Leseempfehlungen

Sonntag, 23. Dezember 2012

{Rezension} Castello Cristo von Arno Strobel

Verlag: dtv
Taschenbuchausgabe: 320 Seiten
Genre: Kirchenthriller
ISBN: 978-3-423-21136-9
Erscheinungsdatum: September 2009
Preis: 8,95 €





Die Kreuzwegmorde

In Rom stellt ein grausamer Mörder den Kreuzweg Christi nach. Jeden Tag eine Station, an dem junge Männer sterben müssen. Commissario Daniele Varotto und sein Team hetzen praktisch jeden Tag zu einem neuen Tatort, können nur reagieren, denn brauchbare Spuren lassen sich keine finden, ebenso wenig ein Motiv für die Kreuzwegmorde. Aber auch die Kirche reagiert auf die Morde und das Justizministerium stellt Varotto den Deutschen Matthias zur Seite, ein wahrer Experte in Sachen Logen, Sekten und Bruderschaften. Und zusammen mit der Journalistin Alicia versuchen die Beiden nun, die Morde zu lösen und entdecken dabei, dass eine Reihe ungeklärter Kindesentführungen vor rund 20 Jahren mit den Morden in Verbindung stehen.



Anfangs gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen dem Commissario und dem Deutschen als äußerst schwierig, denn Varotto hat seinen Glauben an Gott verloren, Matthias lebte die letzten Jahre zurückgezogen in einem Kloster auf Sizilien. Doch die Morde sorgen zwangsläufig dafür, dass Beide sich zusammenraufen und schon bald kommen sie mithilfe des kriminalistischen Spürsinns von Daniele und dem kirchlichen Hintergrundwissen von Matthias einer mysteriösen Bruderschaft auf die Spur. Tatkräftige Unterstützung erhalten sie hierbei von der Journalistin Alicia, die zudem über gute Verbindungen zum Vatikan verfügt.

Die Story beginnt temporeich und fesselnd und diesen rasanten Erzählstil hält Arno Strobel mühelos über den kompletten Thriller hinweg. Nach und nach passen immer mehr Puzzleteile zusammen, ein Motiv wird langsam ersichtlich, doch wer letztendlich hinter den grausamen Morden und vor allem hinter der jahrelangen, akribischen Organisation dieser Morde steht, erfährt man erst zum Ende des Thrillers, welcher einen perfekten Showdown liefert.

Obwohl der Schwerpunkt des Thrillers auf der temporeichen und sehr spannenden Story liegt, nimmt sich Arno Strobel trotzdem genug Zeit für das Privatleben seiner beiden Protagonisten. Matthias wie auch Varotto haben in der Vergangenheit schwere Schicksalsschläge erleben müssen, über die der Autor im Verlauf seines Thrillers seine Leser immer mehr teilhaben lässt und prima in die Geschichte mit einbaut. Die Charakterzeichnungen der beiden Protagonisten sind ebenfalls gut gelungen, sie sind facettenreich, überraschen in ihren Handlungen im Verlauf der Story und einige andere Figuren bleiben sehr undurchsichtig, was der Spannung nur zugutekommt.

Fazit: Ein durchweg sehr spannender, komplex angelegter und gut durchdachter Kirchenthriller, der zudem mit gut herausgearbeiteten Charakteren überzeugt.

Der Autor (Quelle: Verlagsseite)
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie. Nach einigen Jahren Selbständigkeit als IT-Unternehmensberater ging er nach Luxemburg, wo er seitdem bei einer großen deutschen Bank mit der IT-Projektdurchführung betraut ist. Mit dem Schreiben begann er im Alter von fast vierzig Jahren. Arno Strobel lebt heute mit seiner Familie in der Nähe von Trier. 

Weitere Bücher des Autors:



Kommentare:

  1. Mögen alle Sorgen
    wie tanzende Schneeflocken
    von dir abfallen und in der Winternacht verschwinden.
    Möge die Liebe wie ein helles Licht dein Herz erwärmen
    und ein kleines Freudenfeuer entfachen.
    Schöne Weihnachten - liebe Grüße Hanne

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    1. Liebe Hanne,

      auch Dir wünsche ich schöne, friedvolle Weihnachten.

      Liebe Grüße
      Isabel

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