Leseempfehlungen

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Mittwoch, 23. Juli 2014

{Rezension} Falkensturz von Bernd Köstering

Cover & Verlag: Gmeiner
Taschenbuchausgabe: 246 Seiten
Genre: Deutscher Krimi / Offenbach
ISBN: 978-3-8392-1600-2
Erscheinungsdatum: 02. Juli 2014
Preis: 9,99 €




Der Richter und sein Henker

Gerade eben noch mit dem Fall eines Handtaschenraubes befasst, den der pensionierte Journalist Herbert Falke zusammen mit seiner 17-jährigen Enkelin Franziska erfolgreich zum Abschluss gebracht hat, steht schon wieder der nächste Fall ins Haus. Die eine oder andere Information oder einen Auftrag erhält Falke regelmäßig von seinem besten Freund Gianni Mussner. Und auch dieses Mal hat Gianni einen brisanten Fall für Falke: Ein Pensionär erhält immer wieder Todesanzeigen mit seinem Namen. Da Alfred Sival ein recht zwiespältiges Verhältnis zur Polizei hat, betraut er Herbert Falke mit den Ermittlungen und Falke ahnt nicht, dass der Auftrag weit größere Ausmaße hat, als anfangs angenommen. Und dann wird auch noch ein Trinkhallenbesitzer ermordet und Franziskas Klassenkamerad gerät unter Mordverdacht.

Samstag, 12. Juli 2014

{SuB-Zuwachs} Spannender Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

gemordet wird im deutschen Lande, zumindest bei meinem Buchzuwachs für diese Woche.

Ausschließlich deutsche Krimis sind dieses Mal bei mir eingezogen. Es geht in das Kellerlabyrinth von Oppenheim, in Osnabrück wird ein Banker ermordet, zu einem rätselhaften Mord in Stuttgart, um ein Opfer, welches zum Täter wird, in Kassel wird eine Leiche aus der Fulda gezogen und schließlich geht es noch zur Verbrecherjagd nach München.

Und hier sind die neuesten Schmöker in meiner Bücherwand:


Mittwoch, 29. August 2012

{Rezension} Goethesturm von Bernd Köstering


Genre: Deutscher Krimi / Literaturkrimi / Weimar
Paperbackausgabe: 270 Seiten
ISBN: 978-3-8392-1330-8
Erscheinungsdatum: 09. Juli 2012
Preis: 11,90 €


Goethes Clavigo

Am Weimarer Nationaltheater steht im Herbst 2007 Goethes „Clavigo“ auf dem Spielplan. Doch nach der Generalprobe wird eine der Hauptdarstellerinnen entführt und die Premiere ist in Gefahr. Eigentlich ein Fall für den anerkannten Goetheexperten Hendrik Wilmut, doch dieser möchte lieber seine freien Tage mit seiner Ehefrau Hanna verbringen, als sich dieses Mal in den Fall mit hereinziehen zu lassen. Allerdings wird schon bald seine Neugier geweckt und ehe es sich Wilmut versieht, steckt er wieder mitten im Fall und ermittelt zusammen mit seinem Freund, Kommissar Siggi Dorst. Der Literaturdozent merkt bald, dass Goethes „Clavigo“ eine Schlüsselrolle in dem Fall spielt und dann passiert ein Mord …

Montag, 16. Juli 2012

{SuB-Zuwachs} Spannende & fantastische Buchpost

Hallo Ihr Lieben,

auch diese Woche sind wieder einige Bücher in meine Bücherwand eingezogen:

Vor einiger Zeit hatte ich von Jonas Wolf bereits "Heldenwinter" gelesen und war von dem Buch total begeistert. Daraufhin hatte ich den Verlag angeschrieben und angefragt, ob sie mir den neuen Fantasyroman "Heldendzorn" zusenden könnten. Ja, und letzte Woche kam er dann und wird auch als nächstes gleich gelesen:

TOLKIEN-FANS AUFGEPASST ? JETZT BEGINNT DAS GRÖSSTE ABENTEUER DER HALBLINGE!
Seit Jahrzehnten führen die Barbaren der Steppe einen verzweifelten Kampf gegen das übermächtige Dominum. Bei einem Scharmützel wird auch der junge Teriasch gefangen genommen. Als Sklave erfährt er die Grausamkeit des Dominums am eigenen Leib. Teriasch hat jedoch eine geheimnisvolle Begabung, die er gemeinsam mit dem gerissenen Halbling Rukabo zu erforschen beginnt. Nachdem er der schönen Julanesca das Leben gerettet hat, scheint die Freiheit zum Greifen nahe. Doch wird Teriasch Tausende anderer Sklaven in der Knechtschaft zurücklassen, oder wird er die Feuer der Revolution entfachen und dem dekadenten Imperium den Untergang bringen?


Neben diesem Roman hatte mir der Piper-Verlag auch noch den 3. Band der Trilogie "Die Götterkriege - Das blutige Land" von Richard Schwartz mitgeschickt. Da ich aber die ersten beiden Bände nicht kenne, werde ich mir zuerst diese noch bestellen, bevor ich dann mit dem 3. Band anfange. Also, auf die Rezi müsst Ihr dann noch ein wenig warten. Hört sich aber richtig klasse und  ganz nach meinem Geschmack an.


»EINE DER PACKENDSTEN FANTASY-SERIEN UNSERER ZEIT!« Carsten Kuhr, phantastik-couch.de
»Die Götterkriege« ist die grandiose Fortführung der High-Fantasy- Saga »Das Geheimnis von Askir«. Richard Schwartz’ neuestes Buch »Das blutige Land« bringt den Askir-Fans ihren größten Helden zurück: Havald. Nachdem Leandra von Borons weißer Flamme verschont worden ist und es ihr gelang, die Krone von Illian zu erringen, steht für den wiedergekehrten Havald die nächste Herausforderung an. Seit Jahrhunderten hält die Ostmark in blutigen Kämpfen das Reich gegen die Stämme der Steppe. Doch nun sammeln sie sich unter dem schwarzen Banner des Nekromantenkaisers und drohen, das Alte Reich zu erschüttern. Mit einer Handvoll Getreuen will Havald das Unmögliche wagen: die Stämme zu einen und damit den Einfl uss des toten Gottes zu zerschlagen …


Bereits Anfang der Woche erhielt ich ein Rezensionsexemplar, welches ich mir als Produkttest bei einem Online-Kaufhaus ausgesucht hatte. Ich liebe ja Historische Romane und dieses ist wieder einmal eine richtig dicke Schwarte und einfach nur total klasse. Habe es bereits gelesen, besser gesagt: verschlungen!! Allerdings müsst Ihr Euch mit meiner Rezension zu Jan Guillous Roman "Die Brückenbauer" bis 13. August 2012 gedulden, da das Buch erst dann veröffentlicht wird.

Ihren Vater und ihren Onkel holte die See – für die armen Fischer im Umland von Bergen im Westen Norwegens waren solche Tragödien am Ende des 19. Jahrhunderts Teil des täglichen Lebens. Nun müssen sich die Brüder Lauritz, Oscar und Sverre in der Stadt als Lehrlinge eines Seilmachers durchschlagen. Doch das Schicksal will es anders. Durch glückliche Fügung können die Jungen einen reichen Gönner für sich gewinnen, der ihr großes Talent erkennt und fördert. Auf seine Kosten werden sie für das Polytechnikum in Dresden vorbereitet, die angesehenste technische Universität jener Zeit. Nach Abschluss ihres Studiums sollen sie diese Schuld zurückzahlen, indem sie am ehrgeizigsten Ingenieursprojekt des Landes mitwirken: dem Bau einer Eisenbahnverbindung zwischen Bergen und Oslo. Und tatsächlich, 1901 beenden die drei Brüder ihr Studium mit Auszeichnung. Es ist der Anbruch des großen Jahrhunderts des technischen Fortschritts, und Lauritz, Oscar und Sverre sind bereit, die Welt zu erobern. Aus den drei Fischersöhnen sind Männer von Welt geworden, denen alle Möglichkeiten offen stehen. Doch die Liebe durchkreuzt ihre Pläne.


Und dann gab es wieder einen ganzen Schwung Regional-Krimis vom Gmeiner Verlag, über die ich mich riesig gefreut habe. Bis auf einen Autor kenne ich alle Schriftsteller und es sind alles Fortsetzungen einer Krimi-Reihe, deren Protagonisten mir im Lauf der Zeit richtig ans Herz gewachsen sind. Also, so leid es mir tut *grins*, aber Ihr werdet wohl oder übel in dern nächsten Zeit verstärkt mit Regionalkrimis bombardiert werden.

Von Susanne Kronenberg gibt es nun den vierten Fall ihrer Protagonistin Norma Tann mit Titel "Edelsüß". Der Krimi spielt in Wiesbaden, praktisch bei mir um die Ecke:


WINZER STERBEN  Wiesbaden. Die Staatsanwältin Angela Bennefeld wird tot aus dem Schiersteiner Hafen geborgen. Alles sieht wie ein Unfall aus, doch ihre Stiefmutter glaubt nicht daran und bittet Privatdetektivin Norma Tann um Hilfe. Norma rekonstruiert Angelas letzten Abend. Sie stößt auf Unterlagen über den Glykolwein-Skandal im Jahr 1985, der für viele Winzer das Aus bedeutete. Immer mehr Einzelheiten aus Angelas Vergangenheit bringt die Privatdetektivin ans Licht: Angelas Mörder gerät in Bedrängnis - und Norma in Lebensgefahr.


Letztes Jahr hatte ich mit Begeisterung von S. Porath / A. Braun deren Debütroman "Klostergeist" gelesen. Nun gibt es den zweiten Krimi mit Pater Pius mit dem Titel "Klosterbräu": 

TODESMESSE  »Und jetzt ein kühles Spöttinger Bräu!« – Die Leute lieben das Spaichinger Bier, den Inhaber der Brauerei aber offensichtlich nicht: Er wird erwürgt. Mitten in der Klosterkirche. Pater Pius’ detektivischer Verstand arbeitet auf Hochtouren und als Kommissarin Verena Hälble einen Undercover-Mann braucht, schickt sie kurzerhand den Ordensmann nach Berlin. Und der gerät mitten hinein in einen Strudel aus Bier, Bonzentum und bitteren Wahrheiten …
Der zweite Fall des ungewöhnlichen Ordensbruders führt den Leser vom Schwäbischen bis nach Berlin. Ein Buch, das gute Laune garantiert.




Mit "Isarblues" veröffentlicht Michael Gerwien mittlerweile seinen 3. Regionalkrimi mit seinem Protagonisten Max Raintaler. Mal schauen, ob es wieder so vergnügliche Lesestunden werden.

MORDSMELODIEN  Mitte August. Ganz München stöhnt unter einer unerträglichen Hitzewelle. Nur die schattigen Biergärten können hier noch Abhilfe schaffen. Der Münchner Exkommissar Max Raintaler wird von seinem Freund Heinz Brummer, einem erfolgreichen Schlagerkomponisten, um Hilfe gebeten. Ihm wurden die Rechte an fünf Liedern gestohlen und Max soll sie wieder herbeischaffen. Es geht dabei um Millionen. Max macht sich auf die Suche nach den Tätern. Plötzlich geschieht ein angeblicher Mord … und noch einer.
Spannendes Insiderwissen, authentisch verpackt in bayerischen Dialogwitz mit gekonnt ironischen Untertönen.


Matthias P. Gibert ist ein Garant für spannende Krimi-Unterhaltung. Nun hat er seinen mittlerweile 10. Fall mit Kommissar Lenz mit dem Titel "Höllenqual" veröffentlicht:

PHANTOMJAGD  Kassel im Frühsommer 2012. Ein scheinbar religiös motivierter Täter mordet im Prostituierten- und Strichermilieu. Hauptkommissar Paul Lenz und sein Mitarbeiter Thilo Hain jagen das Phantom, das nicht nur die Stadt in Angst und Schrecken versetzt, sondern durch seine Taten auch den sonst so lukrativen Markt der käuflichen Liebe nahezu austrocknet. Und das, nachdem kurz zuvor die 13. Documenta eröffnet wurde, die weltgrößte Ausstellung zeitgenössischer Kunst, die hunderttausende Besucher in die Stadt lockt …
„Gibert ist ein guter Personenzeichner. Kommissar Lenz und seine Kollegen werden einem als handfeste Typen schnell sympathisch. Gibert erzählt nicht nur spannend, er kann sich auch gut in unterschiedliche Milieus einfühlen …“
(Hessische/Niedersächsische Allgemeine)



Peter Schmidt kenne ich bisher noch nicht, aber die Inhaltsangabe zu seinem Krimi "Einsteins Gehirn" hört sich richtig klasse an:

DUCHGEKNALLT!  Nach Einsteins Tod stahl der Pathologe Thomas Harvey das Gehirn des Schöpfers der Relativitätstheorie. Als es nach jahrelanger Odyssee ins Princeton Hospital zurückkehrt, beauftragt ein Schweizer Verehrer des Genies den Ganoven Edwin Klein die kostbare Reliquie nach Europa zu bringen. Doch es kommt zu einer kuriosen Verwechslung. Ein halbes Jahrhundert später recherchiert der 14-jährige Albert die Umstände seiner Herkunft, als er im Keller seines Vaters auf eine Stickstoffflasche stößt …
Ein 14-jähriges Universalgenie löst während einer furiosen Odyssee um den Globus das Rätsel seiner wahren Herkunft. Ein Feuerwerk aus Witz und Überraschungen, umwerfender Komik – und intellektuellem Tiefgang!


Und auch Bernd Köstering lässt seinen Protagonisten, den Goetheexperten Hendrik Wilmut in "Goethesturm" nun bereits zum dritten Mal ermitteln:

FALSCHE FREUNDE  Weimar, 2007. Hendrik Wilmut könnte es gut gehen. Er ist anerkannter Goetheexperte, glücklich verheiratet und seine Espressomaschine läuft einwandfrei. Doch an ruhige Herbsttage ist in Weimar nicht zu denken. Am Deutschen Nationaltheater verschwindet eine Schauspielerin. Dann geschieht ein Mord. Hendrik ist wieder mittendrin in einem Fall und Goethes »Clavigo« scheint der Schlüssel zu sein.




Zu guter Letzt darf natürlich Marcus Imbsweiler's leicht chaotischer Privatermittler Max Koller nicht fehlen. Ich liebe diese Reihe! In "Glücksspiele" hat der schräge Detektiv einen recht kniffligen Fall rund um die Olympischen Spiele dieses Jahr in London zu lösen, sein bisher 6. Fall. 116 Seiten habe ich bereits gelesen und es ist mal wieder richtig gut.

HOHER PULS  Olympia 2012 wirft seine Schatten voraus. Auch die deutsche Marathonhoffnung Katinka Glück sieht in den Spielen ihren Karrierehöhepunkt. Dann aber legt man der Läuferin anonym einen Startverzicht nahe, es kommt zu unverhohlenen Drohungen. Schließlich lauert ihr sogar ein Unbekannter im Training auf. Steckt die Konkurrenz hinter diesen Machenschaften? Privatermittler Max Koller wird zum Schutz der Athletin eingeschaltet. Und dann geschieht auch noch ein Mord ….
Max Koller ist zurück! In einem Fall, der ihn durch die gesamte Republik führt. Spannend, humorvoll und authentisch.


Liebe Grüße
Isabel 

Sonntag, 24. Juli 2011

{Rezension} Goetheglut von Bernd Köstering

Taschenbuchausgabe: 278 Seiten
Genre: Deutscher Krimi / Regionalkrimi
ISBN: 978-3839211816
Erscheinungsdatum: 11. Juli 2011
Preis: 9,90 €



„… Freiheit sei des Menschen höchstes Gut …“

In der Ilm bei Weimar wird im August 2004 eine Leiche gefunden. Schon kurze Zeit später gerät Hendrik Wilmut, Goethe-Kenner und Literaturdozent, unter Mordverdacht und kommt in Untersuchungshaft. Doch Wilmut kannte den Toten überhaupt nicht und sein Freund, Kriminalhauptkommissar Siggi Dorst, wird wegen Befangenheit von dem Fall abgezogen. So ist Wilmut ziemlich auf sich alleine gestellt als er aus der Untersuchungshaft entlassen wird. Zusammen mit seinem Freund Benno macht sich Wilmut auf die Suche nach Demjenigen, der ihm diesen Mord offensichtlich anzuhängen versucht. Ein entscheidender Hinweis weist auf Schriften hin, die sich in der Herzogin Anna-Amalia-Bibliothek befinden sollen. Doch bevor Wilmut und Benno dieser Spur nachgehen können, bricht ein verheerendes Feuer in der weltberühmten Bibliothek aus.

Bereits nach wenigen Seiten stellt man fest, dass Bernd Köstering über ein fundiertes Wissen zu Goethe verfügt und so ist der Literaturkrimi immer wieder mit Informationen und kleinen Gedichten des großen Dichters durchsetzt. Diese sind jedoch meist mehr so nebenbei in die Story eingebaut und dadurch gut dosiert, sodass es durchweg immer interessant und unterhaltsam ist, diese zu lesen. Hinzu kommt, dass der Autor sich offenbar sehr gut in Weimar auskennt und einem dadurch ein sehr gutes Bild der geschichtsträchtigen Stadt vermitteln kann. So verfügt der Krimi über viel Lokalkolorit und wirkt atmosphärisch dicht umgesetzt.

Hendrik Wilmut erzählt einem selbst die Geschichte und dadurch lernt man den sympathischen Literaturexperten und Espresso-Fan schnell gut kennen. Hendrik Wilmut ist ein absolut friedliebender Mensch und durch die Ich-Form kann man gut seine Hilflosigkeit und Verwirrung nachvollziehen, als er unter Mordverdacht gerät.  Allerdings bedrückt dieser ihn so stark, dass auch der friedliebende Goethe-Fan irgendwann mal die Beherrschung verliert.  Mit seiner Freundin Hanna, die er schon aus Jugendtagen kennt, führt er seit einigen Jahren eine liebevolle Beziehung.  Doch die momentane Situation
geht auch nicht spurlos an ihrer Beziehung vorbei, zudem Hanna zusätzlich noch private Probleme hat, die sie vor Wilmut verbirgt.  So bezieht der Autor auch stark das private Umfeld von Wilmut mit ein und dadurch lernt man nach und nach die weiteren Mitwirkenden kennen, die ebenfalls schnell Konturen annehmen und authentisch und nachvollziehbar beschrieben sind.

Der Schreibstil von Bernd Köstering ist eher ruhig und anfangs mehr unterhaltsam als spannend. So verfolgt man erst einmal  die Suche von Wilmut und Benno nach dem Täter wie auch nach dem Grund für sein Vorgehen. Denn augenscheinlich muss dieser einen ganz bestimmten Grund verfolgen, dass er den Mord unbedingt Wilmut anhängen will. Ab und an wechselt der Autor jedoch auch den Erzählstrang und lässt einen hageren jungen Mann zu Wort kommen. Schnell ist klar, dass es sich hierbei um den Mörder handeln muss. Sein Motiv wie auch seine Identität erfährt man jedoch erst ganz zum Schluss. Dadurch ist die Neugier zwar über die komplette Story hin vorhanden, spannend wird der Krimi jedoch erst zum Ende hin. Und dann fiebert man neugierig und gespannt der Auflösung entgegen.

Fazit: Ein ruhig angelegter Krimi mit einem sympathischen Protagonisten und einer glaubwürdig umgesetzten Story. Zudem wird das ganze immer wieder mit interessanten Informationen rund um Johann Wolfgang von Goethe und Weimar gespickt.

Sonntag, 17. Juli 2011

{SuB-Zuwachs} Spannende Bücherpost

Hallo Ihr Lieben,

hier nun Teil 2 der Buchvorstellung zu den Rezensionsexemplaren, welche ich vom Gmeiner Verlag erhalten habe.

Dieses Mal sind es:

Bernd Köstering
Goetheglut
Der zweite Fall von Hendrik Wilmut
278 Seiten, Paperback
Erschienen im Juli 2011
ISBN: 978-3-8392-1181-6
Preis: 9,90 €

OPFER DER FLAMMEN  Weimar im Sommer 2004. In der Ilm wird ein Toter gefunden. Hendrik Wilmut, Literaturexperte aus Frankfurt am Main, gerät unter Mordverdacht. Seine Freunde ziehen sich zurück, nur sein Cousin Benno lässt ihn nicht im Stich. Mit seiner Hilfe vollzieht Wilmut eine erstaunliche Wandlung: Er wird vom Gejagten zum Jäger, vom Angeklagten zum Ermittler. So kommen sie dem Geheimnis des Kassibers sehr nahe. Doch dann verbrennt der vermutliche Beweis seiner Unschuld in der Herzogin Anna Amalia-Bibliothek. Jetzt gibt es nur noch eine Frau, die ihn retten kann …

Hendrik Wilmut, der literarische Ermittler, in seinem zweiten Fall. Ein wahrhaft spannender Streifzug durch die Weimarer Klassik.

Da ich bereits den 1. Band gelesen habe (meine Rezi) bin ich nun sehr gespannt auf Goetheglut.

Der Autor:
Bernd Köstering, geboren 1954 in Weimar, absolvierte ein Medizintechnikstudium in Gießen und lebt heute mit seiner Familie in Offenbach. Nach zahlreichen Veröffentlichungen in den Bereichen Sach- und Fachbuch gibt er mit dem Roman „Goetheruh“ sein Debüt als Krimiautor.


Sabine Fink
Kainszeichen
Kriminalroman
418 Seiten, Paperback
Erschienen im Juli 2011
ISBN 978-3-8392-1184-7
11,90 €

BAUSüNDEN  Mike Hartmann, als Bauleiter für ein Erlanger Unternehmen in Tschechien tätig, stirbt bei einem Autounfall. Chrissy, seine Verlobte, leidet sehr unter dem Verlust, auch wenn die Beziehung der beiden in der Krise steckte. Als sie ein dreiviertel Jahr später zufällig Mikes ehemaligen Chefs Johannes und René Ducros über den Weg läuft, tauchen bereits verdrängte Fragen über Mikes seltsames Verhalten vor dem Unfall wieder auf. Chrissy hat das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Am nächsten Tag brennt ihre Wohnung und sie entkommt nur knapp den Flammen …


Die Wahrheit ergründen zu wollen, kann unabsehbare Folgen haben. Tödliche Folgen … Ein einfühlsamer, intelligenter Roman und ein überzeugendes Krimidebüt. Unbedingt lesen!

Die Autorin:
Sabine Fink, geboren 1969 in Dortmund, lebte in Köln, Braunschweig und Hongkong. Die gelernte Informatikerin war in der Erwachsenenbildung tätig und arbeitet heute als freie Autorin und Lektorin in Mittelfranken. Mit „Kainszeichen“ gibt sie ihr Debüt als Romanautorin.


Wildis Streng
Ohrenzeugen
Kriminalroman
366 Seiten, Paperback
Erschienen: Juli 2011
ISBN 978-3-8392-1191-5
11,90 €

ALLES HASENREIN?  Der Hohenloher Bauer und passionierte Kleintierzüchter Rudolf Weidner wird nachts vor seinem Hasenstall mit einer Axt erschlagen. Die einzigen Zeugen sind 25 Deutsche Riesenschecken. Bei der Leiche wird eine Taschenuhr entdeckt, in die ein Datum eingraviert ist. Heiko Wüst und Lisa Luft, die ermittelnden Kommissare, hören sich zunächst unter den Hohenloher Kleintierzüchtern um, doch auch die Witwe ist verdächtig. Der Tod ihres Mannes berührt sie kaum, da er nicht nur dem Alkohol zugeneigt war, sondern auch wegen seiner Hasen kaum noch Zeit für die Familie hatte …


Es gibt ihn doch noch – den echten Hohenlohe-Krimi. Richtig spannend und mit ganz viel hohenlohischem Flair!

Die Autorin:
Wildis Streng, geboren 1978 in Crailsheim, arbeitet als Lehrerin für Deutsch und Bildende Kunst an einem Gymnasium in Philippsburg. Sie hat Kurzgeschichten in diversen Anthologien veröffentlicht. Mit dem Krimi „Ohrenzeugen“ gibt sie ihr Debüt als Romanautorin.


Liebe Grüße
Isabel

Mittwoch, 3. März 2010

{Rezension} Goetheruh von Bernd Köstering

Verlag: Gmeiner Verlag 
Taschenbuchausgabe: 374 Seiten
ISBN: 3839210453
Genre: Deutscher Krimi / Weimar
Erscheinungsdatum: 08. Februar 2010
Preis: 11,90 €


"... Das also ist des Pudels Kern ..."

Im Sommer 1998 reist der Literaturdozent und Goethe-Kenner Hendrik Wilmut in seine Heimatstadt Weimar, um seinem Cousin und Stadtrat Benno Kessler sowie der ortsansässigen Polizei bei Diebstählen aus dem Goethe-Haus zu unterstützen. Trotz intensiven Sicherheitsvorkehrungen gelingt es dem Dieb immer wieder, Exponate aus dem Goethe-Haus zu stehlen. Die extra eingerichtete Sonderkommission JWG, der auch Hendrik Wilmut angehört, ist ratlos. Wie gelingt es dem offensichtlich intelligenten Serientäter immer wieder unbemerkt in das gut gesicherte Goethe-Haus zu gelangen und vor allem, was haben die Goethe-Zitate zu bedeuten, die er im Anschluss an seinen Raub verschickt? Wilmut heftet sich an seine Fersen und schon bald muss er feststellen, dass er sich hierdurch in große Gefahr begibt.

Schon nach wenigen Seiten stellt man fest, dass der Autor Bernd Köstering über ein sehr fundiertes Wissen in Bezug auf den Dichter verfügt. Der Literaturkrimi ist gespickt mit vielen interessanten Informationen über Johann Wolfang von Goethe und diese sind gut in den Krimi eingebaut und wohldosiert, dass es durchweg informativ und unterhaltsam ist, diese zu lesen. Auch ist deutlich zu merken, dass sich der Autor bestens in Weimar auskennt und man so einen sehr guten Eindruck der Stadt erhält.

Der Krimi wird rückblickend von Hendrik Wilmut erzählt. So lernt man ihn hierdurch sehr schnell kennen und er wird einem praktisch von der ersten Seite an sympathisch. So ist Hendrik ein Mann Mitte Vierzig, der seinen Espresso liebt, ein absoluter Goethe-Freund ist und sein profundes Wissen gerne anderen mitteilt, seine Heimatstadt wie auch seine Jugendfreundin Hanna liebt und sich sehr für seine Freunde einsetzt. Auch die weiteren Charaktere sind detailreich herausgearbeitet, haben Ecken und Kanten und sind stellenweise auch etwas rätselhaft angelegt, was spannungsfördernd ist.

Die Spannung in dem Krimi ist eher unterschwellig und die Story relativ ruhig angelegt. Man begleitet die Ermittlungen, die Suche nach dem Serientäter, spürt die Verzweiflung der Polizei bei Rückschlägen und lernt so ganz nebenbei immer mehr von dem Leben Goethes kennen. Dies ist durchweg unterhaltsam und niemals langatmig beschrieben. Erst zum Ende hin erweist sich das Buch wirklich als ein richtiger Krimi und ab da ist man wirklich gefesselt von der Geschichte und fiebert neugierig und gespannt der Auflösung entgegen. Geschickt versteht es Bernd Köstering auch, immer wieder neue Spuren auszulegen, so revidiert man öfter einmal seine Meinung in Bezug auf den Serientäter.


Fazit: Der Literaturkrimi von Bernd Köstering macht seinem Namen alle Ehre und nicht nur Freunde und Kenner des Dichters werden ihre Freude an ihm haben.