Leseempfehlungen

Dienstag, 17. Mai 2011

{SuB-Zuwachs} Historischer Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

in Sachen Bücher hat sich bei mir in der letzten Zeit einiges getan, leider hatte ich aber etwas wenig Zeit zum Posten und so kommen jetzt so nach und nach meine Neuerwerbungen oder wohl eher Neuersteigerungen alle ziemlich gebündelt. Ich muss ja wirklich zu meiner Schande gestehen, dass ich beim Buchersteigern diesen Monat schon gnadenlos zugeschlagen habe ... hüstel ...., aber hey: die Bücher habe ich alle für einen supertollen Preis ersteigert ... da muss man doch einfach zugreifen ... oder???

Mein Mann meinte ja schon, dass es nicht mehr lange dauert und ich bekomme meine eigene Packstation vors Haus gestellt ... mhhh ... hätte was, ein Plätzchen würde ich dafür auch noch finden ... grins!!

Also, hier sind schon mal die ersten, die ich Euch nicht vorenthalten möchte, die restlichen folgen dann diese Woche noch:

Die Stimmen von Salem 
von Megan Chance

Inhalt lt. amazon:
Julia, die neue Assistentin am Observatorium, verdreht Lomax gleich am ersten Tag den Kopf. Als sie beschuldigt wird, ihren Mann und ihre Stieftochter ermordet zu haben, versucht er alles, um ihre Unschuld zu beweisen. Der Fall scheint bald geklärt, doch dann macht Lomax eine unglaubliche Entdeckung ...




Das Geheimnis der Hebamme 
von Sabine Ebert

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Deutschland zur Zeit von Kaiser Barbarossa: Weil sein Sohn tot geboren wurde, will Burgherr Wulfhart der jungen Hebamme Marthe Hände und Füße abschlagen lassen. Nur mit knapper Not gelingt ihr die Flucht aus dem Dorf. Um zu überleben, schließt sich das Mädchen einer Gruppe Siedler an, die ostwärts ziehen, um sich in dem noch unerschlossenen Gebiet ein neues, freies Leben aufzubauen. Angeführt werden sie von dem edlen Ritter Christian, der sofort von Marthe fasziniert ist. Doch ihre Schönheit und ihre besondere heilende Gabe haben auch die Aufmerksamkeit von Randolf erregt, Christians erbittertstem Feind ...



Die Spur der Hebamme
von Sabine Ebert

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Mark Meißen im Jahre 1173: Marthe und ihr Mann Christian könnten glücklich und zufrieden im durch den Silberbergbau erblühten Christiansdorf leben, doch da erreichen sie schlimme Neuigkeiten: Heinrich der Löwe ist von seiner Pilgerfahrt ins Heilige Land zurückgekehrt, und mit ihm Christians ärgster Feind. Erneut ist der Meißner Markgraf Otto von Wettin in die Kämpfe gegen den mächtigen Herzog von Sachsen und Bayern verwickelt. Und er ernennt ausgerechnet Christians Feind zum Vogt des Silberdorfes. Christian will seine Frau in Sicherheit bringen. Doch sie wird von einem fanatischen Medicus denunziert und muss sich vor einem Kirchengericht verantworten. Verzweifelt sucht Christian nach ihr, aber sie scheint spurlos verschwunden … Die Fortsetzung von »Das Geheimnis der Hebamme«!




Die Pilgerin 
von Iny Lorentz

Inhalt lt. amazon:
1368: Als ihr Vater stirbt, ändert sich Tilla Willingers Leben mit einem Schlag. Von der Sorge um sein Seelenheil getrieben, hat der Kaufherr bestimmt, dass sein Herz nach Santiago de Compostela gebracht werden soll. Tillas Bruder schert sich jedoch nicht um den letzten Willen des Vaters und auch nicht um dessen Wunsch, Tilla mit Damian zu verheiraten. Stattdessen zwingt er Tilla in eine Ehe mit Veit Gürtler. Dieser stirbt jedoch in der Hochzeitsnacht und Tilla entschließt sich zur Flucht. Sie holt das Kästchen mit dem Herzen ihres Vaters, um es nach Santiago zu bringen. Dabei nimmt sie auch die Schatulle mit, in der sie ihren Heiratsvertrag und das Testament ihres Vaters weiß. Sie ahnt allerdings nicht, dass sich noch weit aus brisantere Papiere darin befinden. Tilla verkleidet sich als Mann, schließt sich Pilgern an und begibt sich auf eine gefährliche Reise.



Die Herrin der Päpste 
von Eric Walz

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Das aufregende und außergewöhnliche Leben einer faszinierenden historischen Frauengestalt – Geliebte, Mutter und Großmutter je eines Papstes. Vergessen von der Geschichte, die ohne sie eine andere gewesen wäre.

Sie lebte im 10. Jahrhundert, dem dunklen, unbekannten saeculum obscurum - die römische Senatorentochter Marocia. Als sie - über 90-jährig - im Kloster stirbt, war sie Geliebte, Mutter, Großmutter und Tante je eines Papstes, hat zwei Ehemänner und vier ihrer fünf Kinder überlebt, hat persönliche und politische Triumphe gefeiert und Tragödien gemeistert. Sie kreuzte die Wege der Großen ihres Jahrhunderts, erlebte die Geburt des Heiligen Römischen Reiches, war acht Jahre in Gefangenschaft - und begegnete der großen Liebe ihres Lebens ...




Die Sternjägerin
von Eric Walz

Inhalt lt. amazon:
Sie entschied sich gegen die Liebe – und für ihre Berufung

Eine faszinierende, widersprüchliche und mutige Frau geht ihren Weg in der Wissenschaft und in der Liebe. Sie war die Herrin der Sternenkarten: Der außergewöhnliche Lebensweg der Astronomin Elisabeth Hevelius (1647 – 1693).

Um sich ihren Herzenswunsch zu erfüllen – der Erforschung der Sterne –, heiratet die junge Elisabeth Koopmann 1663 den bekannten Danziger Astronomen Johannes Hevelius. Doch zugleich ist sie nicht bereit, die Beziehung zu ihrem Geliebten Marek endgültig aufzugeben. Die verbotene Liebe droht ihre Familie zu zerstören, während ihr wissenschaftlicher Erfolg böswillige Neider hervorruft. Doch ihr Mut und ihre innere Stärke lassen Elisabeth nicht aufgeben – bis sie als Zeichnerin der ersten genauen Mondkarten in die Geschichte eingeht!




Die Glasmalerin
von Eric Walz

Inhalt lt. amazon:
Große historische Unterhaltung

Mitten im hektischen Treiben des Trienter Konzils im Oktober 1551 verliebt sich die Ulmer Glasmalerin Antonia Bender völlig unstandesgemäß: ausgerechnet in den jungen Jesuiten Sandro. Eine unmögliche Liebe – denn Sandro ist nicht nur der Halbbruder von Antonias langjährigem Verehrer Matthias, dem mächtigen Abgesandten des württembergischen Herzogs, er soll auch einen Bischofsmörder aufspüren. Daher ist Antonia froh, in der Kurtisane Carlotta eine Freundin in der fremden Stadt gefunden zu haben. Was Antonia nicht weiß: Carlotta ist nur aus einem einzigen Grund nach Trient gekommen: Sie hat vor, den Sohn des Papstes zu töten … So bunt, farbenprächtig und detailreich wie die Glasfenster im Dom zu Trient.

Das waren die Historischen Romane, die jetzt ein neues Zuhause in meinem Bücherregal gefunden haben. Aber natürlich konnte ich meine Finger auch wieder einmal nicht von Thrillern und Krimis lassen und die folgen dann diese Woche noch.

Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche!
Liebe Grüße
Isabel

{Rezension} Todesstoß von Karen Rose

Verlag: Knaur HC Verlag
Übersetzer: Kerstin Winter
Genre: Amerikanischer Thriller
Taschenbuchausgabe: 656 Seiten
ISBN: 3426663570
Erscheinungsdatum: 02. Mai 2011
Preis: 14,99 €


Mörderisches Shadowland

Nach überaus dramatischen Erlebnissen in Chicago beginnt Eve Wilson sich in Minneapolis ein neues Leben aufzubauen und studiert an der dortigen Universität Psychologie. Für dieses Studium hat sie ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, bei der das Suchtverhalten von Onlinespielern untersucht wird. Als mehrere ihrer Testpersonen ermordet werden, versucht sie die Polizei von Minneapolis bei ihren Ermittlungen zu unterstützen und gerät hierbei selbst in das Visier des Serienmörders.

Karen Rose gelingt es auch dieses Mal wieder mühelos, mich nach wenigen Seiten gnadenlos an ihren Thriller zu binden. Ihr Schreibstil kann einfach nur als wunderbar flüssig, packend und absolut fesselnd beschrieben werden. Die Story entwickelt sich ziemlich komplex und ihr gelingt es auch wieder sehr gut, bei all den Ermittlungen das Privatleben ihrer Protagonisten nicht zu kurz kommen zu lassen, wobei sich dieses aber auch nie in den Vordergrund drängt. Der Thriller überrascht mit unverhofften Wendungen, zumal sich bald herausstellt, dass hier eigentlich zwei Fälle behandelt werden, die erst einmal so nichts miteinander zu tun haben, trotzdem ihre Berührungspunkte haben und somit auch das Hat Squad, die Polizei von Minneapolis, ziemlich verwirren und in ihren Ermittlungen behindern.

Das Hauptaugenmerk der Story liegt bei Eve Wilson wie auch bei dem Detective Noah Webster. Beide schleppen „Altlasten“ mit sich herum und sind anfangs deswegen der Meinung, keine neue Beziehung eingehen zu können. Tja, da haben sie aber nicht mit Amors Pfeil gerechnet. Neben der reinen Ermittlungsarbeit, in die Beide voll involviert sind,  erfährt man so auch einiges über die Gefühlswelt von Eve und Noah. Zusätzlich zu diesen beiden Erzählsträngen gibt es aber auch noch einige weitere Nebenhandlungen, die nicht minder spannend sind. Vor allem natürlich der, in dem Karen Rose die gestörte Gedankenwelt des Serienmörders beschreibt. Nach und nach enthüllt die Autorin immer ein wenig mehr über seine Identität, sodass ich ab gut der Hälfte des Thrillers eine Ahnung hatte, die letztendlich auch bestätigt wurde, aber die Spannung ist damit absolut nicht gemindert worden.

Ja, die Spannung! Diese ist praktisch von der ersten Seite an vorhanden und hält sich absolut mühelos bis zum Schluss auf sehr hohem Niveau. Mit ein Grund hierfür sind die äußerst gut platzierten Wechsel zwischen den Handlungssträngen. Klar, kann man sich bald schon vorstellen, auf was die Story letztendlich hinauslaufen wird, aber der Weg dahin ist dermaßen fesselnd, dass man einfach gebannt weiterlesen muss! Allerdings ist dieser Thriller auch dieses Mal nicht unbedingt etwas für schwache Nerven, denn die Autorin beschreibt ziemlich schonungslos die Morde wie auch die Ängste der Opfer und erspart dem Leser auch nicht mitzuteilen, wie der Mörder anschließend mit den Leichen umgeht.

Und auch die Charaktere überzeugen wieder durchweg bis in die kleinste Nebenrolle. Die Protagonisten Eve und Noah sind sympathisch und facettenreich beschrieben und auch, wenn einem ziemlich schnell klar ist, dass die Beiden zusammenkommen, gestaltet sich dies teilweise ganz schön holprig zwischen ihnen. So müssen ihre Freunde schon ziemliche Überzeugungsarbeit leisten bis die Beiden endlich einsehen, dass sie zusammengehören. Die Figur des Serienmörders ist Karen Rose ebenfalls sehr gut gelungen. Dieser agiert kaltblütig, menschenverachtend und völlig skrupellos, ist dabei absolut von sich selbst überzeugt, äußerst penibel und hinterlässt hierdurch an den Tatorten absolut keine Spuren … ganz im Gegenteil: mehr als einmal gelingt es ihm sogar überzeugend falsche Spuren zu legen.  Dies ist mit ein Grund, warum die Ermittlungen des Hat Squad ständig ins Stocken geraten und sie lange keine heiße Spur verfolgen können. Hinzu kommen noch Probleme innerhalb der Mordkommission, die auch Auswirkungen auf den Fall haben.


Fazit: Ein absolut fesselnder, extrem spannender Thriller mit einer komplexen Story und äußerst sympathischen Protagonisten.

Freitag, 13. Mai 2011

{Rezension} Yelena und der Mörder von Sitia von Maria V. Snyder

Verlag: mira Taschenbuchverlag
Übersetzer: Rainer Nolden
Taschenbuchausgabe: 528 Seiten
Genre: Fantasy
ISBN: 9783899418446
Erscheinungsdatum: 10. März 2011
Preis: 7,95 €



Das Abenteuer geht weiter

Nachdem Yelena in Ixia die Hinrichtung droht, macht sie sich nun mit der Magierin Yris auf den Weg nach Sitia, um dort ihre Familie wieder zu finden und um ihre magische Ausbildung zu beginnen. Nur kurz ist das Wiedersehen mit ihrer Familie, da geht der Weg auch schon weiter zur Zitadelle von Sitia. Während Yelena sich ihrer Ausbildung widmet und versucht, sich in Sitia einzuleben, treibt ein Mörder sein Unwesen. Dieser entführt junge Mädchen, beraubt sie ihrer Seele und tötet sie anschließend. Yelena unterstützt die Magier von Sitia bei der Suche des Mörders und schon bald muss sie feststellen, dass dieser es auch auf sie abgesehen hat. Zusammen mit ihrem Geliebten Valek versucht Yelena alles, um den Mörder zu stellen.

Maria V. Snyder schließt mit dem zweiten Teil der Trilogie direkt an Band 1 an und so ist man auch sofort wieder mitten im Geschehen, denn schon die Ankunft in Sitia gestaltet sich für Yelena nicht gerade einfach. Liebevoll wird sie zwar von ihren Eltern empfangen, doch von ihrem älteren Bruder Leif erfährt sie nur Ablehnung und Hass, da dieser sie für eine Spionin aus Ixia hält. Und auch die Weiterreise zur Zitadelle läuft nicht reibungslos, sodass Yelena kaum Zeit bleibt, ihre Eindrücke von Sitia zu verarbeiten. Selbst in der Zitadelle ist an ein ruhiges Leben nicht zu denken, sind doch nicht alle Magier von ihrer Anwesenheit begeistert. Yelena lässt sich hiervon jedoch nicht beirren und geht beharrlich ihrer Ausbildung nach, bis sie von den Morden erfährt.

War die Stimmung des ersten Teils noch etwas finster und bedrückend angelegt, so gestaltet sich dieser Band äußerst farbenfroh und lebendig. Die Menschen in Sitia lieben bunte Kleidung, sind lebhaft, eigenwillig und aufgeschlossen. Anfangs hat Yelena hiermit ein wenig Probleme, lebt sich jedoch schnell ein, doch heimatliche Gefühle wollen sich bei ihr nicht so richtig einstellen. Zu sehr hat sie das Leben von Ixia mit ihren klar strukturierten Regeln geprägt. Hinzu kommt, dass sie Valek schmerzlich vermisst. Ein treuer Begleiter wird ihr schnell der kleine Bettler Fisk und das Pferd Kiki, mit dem sie gedanklich kommunizieren kann. Und Kiki hilft ihr auch aus der einen oder anderen gefahrvollen Situation heraus.

Richtig zum Luftholen kommt man in diesem Band auch wieder nicht. So reiht sich eine gefährliche Situation an die nächste und Yelena muss hierdurch oft genug ihre kämpferischen und auch magischen Fähigkeiten beweisen. Die Spannung ist von Anfang an wieder auf einem sehr hohen Niveau und da die Story sich sehr interessant entwickelt, hält sich so die Spannung auch mühelos bis zum Schluss. Letztendlich überzeugt aber auch wieder der fesselnde und flüssige Schreibstil von Maria V. Snyder und sorgt dafür, dass man problemlos in die Story eintauchen kann.

Alle Charaktere sind wieder sehr detailreich gezeichnet, überraschen einen im Verlauf der Geschichte öfter einmal in ihrem Verhalten und sind somit zumeist nicht vorhersehbar. Besonders hat mir hier die Darstellung von Yelenas Mutter gefallen, in ihr hatte ich mich ja wirklich total getäuscht und bin wirklich angenehm überrascht worden. Auch sind einige Figuren aus dem ersten Band vertreten und so trifft man auch wieder auf Ari und Janco. Das Geplänkel zwischen den Beiden lockert zwischendurch die Stimmung ein wenig auf und verleitet einen des Öfteren zum Schmunzeln.

Einzig die Beschreibung von Yelena hat mich dieses Mal etwas gestört. Durfte sie im ersten Band noch Fehler, Schwächen und Selbstzweifel haben, so wirkt sie hier fast zu perfekt. Mutig und selbstsicher stellt sie sich jeder gefährlichen Situation, zeigt keine Angst und neigt eher zur Selbstüberschätzung. Gerade da sie sich in der Ausbildung befindet, hätte ich mir bei der Anwendung ihrer magischen Fähigkeiten doch ein wenig mehr Zurückhaltung gewünscht. Und auch wenn es sich hierbei um einen Fantasyroman handelt, hätte eine etwas realistischere Darstellung ihrem Charakter gut getan.


Fazit: Ansonsten ist der 2. Band jedoch ein durchweg sehr rasant erzähltes Buch mit einer fesselnden Geschichte und sauber heraus gearbeiteten Charakteren.

{Rezension} Dogma von Raymond Khoury

Verlag: rororo Verlag
Übersetzer: Anja Schünemann
Taschenbuchausgabe: 560 Seiten
Genre: Mystery-Thriller
ISBN: 349925638X
Erscheinungsdatum: 12. Mai 2011
Preis: 9,99 €


Den Willen des Herrn

Konstantinopel im Juli 1203. Der Templer Everard von Tyros und drei seiner Getreuen entwenden in der Kaiserlichen Bibliothek von Konstantinopel drei schwere Truhen und fliehen. Nach einigen Tagen finden sie Zuflucht in einem abgelegenen Bergkloster und hoffen auf Unterstützung durch die dort lebenden Mönche. Doch ihnen wird von den Ordensbrüdern ein tödlicher Trank verabreicht. Rom im Jahr 2010. Der FBI-Agent Sean Reilly stiehlt aus der Vatikan-Bibliothek geheime Akten, um das Leben der Archäologin Tess Chaykin zu retten. Doch kaum sind die Unterlagen übergeben, heftet sich Reilly zusammen mit der befreiten Tess an die Fersen des Erpressers und eine gnadenlose Jagd quer durch Europa beginnt.

Im Haupthandlungsstrang erzählt Raymond Khoury die wilde, gefahrvolle und rasante Verfolgungsjagd von Reilly und Tess nach dem Erpresser, welche sie von Italien in die Türkei führt. Dieser scheint den Beiden immer einen Schritt voraus zu sein und verfolgt absolut skrupellos sein Ziel, wobei er  im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen geht. Entsprechend ist hier auch der Schreibstil von Raymond Khoury stellenweise recht direkt und brutal und nichts für schwache Nerven.

Dank ihren Kenntnissen als Archäologin und ihren Nachforschungen im Internet kommt Tess im Lauf der Story langsam hinter das Geheimnis, welches der Erpresser so gnadenlos verfolgt.  Und so erfährt auch der Leser nach und nach etwas über den Inhalt dieser geheimnisvollen Kisten und somit den Grund für diese mörderische Verfolgungsjagd. Dies wird einem durch einen zweiten Erzählstrang näher gebracht, der im Jahr 1310 spielt. Man lernt den Tempelritter Conrad kennen, der wegen der Verfolgung der Templer durch den französischen König in Konstantinopel untergetaucht ist und dort mit Reliquien handelt. Durch Zufall erfährt er hierdurch etwas über den Verbleib der geheimnisvollen Kisten und über das Schicksal des Templers Everard von Tyros.  

Der Handlungsstrang der Vergangenheit überzeugt von Anfang an. Ohne Probleme gelingt es Raymond Khoury einem das gefahrvolle Leben von Conrad vor Augen zu führen und seine Erlebnisse schildert er sehr farbenfroh und fesselnd. Die Geschichte der Gegenwart konnte mich nicht restlos überzeugen. Eigentlich ist dieser Teil eine einzige Verfolgungsjagd nach dem Erpresser, wobei dieser Tess und Reilly generell immer einen Schritt voraus ist, über scheinbar übermenschliche Fähigkeiten verfügt und ganz offensichtlich von unbekannter Seite mächtige Unterstützung erhält.

Sein Charakter wird vom Autor als von Grund auf  böse dargestellt und wirkt hierdurch sehr vorhersehbar und für mich unrealistisch. Tess und Reilly dagegen sind sympathisch beschrieben, nehmen beim Lesen schnell Konturen an, wirken aber in ihrer Vorgehensweise auch oft vorhersehbar, da sie meist einfach nur auf die Handlungen des Erpressers reagieren können, anstelle selbst die Initiative ergreifen zu können. 

Dies ist aber eigentlich nicht so relevant, da die Story hier eindeutig im Vordergrund steht. Wie gesagt, wirkt die Erzählung der Gegenwart wie eine Aneinanderreihung der unterschiedlichsten Szenarien von Verfolgungsjagden. Diese sind jedoch sehr rasant und überaus spannend dargestellt, überraschen gelegentlich und wirken zumeist auch ziemlich schlüssig. Und was die Spannung natürlich ständig auf einem hohen Niveau hält ist die Frage, was sich Geheimnisvolles in diesen drei Kisten befindet, die der Erpresser um jeden Preis finden will.

Freitag, 6. Mai 2011

{Rezension} Das Schweigen der Toten von Todd Ritter

Verlag: rororo Verlag 
Übersetzer: Michael Windgassen
Taschenbuchausgabe: 384 Seiten
Genre: Amerikanischer Thriller
ISBN: 349925588X
Erscheinungsdatum: 01. Februar 2011
Preis: 9,99 €

Morde mit Vorankündigung

Ein grauer, kalter Morgen im März. Chief Kat Campbell ist Sheriff in dem beschaulichen Städtchen Perry Hollow, in dem Morde eigentlich nicht vorkommen. Bis zu dem Morgen als ein LKW-Fahrer am Straßenrand der Old Mill Road eine sargähnliche Kiste findet. Darin liegt ein Mann, seine Lippen zugenäht, sein Körper ausgeblutet. Zusammen mit Nick Donelly von der Landespolizei beginnt Kat mit den Ermittlungen. Schnell erfahren sie, dass zu dem Mord bei der ortsansässigen Zeitung eine Todesanzeige eingegangen ist, versehen mit dem genauen Todeszeitpunkt. Und während Kat und Nick ihren Ermittlungen nachgehen, erreicht die Zeitung eine neue Traueranzeige. Ihnen bleibt genau eine halbe Stunde, um das Opfer zu retten.

Ohne Frage ist der Prolog als Einstieg in den Thriller hervorragend gelungen. Sehr plastisch schildert Todd Ritter hier das Grauen eines Landwirtes als dieser feststellen muss, dass er einem Mörder ausgeliefert ist. Und auch die Todesnachrichten treiben die Spannung schon sehr an und reizen einen immer wieder zum Weiterlesen. Der Schreibstil von Todd Ritter ist durchweg flüssig, fesselnd und temporeich angelegt. So nimmt er sich zwar genug Zeit, um einem seine Protagonisten nach und nach vorzustellen, gibt ihrem Privatleben jedoch nicht zu viel Raum, sodass die Ermittlungen immer im Vordergrund stehen. 

Eine Zeitlang rätselt man auch darüber, um wen es sich bei dem Mörder handeln könnte. Hierfür kommen im Lauf des Thrillers mehrere Verdächtige in Frage. Allerdings passen davon einige einfach zu gut in das Profil des Mörders, dass man diese für sich selbst schon gleich wieder aussortiert. Und so war mir leider ziemlich schnell klar, wer der Mörder sein muss, sein Motiv blieb jedoch bis zum Schluss im Dunkeln. Dieses Wissen hat für mich die Spannung dann doch etwas herausgenommen und teilweise waren mir einige Zusammenhänge auch zu konstruiert gewesen.

Sehr gut herausgearbeitet sind die drei Hauptfiguren des Thrillers. Zum einen ist dies Chief Kat Campbell. Sie identifiziert sich mit dem kleinen Städtchen, ist dort aufgewachsen und investiert entsprechend viel Zeit in ihre Arbeit. Und trotzdem findet sie immer noch irgendwie genug Freiraum, um sich als allein erziehende Mutter liebevoll um ihren 10-jährigen Sohn James zu kümmern, wobei sie hierbei aber auch viel Unterstützung aus der Gemeinde erfährt. Kat geht ungern ein Risiko ein, fährt aber gleichzeitig wie ein Formel 1-Fahrer, hält nicht viel von Machtspielchen und hat somit auch kein Problem, die Führung der Ermittlungen an Nick abzugeben, sondern unterstützt ihn tatkräftig.

Dieser hat bis heute noch sehr an einer dramatischen Erfahrung aus seiner Vergangenheit zu leiden und die mit Schuld daran ist, dass Nick sich so intensiv in den vorliegenden Fall stürzt. Der Dritte im Bunde ist Henry Goll, der Reporter der ortsansässigen Zeitung, der für diese die Nachrufe der Verstorbenen verfasst. Henry hat sich nach einem traumatischen Erlebnis vor 5 Jahren in das kleine Städtchen zurückgezogen. Durch eine Narbe im Gesicht entstellt, meidet er die Einwohner nach Möglichkeit. Als er jedoch die erste Todesnachricht erhält, kommt er langsam aus seinem Schneckenhaus heraus und unterstützt Kat und Nick intensiv bei ihren Ermittlungen.

Etwas gestört hat mich hier auch, dass zwei der drei Hauptfiguren so problembehaftet sein müssen. Bei Henry lässt es sich noch ein wenig mit dem Verlauf der Story erklären, bei Nick fand ich dies jedoch ziemlich überflüssig.

Donnerstag, 5. Mai 2011

{Stöckchen} 100 Bücher, die man gelesen haben sollte

Momentan geht auf verschiedenen Blogs ein Stöckchen um, dass ich jetzt direkt mal aufgegriffen habe und ich versuche mal mein Glück


Fett = gelesen 
 

1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien
2. Die Bibel - teilweise
3. Die Säulen der Erde, Ken Follett
4. Das Parfum, Patrick Süskind

5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry
6. Buddenbrooks, Thomas Mann
7. Der Medicus, Noah Gordon
8. Der Alchimist, Paulo Coelho
9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling
10. Die Päpstin, Donna W. Cross

11. Tintenherz, Cornelia Funke - Film gesehen
12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon
13. Das Geisterhaus, Isabel Allende
- Film gesehen
14. Der Vorleser, Bernhard Schlink
15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe

16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón
17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen
18. Der Name der Rose, Umberto Eco - liegt auf meinem SuB
19. Illuminati, Dan Brown
20. Effi Briest, Theodor Fontane

21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling
22. Der Zauberberg, Thomas Mann
23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell
24. Siddharta, Hermann Hesse
25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch
26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende
27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn
28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt
29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse
30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradler 
31. Deutschstunde, Siegfried Lenz
32. Die Glut, Sándor Márai
33. Homo Faber, Max Frisch
34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
37. Owen Meany, John Irving
38. Sofies Welt, Jostein Gaarder
39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams
40. Die Wand, Marlen Haushofer

41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
43. Der Stechlin, Theodor Fontane
44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse
45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee
46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
47. Der Laden, Erwin Strittmatter
48. Die Blechtrommel, Günter Grass - Film gesehen
49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque
50. Der Schwarm, Frank Schätzing
51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks
52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling
53. Momo, Michael Ende
54. Jahrestage, Uwe Johnson
55. Traumfänger, Marlo Morgan
56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger
57. Sakrileg, Dan Brown
58. Krabat, Otfried Preußler
59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren

60. Wüstenblume, Waris Diris
61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro
62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson
63. Mittsommermord, Henning Mankell
64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell
65. Das Hotel New Hampshire, John Irving
66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi
67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher
69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling
70. Tagebuch, Anne Frank
71. Salz auf unserer Haut, Benoite Groult
72. Jauche und Levkojen, Christine Brückner
73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen
74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann
75. Was ich liebte, Siri Hustvedt
76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers 
77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé
78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt
79. Winnetou, Karl May - kenne ich alle Filme, lief früher immer an Weihnachten

80. Désirée, Annemarie Selinko
81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig
82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving
83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë
84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern 
85. 1984, George Orwell

86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy
87. Paula, Isabel Allende
88. Solange du da bist, Marc Levy
89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel
90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell
92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow
93. Schachnovelle, Stefan Zweig
94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski
95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi
96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas - Film gesehen
98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel
99. Jane Eyre, Charlotte Brontë
100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood
Wow ... 35 Bücher ... hätte ich nicht gedacht. Aber dummerweise sind mir bei der Liste einige (eher viele) Bücher aufgefallen, die ich schon seit Ewigkeiten mal lesen wollte und die jetzt meine Wunschliste wieder einmal verlängern werden. Es sind aber auch wirklich tolle Bücher dabei!!
Liebe Grüße
Isabel

{Rezension} Mercy - Die Stunde der Rache ist nah von Lisa Jackson

Verlag: Droemer Knaur Verlag 
Übersetzer: Kristina Lake-Zapp
Klappenbroschur HC: 608 Seiten
Genre: Amerikanischer Thriller
ISBN: 978-3-426-66373-8
Erscheinungsdatum: 20.08.2010
Preis: 14,99 €

Späte Rache ist die beste Rache

Nach einem Unfall ist Detective Rick Bentz krankgeschrieben und versucht mühsam, wieder zur alten Form zurückzufinden. In dieser untätigen Zeit sieht er immer wieder eine Frau, die seiner Ex-Frau zum Verwechseln ähnlich sieht. Jedoch gibt es hier ein Problem: Jennifer ist seit 12 Jahren tot. Als er schon kurz davor ist, an seinem Verstand zu zweifeln, erhält er Post. In dem Briefumschlag befinden sich einige Fotos von Jennifer wie auch ihre Sterbeurkunde, versehen mit einem dicken roten Fragezeichen. Die Fotos sind eindeutig neueren Datums und in Südkalifornien aufgenommen. So macht sich Bentz von New Orleans aus auf in seine alte Heimat, um hinter das Rätsel zu kommen. Schon bald muss er feststellen, dass er hier in die Falle eines Psychopathen gegangen ist, der sich an ihm rächen will. Kaum in Los Angeles angekommen, geschehen Morde in seinem unmittelbaren Umfeld und seine ehemaligen Kollegen vom LAPD glauben nicht an seine „Jennifer-Erscheinungen“, die auch in L. A.  nicht aufhören. Als jedoch auch noch Bentz schwangere Ehefrau Olivia von dem Psychopathen entführt wird, beginnt ein atemloser Wettlauf gegen die Zeit, denn eins ist sicher, der Mörder wird Olivia nicht lange am Leben lassen. 

Ein wenig Zeit lässt sich Lisa Jackson schon, bis ihr Thriller an Fahrt aufnimmt, aber dann ist man ihm auch gnadenlos bis zum Schluss ausgeliefert. Anfangs lernt man einig wenig die momentanen Umstände im Leben von Rick Bentz kennen, erfährt aber so gut wie nichts über den merkwürdigen Unfall, der ihn in seiner Bewegungsfreiheit noch stark einschränkt. Das hat mich schon ein wenig irritiert, stört jetzt aber nicht unbedingt. Aber man lernt in diesem Abschnitt den Menschen Bentz sehr gut kennen und erfährt vieles aus seiner Vergangenheit, was entscheidende Kriterien für den anschließenden Fall sind.  

Und dieser entwickelt sich wirklich sehr verzwickt. Der Autorin gelingt es gut, einen anfangs an den „Jennifer-Erscheinungen“ ein wenig zweifeln zu lassen und dies für eine Ausgeburt von Bentz Fantasie zu halten, ausgelöst durch Schuldgefühle. Doch schon bald merkt man, dass dies keine Sinnestäuschungen sind. Doch wer ist die Frau? Jennifer ist seit 12 Jahren tot, und wenn sie es doch sein sollte, warum ist sie nicht gealtert? Und warum setzt sie Bentz diesem Psychoterror aus? Und wenn es nicht Jennifer ist, wer hat dann ein Interesse daran, Bentz systematisch zu zerstören, dafür auch noch weitere Morde in Kauf zu nehmen und sogar seine Ehefrau zu bedrohen? Diese Fragen beschäftigen einen während des kompletten Thrillers. Und das Lisa Jackson die Person selbst zu Wort kommen lässt, die hinter diesen Morden und Psychospielchen steckt, hilft einem auch nicht wirklich weiter, erhöht aber die Spannung noch zusätzlich. Denn hierbei handelt es sich eindeutig um eine extrem gestörte Persönlichkeit.

Die Story ist so komplex angelegt, da man ständig neue Möglichkeiten für Motiv und Täter wieder in Zweifel zieht, einen Verdächtigen noch nicht einmal ansatzweise ausmachen kann, da eigentlich niemand in Betracht kommt … außer möglicherweise Jennifer, aber diese ist ja eigentlich tot, von Bentz selbst identifiziert. Oder hat er sich doch getäuscht? Auch Bentz zweifelt langsam daran und beantragt eine Exhumierung. Von seinen ehemaligen LAPD-Kollegen erhält Bentz anfangs kaum Unterstützung, sie glauben, dass ihr Ex-Kollege einem Hirngespinst hinterher jagt. Einzig sein Partner Montoya vom New Orleans Department unterstützt ihn bei seinen Bemühungen, hinter die Wahrheit zu kommen.

Die Charaktere, allen voran der von Rick Bentz, sind hervorragend dargestellt. So kann man Bentz Verzweiflung ob seiner Untätigkeit durch den Unfall regelrecht nachfühlen wie auch seine nach wie vor vorhandenen Schuldgefühle gegenüber dem Tod eines Jungen, den er vor 12 Jahren irrtümlich erschossen hat. Und auch denen gegenüber Jennifer, da er der Meinung ist, dass er an ihrem Selbstmord nicht ganz unschuldig sei. Zudem ist es ihm verhasst, dass er sich noch nicht wieder so bewegen kann, wie er gerne möchte, immer noch auf einen Gehstock angewiesen ist und ihn seine Vorgesetzte noch nicht wieder arbeiten lässt. Genau zu der Zeit, als ihm hoffnungslos die Decke auf den Kopf fällt und er kurz vorm Durchdrehen ist, sieht er Jennifer. Und somit ist auch gut nachzuvollziehen, dass ihn diese „Jennifer-Erscheinungen“ massiv durcheinander bringen. Aber er wäre kein Polizist, wenn er nicht sofort mit seinen Nachforschungen beginnen würde.


Fazit: Ein sehr spannender, komplexer und auch recht logisch aufgebauter Thriller, der nach einem etwas langsamen Start ein rasantes Tempo vorlegt.

Mittwoch, 4. Mai 2011

{SuB-Zuwachs} Spannender, mystischer & historischer Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

heute konnte ich wieder einmal mehrere Bücher aus der Packstation abholen. Und das sind die Schätzchen:

Einmal hatte ich wieder Glück und habe für meinen Leseeindruck bei vorablesen.de ein Rezensionsexemplar erhalten. Hierfür vielen lieben Dank an vorablesen.de und den rororo-Verlag. Diese Mal handelt es sich um:


Raymond Khoury
Dogma
560 Seiten, € 9,99 (D)
rororo
ISBN: 
978-3-499-25638-7
Erscheint am 02. Mai 2011

Konstantinopel 1204: Kreuzritter belagern die Stadt. In der Nacht gelingt einer Gruppe Templer der Ausbruch durch die feindlichen Linien. Mit sich führen sie drei schlichte Truhen. Doch sie kommen nicht weit.


Istanbul 2010: Ein iranischer Archäologe wird mit dem Tod bedroht. Denn er hat eine Entdeckung gemacht.
Wenige Tage später in Rom: Tess Chaykin wird entführt. Um sie zu retten, soll Agent Reilly brisante Akten stehlen – aus dem geheimsten Bestand der vatikanischen Archive.


Und es beginnt eine Jagd von einem Kontinent zum anderen, über Gebirge hinweg bis tief ins Innere der Erde… Die Fortsetzung des Welt-Bestsellers «SCRIPTUM»


Da mir seine bisherigen Bücher schon gut gefallen haben und die Leseprobe richtig vielversprechend war, bin ich natürlich schon mächtig gespannt auf den Thriller ... werde ihn auch gleich im Anschluss lesen.

Tja, und dann habe ich meine Wunschliste mal wieder ein wenig abgearbeitet und herausgekommen sind diese Bücher:


Anja Jonuleit
Der andere Tod

336 Seiten
ISBN 978-3-423-21287-8
1. Auflage, Mai 2011  

dtv-Verlag
€ 8,95 

Ein Mann ohne Erinnerung

»Sie werden nun beginnen, die eine Hälfte meines Gesichts wiederherzustellen. Danach würde ich fast wieder der Alte sein. Aber kann ich das, wenn mir jegliche Erinnerung fehlt?« Nach einem Unfall hängt das Leben des deutschen Unternehmers Max Winther am seidenen Faden, sein Gesicht wurde völlig zerstört. Zwei Jahre und zahlreiche plastische Operationen später kann er die Spezialklinik in Kalifornien verlassen. Eines scheint allerdings nicht zurückzukehren: sein Gedächtnis. Sowenig er sich auch an seine Vergangenheit erinnert - seine Vergangenheit erinnert sich an ihn. Immer wieder tauchen blitzlichtartig Bilder aus seinem Unterbewusstsein auf, die ihn zutiefst beunruhigen. Eine dramatische Spurensuche beginnt ...

Auf die Autorin bin ich letztes Jahr aufmerksam geworden und habe bisher alle ihre Bücher gelesen, da durfte der neue Krimi von ihr natürlich nicht fehlen.

Dann habe ich bei meinen Lieblings-Radiosender (der bei mir eigentlich den ganzen Tag dudelt) eine Buchempfehlung gehört, habe mir die Inhaltsangabe durchgelesen und gleich auf meine Wunschliste gepackt ... und jetzt gekauft:


Silvia Stolzenburg
Die Launen des Teufels

ISBN 978-3937357416
16,95
Historischer Roman
Bookspot Verlag

Ulm, Oktober 1349: Nachdem die schweren, bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen den Handwerkszünften und dem städtischen Patriziat beigelegt sind, herrscht dank der Unterzeichnung des Kleinen Schwörbriefes wieder Frieden in der mächtigen Handelsmetropole an den Ufern der Donau. Um den Reichtum der Stadt zu mehren und Gott ein Denkmal zu setzen, wird mit dem Aushub einer riesigen Baugrube begonnen, die schon wenige Jahre später den Grundstein zum Bau des gewaltigsten und himmelstürmendsten Kirchenbaus der Welt empfangen soll. 

Als der habgierige und grausame Glockengießermeister Conrad beschließt, sowohl das Bauvorhaben als auch die damit einhergehende Korruption zu missbrauchen, um Reichtum und einen Sitz im Rat der Stadt zu erlangen, findet sich seine vierzehnjährige Tochter Anabel plötzlich mitten im turbulenten Stadtgeschehen wieder. Begehrt vom Abt der Barfüßerabtei, in der sie als Helferin im Hospital arbeitet, erfährt sie die ungeschminkte Wahrheit über ihren Vater, als dieser sie an den Klostervorsteher verpfändet... 

Hierbei handelt es sich um den ersten Band einer Trilogie und die Kritiken dazu hören sich richtig vielversprechend an.
  

Und das letzte im Bunde ist:


Todesstoß
Karen Rose
VERLAG Knaur HC 
SEITENZAHL 656  
AUSSTATTUNG Klappenbroschur  HC  
PREIS EUR (D) 14,99 
ISBN3-426-66357-0 ISBN 978-3-426-66357-8  
ERSCHEINUNGSTERMIN 02.05.2011  


Die Angst der Frauen ist sein Aphrodisiakum. Ihre Qualen seine Ekstase. Ein berauschender Moment! Jetzt endlich ist die Zeit gekommen für sein Meisterstück.

Eve Wilson hat die Hölle auf Erden erlebt. Nach einem Mordanschlag ist sie für immer gezeichnet. Dennoch versucht sie, sich eine neue Existenz aufzubauen: Sie studiert Psychologie und ist Leiterin eines Forschungsprojekts. Als sechs ihrer Testpersonen auf grausame Weise ums Leben kommen, hat Eve ein schockierendes Déjà-vu. Steht sie erneut auf der Liste eines psychopathischen Killers? Ein Fall für Detective Noah Webster, der die schöne und verletzliche Eve um jeden Preis schützen will …

Na, bei Karen Rose muss man nicht mehr viel sagen ... bisher fand ich alle ihre Thriller einfach nur super und freue mich schon auf "Todesstoß" 

Liebe Grüße
Isabel 

{Award} Ein neuer Blog-Award "The Book Blog's Award"

Und wieder einmal  zieht ein Blog-Award durch die Buchblogger Welt und dank Manuela von Mamenus Bücherblog hat er auch den Weg zu mir gefunden.



Liebe Manuela, dass ist echt lieb von Dir und ein ganz dickes Dankeschön dafür ... freu!!!

Für den Award soll man drei Bücherfragen beantworten, was ich natürlich sofort und gerne mache ... also hier sind sie:

1. Wie viele Bücher besitzt Du?
Tja, gute Frage! Stand von heute und wenn meine Eingaben bei lovelybooks richtig sind, müssten es genau 483 Stück sein. Aber da ich mich momentan mal wieder in einem absoluten Bücherkaufrausch befinde (ebay sei dank), kann es morgen schon wieder ganz anders aussehen.

2. Seit wann liest Du?
Seit ich lesen kann. Vor mir war schon als Kind kein Buch sicher, angefangen mit Pippi Langstrumpf (und sowieso alles von Astrid Lindgren), über die 5 Freunde bis hin zu Hanni und Nanni habe ich damals schon so ziemlich alles mitgenommen.

3. Wie oft liest Du in der Woche?
Ständig, ununterbrochen, dauernd ... ne Scherz! Aber eigentlich in jeder freien Minute und am liebsten abends, eingekuschelt auf der Couch in einer Decke mit ner leckeren Tasse Tee.

So, und jetzt soll der Award natürlich weitergegeben werden und somit verleihe ich den Award an folgende Bücherblogs:


Ich wünsche Euch Drei viel Spaß mit dem Award!

Liebe Grüße
Isabel

Dienstag, 3. Mai 2011

{SuB-Zuwachs} Fantastischer Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

vor kurzem hatte ich ja vom mira Taschenbuchverlag "Yelena und die Magierin des Südens" zugeschickt bekommen und war ja etwas skeptisch, da ich der Meinung war, dass das Fantasy-Genre irgendwie nicht so ganz meins wäre. Großer Irrtum meinerseits ... das Buch war richtig klasse und da ich gesehen hatte, dass bereits Band 2 und 3 veröffentlicht sind, habe ich beim Verlag angefragt ... ja und am Wochenende kamen die beiden anderen Bände ... jubel, freu!!!

Und das sind die beiden Schätzchen:

Yelena und die Mörder von Sitia
Maria V. Snyder
ISBN 978-3-89941-844-6
7,95 EUR [D]8,20 EUR [AT]12,90 sFr [Ch]
528 Seiten

Die bösen Kräfte rotten sich noch einmal zusammen – wird Yelena sie aufhalten können?

Nach ihrem Weggang aus Ixia hat Yelena nur wenig Zeit, um ihre Familie kennen zu lernen, aus deren Armen sie als Kind gestohlen wurde: Die Zitadelle von Sitia wartet auf ihr Eintreffen, damit sie unter der Führung der Magierin Irys ihre magische Ausbildung beginnt. Doch dann werden im ganzen Land junge Magierinnen entführt und getötet, um sie ihrer Macht zu berauben. Yelena schließt sich der Jagd auf den Mörder an begleitet von ihrem Geliebten Valek, dem die Hinrichtung droht, sollte er in Sitia entdeckt werden. Und so muss Yelena ungeahnte magische Kräfte entwickeln, um den Mörder zu fangen und ihre Liebe zu schützen.

"Ein weiteres mitreißendes Abenteuer, in dem Maria V. Snyder die internationalen Verwicklungen geschickt Yelenas persönlichen Kämpfen gegenüberstellt." Publishers Weekly



Yelena und die verlorenen Seelen
Maria V. Snyder
ISBN 978-3-89941-854-5
7,95 EUR [D]8,20 EUR [AT]12,90 sFr [Ch]
512 Seiten

Die bösen Kräfte rotten sich noch einmal zusammen – wird Yelena sie aufhalten können?

Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht, dass Yelena eine Seelenfinderin ist, die Seelen fangen und in die Ewigkeit entlassen kann. Gerade als sie versucht, dieser Gabe Herr zu werden, erhält sie eine verstörende Nachricht: Ferde, der Mörder von elf Mädchen, ist aus dem Gefängnis entkommen und plant gemeinsam mit den Daviians, die Macht in Sitia zu übernehmen. Um das Schlimmste zu verhindern, muss die junge Magierin sich jetzt einer Herausforderung stellen, die sie an die Grenzen ihrer Fähigkeiten bringt. Doch die Hoffnung, am Ende endlich wieder ihren Geliebten in die Arme schließen zu können, verleiht ihr ungeahnte Kräfte.


"Ein weiteres mitreißendes Abenteuer, in dem Maria V. Snyder die internationalen Verwicklungen geschickt Yelenas persönlichen Kämpfen gegenüberstellt." Publishers Weekly

Die beiden Bücher werden für diesen Monat so ziemlich die einzigen sein, die ich als Rezensionsexemplare erhalte, da ich mir ganz fest vorgenommen habe, erst einmal meinen SuB abzubauen und auch geliehene Bücher zu lesen. Für Bücher kaufen oder gar ersteigern (hüstel ... ebay ist aber auch einfach zu verlockend) lege ich jetzt aber nicht unbedingt meine Hand ins Feuer ... da werden bestimmt einige auch diesen Monat wieder den Weg in mein Bücherregal finden.
Ich wünsche Euch noch eine schöne Woche,
liebe Grüße
Isabel

Montag, 2. Mai 2011

{Rezension} Die Löwin von Aquitanien von Tanja Kinkel

Verlag: Goldmann Verlag
Genre: Historischer Roman
Taschenbuchausgabe: 464 Seiten
ISBN: 3442411580
Erscheinungsdatum: 01. November 1991
Preis: € 8,95



„… Wenn es nicht wahr ist, dann ist es eine gute Geschichte …“

Um 1122 in Aquitanien: Alienor wächst mit der Gewissheit auf, eines Tages die Herzogin von Aquitanien zu werden. Bis ihr Bruder geboren wird und ihre geliebte Mutter bei dessen Geburt stirbt. Notgedrungen heiratet sie 15-jährig den 1 Jahr älteren Louis, der kurz darauf König von Frankreich wird. Durch Intrigen sterben kurz darauf ihr Bruder Aigret wie auch ihr Vater Guillaume und das Herzogtum Aquitanien fällt an Alienor zurück. Die Ehe mit Louis, aus der 2 Töchter hervorgehen, befriedigt die selbstbewusste, politisch engagierte Alienor nicht. Zwar liebt ihr Ehemann sie abgöttisch, doch sie kann für den gottesfürchtigen Mann zumeist nur Mitleid empfinden und Alienor soll einmal gesagt haben: „… Ich habe einen Mönch geheiratet, keinen Mann. …“

Um ihrer Langeweile zu entfliehen, nimmt sie im Jahr 1147 zusammen mit Louis VII. am zweiten Kreuzzug teil. In Antiochia trifft sie auf ihren geliebten Onkel Raymond, mit dem sie schon bald ein Verhältnis anfängt. Zurück in Frankreich engagiert sich Alienor aktiv in der Politik des Landes, was dem Ziehvater und Berater ihres Gatten, Abt Suger, ein Dorn im Auge ist. Ihr Ruf gerät immer mehr in Misskredit, ihre Feinde nehmen zu, doch dies stört Alienor in keiner Weise.

Einige Zeit nach der Rückkehr vom Kreuzzug lernt Alienor den 10 Jahre jüngeren Henry Plantagenet, Sohn von Königin Maud, kennen. Mit allen Mitteln forciert sie nun die Annullierung ihrer Ehe mit Louis VII., was ihr schlussendlich gelingt und im Jahr 1152 heiratet sie Henry Plantagenet. Nicht nur, dass diese Heirat für ihren Ex-Gatten wie ein Schlag ins Gesicht ist, auch sind Alienor und Henry nun das einflussreichste Paar auf dem Kontinent und ernstzunehmende Rivalen für Frankreich. Sechs Jahre nach ihrer Heirat wird Henry König von England und Alienor schenkt ihm während ihrer Ehe acht Kinder.

Henry II. akzeptiert Alienor als gleichwertige Partnerin und so regieren sie zumeist erfolgreich über England und Aquitanien. Ihre Liebe zueinander ist geprägt von großer Leidenschaft und Liebe bis Alienor eines Tages feststellen muss, dass Henry sie schon seit Monaten mit einer Mätresse betrügt. Dies lässt sie sich nicht gefallen und sinnt auf Rache, was letztendlich zu einer offenen Rebellion gegen Henry II. führt, welche jedoch missglückt. Ihr Sohn Richard, der Lieblingssohn von Alienor, kann nicht verhindern, dass Henry II. seine Frau in Gefangenschaft setzt, die 16 Jahre andauern soll. Aber selbst dies vermag Alienor nicht zu brechen und so verhilft sie ihrem Sohn Richard nach dem Tod von Henry II. auf den Thron und hält für ihn die Regierungsfäden in Händen, während Richard selbst das Kreuz nimmt. Im Alter von 82 Jahren stirbt Alienor im Jahr 1204 und wird neben ihrem Ehemann Henry II. beigesetzt.

Alienor von Aquitanien war eine der schillerndsten Figuren des Mittelalters. Sie soll eine grandiose Politikerin gewesen sein, eine Förderin der Troubadoure, das Leben einer Dirne geführt haben, sie war mit zwei Königen verheiratet und zwei ihrer Kinder wurden Könige von England. Sie war die Mutter von Richard Löwenherz und John Ohneland.

Dieses bewegte Leben hat Tanja Kinkel versucht, in ihrem Roman zu erzählen und es gelingt ihr ziemlich gut. Sie schildert Alienor von klein auf als extrem ehrgeizig, gott- und zügellos, machthungrig, leidenschaftlich, mutig, romantisch und liebevoll gegenüber ihren Kindern, mit Ausnahme ihres jüngsten Sohnes John.

Anfangs bezieht sich das Buch noch ausschließlich auf Alienor, mit der Zeit wechselt die Autorin jedoch öfter auch mal die Handlungsstränge. Und so lernt man auch Henry II., Louis VII. wie auch Richard Löwenherz besser kennen, was einem natürlich auch ihre Charaktere näher bringt, ihre politischen Ränkespiele verstehen lässt und man so auch ihre Beziehungen untereinander kennen lernt.

Allerdings springt so richtig der Funken beim Lesen nicht über. Keine Frage, Tanja Kinkel kann erzählen und dies auch sehr farbenfroh und lebendig. Jedoch wurde Alienor wie auch die anderen Figuren für mich nicht recht greifbar. Die geschichtlichen Abläufe, der offensichtlich eine fundierte Recherche zu Grunde liegt,  verpackt die Autorin wirklich sehr gut zu einer spannenden Story, die einen fesselt und in seinen Bann zieht. Und dennoch fehlt den Mitwirkenden irgendwie etwas, um letztendlich einen Bezug zu ihnen zu erhalten und einen mit ihnen mit fiebern zu lassen. Gerade aus der so leidenschaftlichen, lebenshungrigen Figur der Alienor hätte man meiner Meinung nach etwas mehr herausholen können.

Fazit: Aber ansonsten ist es wirklich ein sehr gut geschriebener und vor allem außerordentlich unterhaltsamer, interessanter, spannender Roman, gerade auch für Leser, die sich für das Leben von Alienor von Aquitanien interessieren.
 

Samstag, 30. April 2011

{Statistik} Lesestatistik April 2011

Hallo meine Lieben,

hier mal wieder zum Ende des Monats meine Lesestatistik für

April 2011:

17 gelesene Bücher:
11 ersteigerte Bücher:
  • Castello Christo von Arno Strobel
  • Venuswurf von Tanja Kinkel
  • Milchgeld von Kobr/Klüpfel
  • Die Sekte von Mo Hayder
  • Das letzte Opfer von Petra Hammesfahr
  • Die Stimme von Salem von Megan Chance
  • Die Herrin der Päpste von Eric Walz
  • Die Sternjägerin von Eric Walz
  • Der Schleier der Salome von Eric Walz
  • Der Name der Rose von Umberto Ecco 
  • Der Falschspieler von Felix Huby
    1 Rezensionsexemplar von vorablesen.de erhalten:
    • Marina von Carlos Ruiz Zafón
    16 Rezensionsexemplare von Verlagen und Autoren erhalten:
    • Zwölf Mal Polt von Alfred Komarek
    • Mein Schwein pfeift von Michael Bresser
    • Cagot von Tom Knox 
    • Yelena und die Magierin des Südens von Maria V. Snyder 
    • Inselzirkus von Gisa Pauly
    • Requiem von Dirk Krause
    • Bullenball von Stefan Holtkötter
    • Die afrikanische Königin von Roch Domerego
    • Nephilim von Asa Schwarz
    • Boudica - Die Kriegerin der Kelten von Manda Scott
    • Boudica - Das Schwert der Kelten von Manda Scott
    • Boudica - Die Seherin der Kelten von Manda Scott
    • Boudica - Die Herrin der Kelten von Manda Scott 
    • Ausersehen - Tales of Partholon I von P.C. Cast 
    • Yelena und der Mörder von Sitia von Maria V. Snyder
    • Yelena und die verlorenen Seelen von Maria V. Snyder
    2 Bücher vom SuB habe ich gelesen:
    • Das Geheimnis von Vennhues von Stefan Holtkötter
    • Süßer Tod von Sandra Brown 
    1 Buch gewonnen
    • Die Eisprinzessin schläft von Camilla Läckberg

    Und diesen Monat war mein absolutes Highlight:



    Der Schatten des Windes 
    von 
    Carlos Ruiz Zafón


    und


    Marina
    von Carolos Ruiz Zafón



    Euch allen eine traumhaft schöne Woche mit hoffentlich ganz viel Zeit zum Lesen!

    Liebe Grüße
    Isabel

    {Leseeindruck} Vater, Mutter, Tod von Siegfried Langer


    Verlag: List Verlag
    Taschenbuchausgabe: 336 Seiten

    Genre: Deutscher Thriller
    ISBN: 9783548610511

    Erscheinungsdatum: 13. Mai 2011
    Preis: 8,99 €



    Gedächtnislücken mit Folgen?

    Schon allein der Prolog geht einem unter die Haut. Eine verängstigte Frau betritt ihre Wohnung. Sie weiß genau, dass dort ihr gewaltbereiter Mann wie auch ihr kleiner Sohn auf sie warten. Sie weiß, dass ihr sicherlich wieder betrunkener Mann sie für ihre Verspätung bestrafen wird. Doch dass der anschließende, gewalttätige Machtkampf zwischen ihnen Beiden den Tod ihres Sohnes bedeutet, dies weiß sie nicht. Sehr eindringlich beschreibt Siegfried Langer die Gefühle der Frau, sodass man sofort ihre Angst spürt und mit ihr mitfühlt.

    Im ersten Kapitel geht es weiter mit „Jaquelines Berichterstattung“. Jaqueline Adam ist eine verheiratete, scheinbar wohlhabende Ehefrau und Mutter des siebenjährigen Lukas. Beim Frühstück, kurz nachdem Lukas von seiner Nanny abgeholt wurde, hat Jaqueline mit dem Brotmesser einen kleinen Unfall, ausgelöst durch plötzlich massiv auftretende Kopfschmerzen. Schnell verarztet sie sich selbst und macht sich auf den Weg in ihr Büro. Allerdings kommt einem das Verhalten von Jaqueline schon nach wenigen Seiten seltsam vor, scheinbar leidet sie unter sporadisch auftretendem Gedächtnisverlust. Denn anstatt in ihrem Architektenbüro landet sich eine Etage tiefer in einer Zahnarztpraxis und vor kurzem hat sie sich selbst die Scheckkarte gesperrt, da ihr die Zahlenfolge ihrer PIN einfach nicht mehr einfallen wollte. Und auch der Beginn dieses Kapitels hat gleich Fragen bzw. Irritationen beim Lesen aufgeworfen. So ist in diesem Teil schon einmal die Neugier geweckt, da man sich unwillkürlich natürlich fragt, was mit Jaqueline los ist.

    Als sie zur Mittagszeit einen Stadtbummel mit ihrer Mutter unternimmt, fällt ihr mehrmals eine rothaarige Frau auf, die sie unverwandt beobachtet. Jaqueline fühlt sich gestört ob diesem ungebührlichen Verhaltens. Doch als sie die Frau ein letztes Mal sieht, eine zeitlang fixiert und sich anschließend wieder zu ihrer Mutter umdreht, ist ihre Mutter verschwunden. Jaqueline ist verstört und nicht nur sie, denn als Leser fragt man sich langsam wirklich ernsthaft, was mit dieser offensichtlich intelligenten, erfolgreichen Frau los ist. Besonders als sie abends nach Hause kommt und ihrem Mann von der Verabredung mit ihrer Mutter erzählt und René ihr daraufhin erklären muss, dass ihre Mutter bereits seit 2 Jahren tot ist.

    Leider endet genau an dieser Stelle die Leseprobe. Ohne Zweifel fesselt der Schreibstil von Siegfried Langer sehr. Flüssig, schnörkellos und durchaus jetzt schon spannend erzählt er das merkwürdige Verhalten von Jaqueline, welches eigentlich ständig nur neue Fragen aufwirft. Zwar denke ich, dass es jeden schon einmal passiert ist, dass man vorm Geldautomat stand und sich für einen Moment nicht an die PIN erinnern konnte, aber diese ständigen Erinnerungslücken bei Jaqueline sind sehr merkwürdig. Und dass sie sogar vergessen haben soll, dass ihre eigene Mutter bereits 2 Jahre tot ist … sehr rätselhaft. Vor allem, da sie ihre Mittagspause im Lafayette mit ihr verbracht hat, mit ihr geredet und gescherzt hat.

    Und um die Verwirrung der Leser zu komplimentieren, ist einem auch absolut nicht klar, wie der Prolog in Beziehung zur Jaqueline steht. Ergo, die Story verspricht sehr spannend zu werden und der Schreibstil von Siegfried Langer lädt eindeutig zum Weiterlesen ein. Beste Voraussetzungen für einen guten Thriller.