Leseempfehlungen

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Sonntag, 2. August 2015

{Rezension} Der Tod ist ein bleibender Schaden von Eoin Colfer

Cover & Verlag: List
Übersetzer: Conny Lösch
Taschenbuchausgabe: 288 Seiten
Genre: Amerikanischer Krimi / Band 1
ISBN: 9783548611518
Erscheinungsdatum: 08. März 2013
Preis: 9,99 €




Ziemlich schräge Gaunerkomödie

Ex-Soldat Daniel McEvoy ist Türsteher mit frisch transplantierten Haaren auf dem Kopf. Mit der Hostess Connie verbindet ihn eine lockere Freundschaft, allerdings erhofft sich Dan schon etwas mehr. Doch damit wird es nichts, denn Connie liegt eines Tages mausetot mit einem Loch im Kopf im Hinterhof des Clubs. Dan macht sich auf die Suche nach dem Mörder und muss dabei feststellen, dass sein Freund und Arzt Zeb spurlos verschwunden ist. Nach Dans Vermutung wohl auch nicht mehr am Leben. Bevor der Ex-Soldat auch nur den Hauch einer Spur hat, ist plötzlich die Mafia hinter ihm her. Aber auch davon lässt sich Dan nicht beirren und sucht hartnäckig den Mörder von Connie.

Mittwoch, 19. November 2014

{Rezension} Die Erbin von John Grisham

Cover & Verlag: Heyne
Übersetzer: Imke Walsh-Araya, Kristiana Dorn-Ruhl, Bea Reiter
Gebundene Ausgabe: 704 Seiten
Genre: Justizroman
ISBN: 978-3-453-26910-1
Erscheinungsdatum: 03. März 2014
Preis: 24,99 €



Warum Lettie Lang?

Diese Frage stellt sich bald das ganze Ford County, denn der Millionär Seth Hubbard hat seiner Haushälterin neunzig Prozent seines Vermögens vererbt. Seine Kinder hat der eigensinnige Unternehmer kurzerhand enterbt. Grund für die Beiden, das handschriftlich verfasste Testament anzufechten und das bisherige Testament für gültig erklären zu lassen. Rechtsanwalt Jake Brigance wurde von Seth Hubbard mit der Durchsetzung des Testaments beauftragt und es dauert nicht lange, da findet sich Jake vor einem Geschworenengericht wieder und muss die Testierfähigkeit von Seth Hubbard beweisen. Eine fast ausweglose Situation.

Sonntag, 13. April 2014

{Rezension} Gegen Mord ist kein Kraut gewachsen von Rosemary Harris

Cover & Verlag: Blanvalet
Übersetzer: Ulrich Hoffmann
Taschenbuchausgabe: 288 Seiten
Genre: Amerikanischer Krimi
ISBN: 978-3-442-37983-5
Erscheinungsdatum: 17. Februar 2014
Preis: 8,99 €



Dirty Business

Der Gärtnerin Paula Holliday aus dem ländlichen Springfield wird von der reichen Vorstadtmutter Caroline ein interessantes Angebot unterbreitet, welches ihr ziemlich marodes Geschäft auf Vordermann bringen könnte. Doch noch bevor Paula sich für oder gegen den Vorschlag von Carolin entscheiden kann, wird diese verhaftet. Angeblich soll die junge Mutter vor zwanzig Jahren aus dem Gefängnis geflohen und untergetaucht sein, um ihn Springfield Jahre später ein gutbürgerliches Leben zu beginnen. Paula kann es nicht glauben, noch weniger der Ehemann von Carolin und deswegen engagiert Grant Sturgis die Gärtnerin, herauszufinden, wer Carolin verraten haben könnte. 

Mittwoch, 31. Juli 2013

{Rezension} Verteidigung von John Grisham

Cover & Verlag: Heyne
Übersetzer: Bea Reiter, Imke Walsh-Araya
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Genre: Amerikanischer Justizkrimi
ISBN: 978-3-453-26791-6
Erscheinungsdatum: 27. August 2012
Preis: 22,99 €




David gegen Goliath

Nach fünf Jahren als Anwalt in einer der angesehensten Großkanzleien Chicagos hat der Harvard-Absolvent David Zinc genug. Kaum noch Zeit für seine Frau, keine Freizeit und nur stupide Arbeit in einem Großraumbüro ist nichts mehr für David. Durch Zufall entdeckt er eine Werbeanzeige der kleinen Kanzlei Finley & Figg und heuert kurzentschlossen an. Für Wally Figg kommt David genau richtig, denn dieser hat gerade einen ganz dicken Fisch an der Angel. Mit der Klage gegen einen Pharmariesen verspricht sich Wally das große Geld. Allerdings haben weder Seniorpartner Oscar Finley, Juniorpartner Wally Figg noch David Erfahrungen mit Sammelklagen, geschweige denn hat einer von den drei Anwälten schon einmal einen Prozess vor dem Bundesgericht geführt.

Samstag, 25. Mai 2013

{Rezension} Stiller Zorn von James Sallis

Cover & Verlag: Dumont
Übersetzer: Georg Schmidt
Taschenbuchausgabe: 192 Seiten
Genre: Amerikanischer Krimi
ISBN: 978-3-8321-6235-1
Erscheinungsdatum: 21. Mai 2013
Preis: 8,99 €

Auf den Straßen von New Orleans

Im Jahr 1964 ist Privatdetektiv Lew Griffin mit einem rätselhaften Vermisstenfall beschäftigt, welcher ihn in die verschiedensten Bars und das Rotlichtmilieu von New Orleans führt. Auch privat läuft nicht alles rund, die obligatorische Whiskyflasche steht immer griffbereit auf dem Schreibtisch, die Detektei läuft schleppend, seine Ehe ist am Ende und sein Vater liegt im Sterben. Anders sieht es da beruflich schon im Jahr 1970 aus, als Lew wieder einmal eine vermisste Person sucht. Aber die äußeren Umstände täuschen und schon bald stürzt Lew gnadenlos ab. Halt findet er bei einer alten Freundin und einer neuen Liebe. Doch als sein Sohn verschwindet, merkt der Privatdetektiv, dass er endlich sein eigenes Leben in den Griff bekommen muss.


Montag, 29. April 2013

{Rezension} Blue von Abigail Padgett

Cover & Verlag: Propero
Übersetzerin: Jutta Lützeler
Broschierte Ausgabe: 372 Seiten
Genre: Amerikanischer Krimi
ISBN: 978-3-941688-33-9
Erscheinungsdatum: Oktober 2012
Preis: 14,95 €



Ein rätselhafter Mord

Die Sozialpsychologin Blue McCarron lebt zusammen mit ihrer Hündin Bronté in einem verlassenen Motel in der Wüste Kaliforniens. Ihr Arbeitsalltag konzentriert sich auf die Beratung von Geschäftsleuten in einem Einkaufszentrum und dem Unterricht von jungen Straftäterinnen. Umso überraschter ist Blue, als sie vom Bruder einer älteren Dame gebeten wird, in einem Mordfall zu ermitteln. Dan Crandall hatte Blue’s Buch gelesen und ist fest davon überzeugt, dass Blue seiner Schwester Muffin helfen kann. Durch ein kleines Erdbeben gab es einen Stromausfall in der Region und dabei sind in einer Kühlhaus-Firma alle Gefriertruhen aufgetaut. Eine davon gehört Muffin und in deren Gefriertruhe wurde die Leiche eines Mannes gefunden. Muffin behauptet, dass es sich um einen Einbrecher handelt, den sie vor fünf Jahren in ihrer Garage erschlagen und anschließend in ihrer Truhe „entsorgt“ hätte. Dieser skurrile Fall interessiert Blue und schon bald nimmt der Fall persönliche Züge an.

Sonntag, 21. April 2013

{SuB-Zuwachs} Mystischer & Spannender Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

in den letzten zwei Wochen gab es wieder einige Neuzugänge für meine Bücherwand, die natürlich freudig begrüßt wurden.

Im letzten Jahr hatte ich bereits den ersten Band der etwas ungewöhnlichen Ermittlerin Munroe mit Begeisterung gelesen und als der Verlag mir jetzt den zweiten Band anbot, habe ich natürlich sofort zugesagt.

Dann konnte ich es mal wieder nicht lassen und habe mir als Produkttest zwei Krimis ausgesucht, wovon der Englische Krimi bereits verschlungen und rezensiert (Rezension) wurde.

Da mir der zweite Band der Reihe um die Sozialpsychologin Blue richtig gut gefallen hatte, fragte mich der Verlag, ob ich nun auch den ersten Band (eigentlich macht man es ja anders herum, aber egal) lesen möchte. Was für eine Frage ;)

Und zu guter Letzt bekam ich von einer lieben Kollegin den zweiten Band eines Mystey-Thrillers ausgeliehen. Da der erste Teil mit einem absoluten Cliffhanger endete, treibt mich hier natürlich die Neugier.

Und hier sind die Neuzugänge:

Donnerstag, 4. April 2013

{Rezension} Blues Dämonen von Abigail Padgett

Cover & Verlag: Prospero
Übersetzerin: Jutta Lützeler
Klappenbroschur: 366 Seiten
Genre: Amerikanischer Krimi
ISBN:  978-3-941688-38-4
Erscheinungsdatum: 14. März 2013
Preis: 14,95 €

Der perfekte Mord?

Die Unterhausabgeordnete Dixie Ross stirbt in San Diego auf dem Weg zu einer Spendengala am Steuer ihres Autos. Alles deutet auf eine Hirnblutung hin. Doch der Sozialpsychologin Blue McCarron kommt dies merkwürdig vor, denn zwei Wochen vorher starb ebenfalls eine Politikerin aus San Diego an einem Schlaganfall. Zwei Politikerinnen binnen so kurzer Zeit, statistisch nicht nachvollziehbar und dies ist schließlich Blues Metier. Also informiert sie die Polizei von ihren Zweifeln und kurze Zeit später nimmt der zuständige Detective mit ihr Kontakt auf. Das Polizeidepartment von San Diego hatte kurz vorher einen Drohbrief erhalten, in dem der Tod der beiden Politikerinnen angekündigt wurde, unterzeichnet mit „Das Schwert des Himmels“. Mordet hier ein Fanatiker, doch selbst bei der Obduktion deuten keine Anzeichen auf Fremdverschulden hin. Hiervon lässt Blue sich allerdings nicht beirren und zusammen mit ihrer Freundin Roxanne, Doktorin für Psychiatrie, unterstützen Beide die Polizei als Beraterinnen. Dabei gerät Blue schon bald selbst in das Visier des Schwertes.


Samstag, 9. Februar 2013

{Rezension} Auf sie mit Gebell von Spencer Quinn

Verlag & Cover: Blanvalet
Broschierte Ausgabe: 352 Seiten
Übersetzer: Andrea Stumpf, Gabriele Werbeck
Genre: Amerikanischer Krimi
ISBN: 978-3-7645-0438-0
Erscheinungsdatum: 25. Juni 2012
Preis: 14,99 €




Das sympathische Ermittlerduo bei seinem 2. Einsatz

Das Geld ist wieder einmal knapp im Hause Bernie Little und seinem Hund Chet. Da kommt der neue Auftrag dem sympathischen Ermittlerduo gerade recht. Die beiden sollen Leibwächter für die edle Rassehündin Princess spielen. Doch dank Chet sind sie den Auftrag so schnell wieder los, wie sie ihn bekommen hatten. Dann wird Princess und ihre Besitzerin jedoch entführt und Bernie und Chet setzen alles daran, die Beiden wieder aufzuspüren.

Freitag, 4. November 2011

{Rezension} Undercover von Patricia Cornwell

Verlag: Hoffmann & Campe Verlag
Übersetzer: Andrea Fischer
Gebundene Ausgabe: 176 Seiten,
ISBN: 978-3-455-40117-2
Genre: Amerikanischer Krimi
Erscheinungsdatum: 14. November 2008
Preis: 17,95 €

2. Fall für Win Garano

Vor mehr als Vierzig Jahren wurde die blinde Janie Brolin aus England vergewaltigt und ermordet. Nun soll Win Garano im Auftrag seiner Chefin, der Staatsanwältin Monique Lamont, diesen „kalten“ Fall aufklären. Allerdings stellt sich Win schnell die Frage, warum ausgerechnet jetzt dieser Fall wieder aufgerollt werden soll und welche Absichten seine ehrgeizige Chefin damit verbindet.

Allerdings ist dieser Fall erst einmal zweitrangig. Patricia Cornwell konzentriert sich zuerst auf eine Reihe von Banküberfällen wie auch Kupferdiebstählen, die im County vermehrt auftreten. Zusätzlich scheint ein Unbekannter den smarten Ermittler Win Garano in eine Intrige hineinziehen zu wollen und auch der Terrorismus kommt in dem gerade einmal 176 Seiten umfassenden Krimi nicht zu kurz. Ach ja, und Scotland Yard, das FBI und die Mafia dürfen auch nicht fehlen. Erst so zur Mitte des Buches hin wird von der Autorin der Mordfall an Janie Brolin aufgegriffen und dann ziemlich zügig abgehandelt.

Für meinen Geschmack einfach nur extrem überladen für so wenige Seiten. Zwar verbinden sich am Ende die vielen losen Fäden zu einer recht schlüssigen, aber doch ziemlich konstruierten Lösung, aber hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen. Spannung kommt während des ganzen Krimis so gut wie keine auf. Die Story zieht sich dahin und immer wieder fragt man sich, wann denn nun die eigentliche Geschichte losgeht.

Hinzu kommt, dass mich einige Charaktere doch ziemlich angenervt haben. Hier ganz besonders die Figur von Wins Großmutter Nana. Ich mag ja wirklich eigenwillige, schräge Charaktere, aber was die Autorin einem da mit Nana präsentiert, ist wirklich mehr als übertrieben. Ihr legt sie ja wirklich keinen vernünftigen Satz in den Mund, sondern ständig heftig durchtränkte esoterische Äußerungen, bei denen man sich nur fragen kann, wie Win dies all die Jahre ausgehalten hat, ohne verrückt zu werden.

Ansonsten sind die Charaktere klar und durchschaubar beschrieben. Win ist der smarte, schöne, intelligente, hilfsbereite Ermittler und Monique Lamont die durchtriebene, ehrgeizige, eiskalte Chefin. Dann gibt es noch eine Polizeikollegin von Win, der man jedoch auch sofort ihre guten Seiten ansieht, auch wenn die Autorin sie etwas undurchsichtig zu beschreiben versucht.
Fazit: Ein wenig spannender Krimi mit einer völlig überladenen Story und Charakteren, die einen nicht wirklich überzeugen.

Samstag, 27. August 2011

{SuB-Zuwachs} Spannende und fantastische Bücherpost

Hallo Ihr Lieben,

diese Woche kamen zwei tolle Rezensionsexemplare vom MIRA-Taschenbuchverlag bei mir an, und zwar:

Erica Spindler
Der Albtraum
ISBN: 978-3-89941-874-3
Taschenbuchausgabe, 480 Seiten
Erscheinungsdatum:
Preis: 7,95 €
Erscheinungsdatum: August 2011

Inhalt:
Ein beklemmender Psychothriller um eine verhängnisvolle Affäre, meisterhaft aufgebaut von der Top-Autorin Erica Spindler.

Schwanger und auf der Flucht vor dem gewalttätigen Mann, dessen perverse Spiele sie an den psychischen Abgrund getrieben haben, kommt die junge Julianna Starr nach New Orleans. Hier will sie Adoptiveltern für ihr Kind finden. Als ihr die Agentur die Akte von Richard und Kate Ryan vorlegt, die ein Baby adoptieren wollen, verliebt sie sich sofort in Richards Bild. Julianna fasst einen perfiden Plan: Sie sucht Richards Nähe, nimmt einen Job in seiner Kanzlei an, will seine heimlichsten Wünsche herausfinden, um seine Ehe zu zerstören und Kates Platz einzunehmen ...



P.C. Cast
Tales of Partholon 2: Verbannt
ISBN: 978-3-98841-983-4
Taschenbuchausgabe, 368 Seiten
Preis: 9,95 €
Erscheinungsdatum: September 2011

Inhalt:
Tales of Partholon: Shooting-Star P.C. Cast begeistert mit dem zweiten Teil ihrer Serie!

Shannon liebt ihr Leben in Partholon! Lächelnd bleibt sie vor dem Bach stehen, blickt auf das Wasser – und sieht mit einem Mal Orte ihrer Vergangenheit vor sich. Es ist, als würden sie nach ihr rufen … und plötzlich ist Shannon zurück in Oklahoma!

Als sie aufwacht, hört Shannon eine vertraute Stimme und blickt in das Gesicht eines Mannes, der ClanFintan zwar zum Verwechseln ähnlich sieht, sich aber als Clint Freeman vorstellt. Staunend erfährt sie, was sich im vergangenen halben Jahr ereignet – und was Rhiannon alles angerichtet hat. Und dennoch sehnt Shannon sich nur danach, nach Partholon und dem Leben als Eponas Hohepriesterin zurückzukehren! Clint bietet ihr seine Hilfe an … Doch Shannon ist nicht die Einzige, die auf magische Weise nach Oklahoma gelangt ist. Eine dunkle Macht, die Shannon nur allzu gut kennt, hat sich in diese Welt geschlichen und kennt nur ein Ziel: Shannons Tod.



Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende,
liebe Grüße
Isabel

Samstag, 5. März 2011

{SuB-Zuwachs} Spannender Buchzuwachs

... und dieser freut sich natürlich und ich erst - vor allem, da ich die Bücher geschenkt bekommen habe. Mein lieber, lesebegeisterte Onkel hat mir wieder drei tolle Bücher geschenkt, wobei ich leider schon eines kenne. Macht aber nix, da freut sich mein Bücherregal aber darüber! Und hier sind die 3 Schätzchen:


Verbrechen
Ferdinand von Schirach

Klappentext:

Die literarische Entdeckung des Jahres!

Ferdinand von Schirach hat es in seinem Beruf alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes getan oder erlebt haben. Das Ungeheuerliche ist bei ihm der Normalfall. Er vertritt Unschuldige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, ebenso wie Schwerstkriminelle. Deren Geschichten erzählt er – lakonisch wie ein Raymond Carver und gerade deswegen mit unfassbarer Wucht.






Verschärftes Verhör
Jenny Siler
Kurzbeschreibung:
"In Jenny Silers Welt darf man weder naiv noch sentimental sein." - Syliva Staude, Frankfurter Rundschau

Kat Caldwell unterrichtet Arabisch an einer Militärakademie in Virginia, als sie den Befehl erhält, einen verschwundenen Informanten der CIA zu finden. sie kennt ihn aus ihrer Zeit als Dolmetscherin im Gefangenenlager von Bagram, Afghanistan. Doch als ein britischer Soldat ermordet wird, der zu einem Todesfall in Bagram aussagen wollte, schöpft Kat Verdacht: Geht es bei ihrem Auftrag in Warheit um die Vertuschung von Folter?




Und das Dritte im Bunde, welches ich schon kenne und auch rezensiert habe, ist:


Der Anwalt
John Grisham

Kurzbeschreibung:
Denn sie wissen was sie tun

Kyle McAvoy steht eine glänzende Karriere als Jurist bevor. Bis ihn die Vergangenheit einholt. Eine junge Frau behauptet, Jahre zuvor auf einer Party in Kyles Apartment vergewaltigt worden zu sein. Kyle weiß, dass diese Anklage seine Zukunft zerstören kann. Und er trifft eine Entscheidung, für die er mit allem brechen muss, was bisher sein Leben bestimmt hat.




So, Ihr Lieben, dann wünsche ich Euch noch ein wunderschönes, sonniges, entspannendes, lesereiches Wochenende

Liebe Grüße
Isabel

Donnerstag, 3. Februar 2011

(Rezension) Mit Speck fängt man Mäuse von Rita Mae Brown

Verlag: Ullstein Verlag 
Übersetzer: Magarete Längsfeld
Genre: Amerikanischer Krimi
ISBN: 3550087594 
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Erscheinungsdatum: 01. Mai 2009
Preis: 19,90 €


Ein fanatischer Mörder in Crozet?

Der Gynäkologe Dr. Wylde wurde in seiner Praxis erschossen. Er hat Abtreibungen vorgenommen. Und so stellt sich schnell die Frage, ob der beliebte Arzt  von fanatischen Abtreibungsgegnern ermordet wurde. Vieles spricht dafür und die Ermittlungen gehen in diese Richtung. Natürlich machen sich auch Harriet und ihre „Kinder“ Mrs. Murphy, Tee Tucker und Pewter so ihre Gedanken. Als dann noch eine ziemlich unbeliebte Bewohnerin von Crozet ermordet wird und eine gute Freundin von Harriet mit dem Messer in der Hand neben der Leiche gefunden wird, beginnt auch Harriet mit dem Ermitteln. Denn sie kann absolut nicht glauben, dass ihre Freundin eine Mörderin ist. Tatkräftig unterstützt wird sie hier wieder von den beiden Katzen und der Corgihündin.

Mit dem ersten Mord beginnt Rita Mae Brown sofort ihren Krimi und dann passiert lange Zeit nichts. Man nimmt am Stadtleben von Crozet teil, lernt ihre Bewohner und deren Eigenarten kennen und erfährt recht viel von Harriets Leben. So trifft man in diesem Abschnitt viele alte Bekannte und lernt auch den ein oder anderen neuen Charakter kennen. Dies alles mixt die Autorin wieder mit etwas Politik, Landwirtschaft, der Geschichte Virginias und Glaubensfragen und natürlich ordentlich Lokalkolorit aus Crozet. Dies ist jetzt nicht wirklich immer unterhaltsam, stellenweise etwas langatmig und kam mir teilweise doch etwas gediegen daher. Wobei hier brisante Themen wie Abtreibung nur angerissen und als Aufhänger für die Story genommen werden, aber nie näher darauf eingegangen wird. So wirkt das Ganze alles etwas unausgegoren.

Der Schreibstil der Autorin ist durchaus gewohnt flüssig und zumeist auch oft humoristisch durchsetzt, aber es fehlt der Story hier eindeutig an Spannung. Erst als der zweite Mord geschieht und sich Harriet nun doch etwas intensiver mit den Mordfällen beschäftigt, nimmt die Geschichte an Fahrt auf und entwickelt sich dann auch endlich zu einem Krimi. Allerdings geschieht der Mord erst im zweiten Teil des Buches und so zieht sich der Anfang etwas und ist wahrscheinlich nur für eingefleischte Fans der Reihe interessant. Durchaus witzig umgesetzt sind wieder die „Gespräche“ zwischen der Tigerkatze Mrs. Murphy, Pewter und Corgihündin Tee Tucker und ihren Mitbewohnern auf der Farm und ihre Sicht uns Menschen gegenüber.


Montag, 24. Januar 2011

(Rezension) Bernie & Chet von Spencer Quinn

Übersetzer:Andrea Stumpf, Gabriele Werbeck
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Genre: Amerikanischer Krimi
ISBN: 978-3-7645-3070-9
Erscheinungsdatum: 10. Januar 2011
Preis: 19,99 €


Privatdetektiv auf vier Pfoten

Chet und sein Herrchen Bernie Little sind die besten Ermittler der Stadt, der Meinung ist zumindest Chet. Dieser, ein ausgebildeter Polizeihund – na zumindest fast, kann sich kein besseres Leben vorstellen, sein Partner Bernie jedoch schon. Ihn plagen massive Geldprobleme, denn seine Detektei läuft nicht sonderlich und Rechnungen müssen bezahlt werden wie auch der Unterhalt für seinen Sohn. Da kommt Bernie der Vermisstenfall der 16-jährigen Madison genau richtig. Doch kaum beginnen die Beiden mit ihren Ermittlungen taucht Maddy auch schon wieder auf, nur um kurze Zeit später wieder zu verschwinden. Bernie kommt dieser ganze Vermisstenfall äußerst suspekt vor und zusammen mit Chet beginnt er mit den Ermittlungen, bei denen Chet öfter als ihm lieb ist in Lebensgefahr gerät.

Herrlich locker ist der Schreibstil von Spencer Quinn, wobei er Chet den Krimi erzählen lässt. Dies ist stellenweise so witzig beschrieben, dass man sich öfter beim Schmunzeln ertappt, aber gleichzeitig auch richtig spannend umgesetzt. So ist es amüsant zu lesen, wie Chet Ausdrücke wirklich wortwörtlich nimmt und sich so ein ums andere Mal wundert, was wir Menschen nun denn jetzt schon wieder gemeint haben oder wie er die Mimik und Gestik von uns interpretiert und wo er die Schwerpunkte bei den Ermittlungen legt, die nicht unbedingt mit denen von Bernie übereinstimmen.

Die Story ist jetzt nicht unbedingt neu, schnell ist ersichtlich, welche Gründe sich hinter dem Verschwinden von Madison verbergen, aber das ist eigentlich ziemlich nebensächlich, da einfach die Erzählweise einen durchweg hervorragend unterhält. Trotzdem ist die Geschichte bis zum Schluss fesselnd und schlüssig aufgebaut und bietet auch noch die eine oder andere Überraschung.

Klar werden auch so die einen oder anderen Klischees bedient, diese nimmt man aber gerne in Kauf und irgendwie möchte man dies auch genau so lesen, da dies einfach perfekt zu Chet passt. So hat dieser eine Aversion gegen Katzen und muss sich immer ziemlich zurückhalten, um diesen nicht nachzujagen. Vögel sind auch nicht so unbedingt sein Ding, fressen könnte er den ganzen Tag, wobei vor ihm auch wirklich nicht der kleinste Krümel sicher ist. Ansonsten folgt er Bernie treu überall hin, weicht ihm freiwillig nie von der Seite und kann sich nichts Schöneres vorstellen als zusammen mit Bernie in dessen Porsche auf dem Copilotensitz zu fahren. Wobei er auch auf diesen Platz besteht und schon einmal ziemlich beleidigt reagiert, wenn er von einem Menschen von dort vertrieben wird. Auch wenn man vielleicht nicht unbedingt ein Hundefan ist, muss man diesen treuen Kerl einfach lieben. Ohne Nachzudenken, damit hat er es sowieso nicht immer so, unterstützt er Bernie bei seinen Ermittlungen. Seiner Spürnase entgeht nichts, auch wenn er sich gerne von den verschiedensten Gerüchen ablenken lässt und darüber wieder einmal vergisst, was er ursprünglich vorhatte.

Bernies ist der typische Privatschnüffler: der ehemalige Polizist liebt Hawaiihemden, ist meist immer ziemlich knapp bei Kasse, trinkt gern mal ein Glas Bourbon oder auch mehr, fährt einen alten Porsche, der ständig kaputt geht und versucht gerade mal wieder vergeblich, sich das Rauchen abzugewöhnen. Da Bernie einem aus Sicht von Chet beschrieben wird, ist einem sein Charakter natürlich auch sofort sympathisch. Die weiteren Mitwirkenden sind schnell in die entsprechenden Kategorien einsortiert und überraschen so jetzt nicht unbedingt. Da diese aber natürlich auch aus Sicht von Chet dargestellt werden, stört dies nicht, da Hunde ja bekanntlich eine andere Wahrnehmung haben als wir Menschen.

Fazit: Wirklich einmal ein etwas anderer Krimi, der durch seine Erzählweise überrascht und bestens unterhält, auch wenn die Story recht schnell vorhersehbar ist.

Mittwoch, 19. Januar 2011

{Verlag} PENHALIGON bei Facebook & spannender Buchzuwachs


Hallo Ihr Lieben,

heute kam eine Riesenüberraschung vom Penhaligon-Verlag per Post. Nichtsahnend nahm ich ein Päckchen von unserem freundlichen DHL-Boten in Empfang, als Absender: Randomhouse. Verwundert, da ich eigentlich momentan kein Rezensionsexemplar erwarte, öffnete ich das Päckchen und was war drin:

Ein Beauty-Bag zum Buch "For Girls Only" und ein Rezensionsexemplar vom Penhaligon Verlag. Hierbei handelt es sich um den Hundekrimi "Bernie & Chet" von Spencer Quinn.


Und dieser nette Brief lag dabei:

"... Liebe Blogger,

mit unserem Blanvalet-Auftritt bei Facebook legten wir einen großartigen Start hin, nicht zuletzt wegen Eurer treuen Unterstützung. Als kleines Dankeschön dafür findet Ihr anbei ein Beauty-Bag zu unserem Buch "For Girls Only".

Aufgrund des tollen Erfolgs mit Blanvaelt gehen wir jetzt auch mit unserem  fantastischen Verlag PENHALIGON bei Facebook online. Auftakt  dazu bildet der liebevoll-witzige und geniale Hunderkrimi "Bernie & Chet", wovon ich Euch ein Leseexemplar beigelegt habe.

Wir sind gespannt auf Eure Meinungen zu diesem originellen Roman - genauso aber auch auf Eure weiteren Beiträge auf http://www.facebook.com/penhaligonverlag und www.facebook.com/blanvalet. ..."




Und hier die Kurzbeschreibung des Hundekrimis:

EIN UNWIDERSTEHLICHER SCHNÜFFLER AUF VIER PFOTEN
Bernie Little und sein Partner Chet sind die besten Privatdetektive der Stadt. Und das liegt vor allem an Chet, der immerhin beinahe mal ein Polizeihund geworden wäre. Zugegebenermaßen hat Chet all die typischen Schwächen eines Hundes: So verfügt er über einen unbezähmbaren Spieltrieb und ein äußerst lückenhaftes Erinnerungsvermögen. Doch das macht der smarte Vierbeiner mehr als wett mit seinem Jagdinstinkt und seiner untrüglichen Spürnase. Vor allem jedoch hat Chet ein großes, mutiges Herz, das ganz und gar für sein liebenswertes Herrchen Bernie schlägt – und für die hübsche Menschenfrau Suzie Sanchez, die nach Chets Ansicht das perfekte Weibchen für Bernie wäre. Aber was versteht ein Hund schon vom merkwürdigen Treiben der Menschen?

Das erste Abenteuer von Privatdetektiv Bernie Little und seinem Hund Chet.



Ich sage schon mal vielen lieben Dank an Sebastian Rothfuss, Blanvalet- und dem Penhaligon-Verlag. Die Überraschung ist Euch wirklich gelungen. Die Rezension folgt dann die nächste Woche.

Liebe Grüße
Isabel

Freitag, 14. Januar 2011

{SuB-Zuwachs} Spannender Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

und wieder einmal wächst mein SuB ein wenig an.

Von einer lieben Kollegin habe ich heute 




 
Mit Speck fängt man Mäuse
von 
Rita Mae Brown


ausgeliehen bekommen. Bin schon ziemlich gespannt auf das Buch, da ich schon einige Abenteuer von Mrs. Murphy gelesen habe und diese immer wieder gut fande.

Dieses Mal müssen Mrs Murphy, Pewster und Tee Tucker einer Freundin von Harry helfen, die verdächtigt wird, jemanden umgebracht zu haben. Nicht verwunderlich, da sie mit einem Messer neben der Leiche gefunden wurde.


Ja, und dann kam heute mein Buchbestellung an. Hierbei handelt es sich um den 3. Fall von Konstantin Dühnfort. Auf


 
So unselig schön
von
Inge Löhnig


bin ich schon mächtig neugierig, denn die beiden vorherigen Thriller "Der Sünde Sold" und "In weißer Stille" habe ich regelrecht verschlungen.

Zum Inhalt:
In einer leerstehenden Brauerei im Süden Münchens wird eine enthauptete Frauenleiche gefunden. Kommissar Dühnfort wird bald klar, dass er einen Serientäter jagt, der von Bildern besessen sein muss. Die junge Fotografin Vicki hingegen, die die Leiche gefunden hat, ermittelt auf eigene Faust. Sie kommt dem Mörder schließlich gefährlich nahe ...


Ich wünsche Euch ein schönes, lesereiches Wochenende
Liebe Grüße
Isabel

Donnerstag, 2. Dezember 2010

{Rezension} Der Herzsammler von Inger Ash Wolfe

Übersetzer: Fred Kinzel
Taschenbuchausgabe: 448 Seiten
Genre: Amerikanischer Krimi
ISBN: 3442370698
Erscheinungsdatum: 12. April 2010
Preis: 8,95 €


Mord als Fortsetzungsroman
        
In einem kleinen Ort in Kanada wird im nahegelegenen See eine Schaufensterpuppe ohne Kopf gefunden. Das Merkwürdige an der Sache. Genau diese Szene wurde in der aktuellen Tageszeitung in einem Fortsetzungskrimi beschrieben, nur war es hier eine echte Leiche. Polizeichefin Hazel Micallef und ihr Kollege James Wingate vermuten mehr hinter der Sache und beginnen ihre Ermittlungen. Als Wingate auf der Schaufensterpuppe eine mehrstellige Nummer entdeckt, dauert es nicht mehr lange, bis er sie mit einer Internetseite in Verbindung bringt. Was die Polizisten dort zu sehen bekommen, lässt sie das Schlimmste befürchten.

Hazel Micallef ist erst vor kurzem am Rücken operiert worden, verkriecht sich im Haus ihres Exmannes und bedauert sich selbst. Da die Arbeit des Polizeichefs von Port Dundas sich eher ruhig gestaltet, kann sie auch mühelos das bisschen Arbeit von zu Hause bewerkstelligen. Als jedoch die Schaufensterpuppe im See gefunden wird, erwacht ihr kriminalistisches Gespür und die Schmerzen sind vergessen, auch dank starker Schmerzmittel.

Die Ermittlungen gestalten sich anfangs extrem schwierig, da Zeugen spurlos verschwinden, tagelang telefonisch nicht erreichbar sind und die Zusammenarbeit mit anderen Dienststellen sich ebenfalls als äußerst schwierig herausstellt. So plätschert der Fall zunächst ohne ersichtliche Ermittlungsansätze dahin, zumal für Hazel auch noch einige innerdienstliche Probleme auftreten und sie mehr und mehr mit einer beginnenden Tablettensucht zu kämpfen hat. Hinzu kommt aber auch noch ihre prekäre private Situation. Da sie wegen der Operation anfangs auf Hilfe angewiesen ist, zieht sie zu ihrem Ex-Mann und dessen Frau Glynnis, welche sie während der Genesungsphase pflegt und bei denen sie auch weiterhin noch wohnt.

So passiert anfangs noch nicht so viel in dem Krimi und man lernt erst einmal ein wenig die ganzen Mitwirkenden kennen. Doch fast wie aus dem Nichts kommt Spannung auf, der Fall nimmt eine überraschende, wenn auch nicht ganz neue Wendung und erstaunt einen ab da ständig. Anfangs sind absolut keine Zusammenhänge zwischen den Mitwirkenden zu erkennen und als man dann endlich meint, diese nun herstellen zu können, lässt die Autorin die Story wieder in eine andere Richtung laufen. Somit ist die Spannung bis zum Schluss auf sehr hohem Niveau und die letztendliche Lösung des Falls absolut überraschend und so logisch umgesetzt, dass man sich wundert, nicht selbst früher darauf gekommen zu sein.

Auffällig ist, dass es viel Kompetenzgerangel zwischen den einzelnen Zuständigkeitsbereichen gibt. So hat man ständig den Eindruck, dass jede Dienststelle ihr eigenes Süppchen kocht und mit kollegialer Unterstützung ist es auch nicht immer weit her. So werden Hazel und Wingate mehr als einmal ziemlich massiv bei ihren Ermittlungen ausgebremst, doch hiervon lässt sich die versierte Hazel nicht beeindrucken und so geht sie einfach ein paar etwas unkonventionelle und auch makabre Wege, um ihr Ziel zu erreichen.

Anfangs tat ich mir ein wenig schwer mit dem Charakter von Hazel, denn ihre schroffe, burschikose Art macht sie nicht gerade sympathisch und lässt sie sehr hartherzig erscheinen. Doch so nach und nach merkt man, dass sie ihr Herz auf dem rechten Fleck hat, sich sehr für ihre Mitarbeiter einsetzt und eigentlich nur das Problem hat, ihre Gefühle Menschen gegenüber zu zeigen, die ihr wirklich etwas bedeuten. Dies merkt man deutlich in mehreren Szenen mit ihrer jüngsten Tochter Martha wie auch bei ihrem jungen Kollegen James Wingate, der erst seit kurzer Zeit von Toronto in das beschauliche Städtchen gezogen ist. Entgegen der 62-jährigen Hazel ist er sehr warmherzig und man merkt auch schnell, dass irgendetwas in Toronto vorgefallen sein muss, was in nach Port Dundas getrieben hat. Zur Mitte des Krimis hin erfährt man auch mehr Einzelheiten hierzu.

Die weiteren Charaktere sind sauber herausgearbeitet und detailreich beschrieben, doch irgendwie wird man bei ihnen das Gefühl nicht los, über sie noch nicht alles erfahren zu haben und somit wirken sie lange Zeit sehr undurchsichtig. Dies kommt der Spannung natürlich nur zugute.

Der Schreibstil von Inger Ash Wolfe, welches ein Pseudonym für eine kanadische Schriftstellerin ist, überzeugt von Anfang an durch ihre ruhige und flüssige Sprache. Sie verzichtet auch weitgehend auf reißerische Szenen und lässt hier der Phantasie ihrer Leser viel Raum.

Fazit: Ein eher ruhiger, aber absolut spannender Krimi mit einer unvorhersehbaren und komplexen Story.

Donnerstag, 25. November 2010

{Sub-Zuwachs} Spannende, literarishe und historische Buchpost

Hallo Ihr Lieben,

diese Woche hat mir der Briefträger wieder viele schöne Bücher gebracht und somit ist mal wieder für ausreichend Lesestoff gesorgt.

Zum einen hat mir der Haymon Verlag  aus Innsbruck wieder vier Bücher österreichischer Autoren zum Rezensieren zur Verfügung gestellt. Hierbei handelt es sich um:



Schön tot - 
Ein Wien-Krimi von Edith Kneifl


Inhalt:
Eine hübsche Frau wird grausam getötet, eine junge Serbin kommt bei einer mysteriösen Gasexplosion ums Leben, eine dritte, die eigentlich keine Frau ist, entgeht dem Tod nur knapp. Dann schlägt der Serienkiller noch ein weiteres Mal zu ... Die rothaarige Romni Katharina Kafka, Kellnerin in einem Margaretner Café, verfolgt die Morde in ihrem Stadtviertel mehr mit Neugier als mit Schrecken. Doch als der geheimnisvolle Täter dann auch sie ins Visier zu nehmen scheint, nimmt sie selbst die Fährte auf. Gemeinsam mit ihrem Freund, dem exaltierten Transvestiten Orlando, verfolgt sie die Spuren des Täters quer durch Margareten. Immer enger wird der Kreis der Verdächtigen, die eines mit Sicherheit nicht sind: die üblichen … Vor dem lebendigen Hintergrund des Wiener „Grätzels“ Margareten legt Edith Kneifl einen Großstadtkrimi der besonderen Art vor: Ein spannender Psychothriller, garniert mit dem liebevoll ausgeschmückten Flair des Viertels rund um das Schlossquadrat und gewürzt mit einer guten Prise schwarzem Wiener Humor. 



Die Reise zum Horizont - 
Eine Novelle von Jürg Amann


Kurzbeschreibung: 
Vor dem realen Hintergrund des Absturzes der Fuerza Aerea five seven one in den 1970er-Jahren gestaltet Jürg Amann seine Menschheitsparabel als Gleichnis von Leben und Tod jenseits von Moral und Tabu: Ein Flugzeugabsturz mitten in der Gletscherwüste der Anden, damit beginnt es. Was folgt, ist der Lebens- und Überlebenskampf derer, die der Hölle scheinbar entkommen sind, die dem Wrack der Unglücksmaschine wenigstens körperlich heil entsteigen. Sie kämpfen miteinander, gegeneinander, die einen auf Kosten der anderen. Wovon sollen sie sich ernähren, in der unbarmherzigen Höhe und Kälte des ewigen Eises, bevor die Suchmannschaften sie finden? Falls die sie überhaupt finden? Wie weit kann, wie weit darf der Mensch gehen, um dabei Mensch zu bleiben? Wo verläuft der menschliche Horizont? Und wo bleibt dabei die Liebe?



Ohnmachtspiele - Ein Kriminalroman 
von Georg Haderer




Und darum gehts:

Georg Haderers zweiter Schäfer-Krimi ein fesselndes Spiel mit Wahn und Wirklichkeit:

Nebel, Kälte, Innenpolitik als ob Major Schäfer nicht schon genug mit seinen Depressionen und Angstzuständen zu kämpfen hätte, treten ihm auch noch der Wiener November und ein reformwütiger Innenminister in die Rippen. Wie soll Schäfer unter diesen Bedingungen arbeiten zumal in der Gerichtsmedizin neben zwei ertrunkenen Frauen auch noch die mumifizierte Leiche eines Drogensüchtigen liegt. Unfall, Unfall, Überdosis, so soll es in den Ermittlungsakten stehen, wenn es nach dem Polizeipräsidenten geht nur keine überflüssigen Ermittlungen. Doch dass nicht nur mit dem toten Junkie etwas faul ist, steht für den sturen Schäfer fest. Bei seinen Untersuchungen entdeckt er Zusammenhänge, die auf einen Serientäter schließen lassen, der sich seine Opfer nach dem Schema eines Kartenspiels aussucht. Mit seiner Theorie steht Schäfer innerhalb der Polizei weitgehend alleine da was ihn aber nicht daran hindert, mit seinen Ermittlungen in die Offensive zu gehen

Atemberaubende Spannung, rabiate Gesellschaftsanalyse und durchgeknallte Komik Georg Haderers neuer Krimi zeichnet mit Nachdruck das Bild eines unmenschlichen Systems, das sich nur mehr an Quoten und Machterhalt orientiert. 



Und zu guter Letzt das Lesedrama  
"Dunkelstein" von 
Robert Schindel  
mit folgendem Inhalt:

Als sich Saul Dunkelstein als Leiter der Auswanderungsabteilung der Israelitischen Kultusgemeinde in den Dienst der Nazis stellt, sind seine Tischgenossen in den Wiener Kaffeehäusern zunächst empört. Das Verdienst des Rabbiners ist zwiespältig. Aus Sicht der Nazis sorgt er für eine reibungslose Deportation der Juden nach Osten, in seinen Augen aber drängt er sie zur raschen Emigration und setzt damit lebensrettende Maßnahmen bleibt die alles entscheidende Frage: Paktiert Dunkelstein mit den Nazis oder hat er sich zugunsten der jüdischen Gemeinde mit ihnen arrangiert?

Robert Schindel überlässt die Beantwortung dieser Frage dem Publikum. Ausgewogen, aber mit Vehemenz stellt er den Rabbiner in einem ausweglosen historischen Dilemma dar. Partei ergreift Schindel höchstens für die Judenräte, zu jener Zeit Instanzen der Ohnmacht, die jeden Augenblick unter Lebensgefahr zwischen Pest und Cholera zu entscheiden hatten.


Dann lag am Donnerstag noch eine kleine, aber feine Büchersendung vor der Haustür. Geschickt hat mir der Blanvalet Verlag folgendes Buch:

Der Herzsammler von Inger Ash Wolfe


Inhalt:
Hazel Micallef, Polizeichefin in einem kleinen Ort in Kanada, erinnert sich an das, was sie soeben mit eigenen Augen sieht, nur zu gut – eine Leiche, die aus dem Wasser geborgen wird. In allen Details hat sie zum Frühstück in der Lokalzeitung davon gelesen: in einer Fortsetzungsgeschichte. Im ersten Kapitel. Allein der Autor weiß, wie es weitergeht. Doch wer ist dieser Autor? Und warum verschwindet plötzlich ein Zeuge nach dem anderen spurlos von der Bildfläche?

Ausgezeichnet als "die" Krimi-Entdeckung Kanadas: Hazel Micallef ermittelt.


Nachtrag:
Und um die Woche noch perfekt in Sachen Bücher abzurunden, kam am Samstag vom Heyne Verlag folgendes Buch:


Das große historische Epos von Bestsellerautor

Bernhard Hennen
Könige der ersten Nacht

Hier die Kurzbeschreibung zu dem historischen Roman:
Mailand 1162: Nach fast einjähriger Belagerung erobern die Kreuzritter Kaiser Friedrichs I. die Stadt und erbeuten einen der kostbarsten Schätze der Christenheit: die Gebeine der Weisen aus dem Morgenland. Sie sollen Köln zu einem mächtigen Pilgerort machen. Erzbischof Rainald von Dassel wähnt sich am Ziel seiner Wünsche, da macht er eine ungeheuerliche Entdeckung. In einer dunklen Nacht werden vier Ritter ausgesandt, um einem Geheimnis nachzuspüren, das den Lauf der Welt für immer verändern könnte.

Somit ist für die nächsten Wochen wieder einmal genügend Lesestoff vorhanden und meine entsprechenden Rezensionen erscheinen dann natürlich wieder hier auf meinem Blog.



Liebe Grüße
Isabel

Freitag, 22. Oktober 2010

{Rezension} Böse Dinge geschehen von Harry Dolan

Verlag: dtv Verlag
Übersetzer: Martin Ruben Becker
Genre: Amerikanischer Krimi
ISBN: 3423248122 
Taschenbuchausgabe: 416 Seiten
Erscheinungsdatum: 01. November 2010
Preis: 14,90 €


Ein scheinbar nicht beabsichtigter Mord

David Loogan ist im Baumarkt unterwegs, um einen Spaten zu kaufen. Schließlich benötigt man diesen, wenn man eine Leiche vergraben will. Rückblick: Eigentlich ist David ja ein ganz normaler 38-jähriger Mann. Er lebt im Städtchen Ann Arbor in einem kleinen, gemieteten Häuschen, trinkt mittags beim Zeitung lesen seinen Kaffee und sieht sich gerne Filme an. Durch einen Bericht in einer Zeitung kommt ihm die Idee für eine Geschichte und so versucht er sich daran. Als der Plot zu seiner Zufriedenheit ist, gibt er das Manuskript beim Zeitungsverlag „Gray Streets“ ab. Doch die Geschichte lässt ihm keine Ruhe und so schreibt er sie immer wieder um. Als er nunmehr seine dritte Version anonym abgeben will, wird er vom Chef der Zeitung, Tom Kristoll, überrascht, der ihn vom Fleck weg als Lektor engagiert. Den Sommer über wird Loogan immer mal wieder von Tom  eingeladen und die Beiden freunden sich mit der Zeit an. Der Sommer geht ins Land und im Herbst kommt dann ein Anruf von seinem Chef, der ihn letztendlich veranlasst, einen Spaten zu kaufen. Kristoll hat angeblich in Notwehr einen Einbrecher erschlagen und dieser muss weg. Die Polizei einzuschalten, kommt für ihn nicht in Frage. 

Mit seinem Debütroman ist Harry Dolan ein sehr komplexer und überaus spannender Krimi gelungen. Nichts ist so, wie es anfangs scheint. Immer mehr Verdächtige tauchen auf, immer mehr Morde geschehen oder waren es doch Selbstmorde? David Loogan beginnt aus persönlichem Interesse, Nachforschungen anzustellen, arbeitet mit Detective Elisabeth Waishkey zwar zusammen, entzieht sich jedoch geschickt ihren Fragen und überzeugt sie trotzdem schon recht bald, dass er mit den Morden nichts zu tun hat, obwohl sein Verhalten äußerst undurchsichtig ist.

Harry Dolan hat seinen Krimi im Schriftsteller-Milieu angesiedelt und der Grund der Morde ist nicht unbedingt neu, trotzdem gelingt es dem Autor immer wieder, einen zu überraschen, dem Krimi eine neue Wendung zu geben und eine unterschwellige Spannung aufzubauen, die einfach nur fesselnd ist bis die Story zum Ende hin dann rasant anzieht und die Spannung hier regelrecht greifbar wird.

Alle seine Charaktere sind mit viel Liebe zum Detail beschrieben, nehmen fast augenblicklich Konturen an und bleiben dennoch durch ihr unvorhersehbares Verhalten für den Leser absolut nicht durchschaubar. Hierdurch gelingt es Harry Dolan ständig, dass man seine Meinung über eine Figur wieder revidiert oder aber auf eine falsche Fährte gelockt wird. Was natürlich der Spannung mehr als zugute kommt.

Sein Schreibstil ist erfrischend, mit viel Wortwitz gespickt, sehr locker und überaus unterhaltsam, wobei es ihm zudem mühelos gelingt, seinen Protagonisten David Loogan äußerst mysteriös und dennoch überaus sympathisch erscheinen zu lassen. So weiß man nichts über sein bisheriges Leben und auch die Nachfragen von Tom Kristoll, dessen Frau oder von Elisabeth Waishkey  sind so angelegt, dass man nicht sicher sein kann, ob Loogan ihnen nun die Wahrheit sagt. Das einzige, was man aus seinen Schilderungen schließen kann ist, dass Loogan gut schreiben kann, anscheinend über genug Geld verfügt, um eigentlich nicht arbeiten zu müssen, alleine lebt und David Loogan ganz offensichtlich nicht sein richtiger Name ist. 

Fazit: Ein absolut gelungenes Krimidebüt, mit einer sehr komplexen und spannenden Story und sauber herausgearbeiteten Charakteren.

Dienstag, 3. August 2010

{Rezension} Tage der Unschuld von Richard North Patterson

Übersetzer: Kristian Lutze 
Genre: Amerikanischer Krimi / Justiz-Krimi 
ISBN: 3442446937
Taschenbuchausgabe: 575 Seiten
Erscheinungsdatum: 2000
Preis: ---



Die Vergangenheit holt ihn ein

Der Staranwalt Tony Lord kehrt nach fast 30 Jahren in seine alte Heimatstadt Lake City/Ohio zurück mit der er schlechte Erfahrungen verbindet. Im Sommer 1967 wurde seine Freundin Alison ermordet und Tony fand ihre Leiche. Nicht nur Alisons Eltern, sondern fast die ganze Stadt waren der Überzeugung, dass der kurz vorher noch gefeierte Footballstar das junge Mädchen ermordet hat.  Nun erhält er den verzweifelten Anruf von Sue, dass ihr Mann Sam, der ehemals beste Freund von Tony, dem Mord an der 16-jährigen Schülerin Marcie beschuldigt wird. Mit gemischten Gefühlen reist Tony nach Lake City, um die Verteidigung von Sam zu übernehmen. Alle Indizien sprechen gegen ihn und auch Tony ist nicht restlos von Sams Unschuld überzeugt. Hinzu kommt, dass der Fall alte Erinnerungen an Alison bei Tony aufwirft.

Richard North Patterson erzählt seinen Justiz-Krimi in drei Teilen. Zuerst erfährt der Leser die Geschichte von Tony und Alison, wie sie sich kennengelernt haben, ihre Gefühle zueinander und seine Beziehung zu seinem bestem Freund Sam und seiner Freundin Sue. Sam und Tony sind seit 3 Jahren die besten Freunde, unternehmen alles miteinander und konkurrieren freundschaftlich bei den unterschiedlichsten Sportarten. Sie sind die Helden der Schule und führen ein Teenagerleben, wie man es sich Ende der 1960er Jahre vorstellt. Bis dieses Leben für Tony zusammenbricht und er des Mordes beschuldigt wird. Allerdings wird gegen ihn nie das Verfahren eröffnet. Der Autor geht hier sehr auf die Verzweiflung, Trauer und Hilflosigkeit von Tony ein, nachdem die Leiche von Allison entdeckt wird und fast alle ihn für den Mörder halten. Besonders enttäuscht ist Tony von dem Verhalten Sams, der ihm zu verstehen gibt, dass er nicht von seiner Unschuld überzeugt ist. In dieser schweren Zeit stehen ihm nur Sue und der jüdische Anwalt Saul rückhaltlos zur Seite.

Im zweiten Teil geht es hauptsächlich um die Heimkehr von Tony, seinen zwiespältigen Gefühlen, wieder in seiner Heimatstadt zu sein, wodurch er natürlich wieder an Alison erinnert wird und an seine Gespräche mit Sue und Sam, wie auch seinen eigenen Ermittlungen, um Licht in den Fall um Sam zu bringen. Hier wird er auch wieder tatkräftig von dem mittlerweile alkoholkranken, alternden Saul unterstützt.

Das letzte 1/3 des Krimis ist ein klassischer Justizkrimi, der fast ausschließlich im Gerichtssaal spielt und das Verfahren gegen Sam schildert. Wie auch die endgültige Auflösung der beiden Fälle von Marcie und Allison.

Der Autor hat seinen Krimi sehr emotional angelegt. So geht er durchweg ausführlich auf die Gefühle seines Protagonisten ein, sodass man sehr schnell eine Vorstellung dieses feinfühligen, ehrlichen Anwalts erhält, der mit seinem schlechten Gewissen zu kämpfen hat wie auch mit seinen Alpträumen um Alisons Tod, der ihn nach wie vor noch verfolgt. Auch die Charaktere von Sue, Sam und Saul sind sehr facettenreich beschrieben, allerdings bleibt die Figur von Sam ein wenig undurchschaubar, sodass man sich – genauso wie Tony – bis zum Schluss nicht sicher sein kann, ob er nun der Mörder von Marcie ist.

Durch diese Ungewissheit ist die Spannung durchweg auf recht hohem Niveau, allerdings fand ich das letzte Drittel stellenweise etwas ermüdend, da wirklich schon sehr ausführlich auf die Verhandlung eingegangen wird. Allerdings entschädigt das extrem spannende Ende für die stellenweise Langatmigkeit bei der Schilderung des Gerichtsverfahrens.

Alles in allem ein spannender Justizkrimi, der emotional angelegt ist und mit einer komplexen Story überzeugen kann.