Leseempfehlungen

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Dienstag, 13. Mai 2014

{Rezension} Was sie nicht weiß von Simone van der Vlugt

Cover & Verlag: Diana
Übersetzerin: Eva Schweikart
Broschierte Ausgabe: 304 Seiten
Genre: Thriller Niederlande
ISBN: 978-3-453-29151-5
Erscheinungsdatum: 28. Oktober 2013
Preis: 12,99 €




Ein doppeltes Spiel

In Alkmaar wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Lois Elzinga ermittelt zusammen mit ihrem Partner Fred in dem Fall. Erste Zeugenbefragungen vermitteln den Beamten, dass der ermordete David ein völlig harmloser, netter Mann war, der keine Feinde hatte. Doch die Todesumstände deuten auf einen Racheakt hin, verübt offensichtlich von einer Frau. Ihre Nachforschungen führen Lois und Fred schnell zu der jungen Malerin Maaike, die ganz offensichtlich etwas zu verbergen hat und dann gibt es auch noch die rätselhafte Tamara, die unauffindbar scheint. Während die Kommissare nach Tamara suchen, ereignet sich ein weiterer Mord.

Freitag, 24. Januar 2014

{SuB-Zuwachs} Spannender, Historischer und Unterhaltsamer Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

oh jesses, wenn das Jahr so weitergeht wie der Januar begonnen hat, dann muss sich mein SuB warm anziehen. 

In dieser Woche sind ein ganzer Berg neuer und geliehener Bücher bei mir eingezogen. Meine liebe Kollegin hat mir einige tolle Bücher ausgeliehen, dann musste ich natürlich sofort den Gutschein von Kleeblatt vom Lesenden Katzenpersonal in Bücher umsetzen, den ich bei ihrer Krimi-/Thriller-Challenge gewonnen hatte. Und dann kam von einem Verlag noch der Auftakt einer Krimireihe samt den beiden Folgebänden. 

Und hier sind die vielen Neuzugänge:


Mittwoch, 12. Januar 2011

(Rezension) Kalte Freundschaft von Simone van der Vlugt

Verlag: Diana Verlag 
Übersetzer: Eva Schweikart
Paperback: 320 Seiten
Genre: Psychothriller 
ISBN: 978-3-453-29089-1 
Erscheinungsdatum: 12. April 2010
Preis: 12,95 €


Morde im Freundeskreis

Nadine ist Journalistin in Leiden, hat eine Tochter im Teenageralter und träumt von einer Karriere als Schriftstellerin. Mithilfe des Verlegers Eelco, den sie über Bekannte kennenlernt, gelingt es ihr auch recht bald einen Verlag zu finden, der Interesse an ihrem Manuskript zeigt. Etwa zu dieser Zeit geschieht ein Mord an einer jungen Frau, den nicht nur die kleine Stadt erschüttert. Auch Nadine ist bestürzt und macht sich ein wenig Sorgen um ihre 16-jährige Tochter Marielle. Diese gibt sich in letzter Zeit äußerst wortkarg und verschlossen und verkehrt mit Freunden, die Nadine nicht bekannt sind. Doch ihre Freunde beruhigen sie und tun dies als typisches Teenagergebaren ab, was Nadine ein wenig beruhigt. Währenddessen entwickelt sich zwischen Nadine und Eelco eine Beziehung und mit der möglichen Veröffentlichung ihres Thrillers geht es auch voran. So scheint für Nadine alles wunderbar zu laufen, als ein weiterer Mord geschieht. Dieses Mal kennt Nadine das Opfer, da es aus ihrem direkten Bekanntenkreis kommt.

Haupterzählstrang ist die Geschichte rund um Nadine, doch zwischendurch lernt man auch den Mörder kennen. Dieser Teil ist in der Ich-Form geschrieben und man merkt sofort, dass hier eine absolute Fixierung auf Nadine besteht. Da allerdings auch fast augenblicklich erkennbar ist (jedenfalls ging es mir so), um wen es sich dabei handelt, ist die Spannung schon mal mächtig gedrosselt. Hinzu kommt, dass der eigentliche Thrilleranteil hier eindeutig zu kurz kommt und mehr die Beziehung von Nadine und Eelco wie auch Nadines erste schriftstellerische Gehversuche im Vordergrund stehen. So plätschert die Story mehr oder weniger vor sich hin, ist dabei aber durchweg unterhaltsam umgesetzt.

Überhaupt macht der locker, leichte Schreibstil der Autorin es einem sehr leicht, den Roman in einem Rutsch durchzulesen. Hinzu kommt hier auch, dass die Schrift recht großzügig gehalten ist wie auch die Seitenaufteilung. So hätte man  den rund 300 Seiten dicken Roman gut um ein Dutzend Seiten oder mehr dünner ausfallen lassen können.

Simone van der Vlugt überrascht jetzt nicht unbedingt mit interessanten Wendungen in der Geschichte, auch wenn sie immer mal wieder den einen oder anderen Verdächtigen präsentiert und es so aussehen lässt, als könnte dieser hinter den Morden stehen. Zumal auch hinzu kommt, dass die Charaktere doch recht eindimensional und zumeist somit auch sehr vorhersehbar beschrieben sind. So hält man schlussendlich zwar einen recht unterhaltsamen, kurzweiligen Roman in Händen, auf keinen Fall aber einen Psychothriller.

Mittwoch, 21. April 2010

{Rezension} Finsternis von Simone van der Vlugt

Verlag: Diana Verlag
Übersetzer: Eva Schweikart
Taschenbuchausgabe: 368 Seiten
ISBN: 3453354125
Genre: Abenteuer
Erscheinungsdatum: 01. September  2009
Preis: 8,95 €


Auf der Suche nach der Bundeslade

Birgit, Single und Mitarbeiterin in einem Maklerbüro in Alkmaar, trifft eines Abends in einer Bar auf Jef. Diesem Treffen folgt eine stürmische Nacht und am nächsten Tag ein Stadtbummel in Alkmaar. Am zweiten Tag ist Jef plötzlich spurlos verschwunden. Da Birgit ihm leer stehende Häuser gezeigt hatte, vermutet sie ihn in einem und findet ihn schließlich auch. Doch bevor sie ihm sein Verhalten vorwerfen kann, taucht ein Fremder auf, der definitiv den Beiden nach dem Leben trachtet. Nachdem sie ihn für kurze Zeit abschütteln konnten, berichtet ihr Jef, dass er auf der Suche nach seinem Vater ist, der in Ägypten als Archäologe arbeitet und dort auf etwas sehr Interessantes und Geheimnisvolles gestoßen ist. Zusammen mit Jef begibt sich Birgit nach Ägypten, um seinen Vater zu finden. Immer verfolgt von dem mysteriösen Fremden.
Mit dem vorliegenden Buch bestreitet die Autorin neue Wege. So erzählt sie recht anschaulich und spannend die verzweifelte Suche von Jef nach seinem Vater, die Birgit und Jef von Ägypten nach Frankreich führt. Gespickt ist diese Suche mit vielen historischen Informationen, die gut in die Geschichte eingearbeitet sind. Thema des Buches ist in erster Linie die Suche nach der Bundeslade, verbunden mit der Geschichte von Moses und dem alten Ägypten. Die Autorin stellt hier eine ziemlich gewagte, durchaus aber interessante Hypothese auf.

Die Story ist von Anfang an recht spannend und rasant geschrieben, stellenweise wirkt sie jedoch etwas konstruiert. So entwickelt sich die Suche nach Jefs Vater mehr oder weniger zu einer Schnitzeljagd quer durch die Sehenswürdigkeiten Ägyptens und findet ihren Schluss in der Kathedrale von Chatres.

Die Charaktere bleiben ungewohnt blass und können nicht so überzeugen wie z. Bsp. bei Schattenschwester. Birgit ist eine junge Frau, die sich als ungeliebtes Kind ihrer Eltern fühlt, im Leben noch nicht viel erlebt hat und sich so voller Feuereifer in die Beziehung wie auch auf das Abenteuer einlässt. Jef, ein paar Jahre älter als Birgit, ist ein Reisejournalist, der schon viel von der Welt gesehen hat und erst seit einigen Jahren wieder Kontakt zu seinem Vater hat. Da er es zwar gewohnt ist, lange Zeit von seinem Vater nichts zu hören, dieser aber seit geraumer Zeit auch über Handy nicht erreichbar ist und Jef auch wusste, dass sein Vater einem Geheimnis auf der Spur ist, macht er sich nun entsprechend Sorgen. Vor allem, als er feststellen muss, dass er und Birgit einen ständigen Verfolger haben, der ihnen offensichtlich nach dem Leben trachtet.

Fazit: Ein netter, spannender, recht amüsanter Roman, der kurzweilige Unterhaltung bietet, schnell aber auch wieder vergessen ist.


Sonntag, 4. Oktober 2009

{Rezension} Rettungslos von Simone van der Vlugt


Verlag: Diana Verlag
Übersetzer: Eva Schweikart
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
ISBN: 3453290658
Genre: Thriller International
Erscheinungsdatum: 23. Februar 2009
Preis: 17,95 €


Rettungslos einem Mörder ausgeliefert

Lisa lebt mit ihrer sechsjährigen Tochter Anouk in einem etwas abseits gelegenen Haus. Da die Kleine krank ist, hat Lisa ihre Tochter in der Schule abgemeldet und bei ihrer Firma Bescheid gegeben, dass sie 1 Woche Urlaub braucht. Genau in diese Zeit platzt der flüchtige Mehrfachmörder Mick Kreuger, überwältigt Lisa und nistet sich bei ihr und Anouk ein. Unter Todesangst und um Anouk zu schützen, geht Lisa auf alle seine Wünsche ein und unternimmt keinen Fluchtversuch. Am nächsten Tag verirrt sich die Journalistin Senta auf dem Heimweg. Durch Zufall trifft sie auf das Haus von Lisa. Als sie dort nach dem Weg fragen will, stellt sie fest, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Doch bevor sie die Polizei rufen kann, verunglückt sie mit ihrem Auto schwer.

Wie einen Paukenschlag lässt Simone van der Vlugt ihren Roman beginnen. Kaum hat man die erste Seite gelesen, befindet man sich auch schon mitten in der Geschichte. Was allerdings so rasant und fesselnd beginnt, lässt im Laufe der Handlung auch etwas nach und plätschert stellenweise nur so vor sich hin. Zum Ende hin zieht die Handlung dann wieder etwas an und wird stellenweise richtig spannend. Allerdings kommt meiner Meinung das Ende dann doch etwas abrupt und ist teilweise auch etwas unglaubwürdig umgesetzt.

Ihren Thriller (wobei er dies meiner Meinung nach nur bedingt ist) erzählt die Autorin aus Sicht von Lisa und Senta. Diese Erzählstränge wechseln sich ständig ab und sollten eigentlich für einen Spannungsaufbau sorgen, da jedoch die ganze Geschichte wenig Spannung enthält, entfällt das natürlich.

Die Charaktere von Lisa und Mick Kreuger sind überzeugend beschrieben und Simone van der Vlugt gelingt es mühelos, die beklemmende und ausweglose Situation von Lisa und Anouk anschaulich zu beschreiben. Auch der Charakter von Senta ist facettenreich dargestellt, allerdings kommt mir ihre Genesung dann doch etwas schnell vor und wirkt dadurch sehr konstruiert.


Die Geschichte ist meiner Meinung nach mehr ein Roman über eine Frau, die einem gefährlichen, psychisch kranken Mann hilflos ausgesetzt ist und keine Chance zum Entkommen hat. So erzählt Lisa dem Mörder alles was er hören möchte, nur um ihr Leben und vor allem das ihrer kleinen Tochter zu schützen. Dies ist zwar anschaulich, einfühlsam und nachvollziehbar erzählt, aber eben kein Thriller. Da hätte man die Story etwas anders anlegen müssen.

Donnerstag, 4. Juni 2009

{Rezension} Schattenschwester von Simone van der Vlugt


Verlag: Diana Verlag  
Übersetzer: Eva Schweikart
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
ISBN: 3453290348
Genre: Europäischer Thriller / Niederlande
Erscheinungsjahr: 2007
Preis: 19,95 €


Trügt hier der Schein?

Die junge Gesamtschullehrerin Marjolein wird eines Tages während des Unterrichts von einem ihrer Schüler mit dem Messer bedroht. Da die Schule mit schwindenden Schüleranmeldungen zu kämpfen hat und einen Skandal vermeiden möchte, zeigt Marjolein auf Wunsch des Rektors den Schüler Bilal nicht an. Bilal wird von der Schule verwiesen, was ihn jedoch nicht daran hindert, Marjolein privat weiterhin zu bedrohen. Kurze Zeit später wird Marjolein ermordet aufgefunden und der Verdacht fällt sofort auf Bilal. Doch war er wirklich der Täter oder hat noch eine andere Person einen Grund, die junge Lehrerin zu ermorden.

Wie einen Paukenschlag lässt Simone van der Vlugt ihren Psychothriller mit der Messerattacke beginnen. Man ist sofort mitten in der Geschichte, ohne jede Chance, dieser bis zum Ende des Buches wieder zu entkommen. Äußerst interessant sind die beiden Erzählstränge. Zum einen erzählt Marjolein bis zu ihrer Ermordung die Geschichte, zum anderen berichtet Marlieke (ihre Zwillingsschwester) das Leben nach Marjolein s Tod weiter. Und dies immer wieder im Wechsel, sodass die Geschichte ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechselt, bis zum Ende alles zusammenläuft.

Auch wenn man bereits nach ein paar Seiten mit dem Mord von Marjolein konfrontiert wird, schaffen es die ständigen Perspektivwechsel mühelos, die Spannung hoch zu halten und zum Ende hin zieht der Thriller noch einmal richtig rasant an, sodass man kaum noch in der Lage ist, das Buch zur Seite zu legen.

Die Zwillinge Marjolein und Marlieke nehmen für den Leser sehr schnell Konturen an und die Autorin versteht es hervorragend, ihnen binnen kurzer Zeit ein Profil zu geben. Interessant ist auch der Perspektivwechsel zwischen den charakterlich völlig unterschiedlichen Zwillingsschwestern dargestellt, hierdurch erhält man schnell einen Einblick in ihre Gefühle zueinander. Die restlichen Personen sind ebenso facettenreich und glaubwürdig beschrieben und bei einigen scheint nicht immer alles so zu sein wie man zuerst annimmt. Hierdurch ist man bis zum Schluss immer wieder unschlüssig über Motiv und Mörder, was den Spannungsbogen auf hohem Niveau hält.

Fazit: Simone van der Vlught ist mit "Schattenschwester" ein brillant geschriebener Psychothriller gelungen, der seine Leser bis zum Ende der Geschichte in Bezug auf Tatmotiv und Mörder im Dunkeln stehen lässt.