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Dienstag, 31. Januar 2012

{Rezension} Delirium von Lauren Oliver






Verlag:  Carlsen Verlag
Gebunden mit Schutzumschlag: 416 Seiten
Übersetzer: Katharina Diestelmeier
Erscheinungsdatum: November 2011
Preis: 18,90 €
ISBN: 978-3-551-58232-4
 


Liebe ist eine Krankheit

Bis vor 64 Jahren gab es Verbrechen und Kriege. Bis man feststellte, dass die Liebe an allen Übel Schuld ist. Wissenschaftler erfanden daraufhin ein Allheilmittel, mit dem man von Amor Deliria Nervosa geheilt wird. Dies erfolgt im Alter von 18 Jahren, anschließend steht das Studium an und danach heiratet man den Partner, den die Behörden für einen ausgesucht haben.

Auch für Lena ist ihr weiteres Leben schon festgelegt und sie freut sich schon darauf, dann endlich geheilt zu sein und nicht mehr Gefahr laufen zu müssen, an Amor Deliria Nervosa zu erkranken. Doch dann lernt sie durch Zufall Alex kennen und ihr vorherbestimmtes Leben gerät ins Wanken.

Ein Leben ohne Liebe, ohne Gefühle, ständig überwacht durch den Staat. Lauren Oliver zeichnet hier eine sehr düstere Zukunft, die man sich so gar nicht ausmalen möchte. Es gibt zwei Arten von Menschen: Die Geheilten, welche bereits ihre Operation hinter sich haben und eben die Ungeheilten. Aber es gibt auch noch die Anderen. Diese leben außerhalb der Stadt in der Wildnis, werden als Invalide bezeichnet. Ein elektrischer Zaun trennt sie von Portland ab, ein Eindringen in die Stadt ist nicht möglich. Sympathisanten der Invaliden werden verfolgt und zum Tode verurteilt. Vollkommene Kontrolle durch den Staat also, George Orwell lässt grüßen.

Aus dieser Grundidee heraus hätte man wirklich eine spannende, unterhaltsame und auch gefühlvolle Dystopie entwickeln können. Doch „Delirium“ ist dies meiner Meinung bei weitem nicht. Grund hierfür ist einmal, dass sich Lauren Oliver zu viel in der Gefühlswelt von Lena verliert. So hat man überhaupt keine Möglichkeit, sich selbst ein Bild von ihr zu machen, seiner Fantasie hier ein wenig freien Lauf zu lassen, sondern man bekommt in der Ich-Form jede noch so kleine Gefühlsregung von ihr erzählt. Und wenn man zum x-ten Mal erfahren hat, dass Lena sich hässlich, durchschnittlich, sich doch so überhaupt nicht schön findet und man zudem ständig lesen muss, dass Lena so oder so handelt, nur weil dies mit dem Schicksal ihrer Mutter zu tun hat, ist man irgendwann einfach nur noch genervt.

Und ein zusätzliches Manko dieser Gefühlsduselei ist, dass keine rechte Spannung aufkommt und sich die Story stellenweise extrem zieht. Hinzu kommt, dass die gesamte Geschichte einfach zu vorhersehbar verläuft, im Grunde nur eine Teenagerliebe mit ernstem Hintergrund ist und bis zum Schluss in keiner Weise überraschen kann. Tja, und als die Story endlich Fahrt aufnimmt und auch mal spannend wird, ist sie auch schon fertig und man muss sich bis zum 2. Band der Trilogie gedulden, bevor man erfährt, wie es weitergeht.

Auch hätte ich mir bei diesem eigentlich doch so ernsten und reifen Thema eine Protagonistin gewünscht, die nicht so unreif und verhuscht daherkommt. Hinzu kam, dass ich zu Lena einfach keinen Bezug aufbauen konnte, irgendwie blieb sie für mich einfach nur blass und in ihrem Verhalten viel zu vorhersehbar. Der einzige Charakter, der mir wirklich gut gefallen hat und der auch mal in seinen Handlungen überraschen konnte, war Alex. Diesen beschreibt Lauren Oliver durchaus vielseitig, interessant und ein wenig undurchsichtig.


 Fazit: Mag sein, dass meine Ansprüche durch die durchweg positiven Rezensionen etwas zu hoch gesteckt waren. Aber mich konnte die Dystopie leider überhaupt nicht überzeugen, auch wenn die Grundidee wirklich mal etwas anderes ist und zum Nachdenken anregt.

Montag, 28. November 2011

{Rezension} Dark Love von Lia Habel






Verlag: Piper Verlag
Übersetzer: Diana Bürgel
Broschierte Ausgabe: 512 Seiten
Genre: Dystopie
ISBN: 9783492702195
Erscheinungsdatum: 10. November 2011
Preis: 15,99 €


Das Lazarus-Prion

Nach Naturkatastrophen und Kriegen ist die Welt im Jahr 2195 nicht mehr so wie wir sie kennen. Die Menschen haben sich zum Großteil nach Südamerika zurückgezogen und besinnen sich wieder auf Werte wie man sie vom ausgehenden 19. Jahrhundert her kennt. Ein Großteil der Menschen lebt fortan in der Neuviktorianischen Zeit, aber auch Rebellen gibt es, die sich dagegen auflehnen. Immer wieder kommt es zu kleineren Kämpfen zwischen den Neuviktorianern und den Punks. Aber auch Untote leben im Jahr 2195. Eine Seuche greift immer mehr um sich, welche die Menschen befällt und sie nach ihrem Tod wieder auferstehen lässt. Dies kann jedoch von der Regierung geheim gehalten werden, noch …

In dieser Welt wächst die 17-jährige Nora auf, die die Internatsferien zusammen mit ihrer besten Freundin Pamela verbringt. Allerdings hat ihre Tante Gene schon Pläne mit Nora und sucht für sie mögliche Heiratskandidaten. Doch diese Pläne durchkreuzen eines Nachts Zombies, die Nora entführen wollen. Sie kann gerade noch gerettet werden, allerdings handelt es sich bei ihren Rettern auch um Untote, die dank eines Serums ihre Menschlichkeit behalten haben und Nora brauchen, um einen Wirkstoff gegen die Seuche zu entwickeln, da Nora entsprechende Antikörper im Blut hat.

Lia Habel hat in ihrem Debütroman eine absolut fantastische und überzeugende Welt geschaffen. Die Menschen leben von ihrer Einstellung her in der viktorianischen Zeit, tragen lange Kleider, achten sehr auf Etikette, selbst Jugendliche sprechen sich mit Sie an, längst vergessene Werte werden wieder befolgt. Gleichzeitig nutzen die Neuviktorianer allerdings auch die neueste und modernste Technik: Handys, Digicams, Computer und Fernsehen sind Selbstverständlichkeiten.

Originell fand ich, dass Lia Habel mithilfe eines Aufsatzes, den Nora schreiben muss, die geschichtlichen Abläufe schildert und man so gleich zu Anfang schon erfährt, wie es der Welt seit 2011 ergangen ist. Dies ist kurz, bündig, absolut verständlich und man findet sich hierdurch sofort auch in der Zeit zurecht. Die Story fängt erst etwas gemächlich, dafür aber sehr unterhaltsam an und man lernt Nora und ihr familiäres Umfeld kennen. Allerdings dauert es nicht lange bis das Tempo stark anzieht und von da an gestaltet sich die Geschichte abwechslungsreich, spannend, actionreich und sehr fesselnd.

Die Autorin wechselt regelmäßig die Handlungsstränge, die u.a. von Nora, Bram und Pamela selbst erzählt werden, wodurch man den Verlauf der Story aus verschiedenen Blickwinkeln kennen lernt. Der Schwerpunkt liegt jedoch eindeutig bei Nora und Bram. Lia Habel erzählt dies alles mit einem lockeren, flüssigen Schreibstil, der oft genug mit einem ordentlichen Schuss Wortwitz gespickt ist und gerade bei den Gesprächen der Untoten oft auch mit einem herrlichen Sarkasmus daherkommt. Die Geschichte wirkt von Anfang bis Ende sehr gut durchdacht und hebt sich klar von der breiten Masse ab. Zumal Lia Habel hier gerade bei den Untoten nicht das Bild der schönen starken Helden zeichnet, sondern Bram und seine Freunde so darstellt, wie Untote nun einmal aussehen. Doch selbst diese Beschreibungen schrecken keineswegs ab, sondern wirken einfach nur realistisch und überzeugend.

Ihre Charaktere sind bis in die kleinste Nebenrolle hervorragend gezeichnet und facettenreich angelegt. Nora kann man eigentlich nur als stur und dickköpfig bezeichnen, aber auf wunderbar liebenswerte Art. Sich anpassen und nur machen, was sich gehört, ist so gar nicht ihr Ding. Ihr selbstbewusstes Verhalten und eigenständiges Denken hat sie ihrem Vater, einem Militärarzt, zu verdanken, der sie recht unkonventionell erzogen hat. So findet sie sich auch nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr schnell in der Welt der Untoten zurecht und fasst nach kurzer Zeit schon Vertrauen zu Bram. Dieser ist irgendwie schon der Held oder eher Antiheld, den sich jedes Mädchen wünscht: Hilfsbereit, liebenswürdig und mutig, gewohnt Befehle zu erteilen, aber auch entgegenzunehmen und in gewisser Weise auch noch gutaussehend. Die Beiden ergänzen sich in ihrer unterschiedlichen Art sehr gut und so sorgt Bram auch öfter einmal dafür, Nora mit ihrer Spontaneität vor einer Dummheit zu bewahren. Ja, und dann noch Brams Truppe. Diesen wilden Haufen muss man einfach sofort ins Herz schließen. So unterschiedlich sie in ihren Charakteren sind, sie halten wie Pech und Schwefel zusammen und wirken in ihrer Erscheinung wie aus einem Gruselkabinett entstiegen.

Fazit: Ein humorvoller, spannender, fesselnder, liebenswerter, niveauvoller Roman, der sich mit seiner komplexen, intelligenten Story und den wunderbar beschriebenen Charakteren klar von der breiten Masse abhebt.

Freitag, 25. November 2011

{SuB-Zuwachs} Spannender & fantastischer Bücherzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

ohhh, was freut sich mein SuB!! Diese Woche kam mal wieder ein ganzer Berg von Bücher bei mir an und ist schnurstracks ins Bücherregal gewandert. Zum einen habe ich was bei ama*on bestellen müssen und um das Porto zu sparen, muss natürlich ein Buch gleich mitbestellt werden ... was sonst :). Dann habe ich mal wieder meine webmiles-Punkte eingelöst, mir gleich einen Buch-Gutschein ergattert und sofort eingelöst. Ja, und dann kamen noch zwei Rezi-Exemplare an. Das eine lese ich gerade und es einfach nur supertoll und das andere kommt dann gleich als nächstes dran.

Aber genug gefaselt, hier sind meine neuen Schätzchen:


Stirb von Hanna Winter
Taschenbuchausgabe: 352 Seiten

Inhalt:
Sie sagen, er sei gefährlich.
Sie sagen, du sollst fliehen.
Doch er findet dich, wohin du auch gehst.

Gerade hat sich Lara Simons ihren großen Traum vom eigenen Café erfüllt, da wird sie in einer dunklen Nacht brutal überfallen. Sie entkommt in letzter Sekunde. Was Lara nicht weiß: Der Täter kennt sie. Von früher: Und er kannte ihre Mutter.Lara flüchtet mit ihrer kleinen Tochter von Berlin auf die Insel Rügen. Aber der Koller holt sie ein und dieses Mal hat er kein Erbarmen.



Schuld währt ewig von Inge Löhnig
Taschenbuchausgabe: 448 Seiten

Inhalt:
Eine einzige Sekunde hat Susannes Leben für immer verändert. Ein Kind ist tot. Für die junge Frau ein Alptraum, der nie endet, eine Suche nach Sühne, die vergebens ist. Dann sterben zwei Menschen. Sie wurden ermordet. Auch in ihrer Vergangenheit gibt es ein düsteres Geheimnis, eine Schuld, die für immer bleibt. Kommissar Dühnfort verfolgt einen Täter, der auf grausame Weise für seine Vorstellung von Gerechtigkeit sorgt. Ein Rächer, der Gleiches mit Gleichem vergilt und keine Gnade kennt. 



Bleicher Tod von Andreas Winkelmann
Taschenbuchausgabe: 384 Seiten

Inhalt:
Ein junges Mädchen, allein, gefangen in der Dunkelheit. Sie ahnt, dass ihr Leben bald vorbei sein wird – nur um festzustellen, dass es schlimmere Dinge gibt als zu sterben ... Derweil erfährt Kriminalkommissarin Nele Karminter von einer erschreckenden Studie: Einer von fünfundzwanzig Menschen hat kein Gewissen, ist ein potentieller Psychopath. Eine Erkenntnis, die sich für Nele bald in blutige Praxis verwandeln wird. Denn kurz darauf wird sie zu einem Tatort gerufen – und zu der grausam entstellten Leiche eines jungen, seltsam bleichen Mädchens ...


Gegen alle Zeit von Tom Finnek
Gebundene Ausgabe: 541 Seiten
Inhalt:
Ein stinkender Keller voll Schlafender, ein fluchender Mann mit Dreispitz und Holzbein – Henry Ingram traut seinen Augen nicht, als er nach einem heftigen Rausch zu sich kommt. Nur langsam begreift er das Unglaubliche: Er wurde um dreihundert Jahre in der Zeit zurückversetzt, mitten hinein ins London des 18. Jahrhunderts, ein London der Kleinganoven und Diebe. Als er mit der resoluten Hure Edgworth Bess den Räuberhauptmann Jack Sheppard aus dem Gefängnis befreit, wird er schließlich selbst zum gejagten Gesetzesbrecher, und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt ...


 Dark Love von Lia Habel
Broschierte Ausgabe: 507 Seiten
Vielen Dank an den Piper Verlag für dieses tolle Rezi-Exemplar

Inhalt:
Flackernde Gaslampen, dampfbetriebene Kutschen und Digitagebücher – das ist die Welt von Nora Dearly im Jahr 2195. Die 17-Jährige lebt im Internat, bis sie eines Tages entführt wird: Denn ein Virus greift um sich, das Menschen in lebende Tote verwandelt – und Nora trägt als Einzige die Antikörper in ihrem Blut. Bald muss sie feststellen, dass es auch wandelnde Untote gibt, die sich ihre Menschlichkeit dank eines Antiserums erhalten können. Und Bram, ihr Entführer, ist einer von ihnen. Nora verliebt sich in den jungen Mann, doch die Endlichkeit seiner Existenz bedroht ihre Liebe. Nur Noras Vater, ein hochrangiger Wissenschaftler, könnte ein Gegenmittel entwickeln, doch er ist selbst infiziert und droht zu sterben. Ist Noras Welt endgültig dem Untergang geweiht? 



Die Insel der besonderen Kinder von Ransom Riggs
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten

Inhalt:
Die Insel. Die Kinder. Das Grauen.
Bist Du bereit für dieses Abenteuer?

Manche Großväter lesen ihren ihren Enkeln Märchen vor - doch was Jacob von seinem hörte, war etwas ganz, ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der merkwürdige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben - und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind. Inzwischen ist Jacob ein Teenager und glaubt nicht mehr an die wunderbaren Schauergeschichten. Bis zu jenem Tag, an dem sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt.



Saeculum von Ursula Poznanski
Broschierte Ausgabe: 496 Seiten

Inhalt: 
Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter – ohne Strom, ohne Handy –, normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra.
Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein.
Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit.
Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?



Delirium von Lauren Oliver
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten

Inhalt:
Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals.
Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll. 



Was im Dunkeln liegt von Diana Janes
Taschenbuchausgabe: 413 Seiten
Vielen Dank an den Diana-Verlag für die Zusendung des Rezi-Exemplars.
Inhalt:
Dreißig Jahre hat Kate Mayfield ein dunkles Geheimnis bewahrt, doch als sie einen Brief von der Mutter ihres einstigen Uni-Freundes erhält, muss sie fürchten, dass es nicht länger sicher ist. Die alte Dame will die Wahrheit erfahren über das, was damals im Sommer 1972 mit ihrem Sohn Danny geschah. Jenem verhängnisvollen Sommer, den Kate mit Danny und zwei Freunden in einem Ferienhaus in Südengland verbrachte — und den sie als Einzige überlebte.



So, meine Bücherwand ist glücklich ... hach ... und ich erst. Wie Ihr neben seht, werde ich die Bücher jetzt alle nach und nach lesen und freue mich schon riesig drauf!!

LG Isabel

Dienstag, 22. November 2011

{Gewinnspiel} Dark Love von Lia Habel - Vorankündigung

Hallo Ihr Lieben,

wie Ihr neben ja neben sehen könnt, fange ich heute Abend mit "Dark Love" von Lia Habel an und ich bin auch schon ziemlich neugierig auf den Fantasyroman, der ja der neue Bestseller aus USA ist.


Freundlicherweise war der Piper Verlag so lieb und hat mir gleich 2 Exemplare geschickt, sodass ich das 2. Exemplar für ein Gewinnspiel nutzen kann.

Inhalt:

Dunkle Liebe überwindet den Tod!

Das Jahr 2195: Im Schatten einer neuen Eiszeit ist die Gesellschaft zerfallen, und die Menschen kämpfen gegen lebende Tote. Als die 17-jährige Nora entführt wird, verliebt sie sich ausgerechnet in deren Anführer. Sie erfährt, dass sie das Schicksal aller wenden kann. Doch sie muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht …

Flackernde Gaslampen, dampfbetriebene Kutschen und Digitagebücher – das ist die Welt von Nora Dearly im Jahr 2195. Die 17-Jährige lebt im Internat, bis sie eines Tages entführt wird: Denn ein Virus greift um sich, das Menschen in lebende Tote verwandelt – und Nora trägt als Einzige die Antikörper in ihrem Blut. Bald muss sie feststellen, dass es auch wandelnde Untote gibt, die sich ihre Menschlichkeit dank eines Antiserums erhalten können. Und Bram, ihr Entführer, ist einer von ihnen. Nora verliebt sich in den jungen Mann, doch die Endlichkeit seiner Existenz bedroht ihre Liebe. Nur Noras Vater, ein hochrangiger Wissenschaftler, könnte ein Gegenmittel entwickeln, doch er ist selbst infiziert und droht zu sterben. Ist Noras Welt endgültig dem Untergang geweiht?


Hört sich klasse an, oder?? Da momentan ja noch meine Aktion "Hörbücher zu verschenken" läuft, werde ich mit dem Gewinnspiel am kommenden Sonntag (27.11.2011) starten.

Also, schaut am Sonntag mal vorbei, beantwortet eine kleine Frage und mit etwas Glück gehört das Buch bald Euch.

Liebe Grüße
Isabel


Montag, 29. August 2011

{Rezension} Asylon von Thomas Elbel

Verlag: Piper Verlag
Taschenbuchausgabe: 448 Seiten
Genre: Dystopie
ISBN: 978-3492267922
Erscheinungsdatum: September 2011
Preis: 9,95 €

Die letzte Zuflucht der Menschen

Torn ist Masterleveller in der letzten Stadt der Erde. In Asylon herrschen einzelne Clans, die Levellers sorgen dafür, dass deren Macht im Gleichgewicht bleibt. Eines Tages findet Torn mit seinem Kollegen Scooter im Minenfeld die Leiche einer jungen Frau. Das Minenfeld wie auch die Selbstschussanlage dienen dazu, weitere hungernde Menschen aus der längst mehr als überfüllten Stadt heraus zu halten. Doch ganz offensichtlich wollte die junge Frau nicht nach Asylon hinein, sondern aus ihr fliehen. Saina, die beste Freundin der verunglückten Lynn, kommt deren Tod merkwürdig vor und sie beginnt Nachforschungen anzustellen. Torn hingegen plagen ganz andere Sorgen. Angeblich hat seine hochschwangere Frau eine Frühgeburt gehabt und sich daraufhin das Leben genommen. Doch hieran mag Torn nicht recht glauben und fängt an, Fragen zu stellen. Doch dies ist in Asylon nicht gern gesehen und bald hat Torn Riesenprobleme und kommt zudem einem Geheimnis auf die Spur, dass seinen Glauben an Asylon und sein bisheriges Leben von Grund auf verändern wird.

Asylon: Die letzte Stadt der Menschheit nach der großen Klimakatastrophe. Hier herrscht die Macht des Stärkeren. Nur die Levellers halten einigermaßen das Gleichgewicht zwischen den einzelnen Clans. Ein Menschenleben zählt nicht viel, ist die Stadt doch schon hoffnungslos übervölkert. Die Menschen hausen in kleinen Räumen, die stellenweise mehrere Stockwerke unter der Erde liegen, das Sonnenlicht sehen die wenigsten. Es ist ein düsteres Bild, welches Thomas Elbel von Asylon zeichnet, doch es passt perfekt zur Geschichte. Und obwohl ein Menschenleben in Asylon fast nichts zählt, verzichtet der Autor dennoch auf zu brutale und gar blutrünstige Szenen, sondern es gelingt ihm gut, einem glaubwürdig das brutale Leben in Asylon zu vermitteln, ohne hierbei zu sehr auf Details einzugehen.

Thomas Elbel wechselt seine Erzählstränge ständig zwischen Saina und Torn, wobei deren Wege sich aber auch des Öfteren kreuzen. Die Kapitel sind recht kurz gehalten und enden stets an einer besonders markanten Stelle, was natürlich spannungsfördernd ist. Hinzu kommt der durchweg sehr temporeiche und flüssige Schreibstil des Autors, der seine Story anfangs schon ziemlich rätselhaft anlegt und vielschichtig weiterentwickelt. Und auch die Spannung steigert sich kontinuierlich bis zum absolut überzeugenden und schlüssigen Ende, was auch noch ein wenig Platz für die eigene Fantasie lässt.

Seine Charaktere sind unterschiedliche, teilweise sehr eigenwillige Personen. Im Vordergrund stehen natürlich Torn und Saina, er eher etwas überlegt agierend, sie mehr der impulsive Gegenpart. Besonders gefallen hat mir aber Scooter, er bringt stellenweise mit seiner flapsigen Art etwas Lockerheit in den düsteren, beklemmenden Endzeitthriller. Natürlich darf auch der „Böse“ nicht fehlen, diese Rolle hat Rygor inne, zusammen mit seinen tumben Begleitern, die sich an Dusseligkeit gegenseitig schier überbieten. Rygor dagegen kann man schon als intelligent, durchtrieben und durch und durch als bösartig bezeichnen.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings an der Darstellung der Charaktere. Mag sein, dass es nur mir so ging, aber ich habe lange gebraucht, bis ich eine Vorstellung von Torn und Saina bekam. Hier hätte ich mir von Anfang an etwas mehr Tiefgang gewünscht. So ab der Mitte war dann aber der „Funke“ übergesprungen und ein Mitfiebern an ihrem Schicksal war garantiert. Allerdings fand ich es jetzt auch nicht unbedingt als störend, da die Story an sich zu jeder Zeit überzeugt.

Fazit: Ein gelungenes Debüt mit einer absolut überzeugenden, logisch aufgebauten und sehr gut erzählten Story.



Donnerstag, 4. August 2011

{Rezension} Der Übergang von Justin Cronin

Verlag: Goldmann Verlag
Übersetzer: Rainer Schmidt
Genre: Fantasy / Endzeitroman
Gebundene Ausgabe: 1.024 Seiten
ISBN: 978-3442311705
Erscheinungsdatum: 09. August 2010
Preis: 22,95 €



Das Mädchen von Nirgendwo

Die FBI-Agenten Wolgast und Doyle sind in geheimer Mission unterwegs. Für das Projekt NOAH sollen sie 12 zum Tode verurteilte Mörder an einem geheimen Ort in den Bergen von Colorado bringen. Kaum ist mit Carter der letzte Proband abgeliefert, erhalten sie noch einen Zusatzauftrag. In einem Nonnenkloster wurde die sechsjährige Amy Harper Belafonte abgegeben. Auch die kleine Amy soll Teil des Projekts mit den rätselhaften Experimenten werden.  Doch kaum ist Amy auf dem Versuchsgelände angekommen, geht etwas schrecklich schief und die Probanden können ausbrechen. Wolgast kann Amy zwar retten und mit ihr fliehen, doch die Welt steuert unweigerlich dem Untergang entgegen.

Knapp 100 Jahre später gibt es nur noch wenige Menschen in Amerika. Diese leben in einer gut gesicherten Kolonie. Nachts brennen die Lichter, denn nachts kommen die Virals und wer nicht hinter den gut geschützten Mauern der Kolonie ist,  setzt sich unweigerlich dem Tod aus. Eines Tages kommt ein junges Mädchen in die Kolonie: Amy. Kann sie die Menschen vor den Virals retten und somit die ganze Welt?

Dies ist nur eine grobe und bei weitem nicht die komplette Inhaltsangabe der überaus komplexen Story des Buches, das 1.024 Seiten umfasst. Anfangs, als man Amy und Wolgast kennenlernt wie auch das mysteriöse Projekt NOAH, spielt der Roman nur einige Jahre in der Zukunft. Vieles ist genau so wie wir es kennen und dadurch findet man sich auch schnell in der Geschichte zurecht und verfolgt gebannt den unweigerlichen Untergang der Welt wie wir sie kennen. Dieser Teil ist extrem spannend und Schuld daran ist Justin Cronins ruhiger, aber dennoch sehr fesselnder Schreibstil. Hinzu kommt, dass es ihm mühelos gelingt, die einzelnen Mitwirkenden facettenreich zu beschreiben und ihnen fast augenblicklich Konturen zu geben.  In diesem Teil lernt man auch Amy sehr gut kennen und erfährt, wie dieses liebenswerte, stille, für ihr Alter viel zu nachdenkliche Mädchen in das Nonnenkloster gelangt, wo sie von Wolgast und Doyle abgeholt wird.

Anschließend macht die Geschichte einen Zeitsprung von fast 100 Jahren. Die Menschen kämpfen täglich ums Überleben. Fernsehen, Radio, Internet oder Autos sind unbekannt, die Industrie komplett zusammengebrochen.  Fortbewegen tut man sich mit Pferd oder zu Fuß, Bücher sind eine Seltenheit, Kleidung wird aus Resten gefertigt. Der Mensch ist wieder Bauer und Jäger, einige Handwerke sind zwar aktiv, aber oftmals fehlen einfach die benötigten Materialien. Denn die Menschen können sich nie weiter als einen Tag von der sicheren Kolonie entfernen, ansonsten wird man ein Opfer der Virals. Die sind nachtaktiv und Blutsauger, schnell wie Vampire und gnadenlos in ihrer Jagd. Aus diesem Grund ist auch das Licht, welches nachts eingeschaltet wird, für die Menschen überlebenswichtig. Doch sie wissen auch, dass dieses jederzeit erlöschen kann, denn keiner weiß, wie lange das Kraftwerkt, von dem der Strom bezogen wird, noch aktiv sein wird.

In diesem Teil der Geschichte lernt man wieder viele neue Charaktere kennen und diese stellt einem der Autor samt ihrem Leben in der Kolonie sehr ausführlich und stellenweise auch etwas langatmig vor. Klar muss er ausführlich auf das Leben nach dem Untergang der bisherigen Welt eingehen, doch etwas kompakter wäre für meinen Geschmack unterhaltsamer gewesen. Nach der Zeit der Kolonie zieht die Spannung jedoch wieder sehr an und man fiebert mit den so unterschiedlichen Charakteren mit, die in ihren Handlungen durchweg menschlich und nachvollziehbar agieren.

Die verschiedenen Erzählstränge wechselt Justin Cronin ebenfalls perfekt, natürlich immer an der spannendsten Stelle, sodass man allein hierdurch schon ständig zum Weiterlesen verleitet wird. Bedingt durch die Endzeitszenarien des Buches ist die Stimmung des Buches logischerweise auch stellenweise düster, ernst und bedrückend. Die Geschichte an sich entwickelt sich sehr gut durchdacht, ist ausgereift und obwohl der Roman in der Zukunft spielt, wirkte er für mich aber auch durchaus realistisch. Grund hierfür ist, dass Justin Cronin einfach das momentane Weltgeschehen durchaus vorstellbar weiter gedacht hat.



Mittwoch, 20. Juli 2011

{Rezension} Mr. Shivers von Robert Jackson Bennett

Verlag: Piper Verlag
Übersetzer: Andreas Decker
Broschierte Ausgabe: 400 Seiten
Genre: Dystopie / Horror
ISBN: 978-3492267533
Erscheinungsdatum: 01. August 2011
Preis: 12,95 €



„… Ich bin nicht tot – Klar bist du tot, du weißt es nur noch nicht …“

Michael Connelly hat nur ein Ziel: Den Mörder seiner kleinen Tochter zu finden. So bricht er von Memphis Richtung Westen auf, immer den Spuren von Mr. Shivers folgend, dem Mörder seiner Tochter.  Unterwegs trifft er auf Leidensgenossen, die ein ähnliches Schicksal mit Mr. Shivers verbindet. Bei ihrer Wanderschaft begegnen ihnen viele Menschen, die Geschichten über den Mörder erzählen, aber diese erzählen sie voller Angst und hinter vorgehaltener Hand.  Doch hiervon lassen sich Connelly und seine Weggefährten nicht beirren, ihre Rache treibt sie weiter, zumal Mr. Shivers ihnen immer nur einige Tage voraus zu sein scheint.

Bei dem Debütroman von Robert Jackson Bennett habe ich anhand der Kurzbeschreibung einen sehr spannenden Horrorroman erwartet, dem war nicht ganz so. Warum dennoch 4 Sterne: Ganz einfach, der Autor hat mich mit seinem Sprachstil von der ersten Sekunde an sein Buch gefesselt.

Die Geschichte spielt während der großen Depression, also Anfang der 1930er Jahre in Amerika, wo viele Menschen auf der Suche nach Arbeit durchs Land ziehen, immer Richtung Osten, in der Hoffnung, dort der Armut zu entgehen. Viele Farmen sind verlassen, ganze Städte verwaist. Connelly macht sich genau in die entgegengesetzte Richtung auf die Suche nach Mr. Shivers. Mithilfe der Eisenbahn überwindet er viele Kilometer und wenn dies nicht möglich ist, dann eben zu Fuß. Unterwegs trifft er auf viele Zeltstädte mit Wanderarbeitern, aber bald auch auf Gleichgesinnte, die ähnlich Grausames durch Mr. Shivers erlebt haben. Alle haben nur ein Ziel: dessen Tod. Hierfür gaben sie alles auf, nehmen die größten Strapazen auf sich und ja, sie riskieren des Öfteren auch ihr Leben.

Die Depression, die über dem Land liegt, spürt man in jeder Zeile des Buches. So ist die Stimmung durchweg sehr beklemmend, düster, ja stellenweise richtig depressiv und hoffnungslos. Und dennoch fesselt dieser intelligente, ruhige Sprachstil des Autors einen mühelos an das Buch, obwohl auch erst zur Mitte hin eine richtige, greifbare Spannung aufkommt und die Story Horrorzüge annimmt. Vorher ist diese Spannung eher unterschwellig vorhanden, zumeist durch die Geschichten, welche man über Mr. Shivers liest.

Mit wenigen Worten gelingt es Robert Jackson Bennett problemlos einem seine einzelnen Charaktere vorzustellen. Und so erhält man auch bald einen guten Einblick in die Gefühlswelt von Connelly, dem seine Rachegefühle immer weiter vorwärts treiben. Der Autor stellt ihn als einen sehr wortkargen, verzweifelten, zurückhaltenden Mann dar, der auch ohne groß darüber nachzudenken, sein Leben für einen Mitgefährten riskiert. Und auch Connellys Begleiter und die Menschen, die ihm im Lauf seiner Wanderschaft begegnen, sind teilweise schon recht eigenwillige, markante Figuren und ebenfalls sehr gut beschrieben.

Fazit: Ein sehr nachdenklicher Roman mit einer sehr komplexen, intelligenten Story, der eine beklemmende Stimmung aufbaut, die erst nach einiger Zeit Horrorzüge annimmt und mit hervorragend herausgearbeiteten Charakteren.