Leseempfehlungen

Freitag, 13. Juni 2014

{Rezension} Todesmut von Meg Gardiner

Cover & Verlag: Heyne
Übersetzer: Friedrich Mader
Taschenbuchausgabe: 464 Seiten
Genre: Amerikanischer Thriller
ISBN: 978-3-453-41031-2
Erscheinungsdatum: 10. Juni 2013
Preis: 9,99 €



Zur falschen Zeit am falschen Ort

Zusammen mit Evan Delaney untersucht Jo Beckett einen mysteriösen Todesfall. In einer Mine in der kalifornischen Wüste wurde die Leiche eines Mannes gefunden, die Todesumstände sind jedoch recht mysteriös. Jo Beckett macht sich zusammen mit Gabe Quintana auf den Weg zu dieser Mine. Dort stoßen Jo und Gabe auf eine Gruppe junger Leute, die übers Wochenende an einem Reality-Game teilnehmen. Merkwürdig ist allerdings das Verhalten der Betreuer und als einer der Teenager den Kofferraum öffnet, liegt darin eine Leiche.

 

Wie kam es zu dem Tod von Phelps Whylie? Diese Frage beschäftigt Jo Beckett wie auch Evan Delaney. Durch einen gemeinsamen Bekannten haben die Protagonisten der beiden Thriller-Reihen von Meg Gardiner sich kennengelernt und spielen auch die Hauptrolle in dem vorliegenden Thriller. Wobei der Schwerpunkt mehr bei Jo liegt.

Die rätselhaften Todesumstände führen Jo mit Freund Gabe in die Wüste und zu einem Wochenende, welches sich beide wahrlich ganz anders vorgestellt haben. Aber auch Autumn, eine verwöhnte 21-jährige, hatte ganz andere Vorstellungen von dem Wochenende. Zum Geburtstag bekommt sie von ihrem Vater ein kostspieliges Reality-Game geschenkt und dieses sollte zusammen mit ihren fünf Freunden genau an diesem Wochenende starten. Doch es kommt alles ganz anders und das Reality-Game entwickelt sich bald zu einem Kampf auf Leben und Tod.

Der Plot entwickelt sich anfangs recht spannend und bleibt auch etwas unvorhersehbar. Dies liegt vor allem daran, dass die wahren Beweggründe von Dane Haugen, der die Pläne der Teenager so dermaßen über den Haufen wirft, anfangs nicht ersichtlich sind. Eins ist jedoch von Anfang an klar: Der Coup ist von langer Hand sorgfältig geplant und es geht hierbei nicht nur um Geld.

Mit der Zeit entwickelt sich die Story zu einem wahren Überlebenskampf für alle Beteiligten. Nicht nur brutale Killer sind ihnen dicht auf den Fersen, auch das Wetter hat sich eindeutig gegen sie gewendet. Einige Zeit war es ja recht interessant und packend mit zu verfolgen, welchen Gefahren Jo, Gabe und die Spielteilnehmer ausgesetzt sind. Doch irgendwann fragte man sich, was sich Meg Gardiner denn noch alles einfallen lässt, um die Spannung in die Höhe zu treiben. Die Autorin schickt ihre Protagonisten praktisch auf jeder Seite in eine nächste gefahrvolle Situation und die Zufälle nehmen überhand, wodurch die Geschichte ihre Glaubwürdigkeit verliert und nur noch konstruiert wirkt.   

Ein Plus sind jedoch die Charakterbeschreibungen. Gerade Autumn entwickelt sich im Verlauf der Geschichte glaubhaft von der verwöhnten, zickigen Millionärstochter zu einer verantwortungsvollen jungen Frau, die ihre Freunde nicht im Stich lässt. Und auch die anderen Akteure des Thrillers nehmen schnell Konturen an und überraschen stellenweise auch ein wenig in ihren Handlungen.


Fazit: Die Autorin meint es etwas zu gut und schickt ihre Protagonisten von einer gefahrvollen Szene in die nächste. Das wirkt irgendwann unglaubwürdig und konstruiert.
  

Die Autorin:
Meg Gardiner wuchs mit drei Geschwistern im kalifornischen Santa Barbara auf. Nach dem Abschluss des Jurastudiums praktizierte sie zunächst als Anwältin, bevor sie ihren Beruf aufgab und nach England übersiedelte. Dort begann sie zu schreiben und veröffentlichte im Jahr 2002 ihr Romandebüt. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern nahe London.

Kommentare:

  1. Einige Monate war es mir vergönnt, nicht hier sein zu können, aber an deinem Lesetempo hat sich nach wie vor nichts verändert. Von deinen Rezensionen bin ich immer wieder begeistert, egal welche Bewertungen sie erhalten.
    L.G.
    Sabine

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Sabine,
      wie schön, wieder von Dir zu hören. Ich hoffe, es geht Dir gut. Ja, mein Lesetempo ist nach wie vor hoch, statt Fernsehen greife ich nach wie vor immer noch lieber zum Buch.
      LG Isabel

      Löschen