Leseempfehlungen

Sonntag, 18. September 2011

{SuB-Zuwachs} Spannende und historische Buchpost

Hallo Ihr Lieben,

zum Ende der Woche gab es noch einmal Buchzuwachs. Zum einen in Form eines Rezi-Exemplars vom MIRA Taschenbuchverlag und zum anderen ein lang ersehntes und schon seit ewigen Zeiten vorbestelltes Buch, das ich am Samstag aus der Packstation befreit habe!!

Mutterliebst 
Antoinette van Heugten
Broschierte Ausgabe: 348 Seiten
Amerikanischer Thriller,
Preis: 8,99 €
ISBN: 978-3-89941-939-9
Erscheinungsdatum: Oktober 2011
Deutsche Erstveröffentlichung
Max Parkman ist Autist und in den Augen seiner Mutter einfach perfekt – bis er des Mordes angeklagt wird. Ist ihr Sohn wirklich ein Mörder? Die erfolgreiche Rechtsanwältin Danielle Parkman kann das einfach nicht glauben. Sicher, das Verhalten ihres autistischen Sohnes Max war im Laufe der Jahre immer schlimmer geworden. Deswegen hatte sie sich in ihrer Verzweiflung ja auch an die renommierte Maitland-Klinik in Des Moines gewandt. Deren Diagnose lautete: Ihr Sohn ist tief gestört und gefährlich. Nun liegt Max bewusstlos und blutend neben einem Patienten, der brutal erstochen wurde. Alles deutet darauf hin, dass er die Tat begangen hat. Alles außer diesem Gefühl in Danielles Herzen. Gefangen zwischen Zweifeln und Angst versucht sie, die Unschuld ihres Sohnes zu beweisen. Was sie dabei entdeckt, lässt sie allerdings an ihrer eigenen geistigen Gesundheit zweifeln. Gefangen zwischen Zweifeln und Angst versucht Danielle, die Unschuld ihres Sohnes zu beweisen. Was sie dabei entdeckt, lässt sie allerdings an ihrer eigenen geistigen Gesundheit zweifeln.

"Antoinette van Heugten kombiniert das zarte, unzerbrechliche Band zwischen Mutter und Sohn mit actionreichen Thrillerszenen." Diane Chamberlain, Bestsellerautorin von "Das geheime Leben der CeeCee Wilkes"

ANTOINETTE VAN HEUGTEN
Die ehemalige Anwältin Antoinette van Heugten hat schon in Skandinavien, Deutschland und den USA praktiziert, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte. In diesen Roman fließen ihre eigenen Erfahrungen mit autistischen Kindern ein. Antoinette van Heugten lebt derzeit mit ihrem Mann in Fredericksburg, Texas.



Jaaaaa er ist da... endlich!!!! Der neue Roman von Rebecca Gablé kam gestern bei mir an ... jubel ... freu ... tanzdurchszimmer!!! Nur wann ich den lesen soll, weiß ich noch nicht, da ich jetzt erst einmal die Rezi-Exemplare vorziehe. Aber bekanntlich ist Vorfreude ja die schönste Freue und so gedulde ich mich brav noch ein wenig.


Der dunkle Thron von Rebecca Gablé
Gebundene Ausgabe: 955 Seiten
Genre: Historischer Roman
ISBN: 978-3-431-03840-8
Erscheinungsdatum: 16. September 2011
Preis: 24,99

London 1529: Nach dem Tod seines Vaters erbt der vierzehnjährige Nick of Waringham eine heruntergewirtschaftete Baronie – und den unversöhnlichen Groll des Königs Henry VIII. Dieser will sich von der katholischen Kirche lossagen, um sich von der Königin scheiden zu lassen. Bald sind die „Papisten“, unter ihnen auch Henrys Tochter Mary, ihres Lebens nicht mehr sicher. Doch in den Wirren der Reformation setzen die Engländer ihre Hoffnungen auf Mary, und Nick schmiedet einen waghalsigen Plan, um die Prinzessin vor ihrem größten Feind zu beschützen: ihrem eigenen Vater …


Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag wünsche ich Euch,
Isabel



Donnerstag, 15. September 2011

{Rezension} CUT von Amanda Kyle Williams

Übersetzer: Andree Hesse
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Genre: Amerikanischer Thriller
ISBN: 978-3-8052-5006-1
Erscheinungsdatum: 16. September 2011
Preis: 19,95 €


Einem Serienmörder auf der Spur

Keye Street ist Privatdetektivin und total überqualifiziert für diesen Job. Dieser Meinung ist zumindest ihr bester Freund Aaron Rauser, Lieutenant beim Atlanta PD. Früher war Keye nämlich Profilerin beim FBI gewesen und sehr gut in ihrem Job, bis der Alkohol ihre Karriere beendet hat. Heute ist Keye trocken und leitet recht erfolgreich ihre Privatdetektei, ihr zur Seite steht Neil, ein Computerfreak. Als ein Serientäter sein Unwesen in Atlanta treibt, engagiert Rauser die junge Privatdetektivin als Beraterin. Und schon bald muss Keye feststellen, dass sie in das Visier des Serienmörders geraten ist, das Morden geht weiter und Keye gerät an ihre Grenzen.

In dem eine Seite umfassenden Prolog lernt man bereits kurz den Mörder sowie seine Vorgehensweise kennen. Danach wechselt die Autorin sofort zu ihrer Protagonistin Keye Street. Der Thriller ist in der Ich-Form gehalten und so stellt sich Keye quasi auch erst einmal selbst vor und erzählt ein wenig aus ihrer Kindheit, von ihrer Familie und ihrem bisherigen Berufsleben. Dies alles ist amüsant und leicht ironisch gehalten und hierdurch bekommt man schon einmal ein gutes Bild von der Privatdetektivin.

Amanda Kyle Williams gelingt es auch praktisch von der ersten Seite an zu fesseln. Nicht, dass der Anfang des Thrillers schon übermäßig spannend wäre, es ist mehr ihr flüssiger, ein wenig flapsiger und bild
hafter Sprachstil, der mich sofort für die Story eingenommen hat. Allerdings dauert es dann auch nicht lange, bis die Spannung gewaltig anzieht und sich problemlos über die komplette Story hält. Die Geschichte entwickelt sich nicht vorhersehbar, die Wechsel der Handlungsstränge sind sehr gut gelungen und unvorhersehbare Wendungen sorgen dafür, dass man kaum fähig ist, das Buch aus der Hand zu legen.

Ihre Protagonistin Keye ist eine trockene Alkoholikerin, wirkt nach außen hin ziemlich tough und abgebrüht. Genau die richtige Mischung, die sie für die Ausübung als Detektivin benötigt. Hinzu kommt noch ein guter Schuss Zynismus, aber auf die liebenswerte Art, sodass sie mir eigentlich sofort sehr sympathisch war. Zumal Keye auch immer wieder mit ihrer Alkoholsucht zu kämpfen hat, besonders wenn sie in eine ziemlich knifflige oder gefährliche Situation gerät und gerade ihre Gefühle, die sie dann beschreibt, lässt sie absolut authentisch wirken. Und auch sonst ist Keye nicht immer so tough wie sie nach außen hin wirkt.

Fazit: Der einnehmende Schreibstil, die sympathische Protagonistin,  kombiniert mit einer fesselnden, unvorhersehbaren Story machen aus „Cut“ einen richtig spannenden Thriller.

Mittwoch, 14. September 2011

{Rezension} Isenhart von Holger Karsten Schmidt

Verlag: Kiepenheuer & Witsch Verlag
Gebundene Ausgabe: 807 Seiten
Genre: Historische Kriminalroman
ISBN: 10-3462043323
Erscheinungsdatum: 15. September 2011
Preis: 19,99 €


"... Der unstillbare Trieb nach Erkenntnis ..."


Im Jahr 1171 wird in einer kleinen Kate nahe der Burg derer von Laurin der Junge Isenhart tot geboren und wieder zum Leben erweckt und dies sogar zweimal. Da sein Vater unbekannt ist und seine Mutter bei seiner Geburt starb, wächst Isenhart als Sohn des Dorfschmieds auf. Schon früh wird ihm ein seltenes Privileg dieser Zeit zuteil: Zusammen mit dem Fürstensohn Konrad von Laurin erhält Isenhart Unterricht von Vater Hieronymus. So lernt der wissbegierige Junge lesen und schreiben und dank seinem Mentor Walther von Ascisberg auch eine Einführung in die höhere Mathematik. Als Jugendlicher verliebt er sich in die Tochter des Hauses, Anna von Laurin. Wegen seines Standes verheimlichen sie ihre Liebe zueinander, allerdings währt diese nicht lange. Eines Abends findet Isenhart seine Jugendliebe ermordet im Schnee liegen, ihr Herz wurde herausgeschnitten. Schnell ist der Schuldige ausgemacht und gerichtet. Doch war er es wirklich? Isenhart hat daran so seine Zweifel.

Jahre später gehören Konrad und Isenhart der Stadtwache von Spira an und werden zu einem Stall gerufen. Dort finden sie die Leiche eines jungen Mädchens. Das Brisante daran, ihr wurde ebenfalls das Herz entfernt. Sollte Isenhart mit seiner Ahnung Recht gehabt haben, ist hier ein Serienmörder am Werk, der es auf die Herzen von Jungfrauen abgesehen hat? Zusammen mit Konrad verfolgt Isenhart die vorhandenen Spuren, welche sie bis nach Toledo führen. Dort geht für Isenhart ein Traum in Erfüllung. Noch immer voll unstillbarem Hunger nach Wissen trifft er in der Puente von Toledo auf den „Basar des Wissens“, bei dem Männer jeden Glaubens frei und ohne Angst ihre Erkenntnisse und ihr Wissen untereinander austauschen können. Und Isenhart findet hier auch Hinweise zu seiner geheimnisvollen Herkunft. 

Die Idee, den Fall eines Serienmörders in das Mittelalter zu verlegen und dies durch einen Profiler seiner Zeit ermitteln zu lassen, finde ich richtig originell und Holger Karsten Schmidt ist die Umsetzung perfekt gelungen. Der Roman wirkt hervorragend recherchiert und  der Autor vermittelt einem durch die stellenweise Verwendung alter Bezeichnungen und Begrifflichkeiten wunderbar das Leben der damaligen Zeit, hierdurch wirkt der Roman sehr authentisch. Hinzu kommt, dass er auch den Ursprung für viele Redewendungen wie „alles in Butter“ oder „die Leviten lesen“  erklärt. Zwar verliert sich Holger Karsten Schmidt des Öfteren in ziemlich ausführlichen Dialogen, die etwas den Spannungsfluss bremsen, doch dies gehört einfach zu den Eigenheiten von Isenhart und ist nie langatmig, sondern unterhaltsam und vor allem sehr informativ. 

Die Geschichte des Buches umspannt rund 30 Jahre im Leben von Isenhart und so verfolgt man von Anfang an gebannt das abenteuerliche und aufregende Leben dieses nach Wissen hungernden Jungen/Mannes. Ständig hinterfragt er alles und gibt sich mit einfach Antworten nicht zufrieden. Hierbei stößt er ständig an Grenzen und trifft auch auf den Unmut seiner Umgebung. Denn in seiner Zeit war dies nicht üblich, die Bibel und vor allem die Kirche gaben die Antworten vor, selbständiges, freies Denken war unerwünscht, ja sogar gefährlich und als ketzerisch verschrien. So muss Isenhart auch seinen Traum vom Fliegen in aller Heimlichkeit nachgehen, doch dies schreckt ihn nicht ab, hier ständig weiter zu forschen, nur um sich einmal wie ein Vogel in den Himmel zu erheben. 

Isenhart interessiert sich besonders für die Naturwissenschaften und ihn beschäftigen für uns heutzutage so selbstverständliche Dinge wie z. Bsp. warum die Bäume im Herbst ihre Blätter verlieren. Damals stellten solche Fragen die göttliche Schöpfung in Frage und galt somit als ketzerisch. Aber selbst auf die Gefahr hin, mal wieder Schläge von Vater Hieronymus zu erhalten, fragt er unbeirrt weiter. Dieser neugierige, für seine Zeit hochintelligente, schmächtige Junge und später als Mann war mir mit seiner offenen, direkten, ehrlichen Art sofort sympathisch. Sein Pedant findet er in Konrad von Laurin, der erst zuschlägt und dann Fragen stellt, immer etwas ungestüm ist, leicht zornig wird und gutmütig und treu ohne groß Fragen zu stellen hinter Isenharts Entscheidungen steht. 

Der Sprachstil des Autors ist durchweg flüssig, fesselnd, prall und sehr bildhaft. Immer wieder überrascht er mit unerw
artenden Wendungen im Fall des Serienmörders, lange bleibt einem die Identität des Mörders verborgen. Auch sein Motiv, was er denn nun mit den Herzen vorhat, offenbart sich einem erst im zweiten Drittel des Buches. So ist auch die Spannung durchweg vorhanden, bedingt auch dadurch, dass man sehr lange um die mysteriöse Herkunft von Isenhart rätselt. Die Auflösung des Falls wie auch die Herkunft Isenharts ist schlüssig umgesetzt und lässt zum Schluss keine Fragen mehr offen. 


Fazit: Ein intelligenter, sehr gut recherchierter Kriminalroman aus dem Mittelalter, der durch seine interessante, atmosphärisch dicht umgesetzte Geschichte und den wunderbar beschriebenen Charakteren überzeugt.

{Rezension} Abgründe von Arnaldur Indridason


Übersetzer: Coletta Bürling
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Genre: Island-Krimi
ISBN: 978-3785724194
Erscheinungsdatum: 16. September 2011
Preis: 19,99 €


Ungeahnte Abgründe tun sich auf

Im Jahr 2005 boomt die Wirtschaft in Island. Bei einer Erlebnistour durch Islands Hinterland stürzt ein junger Banker von einer Klippe, Monate später wird seine Leiche gefunden. Ob es sich um einen Unfall oder um Mord handelt, kann nicht mehr ermittelt werden.

Um dem Schwippschwager seines besten Freundes zu helfen, der von einem Ehepaar erpresst wird, sucht Kommissar Sigurour Óli diese zu Hause auf, um sie zur Rede zu stellen. Doch dort findet er Lina brutal zusammengeschlagen vor, der Täter kann mit knapper Not flüchten. Alles deutet daraufhin, dass Lina und ihr Mann Ebbi Opfer eines Geldeintreibers wurden. Offensichtlich haben die beiden große Geldprobleme und versuchten durch Erpressung etwas ihre Finanzen aufzufrischen. Obwohl Sigurour Óli selbst von dem Fall betroffen ist, beteiligt er sich an den Ermittlungen. Und schon bald muss er feststellen, dass sich hinter dem Überfall, durch den Lina wenige Tage später stirbt, mehr verbirgt als anfangs gedacht.

Der Autor erzählt die Geschichte fast ausschließlich aus Sicht des Ermittlers Sigurour Óli. Nur ab und an wechselt er einmal zu einem weiteren Erzählstrang, in dem man nach und nach etwas über die traurige Lebensgeschichte des Alkoholikers Andrès erfährt. So ist man immer hautnah an den laufenden und stellenweise recht unkonventionellen Untersuchungen von Sigurour Óli beteiligt. Gleichzeitig nimmt sich aber Arnaldur Indridason auch genug Zeit, um einem einiges über das Privatleben seines Protagonisten zu erzählen. Allerdings ist dies gut dosiert und fließt wie selbstverständlich in die Story mit ein.

Und so lernt man recht schnell den leicht versnobten und arrogant wirkenden Ermittler kennen, der immer noch nicht über die Trennung von seiner Frau hinweg ist und bei seiner Arbeit eher nicht zur Teamarbeit neigt. Dies führt mehr als einmal zu Konflikten mit dem leitenden Ermittler, allerdings lässt sich Sigurour Óli davon nicht sonderlich stören und geht unbeirrt seinen eigenen Ermittlungen nach.  Jedoch wirkt sein Verhalten in den seltensten Fällen unsympathisch, das mag daher kommen, dass Sigurour Óli sich durchaus seinem Charakterschwächen bewusst ist.

Die Sprache von Arnaldur Indridason ist durchweg sehr locker, ruhig gehalten, sehr flüssig und keineswegs schwermütig; für einen Island-Krimi eher etwas ungewohnt. Die Story baut sich langsam aber stetig auf und so gestaltet es sich auch mit der Spannung, wobei hier selten von Hochspannung gesprochen werden kann. Dies ist aber nicht weiter schlimm, da die komplex und logisch aufgebaute Story von Anfang an überzeugt und es dem Autor mühelos gelingt, die scheinbar nicht in Verbindungen stehenden Fälle schlüssig zusammenzuführen.

Fazit: Arnaldur Indridason überzeugt bei seinem neuesten Island-Krimi mit einer komplexen, interessanten Story, die zwar ruhig aber durchweg spannend erzählt wird und einem Ermittler, der recht unkonventionelle Wege geht.




Ein herzliches Dankeschön geht an blogg dein buch und den Bastei-Lübbe Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.
Das Buch kann hier gekauft werden:

{SuB-Zuwachs} Fantastische und spannende Buchpost

Hallo Ihr Lieben,

auch diese Woche kamen zwei Rezi-Exemplare bei mir an, die gleich ihren Platz in meinem Bücherregal gefunden haben.


Abgründe - Arnaldur Indridason
Gebundene Ausgabe: 429 Seiten
ISBN: 978-3-7857-2419-4
Erscheinungsdatum: 16. September 2011
Preis: 19,99 €


Island 2005 – die Wirtschaft boomt in nie gekanntem Ausmaß. Ehrgeizige junge Unternehmermachen durch clevere Finanzgeschäfte weltweit von sich reden.Ganz Island bewundert seine „Expansionswikinger“. In dieser Zeit des unbegrenzten Wachstums stürzt ein Banker von einer Steilklippe in den Tod. Ein Unfall? Kurz darauf wird eine junge Frau von einem Schuldeneintreiber zu Tode geprügelt. Beide Ereignisse scheinen zunächst nichts miteinander zu tun zu haben. Nur eines ist sicher, Geld spielt in beiden Fällen die entscheidende Rolle.
Das Buch habe ich von blogdeinbuch.de und dem Bastei-Lübbe Verlag erhalten, wie Ihr links sehen könnt auch schon zur Hälfte gelesen und ich bin wirklich überrascht, wie locker dies für einen Island-Krimi geschrieben ist.

Das zweite Leseexemplar kam heute vom Piper-Verlag:


Die Tore der Geister - Mara Volkers
Kartonierte Ausgabe: 464 Seiten
ISBN: 9783492268059
Erscheinungsdatum: Oktober 2011
Preis: 12,95 €

Wenn die Tore zur Totenwelt sich öffnen. Durch einen Sonnensturm kommt es zu einem furchtbaren Zwischenfall. Eine gigantische Energiewelle strömt auf die Erde und verursacht Erdbeben, Flutwellen, Tod und Zerstörung. Die Überlebenden, unter ihnen die junge Manuela, ereilen düstere Visionen von den Geistern der Toten, die in unsere Welt zurückkehren. Bald erfährt Manuela, dass der Zwischenfall tatsächlich die Tore ins Jenseits geöffnet hat. Und sie muss sich mit einem der Geister verbünden, um den Untergang der menschlichen Zivilisation zu verhindern.


Liebe Grüße
Isabel

{Leseeindruck} Tabu von Casey Hill

Verlag: rororo-Verlag
Taschenbuchausgabe: 448 Seiten

Genre: Englischer Thriller
ISBN: 978-3-499-25664-6

Erscheinungsdatum: 01. November 2011
Preis: 9,99 €


Der Mörder kennt kein Tabu

Reilly Steel ist CSI-Spezialistin und lebt seit einigen Monaten in Irland, das Heimatland ihres Vaters. Vieles ist hier anders als in Kalifornien und Reilly hat noch einige Probleme, sich hier zurecht zu finden.

Der Prolog berichtet kurz über das Zusammentreffen von Reilly und ihrer kleinen Schwester Jess mit einem Nachbarn, scheinbar handelt es sich hierbei um einen Pädophilen. Die 10-jährige Jess provoziert den Nachbarn, Reilly ist hierüber entsetzt, aber auch beeindruckt von Jess. Die Leseprobe lässt ahnen, dass etwas mit Jess passiert ist, doch um was es sich handelt, bleibt noch im Dunkeln. Allerdings scheint dies Reilly nach all den Jahren immer noch stark zu beschäftigen.

Im ersten Kapitel erfährt man bereits einiges über Reilly Steel  wie auch über ihr Team im forensischen Institut, dessen Leitung sie übernommen hat. Reilly ist immer noch dabei, sich in Dublin einzuleben, scheint viel Wert auf Teamarbeit zu legen und liebt ihre Arbeit.

Chris Delaney von der Mordkommission und sein Kollege Kennedy betreten im nächsten Kapitel die Thrillerbühne. Die Beiden bearbeiten gerade den Mordfall einer männlichen, kopflosen Leiche als sie einen weiteren Mordfall übertragen bekommen. Am Tatort angekommen treffen sie auf Reilly, die bereits ihre Arbeit aufgenommen hat.

Der Schreibstil von Casey Hill ist eher ruhig angelegt, sehr einnehmend und flüssig. Ausführlich geht sie auf die Tatortbesichtigung und auch auf das Zusammentreffen von Reilly und den beiden Detectives ein. Dies alles gestaltet sich jetzt nicht unbedingt spannend, ist aber durchaus schon interessant und wirft einige Fragen auf, welche die Neugier beim Lesen anregt.

Die Leseprobe lässt erahnen, dass Casey Hill gleich viel Wert auf die Handlung wie auch auf ihre Mitwirkenden zu legen scheint. Dies verspricht dem Thriller im Lauf der Geschichte viel Tiefe zu geben und lässt auf einen komplexen Thriller hoffen.

{Leseeindruck} Der Augenjäger von Sebastian Fitzek

Verlag: Droemer Knaur Verlag
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten

Genre: Deutsche Psychothriller
ISBN: 978-3-426-19881-0

Erscheinungsdatum: 27. September 2011
Preis: 19,99 €

Unerwünschte Wahrheit

Anhand eines Zeitungsberichts gibt Sebastian Fitzek dem Leser einen kurzen Abriss zum Inhalt von „Der Augensammler“, was ich sehr gut finde, da „Der Augenjäger“ direkt an den 1. Band anknüpft und man sich hierdurch sofort in der Story zurechtfindet.

Der Thriller beginnt mit Johanna Strom, die nahe Hamburg in einer psychiatrischen Klinik lebt. Für sie ist heute genau der richtige Tag zum Sterben. Sehr eindringlich beschreibt der Autor Johannas bisheriges Leben, das schlimmer hätte nicht verlaufen können und sie als gebrochene Frau zurückgelassen hat. Immer wieder trifft sie bei ihren täglichen Spaziergängen im Klinikpark einen älteren Mann. Irgendwann entschließt sie sich ihn anzusprechen. Was sich für sie zum Alptraum gestaltet.

Dann macht die Leseprobe einen Sprung von 5 Monaten und man begegnet Alexander Zornbach wieder, dessen Handlungsstrang in der Ich-Form gehalten ist. Zornbach ist immer noch auf der verzweifelten Suche nach seinem Sohn. Das Ultimatum ist um einige Minuten verstrichen, als die Polizei in seinem Beisein den Frachtraum eines alten Schiffes öffnet. Doch von Julian keine Spur. Dieses Kapitel ist extrem temporeich und fesselnd gehalten. Sofort erhält man wieder einen Bezug zu Zornbach, der mit der festen Überzeugung zu dem Frachtschiff gekommen ist, hier nur noch die Leiche seines Sohnes zu finden. Doch der Augensammler hat ein viel perfideres Spiel für ihn vorgesehen. Wie dies jedoch ausgeht, erfährt man nicht und somit ist nicht nur die Neugier geweckt, sondern auch die Spannung bereits auf Seite 39 extrem hoch.

Szenenwechsel zur Physiotherapeutin  Alina Gregoriev, wiederum 7 Wochen später. Hier nimmt Fitzek die Spannung wieder etwas heraus, als Alina auf Dr. Suker trifft, allerdings ist sie jederzeit unterschwellig zu spüren. Dr. Suker sitzt seit einigen Monaten in Einzelhaft, hat sich beim Sport einen Nerv eingeklemmt und soll von Alina entsprechend behandelt werden. Die Polizei erhofft sich hierdurch, dass Dr. Suker möglicherweise Alina einige entscheidende Informationen anvertraut. Doch Dr. Suker weiß sehr genau, wer Alina ist und lässt sie dies auch wissen. Nur woher hat er diese Informationen?

Wie nun diese drei Erzählstränge in Verbindung stehen, warum Dr. Suker bereits in Haft ist, ob Zornbach (wovon ja eigentlich auszugehen ist) noch am Leben ist, wo sich sein Sohn befindet und ob er noch lebt, … . Die Leseprobe wirft bereits auf den ersten 50 Seiten dermaßen viele Fragen auf, fesselt einen von der ersten Seite mit dem flüssigen, rasanten und leicht zu lesenden Schreibstil des Autors, dass man nur hoffen kann, dass Fitzek dieses Tempo und das hohe Spannungsniveau halten kann. Wenn ja, ist „Der Augenjäger“ ein erstklassiger Psychothriller.

Dienstag, 13. September 2011

{Rezension} Zwischen zwei Nächten von Edith Kneifl

Verlag: Haymon Verlag
Taschenbuchausgabe: 149 Seiten
Genre: Krimi / Frauenroman
ISBN: 978-3-85218-888-1
Erscheinungsdatum: 27. Juli 2011 (Neuauflage)
Preis: 9,95 €


Warum?

Diese Frage stellt sich Ann-Marie, als sie aus New York nach Wien zur Beerdigung ihrer besten Freundin Anna nach Hause zurückkehrt. Anna hat in der Nacht zuvor, als sie Wien und ihrem ungeliebten Ehemann für immer den Rücken kehren und zu Ann-Marie nach New York gehen wollte, Selbstmord begangen. Warum sollte sie sich umbringen, wenn sie doch mit Ann-Marie ein neues Leben beginnen wollte?

Eines vorneweg: Dieses Buch ist in meinen Augen kein Krimi, sondern eher ein sehr einfühlsamer und eindringlich geschriebener Frauenroman. Anhand von Erinnerungen an den letzten gemeinsamen Abend wie auch mit dem Tag der Beerdigung erzählt Edith Kneifl hier die Geschichte zweier Frauen. Es geht um verpasste Lebensträume, Einsamkeit, Erwartungen, Heuchelei, Enttäuschungen, Lügen und Intrigen.

Anna ist schon lange nicht mehr glücklich in ihrer Ehe, ihr Mann geht regelmäßig fremd, die Geschäfte ihres Architekturbüros überlässt sie immer mehr ihm, sie selbst zieht sich mehr und mehr in sich selbst zurück und ertränkt ihre Gefühle im Alkohol. Ein verzweifelter Brief von Anna ruft Ann-Marie zurück nach Wien und gemeinsam gehen die beiden Frauen in einer Nacht ihr gemeinsames Leben durch und beschließen zum Schluss, dass Anna alle Brücken hinter sich abreißen und in New York zusammen mit Ann-Marie ein neues Leben beginnen soll. Anna ist hiervon mehr als begeistert, die Vorstellung reißt sie aus ihren Depressionen, sie zieht daraus neuen Lebensmut. So reist Ann-Marie zurück nach New York mit der Gewissheit, dass ihre Freundin ihr einige Monate später folgen wird. Doch es kommt alles anders.

Als Ann-Marie zur Beerdigung von Anna anreist, beginnt sie Fragen zu stellen. Annas Ehemann Alfred versucht sie von der Selbstmordtheorie zu überzeugen, doch es gibt auch noch andere Stimmen, die hiervon nicht so überzeugt zu sein scheinen und auch Ann-Marie kann nicht an Selbstmord glauben. Diese zwei Tage/Nächte, die Ann-Marie mit Anna bzw. mit Erinnerungen an sie erlebt, die ganzen Gefühle, welche beide hierbei empfinden, sind sehr emotional dargestellt und berühren einen beim Lesen.

Man selbst mag dieser Selbstmordtheorie auch nicht recht glauben, liest gebannt weiter, um mehr vom Leben der beiden Freundinnen zu erfahren und vielleicht auch einen Anhaltspunkt, der für den Selbstmord spricht. So verfliegen die gerade einmal 149 Seiten wie im Flug. Noch ein Grund hierfür ist auch, dass es Edith Kneifl auf diesen wenigen Seiten hervorragend gelingt, die Charaktere der beiden Frauen zu beschreiben. So ist das Buch jetzt nicht unbedingt spannend aus Sicht eines Krimis zu bezeichnen, dafür lebt es  durch seine Protagonisten und überzeugt hierdurch.

Fazit: Warum das Buch als Krimi bezeichnet wird, kann ich nicht nachvollziehen. Wer aber einen emotionsgeladenen, auch einmal kritisch werdenden und frei von Klischees oder Schnulzigkeit geschriebenen Roman lesen möchte, liegt mit „Zwischen zwei Nächten“ genau richtig.


Samstag, 10. September 2011

{Leseeindruck} Ein Herzschlag bis zum Tod von Sara J. Henry


Verlag: dtv Verlag
Übersetzer: Susanne Goga-Klinkenberg

Taschenbuchausgabe: 336 Seiten
Genre: Kanadischer Thriller
ISBN: 978-3-423-24888-4

Erscheinungsdatum: 01. Oktober 2011
Preis: 14,90 €


Das Rätsel um Paul

Der Thriller beginnt mit der Rettung eines kleinen Jungen. Beim Überqueren des Lake Champlain sieht die Sportreporterin Troy durch Zufall, wie etwas von der Fähre ins Wasser fällt. Fest davon überzeugt, dass es sich um ein Kind handelt, denkt sie nicht lange nach und springt hinterher. Troy gelingt es unter größter Anstrengung, den kleinen, französisch sprechenden Jungen zu retten.

Kaum hat Troy den Kleinen gerettet, ist ihr auch schon klar, dass er nicht durch Zufall ins Wasser geworfen wurde, sondern mit Absicht. Denn am Anleger sind weder die verzweifelten Eltern, noch Polizei oder Rettungskräfte zu finden und das Schlimmste, dem kleinen Paul sind die Ärmel seines viel zu großen Sweatshirts um den Körper gebunden worden, wie bei einer Zwangsjacke.

Ohne groß nachzudenken, nimmt Troy den Kleinen mit zu sich nach Hause nach Lake Placid. Bedingt ist dies wohl durch ein Erlebnis aus ihrer Vergangenheit. Denn durch die Ich-Form erfährt man bereits auf wenigen Seiten sehr viel über die ziemlich unkonventionell lebende Sportlerin, die eine ausgeprägte soziale Ader hat.

Sara J. Henry gelingt es wirklich mühelos durch ihre ruhige, fesselnde, sehr eindringliche und einfühlsame Schreibweise eine atmosphärische Dichte aufzubauen. Und wenn auf den ersten Seiten jetzt noch nicht unbedingt eine hohe Spannung aufkommt, wirft die Story doch bereits schon so viele Fragen auf und berührt einen das Schicksal von Paul, dass man einfach nur gebannt weiterlesen kann.

Freitag, 9. September 2011

{SuB-Zuwachs} Spannende und fantastische Bücherpost

Hallo Ihr Lieben,

und wieder ziehen zwei neue Rezensionsexemplare in mein Bücherregal ein. Ein dickes Dankeschön geht jetzt schon einmal an den Knaur TB Verlag für folgenden Thriller:

Winter in Montana. Ein Psychopath fesselt seine weiblichen Opfer an einen Baum, um sie bei eisiger Kälte erfrieren zu lassen. Seine Nachricht an die Polizei: die Initialen der Toten und ein Stern. Es fehlen noch Buchstaben, um die Botschaft zu entschlüsseln. Als Detective Regan Pescoli verschwindet, ist deren Kollegin Selena Alvarez in höchster Alarmbereitschaft. Immer noch ist der "Unglücks-stern-Mörder" nicht gefasst und nun vermutet sie ihre Partnerin in den Fängen des Killers. "Meidet des Skorpions Zorn" – so könnte seine kryptische Botschaft lauten. Doch wer ist der Skorpion? Wird es Selena Alvarez gelingen, ihn rechtzeitig aufzuspüren?


Das zweite Buch habe ich von vorablesen.de und dem Klett-Cotta-Verlag Hobbit Press zum Rezensieren erhalten, vielen lieben Dank dafür. Hierbei handelt es sich um:

Als eine alte Magie wieder zum Leben erwacht, beginnen die Schatten sich gegen ihre Herren zu verbünden. Und während ein kleiner Junge die Schatten seiner Stofftiere vertauschen lernt, geschieht ein Wunder, das die Welt in Verzückung setzt: Ein Mädchen ohne Schatten wird geboren, Carmen Maria Dolores Hidalgo. Von jeher wacht der Rat der Schattensprecher über das Gleichgewicht zwischen Menschen und Schatten. Noch bevor die sagenumwobene Maria Dolores das Licht der Welt erblickt, wächst ein Kind mit einer unglaublichen Begabung heran: Jonas Mandelbrodt. Er ist dazu bestimmt, die Sprache der Schatten zu erlernen. Mithilfe eines fast vergessenen magischen Zaubers ist er die einzige Hoffnung, den Krieg zwischen Mensch und Schatten zu verhindern. Als Jonas und Maria Dolores aufeinandertreffen, beginnt ein phantastisches Schattenspiel um Magie, Intrige und Macht.
 
Liebe Grüße
Isabel

{Rezension} Die Dienstagsfrauen von Monika Peetz (Hörbuch)

Verlag: Hörbuch Hamburg
Sprecherin: Ulrike Kriener
Laufzeit: 340 Minuten
ISBN: 978-3899033397
Genre: Frauenroman
Erscheinungsdatum: Mai 2011
Preis: 19,99 €



Auf Arnes Pilgerspuren

Ich muss ja gestehen, dass ich bisher nicht so ein Fan von Hörbüchern war. Bei dem ersten hat mich die emotionslose Stimme der Erzählerin genervt und beim Zweiten war die Story so komplex, dass ich beim Autofahren öfters den Faden verloren habe, wenn ich mal nicht konzentriert zuhören konnte. Nun hatte ich das Hörbuch von „Die Dienstagsfrauen“ gewonnen und dachte: Na gut, einen letzten Versuch gebe ich dem Hörbuch noch. Und ich muss sagen, ich war angenehm überrascht gewesen.

Grund hierfür ist zum einen der leicht zu folgenden Story, bei der es nicht schlimm ist, wenn man mal 1-2 Minuten nicht so aufmerksam zuhört und zum anderen die wirklich hervorragende Lesung und angenehme Stimme von Ulrike Kriener. Das waren wirklich 340 Minuten Unterhaltung pur.

Und darum geht es bei dem Hörbuch: Seit 15 Jahren treffen sich 5 Freundinnen unterschiedlichster Charaktere einmal im Monat dienstags beim Italiener. Als der Mann von Judith an Krebs stirbt und sie Monate später sein Pilgertagebuch findet, beschließen die Dienstagsfrauen ihren jährlichen Ausflug nach Lourdes zu machen, natürlich in pilgernder Form. Sie hoffen, dass es Judith hierdurch gelingt, den Tod von Arne besser zu verarbeiten. Auf dem Jakobsweg angekommen, müssen sie jedoch bald feststellen, dass mit den Aufzeichnungen im Tagebuch so einiges nicht stimmen kann.

Die 5 Freundinnen sind so verschieden wie Frauen nur sein können. Da ist Judith, das Seelchen, die auch nach einem halben Jahr noch weit davon entfernt ist, den Tod ihres Mannes Arne auch nur ansatzweise zu verarbeiten. Sie ist die typische Frau, die man ständig trösten und in den Arm nehmen möchte. Ständig hat man das Gefühl, sie mit Samthandschuhen anfassen zu müssen, sonst bricht sie in Tränen aus. Manchmal nervt das schon ein wenig. Dann Eva, die eigentlich Herzchirurgin werden wollte und heute einen Haushalt mit Kindern und Ehemann koordiniert, sich selbst immer hinten anstellt und eigentlich schon gar keine eigene Meinung mehr besitzt. Die Dritte im Bunde ist die wohlhabende, selbstbewusste, herrlich zynische und direkte Estelle, die mit ihrer spitzen Zunge ordentlich austeilt, aber auch gut einstecken kann. Dann die erfolgreiche Anwältin Caroline, die Ehemann und Kinder scheinbar wunderbar mit ihrer Karriere verbinden kann, immer perfekt auftritt und keinem Streit aus dem Weg geht. Ja und zu guter Letzt noch die jüngste im Bunde. Die 35-jährige, unverheiratete Kiki ist absolut chaotisch, stets gut gelaunt und lebenslustig. Sie hofft immer noch, dass das nächste Projekt jetzt endlich der große Durchbruch in ihrer Designerkarriere wird und auch die Hoffnung auf den Mann fürs Leben hat sie noch nicht aufgegeben.

Ulrike Kriener gelingt es sehr gut, die Gefühlswelt der verschiedenen Frauen stimmlich wunderbar zu vermitteln, ja sie lebt sie regelrecht mit und das hat mich echt gefesselt. Und so habe ich gespannt jede Szene verfolgt und mich doch tatsächlich öfter mal dabei erwischt, dass ich bewusst langsamer gefahren bin, nur um das Kapitel noch fertig hören zu können.

Die Geschichte an sich entwickelt sich ziemlich voraussehbar, ist jedoch durchweg sehr unterhaltsam, stellenweise richtig lustig und locker leicht erzählt. Klar werden hier auch einige Klischees abgehandelt, das stört jetzt aber nicht unbedingt. Zumeist wirkt die Story schon wie aus dem Leben gegriffen und die Dienstagsfrauen sind alle sehr detailreich und liebevoll beschrieben, sodass mir alle ziemlich bald ans Herz gewachsen sind. Und mit der Zeit offenbart die eine oder andere auch Seiten an sich, die man vorher so nicht vermutet hätte. Schuld daran ist natürlich auch der beschwerliche Jakobsweg, der den Frauen einiges abverlangt, nicht nur körperlich. Besonders gelungen fand ich von allen Charakteren Estelle. Ihr herrlich trockener, zynischer Humor hat mich mehr als einmal laut loslachen lassen.

Fazit: Ein durchweg unterhaltsames, zumeist humorvolles Hörbuch, das locker leicht daherkommt und von Ulrike Kriener hervorragend gelesen wird.

Donnerstag, 8. September 2011

{Rezension} Der Albtraum von Erica Spindler

Verlag: MIRA Taschenbuchverlag
Übersetzer: Magret Krätzig
Taschenbuchausgabe: 480 Seiten
Genre: Amerikanischer Thriller
ISBN: 978-3899418743
Erscheinungsdatum: August 2011
Preis: 7,95 €



Ich werde dich finden

Kate und Richard Ryan wünschen sich nichts sehnlicher als ein Kind, ihre letzte Chance ist eine Adoption. Julianna Starr ist schwanger und auf der Flucht vor ihrem um Jahre älteren Freund. John Powers unternimmt hierbei wirklich alles, um Julianna zu finden. In ihrer Verzweiflung wendet sich Julianna an einen Arzt, in der Hoffnung auf eine Abtreibung. Dieser empfiehlt ihr, das Kind zur Adoption freizugeben. Die glücklichen Eltern der kleinen Emma Grace werden Kate und Richard. Allerdings hat Julianna sich bei der Durchsicht der Unterlagen möglicher Adoptiveltern in Richard verliebt und versucht nun alles, dessen Ehe zu zerstören. Zur gleichen Zeit kommt John Powers Julianna immer näher und schon bald überschlagen sich die Ereignisse.

Etwas beschaulich beginnt der Psychothriller von Erica Spindler, bei dem es sich um eine Neuauflage aus dem Jahr 1999 handelt. Sehr ausführlich, jedoch zu jeder Zeit unterhaltsam, stellt sie einem erst einmal alle Mitwirkenden vor und so erfährt man bereits auf den ersten Seiten sehr viel über deren Leben, erhält eine sehr gute Vorstellung von ihnen und als die Geschichte dann anzieht, fiebert man umso mehr dann mit allen Beteiligten mit.

Und die Story zieht an! Die Spannung baut sich zwar langsam, dafür aber sehr stetig auf und zum Ende hin befindet sie sich wirklich auf extrem hohem Niveau. Der Schreibstil von Erica Spindler ist durchweg flüssig und fesselnd, obwohl sie bei manchen Szenen kurz davor steht, ins Schnulzige abzurutschen und immer gerade noch so die Kurve bekommt. Die Story ist in Teilen vorhersehbar, wobei sie zur Mitte hin doch eine Wendung annimmt, mit der ich so nicht gerechnet hätte.

Der Autorin gelingt es sehr gut, einem die Gefühle von Kate zu vermitteln, die sich nichts sehnlicher als ein Kind wünscht und als sie Emma dann hat, feststellen muss, dass so ein kleines Wesen ihr komplettes Leben verändert und auf den Kopf stellt. Und Kate lernt hierdurch auch einiges über ihren Ehemann Richard kennen, was sie sich in dieser Art so nicht vorgestellt hatte. Erica Spindler beschreibt Kate als eine starke, selbstbewusste, kreative, humorvolle und sehr sympathische Frau, die erfolgreich und mit viel Elan ihr kleines Café leitet und so gut wie möglich versucht, Berufs- und Privatleben unter einen Hut zu bekommen. Aber keine Sorge, Kate ist keine Überfrau, sondern sie zweifelt auch oft genug an sich selbst, reagiert öfters ängstlich und hat einige Probleme aus ihrer Vergangenheit, an denen sie noch ziemlich zu knabbern hat.

Zum anderen zeichnet sie ein glaubhaftes Bild von der 19-jährigen Julianna, die völlig emotionslos ihr Baby zur Adoption freigibt, nur um sich dann wie besessen auf die Eroberung von Richard zu konzentrieren. Dies plant sie bis ins kleinste Detail, macht sich zu keiner Zeit Gedanken darüber, wie es Kate dabei gehen könnte und geht diesen Weg sehr egoistisch an. Doch Julianna hat auch ein schreckliches Geheimnis, welches sich mit der Zeit herauskristallisiert, eng mit John Powers in Verbindung steht und man bald gewillt ist, seine anfangs ablehnende Haltung ihr gegenüber zu revidieren.

Im Gegenzug geht die Autorin kaum auf Juliannas älteren Freund John Powers ein. Dessen Charakter bleibt sehr undurchsichtig. Klar ist nur, dass er seine ganze Konzentration auf Julianna legt, um diese zu finden. Hierfür geht er im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen und dies völlig gefühllos.

Fazit: Ein spannender Psychothriller mit klar herausgearbeiteten Charakteren und mit einer Story, die zwar in Teilen vorhersehbar ist, nichtsdestotrotz aber spannend umgesetzt wurde.

Montag, 5. September 2011

{Rezension} Tales of Partholon - Verbannt von P.C. Cast

Verlag: MIRA Taschenbuchverlag
Übersetzer: Ivonne Senn
Taschenbuchausgabe: 368 Seiten
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3899418934
Erscheinungsdatum: September 2011
Preis: 9,95 €

Die Auserwählte der Göttin

Eigentlich müsste Shannon überglücklich sein in Partholon. Die Fomorianer sind besiegt, ihr Ehemann ClanFintan trägt sie auf Händen und ihr Volk sowieso. Doch Shannon ist depressiv, ständig ist ihr schlecht und sie den Tränen nahe. Bei einem Ausritt mit ClanFintan führt Epi sie zu einer Lichtung. Magisch wird Shannon von zwei uralten Eichen angezogen und ehe sie es sich versieht, befindet sie sich wieder in Oklahoma. Als sie zu sich kommt, beugt sich ein Mann über sie, der ihrem Ehemann zum Verwechseln ähnlich sieht. Clint Freeman gesteht ihr, sie zurückgeholt zu haben, damit Rhiannon nach Partholon zurückkehren kann. Doch mit Shannon kam auch eine dunkle Macht nach Oklahoma, die alles daran setzt, die Menschen, welche Shannon liebt, zu töten. Zusammen mit Clint stellt sich Shannon der Bedrohung.

Ungewohnt schwermütig beginnt der zweite Teil der Trilogie, was sich allerdings nach einigen Seiten wieder legt, nachdem Shannon eine mehr als freudige Nachricht erhält. Dann blitzt auch ihr bekannter Wortwitz wieder auf, der einen des Öfteren schmunzeln lässt. Stellenweise hat mich aber ihr Verhalten etwas irritiert, und zwar als sie zwei einschneidende und schreckliche Ereignisse erleben muss. Zwar reagiert Shannon gewohnt emotional, geht aber auch ungewohnt schnell darüber hinweg.

Dieses Mal fehlen zwar der Zauber und das Magische von Partholon, da der Fantasyroman hauptsächlich in Oklahoma spielt. Dennoch gelingt es P.C. Cast problemlos, eine gewisse mystische Spannung aufzubauen und diese über das gesamte Buch zu halten. Allein hierfür sorgt schon der stetig anhaltende Schneefall, der Oklahoma in eine zauberhafte, aber auch sehr gefährliche Winterlandschaft verwandelt. Hinzu kommt, dass die Autorin sehr ins Spirituelle abweicht, indem sie Shannon mit Bäumen reden lässt und es sich bei Clint ebenfalls – wie auch bei ClanFintan - um einen hohen Schamanen handelt, der einen engen Bezug zur Natur und Geistern hat.

Die Story entwickelt sich wieder recht komplex, fast durchgehend sehr spannend und unterhaltsam. Es tauchen einige Figuren aus dem ersten Teil auf, wobei jetzt aber Alanna und ClanFintan nur eine unwesentliche Nebenrolle innehaben. Was mir gut gefallen hat, dass man im 2. Teil auch etwas über Rhiannon und ihre Vergangenheit erfährt. Und fast ist man gewillt, mit ihr Mitleid zu haben.

Im Fokus steht aber eine neue Figur in Form von Clint Freeman. Der Schamane lebt nach einem schrecklichen Unfall vorwiegend in einer Hütte mitten im Wald, verliebt sich unsterblich in Shannon, ja vergöttert sie regelrecht und dass hat mich manchmal etwas genervt. Hier hätte ich mir mehr Wortgefechte wie bei Shannon und ClanFintan gewünscht. Besonders gefallen hingegen hat mir der Charakter von Shannons Vater. Ein geradliniger, bodenständiger Sturrkopf, der seine Tochter über alles liebt und ihr selbstlos hilft.

Fazit: Ein durchweg spannender, unterhaltsamer Fantasyroman mit einer überaus sympathischen Protagonistin, dem allerdings etwas die Spritzigkeit des ersten Bandes fehlt.



Samstag, 3. September 2011

{SuB-Zuwachs} Spannende Krimipost

Hallo Ihr Lieben,

diese Woche kam wieder einmal ein Rezi-Exemplar bei mir an, und zwar ein Kriminalroman von Edith Kneifl, den mir der Haymon Verlag zur Verfügung gestellt hat. Vielen lieben Dank Nicole!!!

Da wir allerdings noch gut 1 1/2 Wochen Urlaub haben und ich dadurch kaum zum Lesen komme, wird es wohl Mitte bis Ende September bis ich den Krimi lesen werde. Aber hier vorab schon mal ne kurze Buchvorstellung:

Edith Kneifl: Zwischen zwei Nächten
Kriminalroman
ISBN 978-3-85218-888-1
152 Seiten, 114 x 190 mm 
Paperback, 9,95 €

Der Tod von Anna, ihrer besten Freundin, führt Ann-Marie aus den USA in ihre Heimatstadt Wien zurück. Im Untersuchungsbericht heißt es: „Fremdverschulden ausgeschlossen“. Aber kann es wirklich Selbstmord gewesen sein? Ann-Marie kann an diese These beim besten Willen nicht glauben. Immerhin hatte Anna geplant, Mann und Leben in Wien  hinter sich zu lassen und mit ihr gemeinsam in New York ein neues Leben zu beginnen.

Einfühlsam und mit präziser Feder erzählt Edith Kneifl einen Kriminalroman, der an Spannung und subtiler Erotik nichts zu wünschen übrig lässt. In bester Thriller-Manier treibt sie die Handlung allein über die eindringlichen Dialoge voran und erzeugt bis zur letzten Seite Gänsehaut. 

Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes, sonniges Wochenende!
Liebe Grüße
Isabel

Freitag, 2. September 2011

{Rezension} Jägermond von Andrea Schacht

Verlag: Penhaligon Verlag
Taschenbuchausgabe: 448 Seiten
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3764530723
Erscheinungsdatum: 22. August 2011
Preis: 14,99 €


Die Suche nach dem Ankh

Gesa Alderson liegt im Sterben. Ihre Enkelin Felina wacht bei ihr, als plötzlich eine aristokratisch wirkende Dame am Sterbebett erscheint, sich von Gesa verabschiedet und genauso plötzlich wieder verschwindet. Felina wundert sich zwar über diesen Besuch, schenkt ihm aber keine große Beachtung, auch nicht den beiden Hauskatzen, die anschließend über den Rasen laufen. Bei den Besuchern handelte es sich um Bastet Merit, Königin des Katzenreichs Trefélin, die sich von ihrer langjährigen Menschenfreundin Gesa verabschiedet hat. Doch auf dem Rückweg nach Trefélin kommt es zu einem Zwischenfall und Majestät verliert ihr Ankh, ohne dessen Hilfe sie nicht zurück ins Katzenreich reisen kann. Nur ihrem Begleiter Mafed gelingt die Flucht. Bastet Merit bleibt im Körper einer normalen Hauskatze zurück.

Ihre Hoffnung ruht nun auf Felina, die einen seltsamen Ohrring von ihrer Großmutter geerbt hat. Mit dessen Hilfe könnte Majestät zurückkehren, an diesen jedoch zu gelangen, gestaltet sich schwieriger als gedacht. Und auch die rettende Hilfe aus Trefélin in Form des stolzen Katers Nefer und seinen drei Helfern stößt auf ungeahnte Schwierigkeiten. Hinzu kommt, dass offenbar aus Trefélin heraus eine Intrige geschmiedet wird, um die Rückkehr von Majestät zu verhindern.

Anfangs spielt der Fantasyroman noch mehr in unserer Welt, doch schon bald wechselt er ins Katzenreich und Andrea Schacht gelingt es durch ihre fesselnde und bildhafte Sprache wunderbar, einem diese Welt näher zu bringen. Zunächst scheint alles herrlich friedvoll und angenehm, doch schon bald muss man feststellen, dass auch in Trefélin nicht alles Gold ist was glänzt und auch dessen Einwohner Machtgedanken und Intrigen nicht fremd sind.

Der Schreibstil von Andrea Schacht ist sehr locker, immer unterhaltsam, oft herrlich witzig, stellenweise richtig spannend, aber auch kritisch. So stellt sie die Riesenkatzen aus Trefélin als stolz, anmutig, verschmust und sehr eigenwillig dar, welche die Menschen erziehen und nicht umgekehrt. Auf der anderen Seite hebt sie aber auch mal den Zeigefinger und vermeidet es nicht darauf einzugehen, wie grausam manche Menschen Hauskatzen behandeln.

Die Geschichte entwickelt sich in gewisser Weise schon vorhersehbar, jedoch ist der Weg dahin vielschichtig angelegt und überrascht einen auch immer mal wieder, auch in Bezug auf die unterschiedlichen Charaktere, die sich teilweise ganz anders entwickeln als anfangs gedacht.

Überhaupt die Charaktere! Diese – sei es jetzt Mensch oder Katze - sind einfach wunderbar und stellenweise so was von warmherzig und liebenswert gezeichnet. Allen voran natürlich 17-jährige Felina, aber ganz besonders begeistert war ich von Chep-Nupet. Die Trefélin-Katze wirkt auf den ersten Blick träge, etwas dicklich und dümmlich, besonders wird dies durch ihren doch recht eigenwilligen Sprachstil hervorgerufen. Doch schon bald merkt man, dass dies absolut nicht der Fall ist, sie viele mystische Geheimnisse rund um Trefélin kennt und über Kräfte verfügt, die man ihr gar nicht zugetraut hätte. Und auch die Figur von Nefer ist herrlich beschrieben. Dieser schöne, stolze und ach so arrogante schwarze Kater legt sich immer wieder mit Felina an, nur um dann doch den Kürzeren zu ziehen. Einfach herrlich, die Dialoge zwischen den Beiden. Und selbst die Nebenrollen, wie der Förster Nathan Walker oder Felinas Tante Iris Alderson sind facettenreich beschrieben.


Fazit: Ein Fantasyroman der ganz besonderen Art, mit hervorragend herausgearbeiteten Charakteren und einer komplexen, unterhaltsamen und spannenden Story. Nicht nur etwas für Katzenfans, aber für diese ganz besonders.