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Sonntag, 27. März 2011

{Rezension} Traumwelten von Karsten Eckert

Verlag: MV-Verlag
Taschenbuchausgabe: 262 Seiten
Genre: Roman
ISBN: 978-3869911137
Erscheinungsdatum: 23. September 2010
Preis: 16,80 €


Die Suche nach sich selbst

Zwei Wochen Urlaub und kein Geld, um zu verreisen. Für die junge Verkäuferin Julia kein Problem, denn sie ist eh lieber für sich und so ist der Gedanke an Urlaub auf Balkonien für sie auch recht verlockend. Trotzdem stellt Julia sich ein Freizeitprogramm zusammen: Kino, Museen, Freibad. Allerdings ist dies für die introvertierte Frau nicht so ganz einfach, da Julia Menschenansammlungen hasst. Und doch überwindet sie sich und stellt sich den Herausforderungen. Bei diesen Unternehmungen wird sie auf die verschiedensten Menschen aufmerksam, was zu Hause dazu führt, dass Julia zu träumen beginnt. In diesen Tagträumen spinnt sie um jedes dieser Erlebnisse eine Lebensgeschichte zu den Personen. Und hierbei stellt sie fest, dass sie durch ihre Träume auch immer ein wenig mehr über sich selbst erfährt. Doch wohin wird sie diese Selbstfindung führen?

Karsten Eckert erzählt in seinem Roman die unterschiedlichsten Geschichten von Menschen. Das Grundgerüst bildet hierbei natürlich seine Protagonistin Julia. Die junge Verkäuferin, die ihren Beruf mag und dort auch keine Probleme hat mit Menschen umzugehen, ist bei ihrem Privatleben diesen gegenüber  eher verschlossen. So hat sie bis dato keinen Freund, eine beste Freundin kennt sie auch nicht und mit ihrer Schulfreundin Katja verbindet sie eine eher lockere Freundschaft, wobei die Initiative hier aber auch meist von Katja ausgeht. Allerdings hat Julia damit auch kein großes Problem, sie weiß sich selbst zu beschäftigen und fühlt sich eigentlich wohl in ihrer Haut. Doch einen Menschen, dem man seine Probleme, Erlebnisse, einfach das Alltagsleben erzählen kann, fehlt ihr irgendwie schon. Doch dazu müsste man diese Person an sich heranlassen und damit hat Julia ein Problem, das Unverbindliche liegt ihr mehr. Wobei Julia sehr ehrlich und nüchtern damit umgeht, sie weiß sehr genau, dass sie sich zu sehr einigelt und offener anderen Menschen gegenüber sein müsste.

Und nun hat Julia 2 Wochen Urlaub und kaum hat der erste Urlaubstag begonnen, erlebt sie eine Situation, die daheim angekommen dazu führt, dass sie sich einem Tagtraum hingibt und diese Träume finden ab da jeden Tag statt. Bald schon zieht es Julia regelrecht aus ihrer Wohnung heraus, um wieder neue Geschichten für ihre Träume zu finden. Und bald schon merkt Julia, dass diese Träume sie verändern, sie offener machen, um bewusster durch das Leben zu gehen und der Welt draußen nicht mehr so ängstlich gegenüberzustehen. Irgendwann stellt Julia fest, dass alle ihre Tagträume zu einem ganz bestimmten Ziel führen.

Dem Autor gelingt es sehr gut, die Gefühlswelt seiner Protagonistin darzustellen. Man versteht zwar jetzt nicht unbedingt alle ihre Handlungsweisen, es gelingt einem aber sehr schnell, sich in Julia hinein zu fühlen. Diese empfindsame und für ihr Alter viel zu nachdenkliche Frau ist einem sofort sympathisch. Und auch die Menschen in Julias Träumen und deren Geschichte nehmen fast augenblicklich Konturen an. Es sind Menschen mit Ecken und Kanten, Fehler und Schwächen, sie wirken authentisch und nachvollziehbar.

Da ist zum Beispiel der rüpelhafte Autofahrer Michael, der zu spät zur Arbeit unterwegs ist. Dies träumt sich Julia zusammen als sie vor dem Kino einen Raser sieht, der gerade noch so an der Ampel bei Gelb drüberfährt. Oder Kurt: Durch schreckliche Schicksalsschläge in der Familie ist er irgendwann davon überzeugt, der wieder geborene Jesu zu sein. Diese Geschichte erträumt sich Julia als sie auf der Straße einen recht merkwürdigen Mann in einem kaftanähnlichen Gewand sieht.  Die Arzthelferin Katharina, die morgens irgendwie meist zu spät ist und die Geduld ihres Chefs damit auf eine harte Probe stellt. Oder der ehrgeizige Bankangestellte Paul, der ein sonderbares Angebot von seinem zukünftigen Schwiegervater erhält. Der Tagtraum zu seiner Geschichte kommt Julia, als sie einen Mann im Supermarkt dabei entdeckt, wie er ganz bewusst einen Kaugummi klaut. Diese Tagträume wirken meist wie aus dem Leben gegriffen, man kann sich sehr gut vorstellen, dass ihre Lebensgeschichte genau dieses Verhalten, welches Julia beobachtet, bei ihnen verursacht hat.

Die Sprache des Autors ist sehr locker, modern gehalten und absolut flüssig. Ich habe mich durchweg sehr gut unterhalten gefühlt und irgendwie regt das Buch auch zum Nachdenken an bzw. vielleicht ab und an doch einmal mit etwas offeneren Augen durchs Leben zu gehen und wenn man auf eine merkwürdige Situation mit einem Fremden stößt, sich zu überlegen, welche Lebensgeschichte hinter dieser Situation stecken mag.

Samstag, 12. März 2011

{SuB-Zuwachs} Spannender Buchzuwachs

 Hallo Ihr Lieben,

und wieder gibt es SuB-Zuwachs ... meine Hoffnung liegt ja auf dem nächsten Monat. Da gibt es doch tatsächlich nur EIN Buch, was mich interessiert und dann werde ich auch endlich Zeit finden, meinen SuB wieder unter die magische 100 zu bringen.

Aber genug gejammert ... hier sind die Neuzugänge der Woche:

Zum einem habe ich Euch ja bereits diese Woche das Buch

"Traumwelten" von Karsten Eckert 

vorgestellt klick hier. Es ist dann auch Mitte der Woche in meinem Briefkasten gelandet und wartet jetzt darauf, gelesen zu werden. Wie ich schon erwähnte, wird es wohl Ende März werden.



Vom Haymon Verlag kam eine Rezensionsexemplar-Vorbestellung. Dieses Mal ist es:


Letzter Kirtag 
Herbert Dutzler

ISBN: 978-3-85218-870-6
264 Seiten, 114 x 190 mm
Paperback
EUR 9,95 / CHF 15,90

Das sagt der Verlag dazu:
So etwas hatte selbst Gasperlmaier noch nie gesehen. Dabei hat er schon viel gesehen, der Gasperlmaier, schließlich ist er seit mehr als zwanzig Jahren Polizist in Altaussee. Aber ein Erstochener am Montag in der Früh im Festzelt vom Altausseer Kirtag, das ist auch für ein gestandenes Mannsbild wie ihn zu viel. Und so trifft er eine falsche Entscheidung – nicht die letzte an diesem Tag, und auch der Tote, der in seinem eigenen Blut im Festzelt hockt, wird nicht das einzige Opfer bleiben.

Herbert Dutzler setzt in seinem ersten Krimi ein mörderisches Karussell in Gang, das die unschönen Seiten der Ausseer Postkartenidylle zeigt. Konsequent aus der Perspektive von Gasperlmaier erzählt, findet Dutzler einen ganz eigenen Ton, der das Lokalkolorit glaubhaft wiedergibt. Mit dem liebenswürdig tollpatschigen Dorfpolizisten hat er einen originellen Ermittler geschaffen, der für Spannung und Schmunzeln gleichermaßen sorgt – den Gasperlmaier wird man sich merken müssen!


Dann kam heute endlich das lang ersehnte Buch von vorablesen.de an. Hierbei handelt es sich um:


Blaue Augen
Joanne Harris
Verlag: List Verlag
ISBN: 9783471350539
Erscheinungsdatum: 11. März 2011
Gebundene Ausgabe, 352 Seiten, 19,99 €

Das sagt vorablesen.de dazu:
Es war einmal eine Witwe, die hatte drei Söhne. Sie hießen Schwarz, Braun und Blau. Schwarz war der älteste, er war launisch und streitsüchtig. Braun war der mittlere, er war furchtsam und einfältig. Blau jedoch war der Liebling seiner Mutter. Und er war ein Mörder.

Ein Mann gesteht einen Mord, den er nicht begangen haben kann. Joanne Harris erzählt die Geschichte eines Jungen, der durch die Grausamkeit seiner Mutter zum Verbrecher wird.


Und zu guter Letzt hat mir meine liebe Kollegin Gabi  (mit ihr tausche ich ständig Bücher) wieder ein tolles Buch ausgeliehen, und zwar:


Das 8. Geständnis
James Patterson
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
26. Juli 2010
ISBN: 978-3809025511


Kurzbeschreibung lt. amazon.de:
Denn das Böse hat eine gespaltene Zunge ... Eine mysteriöse Mordserie erschüttert San Francisco, ein Obdachloser wird gnadenlos exekutiert, und die Explosion eines Drogenlabors fordert viele Opfer …

Die Herausforderungen für Detective Lindsay Boxer waren nie größer: Da treibt eine psychopathische Schlangenmörderin ihr Unwesen, die es vor allem auf die Upper Class abgesehen hat und so gut wie keine Spuren hinterlässt. Selbst Pathologin Claire Washburn findet keine Hinweise. Dann wird ein schwarzer Obdachloser, der unter Seinesgleichen als Heiland galt, brutal hingerichtet, und Journalistin Cindy Thomas wittert eine große Story. Doch je mehr sie über den Toten erfährt, desto schmutziger erscheint seine Weste. Und nicht zuletzt steht der »Women’s Murder Club« vor einer Zerreißprobe ganz anderer Art: Zwischen Cindy und Lindsays Partner Rich Conklin vibriert die Luft. Bringt die Liebe all das zum Einsturz, was die Freundinnen über die Jahre aufgebaut haben? Detective Lindsay Boxer ermittelt wieder!

Ich wünsche Euch ein fantastisches Wochenende und hoffe, Ihr habt auch so traumhaft schönes Frühlingswetter wie wir!!

Liebe Grüße
Isabel

Montag, 7. März 2011

{Buchvorstellung} Karsten Eckert und sein neuer Roman ...

Hallo Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch einen noch relativ unbekannten Autor vorstellen. Vor ein paar Tagen erhielt ich eine Anfrage von Karsten Eckert, ob ich sein neues Buch auf meinem Blog vorstellen möchte. Nachdem ich mir die Inhaltsangabe seines Buches durchgelesen hatte, dachte: Klar, warum nicht.

Hier nun die Inhaltsangabe und Infos zu seinem Buch:

Taschenbuchausgabe: 262 Seiten
ISBN: 3869911131
Erscheinungsdatum: 23. September 2010
Preis: 16,80 €
Verlag: Monsenstein und Vannerdat Verlag


Julia ist eine introvertierte, schüchterne graue Maus die in der Masse nicht sonderlich auffällt. 

Nun steht ihr Sommerurlaub an. 14 Tage und sie kann nicht verreisen, weil ihr das Geld dafür fehlt. Wieder einmal flüchtet sie sich in ihre kleine abgeschottete Welt, doch scheinbar hat irgendjemand einen anderen Plan mit Julia.

Eine zufällige Situation reißt sie aus ihrem geliebten Alltagstrott und zieht sie in einem merkwürdigen Tagtraum. Es bleibt nicht bei nur einem Hirngespinst, es folgen noch viele weitere sonderbare Erlebnisse, deren Deutung zuerst ganz simpel erscheinen.

Bereits ab der ersten Begegnung verändert sich alles für Julia, langsam und vorsichtig wagt sie sich aus ihrem sicheren Schneckenhaus.  Von Tagtraum  zu Tagtraum wird ihr deutlicher, dass sie gar nicht so schrullig und grässlich ist wie sie es sich immer eingeredet hat. 

Nach und nach durchdringt sie mit ihren Interpretationen die schöne Scheinwelt der anderen Menschen die sie umgeben. Ihre Reise geht durch alles Gesellschaftsschichten, von einem türkischen Einwanderer bis hin zu einem Banker durchstreift sie alle Lebensweisen der Menschen die sie umgeben. 

Mit jedem Traum kommt sie dem großen Ziel etwas näher, welches aber erst am Ende ihrer inneren und äußeren Reise aufgelöst werden soll.

Na, das hört sich doch schon einmal ganz interessant an. Das Buch erhalte ich vom Autor in den nächsten Tagen und werde es bis spätestens Ende März auch lesen und rezensieren. Also, könnt Ihr schon einmal gespannt sein.


Und das ist der Autor zum Buch:

Karsten Eckert erblickte im Jahre 1977 im schönen westfälischen Münster das Licht der Welt. In dieser Stadt verweilte er viele Jahre, dort schloss er auch seine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann ab.
Im Alter von neun Jahren packte ihn die Lust am schreiben, die ihn bis zum heutigen Tage nicht mehr loslassen sollte.

Neben Unterhaltungsliteratur schreibt er auch mit großer Vorliebe Theaterstücke."Traumwelten" ist seine erste Veröffentlichung, weitere Geschichten liegen schon wartend in der Schublade.

Und hier noch ein paar weitere Infos zu Karsten Eckert:

Wie bin ich zum Lesen gekommen?
So wie jeder zum lesen eines Buches kommt, irgendwann fällt einen mal was in die Hände. Aber erst richtig gefesselt haben mich Jules Verne und Charles Dickens. Die beiden Herren haben es geschafft aus einen schulischen Zwang eine Leidenschaft werden zu lassen.

Wie bin ich zum Thema Schreiben gekommen?
„Das wollte ich schon immer“, sagen viele Autoren, doch es stimmt. Als Kind wird man da noch ausgelacht, besonders wenn man da eher sehr lesefaul ist. „ Bevor du Bücher schreibst, solltest du erst mal ein Buch lesen“. Diese Antwort bekam ich immer. 

Es blieb dann lange bei kleinen, heimlichen Versuchen. Erst als wir einen neuen Nachbarn bekamen, hat es mich von neuem gepackt. Das Leben eines Autors aus nächster Nähe mitzubekommen hat mich so gefesselt und bis heute geprägt, dass ich mein Ziel nie aus den Augen verloren habe. 

Erst als ich vor 8 Jahren plötzlich arbeitslos geworden bin und ich für einen Zeitraum sehr viel Freizeit hatte, platzte der Knoten. Seitdem schreibe ich ohne unterlass. Sagen wir es mal so, in dieser Zwangspause habe ich meinen Stil gefunden. 

Mehr Infos findet Ihr auch hier: Homepage Karsten Eckert


Ich wünsche Euch noch eine schöne, sonnige und lesereiche Woche,
liebe Grüße
Isabel