: 8,95 €




Spannender Krimi im historischen Gewand

Mitte des 17. Jahrhunderts: In der kleinen bayerischen Stadt Schongau geht alles seinen gewohnten Gang. Bis eines Tages im April ein sterbender Junge im Lech treibt. Auf seiner Leiche entdecken die Einwohner eine seltsame Tätowierung und schnell ist ihnen klar, dass es sich hier um Teufelswerk handeln muss und eine Schuldige ist auch sofort gefunden: Die ortsansässige Hebamme. Der Henker Jakob Kuisl kann sie gerade noch vor dem Mob retten und in die Feste sperren. Denn Kuisl ist von der Unschuld der Hebamme überzeugt und zusammen mit dem jungen Medicus Simon und seiner schönen Tochter Magdalena macht er sich auf die Suche nach dem Mörder. Doch dies gestaltet sich schwerer als gedacht, vor allem, als eine weitere Kinderleiche gefunden wird und die Schongauer nur noch die vermeintliche Hexe brennen sehen wollen.

Binnen kürzester Zeit gelingt es Oliver Pötzsch einem Schongau im 17. Jahrhundert mit seinen Einwohnern, kleinen Gassen, dem Dreck und Unrat vor Augen zu führen. Und so wirkt der Roman von Anfang an sehr realistisch und atmosphärisch dicht umgesetzt. Vor allem vermittelt er sehr gut den tief in den Bürgern behaftete Aberglaube an den Teufel. Selbst der gebildete Medicus Simon und seine Angebetete Magdalena kommen doch des Öfteren Zweifel, ob nicht vielleicht doch der Teufel hinter den Morden steht, zumal es kurz vor der Walpurgisnach ist. Einzig Henker Kuisl ist fest von der Unschuld der Hebamme überzeugt und tut das ganze Teufelsgerede als Unsinn ab.

Klar, weiß man sofort, dass die Hebamme unmöglich die Täterin sein kann, doch wer nun wirklich hinter den Morden steht und auch welches Motiv er hierzu hatte, bleibt lange im Dunkeln. Erst so nach und nach kann man sich durch kleine – wie nebenbei – eingefügte Hinweise denken, wer und warum dieser ein Interesse an dem Tod der Kinder haben kann. Und so hält sich auch die Spannung bis zum Schluss auf hohem Niveau.

Die Sprache von Oliver Pötzsch ist sehr flüssig, lebendig und farbenfroh und er lässt seine Figuren auch immer mal wieder im Dialekt reden, was dem ganzen Roman viel Authensität gibt. Seinen Protagonisten Jakob Kuisl beschreibt der Autor sehr facettenreich und so ist einem dieser wortkarge, intelligente und gefühlvolle Henker, der sich vor einer Hinrichtung erst einmal betrinken muss, um diese durchstehen zu können, fast sofort sehr sympathisch. Ihm zur Seite steht der junge Medicus Simon, der hoffnungslos in dessen Tochter Magdalena verliebt ist, manchmal etwas unbeholfen wirkt, aber auch mutig dem Henker zur Seite steht, um den wahren Täter zu finden. Und dann natürlich die Henkerstochter selbst. Magdalena hat das seltene Glück lesen zu können, kennt sich hervorragend mit Kräutern aus, ist mutig, gewitzt, ziemlich dickköpfig und versteht es hervorragend, ihren Vater um den kleinen Finger zu wickeln.

Fazit: Ein sehr unterhaltsamer, hervorragend recherchierter Krimi, der einiges an Spannung aufweisen kann und mit sehr sympathisch und klar gezeichneten Charakteren versehen ist.

Samstag, 18. Juni 2011

{SuB-Zuwachs} Spannender & Historischer Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

natürlich konnte ich es auch diesen Monat wieder einmal nicht lassen und habe einige Bücher gekauft ... dabei habe ich mich aber extrem zurückgehalten ... lach ... und habe sogar noch auf reduzierte Bücher zurückgegriffen ...stolzsein ...

Und hier sind sie:


Die Henkerstochter und der schwarze Mönch
Oliver Plötzsch

Inhalt (lt. amazon.de):
Auch in seinem zweiten historischen Kriminalroman Die Henkerstochter und der schwarze Mönch entführt Oliver Pötzsch seine Leser ins bayerische Schongau und seine Umgebung in die Zeit nach den Glaubenskriegen Mitte des 17. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen wieder der Henker Jakob Kuisl, seine Tochter Magdalena und der Medicus Simon Fronwieser (wobei Vorkenntnisse aus dem ersten Band "Die Henkerstochter" keinesfalls nötig sind), die in einem Giftmordfall ermitteln. Der Tod des Pfarrers führt sie zum Sarkophag eines Tempelritters, auf dem sie rätselhafte Hinweise auf den Schatz des Ordens entdecken, der seit vielen Jahrhunderten verschwunden ist. Sie nehmen die Spur auf und machen sich daran, die Rätsel zu lösen, die der Ritter hinterlassen hat. Doch sind sie nicht die einzigen, die den Schatz suchen. Neben einer brutalen Räuberbande sind auch Fanatiker in schwarzen Kutten dem Geheimnis auf der Spur und gehen bei ihrer Suche äußerst skrupellos vor. So entwickelt sich eine packende Rätselreise, die den Leser durch den bayerischen Pfaffenwinkel mit seinen vielen Kirchen und Klöstern führt und die bis zur letzten Seite äußerst spannend zu lesen ist.


In seinen Händen 
Harlan Coben

Inhalt (lt. amazon.de):
Idylle oder Abgrund, Täter oder Opfer – nichts ist so, wie es scheint ...

Die 17-jährige Haley McWaid führt ein idyllisches Vorstadtleben: mustergültige Schülerin, Captain des Lacrosse-Teams und schon mit einem Bein im renommierten Elite-College. Doch dann verschwindet Haley von einem Tag auf den anderen spurlos, und für die McWaids bricht eine Welt zusammen.

Derweil feiert Fernsehreporterin Wendy Tynes mit ihrer Show Quotenerfolge: Vor laufender Kamera stellt sie mutmaßlichen Sexualverbrechern eine Falle. Ihr neues Opfer ist Sozialarbeiter Dan Mercer, den sie mühelos überführt und der bald auch mit Haleys Verschwinden in Verbindung gebracht wird. Doch Dans Geschichte ist nicht so einfach, wie alle glauben, und nach und nach kommen Wendy Zweifel. Sie beginnt neue, unbequeme Fragen zu stellen. Und obwohl ihr dabei jemand gewaltige Steine in den Weg legt, merkt sie bald, dass auch in der Vorstadtidylle oft alles anders ist, als es scheint …



Todestanz
Margie Orford

Inhalt (lt. amazon.de):
Ein kleines Mädchen. Ein Elite-Polizist. Im Schatten des Tafelbergs lauert das Böse …

Eine verlassene Straße unterhalb des Tafelbergs. Ein sechsjähriges Mädchen wartet auf seine Mutter. Allein. Und dann ist es verschwunden, spurlos …

Das Mädchen ist Yasmin, die Tochter von Riedwaan Faizal, Polizist in der südafrikanischen Eliteeinheit gegen Bandenkriminalität. Er weiß, dass die meisten vermissten Mädchen nicht lebend wieder gefunden werden. Ihm bleiben nur 72 Stunden, um seine Tochter zu retten und seine Unschuld zu beweisen. Denn er selbst wird von seiner Exfrau verdächtigt. Riedwaan hat allein keine Chance, und es gibt nur eine einzige Person, die ihm und Yasmin helfen kann: Profilerin Dr. Clare Hart …

Tough, intelligent und schön: Profilerin Clare Hart und ihre Fälle machen süchtig!

Liebe Grüße und Euch allen ein wunderschönes Wochenende,
Isabel

Donnerstag, 10. März 2011

{Rezension} Die Ludwig Verschwörung von Oliver Pötzsch

Verlag: Ullstein Verlag 
Taschenbuchausgabe: 571 Seiten
Genre: Mystery-Thriller
ISBN: 3548282903
Erscheinungsdatum: 01. März 2011
Preis: 9,95 €


Die Linie des Königs steht auf dem Spiel

In München wird der Geschichtsprofessor Liebermann brutal von zwei Männern zusammengeschlagen. Der dritte im Bunde ist der König, der unbedingt erfahren möchte, wo sich das geheime Buch befindet, dessen Geheimnis über hundert Jahre gewahrt geblieben war. Doch Prof. Liebermann weigert sich zu reden und wird ermordet. Allerdings war er kurz vor seiner Ermordung bei dem Antiquar Steven Lucas und dieser findet durch Zufall ein seltsames Kästchen, in dem ein Tagebuch, Bilder und eine Haarlocke liegen. Schon kurz darauf erhält er Besuch von der Kunsthistorikerin Sara Lengfeldt. Bevor diese ihm jedoch den Grund ihres Besuches mitteilen kann, müssen Beide vor zwei ziemlich gewalttätigen Schergen flüchten. Schnell stellen sie fest, dass das Tagebuch von Ludwig II. von Bayern handelt und offenbar ein Geheimnis verbirgt, doch leider ist es verschlüsselt. Sara und Steven versuchen, hinter dieses Geheimnis zu kommen und geraten hierbei mehr als einmal in Lebensgefahr. Denn offensichtlich will jemand unbedingt verhindern, dass die Wahrheit über die letzten Tage im Leben des Märchenkönigs ans Licht kommt.

Für Sara und Steven beginnt mithilfe des Tagesbuches, dessen Geheimschrift Steven nach und nach entschlüsseln kann, eine regelrechte Schnitzeljagd, die sie zu den drei Schlössern des Märchenkönigs führen. Immer verfolgt von recht seltsamen Gestalten, die unbedingt das Tagebuch haben wollen und hierbei ihren Tod billigend in Kauf nehmen. Auf ihrer Suche wenden sie sich auch an den Ludwig-Experten „Onkel Lu“, der ihnen tatkräftig mit seinem schier unerschöpflichen Wissenstand zur Seite steht. Und so tauchen die Beiden nach und nach immer mehr in die Welt des Märchenkönigs ein, erfahren von den Guglmännern (ein bayrischer Geheimbund), den vielen Legenden und Mythen, die den bis heute rätselhaften Tod von Ludwig umgeben. Und sind erstaunt, dass es immer noch Getreue gibt, die hinter „ihrem König“ stehen.

Äußerst geschickt vermischt Oliver Pötzsch in seinem Buch Fiktion und Wahrheit zu einem äußerst temporeichen Thriller. So erhält man auf äußerst unterhaltsame Art einen Einblick in die letzten Wochen des Lebens von Ludwig II. Zusätzlich kann man im Anhang viele belegte Informationen nachlesen, die einem die politischen Ränkespiele wie auch das Leben von Ludwig II. noch verständlicher machen. Und manchmal ist man auch überrascht, wenn man im Thriller eine Szene liest, die man für Fiktion hält und sich im Anhang dann vom Gegenteil überzeugen lassen muss. Dies alles ist nie langatmig beschrieben, die Informationen nie überladen und der lockere, flüssige und rasante Schreibstil von Oliver Pötzsch sorgen dafür, dass man sich bis zum Schluss wunderbar unterhalten fühlt.

Die Story ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt. Einmal ist man bei der Suche nach den Hintergründen von Ludwigs Tod und somit mit Sarah und Steven unterwegs. Ihre Suche führt sie von Schloss Linderhof über Herrenchiemsee nach Schloss Neuschwanstein. Während es Steven nach und nach gelingt, das Tagebuch zu dechiffrieren und so neuen Hinweisen zu folgen, lernt man die passende Geschichte dazu auch zwischendurch kennen. Und somit reist man mit Steven zurück ins 19. Jahrhundert, zu den letzten Wochen des Märchenkönigs. Diese Zeitreise wird einem aus Sicht von Theodor Marot in der Ich-Form erzählt, einem der wenigen engen Vertrauten, die Ludwig II. noch geblieben waren. Die Wechsel zwischen den Jahrhunderten sind gut gesetzt und Oliver Pötzsch wechselt auch nie zu oft zwischen den Zeiten, sondern lässt einem immer genug Zeit, sich wieder in die Handlung hineinzufinden.

Seine Charaktere sind gut herausgearbeitet, wobei nur die Figur von Steven durchschaubar bleibt. Alle anderen Charaktere, angefangen von Sarah über Onkel Lu sind zwar sympathisch, aber doch ein wenig mysteriös angelegt, sodass man sich eigentlich bis zum Schluss nicht sicher sein kann, welche Absichten hinter ihrem Handeln stehen. Ganz besonders bizarr ist die Figur angelegt, die sich für den wiedergeborenen König Ludwig II. hält und somit auch stellenweise ein ziemlich irres Verhalten an den Tag legt. Und auch bei allen weiteren Mitwirkenden, denn offensichtlich scheinen mehrere Gruppierungen hinter dem Tagebuch her zu sein, sind ihre Absichten bis zum Schluss schwer durchschaubar. Auch ist einem eigentlich lange Zeit nie ganz klar, welche Personen nun zu welcher Gruppierung gehören, was das Ganze noch rätselhafter erscheinen lässt.

Die beiden Protagonisten Sarah und Steven passen prima zusammen, nämlich überhaupt nicht und dies macht gerade den Reiz zwischen den Beiden aus. Sara ist eine freche, clevere, wirklich mit allen Wassern gewaschene junge Frau, die auch noch in den ausweglosesten Situationen einen kühlen Kopf behält. So ganz anders ist dagegen Steven. Dieser ist eindeutig im falschen Jahrhundert geboren, zieht Büchern Menschen vor, ist etwas eigenbrötlerisch und lebt eher zurückgezogen. Aber bekanntlich ziehen sich Gegensätze ja an.

Die Auflösung des Todes von Ludwig II. finde ich vom Autor sehr gelungen, sie fügt sich logisch in die Geschichte ein und es ist durchaus möglich, dass sie sich auch genauso oder zumindest sehr ähnlich abgespielt haben könnte. Dies werden wir jedoch wohl nie erfahren. Der Schluss der Story in der Gegenwart ist zwar auch schlüssig umgesetzt, allerdings ist da dann doch meiner Meinung nach die Fantasie des Autors ein wenig mit ihm durchgegangen. Allerdings ist es aber auch die Geschichte des Märchenkönigs, die er hier erzählt, also warum auch nicht das Ende ein wenig märchenhaft gestalten.

Freitag, 18. Februar 2011

{SuB-Zuwachs} Historischer & spannender Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

eigentlich, aber auch wirklich nur eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, diesen Monat keine Bücher mehr zu kaufen. Tja, aber dann kam eine Mail vom Club mit dem Hinweis, dass ich meine Quartalsbestellung noch machen muss und dann musste ich leider .. grins .. auch noch zweimal eine Kleinigkeit bei einem Onlineversandhaus bestellen und Porto zahle ich ja generell keines, wenn sich dies durch portofreie Buchbestellung vermeiden lässt.

Tja, was soll ich sagen: Es haben VIER neue Bücher den Weg in mein Bücherregal gefunden. 

Zum einen handelt es sich um den 1. Teil einer Thrillerserie von Chelsea Cain. Den zweiten Band hatte ich mir vor kurzem gekauft, logischerweise musste dann natürlich der 1. Teil auch noch bestellt werden.

Inhalt:
Detective Archie Sheridan hat ein Problem. Vor ein paar Jahren hat er die Serienkillerin Gretchen Lowell zur Strecke gebracht -- allerdings erst, nachdem Sie ihn ihrerseits zur Strecke brachte. Zehn Tage war er in der Gewalt der ebenso attraktiven wie unberechenbaren Frau. Mit einem Nagel hat sie ihm die Rippen gebrochen, mit einem Schablonenmesser die Milz entfernt und ein Herz in seine Haut geritzt. Aber sie hat ihn nicht getötet wie ihre anderen Opfer, im Gegenteil: Sie hat ihm sogar das Leben gerettet, als er an ihren Folterungen zu sterben drohte und sich anschließend Sheridans Kollegen gestellt. Jetzt ist der stark angeschlagene und gesundheitlich ruinierte Polizist wieder im Dienst, als Leiter einer Sonderkommission, die einem anderen Serienmörder das Handwerk legen soll. Mit der Journalistin Susan Ward an seiner Seite nimmt Sheridan die Ermittlungen auf -- und muss schon bald erkennen, dass Lowell auch in diesem Fall von ihrer Zelle aus in jeder Hinsicht die Strippen zieht...


Dann haben mir bei vorablesen.de einige Leseproben wieder so gut gefallen, dass ich die Bücher flugs auf meine Wunschliste gepackt habe, die natürlich prompt auch abgearbeitet wurde. 


Es sind zum einen "Der Ruf der Highlands" von Amy Cameron. Ich bin ja seit der Jamie & Claire-Highland-Saga von Diana Gabaldon ein absoluter Schottland-Fan, also musste ich dieses Taschenbuch auch unbedingt haben. Und hierum geht es:

Eine fesselnde Schottland-Saga über zwei Familien, deren Schicksale untrennbar miteinander verbunden sind.

Edinburgh, 1920: Die junge Lehrerin Lili aus Edinburgh kann ihr Glück kaum fassen: Der verwitwete Sean Stewart hat ihr einen Heiratsantrag gemacht! Jetzt muss er sie nur noch seiner Familie in den schottischen Highlands vorstellen. Zu ihrer Überraschung schlägt ihr dort eisige Ablehnung entgegen.

Einzig Seans Großmutter scheint Lili zu mögen und verrät ihr ein uraltes Geheimnis: Seit Generationen tobt eine tödliche Fehde zwischen den Clans der Grahams und der Stewarts, einst ein Kampf zweier unversöhnlicher Männer um eine wunderschöne Frau. Und Lili ist eine Graham! Werden Lilis und Seans Gefähle füreinander stark genug sein, um diese uralte Fehde zu überwinden?

Das nächste im Bunde ist "Die Ludwig-Verschwörung" von Oliver Pötzsch und das sagt vorablesen.de dazu:

Steven Lukas, ein Antiquar aus München, findet in seinen Regalen ein ihm unbekanntes altes Buch. Schon bald merkt er, dass es sich dabei um das Tagebuch eines engen Vertrauten von Ludwig II. handelt, den Assistenten des königlichen Leibarztes Max Schleiß von Loewenfeld.

Das über hundert Jahre alte Buch ist in einer geheimen Kurzschrift verfasst, die Lukas nur Stück für Stück entziffern kann. Der ungeheuerliche Fund könnte die wahren Umstände des Todes von Ludwig II. verraten! Doch offenbar haben verschiedene Parteien ein Interesse daran, die Veröffentlichung des Tagebuchs zu verhindern. Und ein Fanatiker geht dabei über Leichen. Gemeinsam mit der Kunstdetektivin Sara Lengfeld gelingt es Lukas, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen – eine Rätselreise, die die beiden zu sämtlichen Schlössern des Märchenkönigs führt.


Und zum guten Schluss noch "Der Ahnhof" von Joachim Rangnick mit folgendem Inhalt:

Immer wieder verschwinden Frauen und Männer in der Nähe des alten Korbach-Hofes. Die seit Generationen dort ansässige Familie steht unter Verdacht, etwas mit den Vermisstenfällen zu tun zu haben. Beweise wurden nie gefunden.

Als der Hof zum Verkauf steht, ahnen Journalist Robert Walcher und seine kauzig-liebenswerte Haushälterin Mathilde, dass die Auflösung der Fälle endlich näher gerückt ist. Sie beginnen zu recherchieren und stoßen auf eine Familiengeschichte, die über Generationen zahlreiche Opfer gefordert hat − und bald geraten auch sie selbst in das Visier des Täters.

Ihr seht, mein SuB wird gehegt und gepflegt und erhält ständig neue Nahrung ... lach ....

Ich wünsche Euch ein traumhaft schönes Wochenende,
liebe Grüße
Isabel

Montag, 17. Januar 2011

(Leseeindruck) Die Ludwig-Verschwörung von Oliver Pötzsch

Taschenbuchausgabe: 400 Seiten
Genre: Historischer Thriller
ISBN: 9783548282909 
Erscheinungsdatum: 16. Februar 2011
Preis: 9,95 €






Die Linie des Königs steht auf dem Spiel

Irgendwo in München wird im Oktober 2010 in einem Waldstück der Geschichtsprofessor Professor Dr. Liebermann brutal von zwei Männern zusammengeschlagen. Der dritte im Bunde ist der König, der unbedingt erfahren möchte, wo sich das geheime Buch befindet. Dessen Geheimnis war über hundert Jahre gewahrt geblieben. Doch Prof. Liebermann weigert sich zu reden. Da plötzlich entdeckt seine Majestät auf dem Waldboden einen Hinweis, die Auskünfte von Liebermann sind nicht mehr nötig, der König ermordet ihn.

Bei dem Prolog war ich mehrmals am überprüfen, ob ich mich nicht bei der Jahreszahl verlesen habe; dies war jedoch nicht der Fall. Somit scheint der Mann, der sich als König bezeichnet und von seinen Schergen mit Majestät angeredet wird, wohl ein Geisteskranker zu sein, der sich für Ludwig II. hält. Schon allein diese kurze Szene ist äußerst spannend und fesselnd umgesetzt und macht in jedem Fall neugierig auf den Fortgang der Story.

Anschließend stellt einem der Autor erst einmal ein wenig seinen Protagonisten Steven Lukas vor. Der Antiquar ist vernarrt in alte Bücher, was für ihn nicht unbedingt geschäftsfördernd ist, da er diese nur ungern verkauft. Ansonsten führt er ein recht beschauliches, ruhiges und zurückgezogenes Leben, bei dem ihn nur die Nachbarin Schultheiß stört, die unbedingt seinen Laden übernehmen möchte. Sie ist der festen Überzeugung, dass in München Westend kein Antiquariat hinpasst, sondern hier unbedingt eine Modeboutique samt Café-Lounge angeboten werden muss.

Auch wenn sein Antiquariat in den letzten 20 Jahren nie besonders gut gelaufen ist, ist es zwischenzeitlich mit dem Verkauf von Büchern ziemlich schlecht gestellt und Stevens Laden wird nur noch selten von potentiellen Käufern aufgesucht. Anders war es jedoch am heutigen Tag. Da erhielt er Besuch von einem gehetzt wirkenden älteren Herrn, bei dem der Leser sofort weiß, dass es sich nur um Prof. Liebermann gehandelt haben kann. Kurze Zeit später entdeckt Steven im Regal ein Buch, welches er nie zuvor gesehen hatte. Dieses entpuppt sich als kleine Kiste, in der sich Fotografien, eine Haarlocke und ein kleines Büchlein befinden. Kaum hat er die Person auf dem Foto erkannt, betritt ein älterer Herr seinen Laden und erkundigt sich nach Augenzeugenberichten aus der Zeit Ludwig II.

Oliver Pötzsch gelingt es praktisch von der ersten Seite an, einen an seinen Thriller zu fesseln. Sein Schreibstil ist so lebendig, dass einem die bisher vorgestellten Charaktere fast augenblicklich vor Augen stehen. Und die Story überrascht ständig mit neuen Wendungen, ist äußerst mysteriös angelegt und wirft genug Fragen auf, sodass einem die Leseprobe entschieden zu kurz vorkommt und einen die Neugier ob dem Ausgang der Geschichte sofort packt.

Hinzu kommt noch der Hintergrund des Thrillers. So ziemlich jeder kennt die Geschichte des Märchenkönigs und die Legenden, die sich um seinen mysteriösen Tod ranken. Darüber einen historischen Thriller zu schreiben, finde ich äußerst interessant und vor allem birgt dieser Hintergrund genug Material, hieraus einen wirklich absolut fesselnden und spannenden Thriller zu schreiben.