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Freitag, 19. November 2010

{Rezension} Wintergeister von Kate Mosse

Übersetzer: Ulrike Wasel, Klaus Timmermann
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Genre: Historischer Roman
ISBN: 3426198908
Erscheinungsdatum: 02. November 2010
Preis: 18,00 €


„… Die anderen sind in die Dunkelheit entschwunden …“

Auf der Suche nach dem Antiquar Saurat reist der junge Frederick Watson im Jahr 1933 nach Toulouse. Frederick besitzt einen Brief, der in Okzitanisch verfasst ist und Saurat beherrscht diese alte Sprache noch. Doch bevor dieser mit der Übersetzung beginnt, erzählt Frederick ihm, wie er zu diesem alten Brief kam.

Fünf Jahre zuvor reiste Frederick durch Frankreich. Bei einem Schneesturm in den Pyrenäen verunglückt er mit seinem Austin und macht sich zu Fuß auf die Suche nach einem Unterschlupf. Hierbei trifft er auf das kleine Dorf Nulle. Sofort spürt er eine Traurigkeit, die über dem Dorf zu liegen scheint. Doch dieser Eindruck vergeht schnell wieder durch die herzliche Aufnahme in der Pension von Madame Galy. Diese lädt ihn zum abendlichen Fest ein, an dem das ganze Dorf teilnimmt. Als er dort ankommt, wundert er sich zwar über die mittelalterliche Atmosphäre, ist aber sofort von seiner Tischnachbarin Fabrissa fasziniert, sodass er dies nur nebenbei wahrnimmt. Plötzlich brechen Soldaten durch die Tür und Frederick gelingt zusammen mit Fabrissa die Flucht. In der Sicherheit der Wälder erzählt ihm Fabrissa anschließend eine traurige Geschichte: Die Geschichte ihres Lebens. Frederick ist verzaubert, doch als er am nächsten Morgen aufwacht, ist Fabrissa verschwunden und keiner im Dorf kann sich an sie erinnern.

Wie bereits in ihrem Roman „Das verlorene Labyrinth“ hat Kate Mosse auch in ihrem vorliegenden Buch wieder das Leben der Katharer thematisiert und verpackt deren Schicksal in eine wunderschöne Liebesgeschichte, die sie von ihrem Protagonisten selbst erzählen lässt.

Frederick ist ein 25-jähriger Engländer, der den Tod seinen älteren Bruders Georges nicht verwinden kann. Georges ist 1916 im 1. Weltkrieg gefallen, seine Leiche war auf dem Schlachtfeld nicht mehr auffindbar und hieran geht Frederick fast zugrunde. War doch George der einzige Bezugspunkt in seiner Familie, von dem er Liebe und Fürsorge erfahren konnte. Und nun hat er noch nicht einmal eine Möglichkeit, an seinem Grab zu trauern. Nach einem Sanatoriums-Aufenthalt begibt er sich 1928 auf eine Reise quer durch Frankreich, um sich über sein weiteres Leben Gedanken zu machen und um mit dem Tod von George endlich abschließen zu können. Auch wenn es für ihn die letzte Konsequenz, den Selbstmord, bedeuten würde.

Die Sprache von Kate Mosse verzaubert einen schon nach wenigen Seiten, so bildgewaltig, farbenfroh und poetisch ist sie, ohne jemals auch nur eine Spur kitschig zu werden. In diesem wunderbaren kleinen Buch erzählt die Autorin auf ruhige, leise Weise eine Geschichte über die Liebe, die keine Zeitgrenzen gibt, die einen berührt, traurig stimmt und die bei einem nach Beendigung lange Zeit noch nachhallt. Ebenso gelingt es ihr fast mühelos, einem das kleine Dörfchen Nulle mitten in den Pyrenäer Bergen vor Augen treten zu lassen, dem ein verwunschener Hauch anhaftet, bedingt ist dies nicht nur durch die winterliche Landschaft. Das ganze Dorf wirkt irgendwie vergessen, in der Zeit stehen geblieben, fast trist und doch sind seine Einwohner voller Herzenswärme.

Hier findet Frederick langsam wieder zu sich selbst zurück, lernt mit seinem Verlust zu leben und langsam wieder neuen Lebensmut zu schöpfen. Viel dazu bei trägt Madame Galy, denn bis dahin hatte Frederick nie so etwas wie mütterliche Fürsorge spüren dürfen. So ist auch dieses Gefühl der Geborgenheit für ihn etwas Neues und hilft ihm, aus seiner selbst auferlegten Isolation etwas herauszutreten. Aber die größte Veränderung löst Fabrissa in ihm aus. Durch sie erfährt er, wie selbstlos Liebe sein kann, durch sie schöpft er wieder neuen Mut, sie führt ihn quasi wieder zurück ins Leben. Dies führt dazu, dass Frederick sich auf die Suche nach ihr macht, um das Rätsel um Fabrissas Verschwindens zu lösen.

Einen einzigen „Fehler“ hat dieses wunderschöne Buch: Es ist eindeutig zu kurz. Kate Mosse hat mit „Wintergeister“ eine  absolut faszinierende und anrührende Geschichte geschaffen.

Mittwoch, 17. November 2010

{SuB-Zuwachs} Spannender und mystischer Buchzuwachs

Heute hat es mal wieder richtig Spaß gemacht, in den Briefkasten zu schauen. Lagen doch gleich zwei neue Rezensionsexemplare darin.

Zum einen hat mir der Mira Taschenbuch Verlag 

 
"Blume des Satans" von Erica Spindler 

geschickt. Da ich bereits einige Bücher der Autorin gelesen habe, bin ich natürlich schon mächtig gespannt auf den Thriller.

Hier die Inhaltsangabe:

"Paradise Christian Church" - so heißt die Kirche, in der die Pfarrerin Rachel Howard sich besonders engagiert um Jugendliche kümmert. Aber dann verschwindet sie spurlos.

Zusammen mit dem Ex-Cop Rick Wells, der auf Key West eine Bar betreibt, versucht Liz etwas über den Verbleib ihrer Schwester herauszufinden. Vergeblich. Stattdessen entdecken sie Entsetzliches: Der düstere Satanskult "Gehörnte Blume" begeht offensichtlich Ritualmorde an Jugendlichen ...



Und dann kam vom Droemer Knaur Verlag 

 
"Wintergeister" von Kate Mosse. 

Hierauf freue ich mich ganz besonders und werde es auch gleich als nächstes lesen, denn von Kate Mosse habe ich bereits "Das verlorene Labyrinth" und "Die Achte Karte" gelesen und fand Beide richtig klasse.

Und darum gehts in Wintergeister:

1933 reist der junge Frederick Watson ins französische Toulouse. Dort sucht er einen Antiquar auf, der die alte Sprache des Südens beherrscht: Okzitanisch. Denn in Fredericks Besitz befindet sich ein alter, geradezu antiker Brief, der in Okzitanisch verfasst ist. Seit fünf Jahren trägt Frederick diesen Brief mit sich herum, seit er in einem kleinen Dorf die geheimnisvolle Fabrissa kennengelernt hatte. Vom ersten Augenblick an schien zwischen ihnen etwas Besonderes zu sein - doch dann war sie plötzlich verschwunden. Niemand konnte sich an Fabrissa erinnern, und bei der Suche nach ihr war Frederick nur auf diesen uralten Brief gestoßen, der eindeutig für ihn bestimmt war ...


Ein ganz dickes Dankeschön an die beiden Verlage für die Bereitstellung der Leseexemplare. Meine Rezensionen folgen natürlich dann wieder gleich nach Beendigung des jeweiligen Buches.


Liebe Grüße
Isabel