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Montag, 8. November 2010

{Rezension} Schwestern der Angst von Lydia Mischkulnig

Verlag: Haymon Verlag
Gebundene Ausgabe: 248 Seiten
Genre: Roman
ISBN: 3852186420
Erscheinungsdatum: 29. Juli 2010
Preis: 17,90 €


„… Die Farbe der Liebe ist rot …“



Die Halbschwestern Renate und Marie sind als Kinder unzertrennlich. Durch den frühen Tod der Mutter übernimmt Renate bei Marie die Mutterrolle, doch je älter Marie wird, umso mehr rebelliert sie gegen das einnehmende Wesen von Renate. Diese kommt mit diesem Kontrollverlust immer weniger zurecht. Als Marie sich auch noch in Paul verliebt und diesen heiraten möchte, eskaliert die Situation, denn auch Renate ist in Paul verliebt.

Lydia Mischkulnig zeichnet hier ein Bild einer durch und durch gestörten Seele. Bedingt durch die Misshandlungen in ihrer Kindheit von seiten ihres Großvaters und den frühen Verlust der Mutter, ist die Vorstellung von Liebe und Vertrauen bei Renate verzerrt. Je älter Marie wird und sich immer mehr von Renate loslöst, umso mehr versinkt diese in der Stalker-Rolle. Renate ist nur noch auf Marie fixiert, alles andere – besonders ihr eigenes Leben und ihre Gesundheit – sind absolute Nebensache. So vergisst sie oft zu Essen und Trinken, magert immer mehr ab bis zum Zusammenbruch. Wahrheit und Fiktion vermischen bei Renate immer mehr, sie steigert sich regelrecht in eine für sie akzeptable Scheinwelt hinein. Als sie dann auch noch erfährt, dass ihre Schwester Paul heiraten wird, eskaliert die Situation.

Mithilfe der Erinnerungen von Renate erzählt einem die Autorin nach und nach die Geschichte der beiden Schwestern. So erlebt man die ersten Kindheitsjahre von Renate, die so traumatisch für sie waren, dass sie ihr weiteres Leben bestimmen werden. Man erfährt von ihrer bedingungslosen Liebe zu Marie und auch ihren Schmerz, als Marie sich immer mehr zu einem egozentrischen, eifersüchtigen jungen Mädchen entwickelt. Und auch von ihren Gefühlen gegenüber Paul wird man ausführlich und eindringlich ins Bild gesetzt. Und da all dies in der Ich-Form geschrieben ist, wirkt die Geschichte umso ergreifender.

In einer sehr bildgewaltigen Sprache, die aus einem schier unerschöpflichen Wortschatz zu schöpfen scheint, vermittelt die Autorin einem gekonnt die Geschichte der beiden Schwestern.  So gelingt es ihr hervorragend, einem das gestörte Verhalten von Renate näher zu bringen. Zwar ist dieses Gefühlsleben für einen als Leser absolut nicht nachvollziehbar, dennoch gelingt es der Autorin, das man ein gewisses Maß von Mitgefühl für die Protagonistin entwickelt und von ihrer Geschichte gefesselt ist.

Anfangs ist die Story mehr noch ein sehr emotional und bewegend geschriebener Roman, der sich im Laufe immer mehr zu einem Psychothriller ausweitet, bis es schlussendlich zum unvermeidbaren Finale kommt.

Mit diesem kleinen Buch hält man einen anspruchsvollen und erschütternden Roman in Händen, der einen auch nach Beendigung der Geschichte beschäftigen wird.

Donnerstag, 28. Oktober 2010

{SuB-Zuwachs} Spannende, gruselige und unterhaltsame Buchpost

Hallo Ihr Lieben,

diese Woche hat mich ein wahrer Bücherregen überrascht, als mehrere Rezensionsexemplare von Verlagen bei mir eingegangen sind und dann noch der neueThriller von John Katzenbach!
  

Hier habe ich das Glück, bei der Testleserunde zu seinem neuen Thriller "Der Professor" bei lovelybooks.de teilnehmen zu können. Der Thriller müsste (hoffe ich) diese Woche auch noch kommen.






Am Dienstag kam vom dtv-Verlag der neue Krimi von Anja Jonuleit. Novemberasche heißt er und erscheint am 01. November 2010. Da ich bereits dieses Jahr von ihr das Buch "Herbstvergessene" gelesen habe und mir ihr einfühlsamer Schreibstil sehr gut gefallen hat, bin ich natürlich auf ihren neuen Krimi ziemlich neugierig und werde ihn auch als erstes lesen. 

Inhaltsangabe von Novemberasche:

Mann sollte den Advent nicht mit einer Trauerfeier beginnen müssen ....

November am Bodensee. Auf dem Friedhof wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. er wurde betäubt und erstickt. Zur gleichen Zeit wartet eine furchtbare Nachricht auf Marie Glücklich: Erik, der Mann ihrer besten Freundin ist bei einem Fallschirmsprung ums Leben gekommen. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Todesfällen?

Marie Glücklich und Kommissar Somerkorn ermitteln.


Dann klingelte am Mittwoch der Postbote und hatte ein Päckchen mit drei Büchern des Haymon Verlags für mich. Krimilektüre vom Feinsten aus Österreich. Hierbei handelt es sich um folgendes Krimis:

Zum einen um Morbus Dei von den Autoren Matthias Bauer und Bastian Zach. Diese erzählen eine Geschichte voller Spannung, Dramatik und Emotionen.

Kurzbeschreibung:
Ein einsames Bergdorf vor 300 Jahren: Von einem Schneesturm überrascht, verschlägt es den Deserteur Johann List in diese abgeschiedene, von Furcht und Aberglaube beherrschte Gegend. Schnell ist ihm klar, dass mit dem Dorf etwas nicht stimmt, dass ein düsterer Schatten über den Bewohnern liegt – Tiere werden getötet, Menschen verschwinden, vermummte Gestalten lauern in den finsteren Wäldern. Als Johann sich in die Tochter eines Bauern verliebt, beschließt er, mit ihr das Dorf zu verlassen. Doch noch bevor sie verschwinden können, eskaliert die Situation und ein Kampf auf Leben und Tod beginnt ... 


Der zweite Krimi heißt "Der zweitbeste Koch". Nach seinen kultigen Erfolgskrimis in den 90er Jahren hat Kurt Bracharz sich mit seinem neuen Krimi viel Zeit gelassen – doch das Warten hat sich definitiv gelohnt: angenehm pikant, gewürzt mit einer ordentlichen Prise Nervenkitzel und in typisch amerikanischer Krimimanier: hartgesotten.


Inhaltsangabe:

Hunger ist bekanntlich der beste Koch. Der zweitbeste ist ein Chinese namens Wang Li. Das glaubt zumindest der Wiener Gourmetkritiker Xaver Ypp, weshalb er auch sehr verärgert ist, als es plötzlich heißt, Wang Li habe das Land verlassen. Und Ypp hat noch mehr Probleme: Sein Chef hält ihn schon lange für zu konservativ und drückt ihm zu allem Überfluss noch die Ausbildung eines pubertierenden Geschmacksgenies aufs Auge. Schlechte Karten für Ypp, der bald auch noch Opfer eines Überfalls wird: Als er die Probe eines ungewöhnlichen Stückchens Fleisch aus Wang Lis ehemaligem Restaurant untersuchen lassen will, beginnt die Angelegenheit vom Kuriosen ins Kriminelle abzugleiten und nimmt dabei immer rasanter Schussfahrt auf ...


Und last but not least das dritte Buch im Bunde vom Haymon Verlag: "Schwestern der Angst" von Lydia Mischkulnig.


Kurzbeschreibung:

Als Kinder sind Marie und Renate unzertrennlich. In einer Familie, die geprägt ist von Verlust und Misstrauen, schafft Renate für ihre Schwester eine eigene Welt aus der Sehnsucht nach Unversehrtheit und Glück. Doch dann, Jahre später, tritt Paul in das Leben der Mädchen und spaltet ihre vermeintliche Einheit. Von beiden umworben, entscheidet er sich für Marie – und plötzlich kippt die liebende Fürsorge Renates in Hass und subtil tobenden Zorn. Je tiefer der Graben zwischen den Frauen wird, umso gefährlicher verzerrt sich Renates Blick auf die Welt. Sie heftet sich dem Paar an die Fersen, verfolgt ihre Schwester, überwacht sie zuerst aus der Distanz, rückt dann aber unaufhaltsam näher – bis zur letzten Konsequenz.

In kunstvoller Sprache und mit ungeschminktem Blick nimmt Mischkulnig die Perspektive Renates ein, eine Perspektive, in der sich Wirklichkeit und Paranoia überlagern – und erweist sich so erneut als eine „grandiose Entertainerin des Unheils“ (Anton Thuswaldner).


Nachtrag:

Und dann kam am Freitag auch vom Piper Verlag der Thriller "Weißer Schrecken " von Thomas Finn.

Kurzbeschreibung:

Unter Schnee und Eis lauert der Tod!

Fans von Stephen Kings »Es«, aufgepasst – dies wird der Winter des Schreckens! Die kalte Jahreszeit in Perchtal, einem einsamen Dorf im Berchtesgadener Land, scheint besinnlich wie immer. Bis eine Gruppe Jugendlicher einen grauenhaften Leichenfund macht: Ein junges Mädchen treibt unter dem Eis eines Sees, und es ähnelt den Zwillingen Miriam und Elke auf verblüffende Weise. Doch die beiden wissen nichts von einer Verwandten … Bei ihren Nachforschungen stoßen die Freunde auf ein blutiges Geheimnis, das der Pfarrer des Dorfs hütet. Und sie schrecken dabei eine uralte Macht auf, die ihre Rückkehr in unsere Welt vorbereitet.

Also, Lesestoff ist mehr als genug vorhanden und die Rezensionen folgen dann - wie üblich - wieder hier. Und noch einmal ein ganz dickes Dankeschön an die Verlage und an lovelybooks.de

Liebe Grüße
Isabel