Leseempfehlungen

Mittwoch, 23. März 2011

{Rezension} Letzter Kirtag von Herbert Dutzler

Verlag: Haymon Verlag
Taschenbuchausgabe: 264 Seiten
Genre: Krimi deutschprachige Nachbarländer / Österreich
ISBN: 978-3-85218-870-6
Erscheinungsdatum: 22. Februar 2011
Preis: 9,95 €




Mord in Altaussee

Der  letzte Kirtag und das Bierzelt von der Spurensicherung gesperrt, das geht nun aber wirklich nicht. Denn dies würde passieren, würde Gasperlmaier den Toten auf der Biergarnitur sitzen lassen. Also nichts wie ab mit ihm in den nahegelegenen Toilettenwagen. Als er aber  seinen Chef anruft wird  dem Polizist Gasperlmeier bewusst, dass er hier wohl einen ziemlichen Fehler gemacht hat und es sollte nicht sein letzter bei dem Fall sein. Denn als einheimischer Inspektor soll er die für die Ermittlungen beauftragte Frau Dr. Kohlross unterstützen und hierbei lässt der Gasperlmaier aber auch wirklich kein Fettnäpfchen aus.

Herrlich locker und wunderbar unterhaltsam hat Herbert Dutzler seinen Krimi angelegt und hierbei ein Ermittlerduo geschaffen, das durch seine Unterschiede perfekt zusammenpasst.  Die Handlung an sich rückte bei mir ziemlich schnell in den Hintergrund, denn ich wartete eigentlich mit jeder umgeschlagenen Seite nur darauf, in welchen Schlamassel der Gasperlmaier denn jetzt wieder hinein geraten wird.

Und trotzdem ist natürlich auch die Story wichtig und diese präsentiert der Autor von Anfang an gut durchdacht und schlüssig. Mir war lange Zeit nicht ganz ersichtlich, um wen es sich nun  bei dem Mörder bzw. den Mördern handeln soll, denn der Tote im Bierzelt bleibt beileibe nicht der letzte. So sind auch die Spannung und die Neugier ob der Auflösung des Falls von Beginn an vorhanden und halten sich auch mühelos bis zum Schluss, auch wenn man sich während des letzten Drittels hin schon denken kann, wie die Morde zusammenhängen und warum sie geschehen sind, denn der Kreis der Verdächtigen bleibt recht übersichtlich.

Auch Gasperlmaiers Meinung über Zugereiste  zu verfolgen sind einfach nur witzig und unterhaltsam.  Durch diese Ansichten, den Beschreibungen von Altaussee und auch, woran man z. Bsp. an der Lederhose einen Einheimischen von einem Außenstehenden unterscheiden kann, verleiht dem Krimi viel Lokalkolorit.

Mit seinem Gasperlmaier ist Herbert Dutzler ein überaus menschlicher, ständig an sich selbst zweifelnder Charakter gelungen, der einem auf Anhieb sympathisch ist. Meist wirkt er schüchtern, um Worte verlegen und unbedacht in seinen Handlungen. Und doch zeigt Herbert Dutzler auch, dass der Gasperlmaier auch einmal richtig auf den Tisch hauen kann und durchaus Durchsetzungspotential hat.

Auch die anderen Figuren sind sehr gut herausgearbeitet, haben Ecken und Kanten und wirken absolut authentisch. Wer mich wirklich angenehm überrascht hat, war der Charakter von Frau Dr. Kohlross. Anfangs hielt ich sie noch für etwas arrogant und von oben herab. Doch mit der Zeit entwickelt sich die Ermittlerin als couragierte, durchsetzungsfähige Frau, die selbstlos hinter ihren Kollegen, insbesondere dem Gasperlmaier, steht.

Fazit: Ein wunderbar witziger, unterhaltsamer Krimi mit viel Lokalkolorit und einem Protagonisten, den man einfach ins Herz schließen muss.

Montag, 21. März 2011

{Buchvorstellung} Edith Kneifl und ihr neuer Roman ....

Hallo Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch den neuen Krimi von Edith Kneifl vorstellen, der wieder im Haymon Verlag erschienen ist. Es handelt sich hierbei um:

Edith Kneifl
Stadt der Schmerzen
Ein Florenz-Krimi
240 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag und Fotos von Lorenzo Carlomagno
€ 19.90/SFr 30.50
ISBN 978-3-85218-681-8 


Spannendes Krimi-Drama in einer der schönsten Städte der Welt

Vor der traumhaften Kulisse von Florenz inszeniert Edith Kneifl ein atemberaubendes Krimi-Drama – und erzählt ganz nebenher, aber umso eindrücklicher interessante Geschichten und kulturhistorische Details. 
 


Hierbei handelt es sich um den 2. Fall des Transvestiten Orlando und seiner Freundin Katharina Kafka. Den ersten Band "Schön tot" habe ich bereits gelesen, rezensiert und kann ihn nur empfehlen.


Nun zum Inhalt von "Stadt der Schmerzen":

Familiäre Verpflichtungen führen Orlando, Transvestit mit einem Faible für den Sisi-Look, und seine beste Freundin Katharina Kafka nach Florenz. Was als entspannter Kurztrip geplant war, entwickelt sich jedoch rasch zu einem mörderischen Inferno von Dante’schen Ausmaßen: Wenige Stunden nach ihrer Ankunft taucht die übel zugerichtete Leiche eines Cousins von Orlando auf, und statt in Ruhe dem Sightseeing und langen Einkaufsbummeln zu frönen, werden Katharina und Orlando immer weiter in die Mordermittlungen hineingezogen. Je tiefer sie in der Familiengeschichte wühlen, desto mehr unappetitliche Details tauchen auf: Mädchenhandel und Schlepperwesen, Verbindungen zur italienischen und rumänischen Mafia, Diebstahl und illegaler Handel mit gefälschten Parfüms – es scheint kaum ein kriminelles Geschäft zu geben, in dem die ehrenwerte Florentiner Familie Pazzini nicht ihre Finger hat … 

 

Die Autorin

Edith Kneifl, geboren 1954 in Wels, lebt und arbeitet als Psychoanalytikerin und Schriftstellerin in Wien. Zahlreiche Auszeichnungen, erhielt u.a. 1992 als erste Frau den Glauser-Preis für den besten deutschsprachigen Kriminalroman des Jahres. Übersetzungen in mehrere Sprachen. ROMY 2003 für die Verfilmung des Romans Ende der Vorstellung (Regie: Wolfgang Murnberger). 14 Kriminalromane und ca. 50 Kurzgeschichten. Bei Haymon: Glücklich, wer vergisst (2009), Schön tot (2010) und Stadt der Schmerzen (2011).

Mehr von Edith Kneifl erfahrt Ihr hier: www.kneifl.at


Hier Buch portofrei bestellen


Edith Kneifl liest:

Mittwoch, 16. März 2011, 19:30 Uhr
Lange Leipziger Kriminacht auf der Leipziger Buchmesse, Café Anton Hannes, Beethovenstraße 17

Freitag, 18. März 2011, 19 Uhr
Österreich-Krimi-Club auf der Leipziger Buchmesse, Landgericht Leipzig, Harkortstraße 9

Samstag, 19. März 2011, 14:30 Uhr
Leipziger Buchmesse, Forum Halle 4, Stand E 101

Dienstag, 12. April 2011, 19 Uhr
Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, Wien 





Liebe Grüße
Isabel

Samstag, 19. März 2011

{Award} Ein neuer Blog-Award

Von Manuela und von Fabella habe ich folgenden Blog Award bekommen:


Sieht klasse aus, gell!!

Liebe Manuela, liebe Fabella: 
Vielen lieben Dank Euch Beiden dafür!!!!!

Bei diesem Award sind wieder ein paar Regeln enthalten, die ich jetzt mal versuche zu erfüllen. Also, hier erst einmal die Regeln:


Die Bedingungen:
  • Erzähle 7 Dinge über Dich
  • Vergebe diesen Award an 8 weitere Blogger

7 Dinge über mich:

  1. Ich liebe Bücher (wen wunderts ... lach) und sammele sie für mein Leben gern. Auch wenn ich sie vielleicht nicht sofort lesen kann, hauptsache ich habe sie schon einmal. Irgendwie kommt da bei mir der Jäger und Sammler durch, obwohl das ja eigentlich nur Männern nachgesagt wird, aber egal ... grins
  2. Von allen Jahreszeiten ist mir der Frühling der liebste. Ich finde es einfach herrlich, wenn jetzt endlich wieder alles grün wird, die Vögel anfangen zu zwitschern und man sich endlich wieder draußen aufhalten kann.
  3. Momentan kämpfe ich mit einer ziemlich hartnäckigen Erkältung, die einfach nicht weggehen will. Ich strafe sie mit missachten, interessiert sie aber leider irgendwie auch nicht ... mmmhhh.
  4. Ich mag keine Süßigkeiten ... ja wirklich! Umso mehr freut sich da immer mein Mann, wenn ich das Kuchenstück dann ganz diskret zu ihm rüberschiebe, der ist nämlich die Naschkatze in der Familie.
  5. Ich bin eher eine Nachteule als ein Morgenmensch.
  6. Ich hasse zu spät zu kommen und bin meist schon 10 Minuten vor einem Termin vor Ort.
  7. Und Sport ist auch nicht unbedingt mein Ding, im Gegensatz zu meinem Mann und leider sind meist seine Überredungskünste besser als meine ... grummel
So, genug von mir. Jetzt seid Ihr dran. Es ist wirklich nicht einfach, 8 Blogs zu finden, da es einfach zu viele tolle Blogs gibt und ich ja auch erst letzte Woche einen Blog Award weitergegeben habe. Aber ich versuche es jetzt einfach mal:

Also, den Stylish-Blog-Award gebe ich an folgende Blogs weiter, auch auf die Gefahr hin, dass Ihr ihn vielleicht schon bekommen habt:

  1. Crinis Blog - All about books
  2. Bärchens Bücherseite
  3. Book Lounge
  4. Buchbewertungen
  5. Buchleben
  6. Buchzeiten
  7. Bücher aus dem Paradies
  8. Bücher Seele

Liebe Grüße
Isabel

Freitag, 18. März 2011

{Rezension} Das Werk der Bücher von Stephan Naumann

Verlag: Gmeiner Verlag
Taschenbuchausgabe: 321 Seiten
Genre: Historischer Roman
ISBN: 3839211395
Erscheinungsdatum: 07. März 2011
Preis: 12,90 €


Der Sohn des Teufels

In London zeugt der alternde Richter Tanner mit einer Dirne einen Sohn. Bereits vorher hatte er dessen Seele dem Teufel versprochen. Nathan, der Bastard, zeigt bereits im frühesten Kindesalter menschenverachtende Züge, entwickelt sich bei weiten schneller als andere Kinder und ist hochintelligent. In die erzieherischen Hände eines Klosters gegeben, stellt dort die Nonne Gianna Maria schon bald fest, dass der kleine Bastard mit dem Teufel im Bunde stehen muss. Ihre Versuche, ihn zu töten, scheitern und bewirken das genaue Gegenteil. Nathan erfährt seine wahre Bestimmung, die ihn von London nach Mainz führt. Dort soll er die Gutenberg-Bibel zu Gunsten des Teufels manipulieren.

In seinem Debütroman geht Stephan Naumann einen eher ungewöhnlichen Weg und erzählt die Geschichte von Nathan aus Sicht zweier Nonnen. Die Schwestern sind der Nonne Gianna Maria treu ergeben und erzählen deren verzweifelten Kampf, die Menschheit vor dem Sohn des Teufels zu befreien.

So ist seine Sprache an die damalige Zeit angelehnt und die wenige wörtliche Rede, die während der Erzählung Platz findet, ist in Reimen wiedergegeben. Dies führt zwar zum einen dazu, dass der Roman etwas distanziert und sachlich wirkt, auf der anderen Seite ist dies aber auch so atmosphärisch dicht umgesetzt, dass man eine hervorragende Vorstellung der damaligen Lebens- und Glaubensweise erhält.

Das 15. Jahrhundert war bekanntlich durchsetzt von Aberglauben und dies wird in dem historischen Roman sehr gut vermittelt. Allein Nathans Ausflug auf den Brocken, um die Walpurgisnacht mitzuerleben oder eine vermeintliche Hexenverbrennung zeigen dies überdeutlich auf. Und auch viele Informationen über das Leben und die großen Städte des Mittelalters wie Köln, Mainz oder auch Aachen erhält man in dem Buch. Diese sind wie selbstverständlich hineingearbeitet und gut dosiert. So zeigt der Autor seinen Lesern eine ungeschönte, aber auch faszinierende Welt des Mittelalters auf.

Die Geschichte aus Sicht der beiden Nonnen zu erzählen empfand ich als einen sehr geschickten Schachzug, da man so eine gewisse Distanz zu Nathan erhält, trotzdem aber den Erzählungen begeistert folgen kann. Und diese Distanz zu dem Protagonisten benötigt man auch. Stephan Naumann zeichnet die Figur des Nathan hervorragend. Dieser ist von Grund auf böse, hinterhältig, manipuliert seine Mitmenschen nach Gutdünken, geht im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen und kennt kaum menschliche Regungen. So kann er fast alle Menschen in seiner Umgebung entsprechend blenden, zum Glück jedoch nicht alle.

Mittwoch, 16. März 2011

{Rezension} Blaue Augen von Joanne Harris

Verlag: List Verlag
Übersetzer: Uta Rupprecht
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Genre: Englischer Thriller
ISBN: 9783471350539
Erscheinungsdatum: 11. März 2011
Preis: 19,99 €

 "... Es war einmal eine Witwe, die hatte drei Söhne. Sie hießen Schwarz, Braun und Blau. Schwarz war der älteste, er war launisch und streitsüchtig. Braun war der mittlere, er war furchtsam und einfältig. Blau jedoch war der Liebling seiner Mutter. Und er war ein Mörder. ..."


Die Farbe von Mord ist blau

In seinem Internetblog erzählt ein Mann von seinem Leben, mal öffentlich für jeden sichtbar, mal mit eingeschränktem Zugang als Art Tagebuch nur für sich. Und was man dort geboten bekommt ist wahrlich nicht leicht zu verdauen. So kommt er als Vierjähriger das erste Mal bewusst mit dem Tod in Berührung, der Trost seiner Mutter ist ihm sicher, war es doch auch ihrer Sicht nur ein Unfall, doch der Junge weiß es da schon besser. Er ist Mutters Liebling, denn in ihren Augen ist er etwas Besonderes im Gegensatz zu seinen beiden Brüdern und dies zeigt sie ihm auch deutlich. Erschreckend zu lesen ist auch, mit welcher Gleichgültigkeit er später als erwachsener Mann über den Unfalltod seines Bruders Nigel hinweggeht. Wie er der Polizei Gefühle vorgaukelt, nur um keinen Verdacht zu erregen.

Dies erfährt man alles bereits auf den ersten Seiten und in dieser eindringlichen Art sind alle Blogeinträge gehalten. Allein diese Art zu schreiben bzw. eine Geschichte so zu erzählen, finde ich sehr originell, ist einmal etwas ganz anderes, absolut zeitgemäß und vor allem ist es durchaus vorstellbar, dass es einen Blog in der Art tatsächlich in den Weiten des Internets geben könnte.

So lernt man erst einmal ein wenig B.B. kennen, der sich als völlig normal ansieht und auch von seiner Umwelt als solcher angesehen wird. Schließlich geht er einer geregelten Arbeit nach und trägt dort sogar Anzug und Krawatte. Man merkt jedoch schnell, dass in B.B. eine unterschwellige Wut brodelt, weiß jedoch anfangs nicht warum. Erst so nach und nach erfährt man mit Hilfe der Blogeinträge seine Kindheit kennen, die mit der Zeit auch die Blogeinträge verständlicher machen.

Bei B.B. handelt es sich um einen 42-jährigen Mann aus dem Ort Malbry in England. Ich war etwas erstaunt, als ich das Alter von B.B. las, da ich bei dem Schreibstil und der Erwähnung, dass er noch zu Hause bei seiner Mutter wohnt, an einen weitaus jüngeren Mann gedacht habe. So kann man sich täuschen. Und darauf baut das ganze Buch auf. Wie oft war ich verwirrt, wusste nicht genau, über wen B.B. oder Blauauge, wie er sich im Internet nennt und später auch Albertine berichten. Kaum hat man sich eine Meinung über ihre Identität gebildet, wird man eines besseren belehrt. Man weiß die ganze Zeit nicht, auf was die Geschichte im Endeffekt hinauslaufen wird. Wurden die erwähnten Morde wirklich begangen oder ist dies alles nur Fiktion und der Fantasie des Bloggers entsprungen? Mit diesen und noch mehr Fragen beschäftigt man sich eigentlich während des ganzen Buches.

Der Schreibstil von Joanne Harris ist flüssig und von Anfang extrem fesselnd, sodass ich praktisch von der ersten Seite an gebannt gelesen habe, obwohl eigentlich anfangs gar nicht so viel passiert. Das Buch bezieht seinen Reiz durch eine eher unterschwellige Spannung und den oft so wunderbar poetischen Schreibstil der Autorin und vor allem durch die oben erwähnte Ungewissheit, wohin die Geschichte einen führen wird.

So gestaltet sich die das Buch von Anfang an sehr originell und auch mysteriös. Man weiß nicht genau, woran man ist, um wen es sich bei B.B. handelt und vor allem, welche Geschichte er auf seinem Blog erzählen wird. Joanne Harris ist hier ein sehr ungewöhnlicher Thriller gelungen, den ich allerdings nicht unbedingt als diesen bezeichnen würde und Leser, die reichlich Action und blutrünstige Szenen erwarten, werden von dem Buch eher enttäuscht sein. 

Montag, 14. März 2011

{Buchvorstellung} Stephan Naumann und sein neuer Roman ...

Hallo Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch mal wieder ein Buch aus dem Gmeiner Verlag vorstellen. Dieses Mal  handelt es sich nicht um einen Regionalkrimi, sondern um einen historischen Roman, der mich ganz besonders interessiert. Denn er spielt in meiner Heimatstadt und da bin ich natürlich schon ziemlich neugierig, ob und wenn ja, wie unsere schöne Altstadt in dem Roman beschrieben wird und natürlich Johannes Gutenberg selbst.

Und das ist das Schätzchen:


Das Werk der Bücher 
Stephan Naumann
Historischer Roman
319 Seiten
12 x 20 cm
Erschienen: März 2011
Paperback
ISBN 978-3-8392-1139-7
12,90 €

Und hierum geht in dem Roman:

TEUFLISCHER PAKT  Mitte des 15. Jahrhunderts. Der menschenverachtende Richter Tanner ist bis ins hohe Alter kinderlos geblieben. Sein Unmut darüber treibt ihn zu einem schicksalhaften Pakt mit dem Teufel. Der Bastard Nathan, den er mit einer Dirne zeugt, wird jedoch nicht nur ihm sehr schnell unheimlich. Während eines Feuers, das ihm durch seine Verbindung mit der Hölle nichts anhaben kann, erhält der hinterhältige Junge seine wahre Bestimmung: Er soll die bedeutendste Erfindung seiner Epoche, Gutenbergs Buchdruck, zu Gunsten des Teufels missbrauchen. Nathan macht sich auf den Weg nach Mainz …
Die Gutenberg-Bibel als Instrument des Bösen. Stephan Naumanns fesselnde Geschichte steckt voll überschäumender Fantasie, origineller Charaktere und unzähliger Verweise auf eine Epoche, die von Gewalt und Wandel gleichermaßen geprägt ist. 

Und das ist der Autor zum Buch:

Stephan Naumann

Stephan Naumann, geboren 1981 in Lichtenfels, absolvierte nach dem Abitur ein Praktikum in der Lokalredaktion einer Tageszeitung. Danach war er lange Zeit als freier Mitarbeiter für verschiedene Zeitungen tätig. Nach einem mit eigenen Illustrationen versehenen Patientenratgeber ist „Das Werk der Bücher“ sein Debüt als Romanautor.






 Auf dem Weg möchte ich mich wieder einmal ganz herzlich beim Gmeiner-Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars bedanken!

Euch wünsche ich noch eine schöne Woche,
liebe Grüße
Isabel

{Leseeindruck} Teufelsfrucht von Thomas Hillenbrandt


Verlag: KiWi-Verlag
Taschenbuchausgabe: 304 Seiten

Genre: Krimi deutscher Nachbarländer
ISBN: 978-3-462-04287-0

Erscheinungsdatum: 18. April
Preis: 8,95 €


Die unbekannte Frucht Chatwa

Karpologe und Foodscout Aaron Keitel ist im Dschungel von Papua-Neuguinea unterwegs, auf der Suche nach dem Eingeborenenstamm der Tulai. Diese sind im Besitz der Frucht Chatwa, die Keitel unbedingt bekannt machen möchte. Ihr Geschmack soll unvergesslich sein. In dem Dorf angekommen, probiert Keitel gleich nach der Begrüßung die Frucht, die ihm Tränen in die Augen treibt.

Der Prolog fängt schon einmal richtig spannend an und macht neugierig auf mehr. Die Beschreibungen des Dschungels wie auch die Unwägbarkeiten, die sich Keitel ausgesetzt fühlt, hat der Autor sehr bildhaft und fesselnd umgesetzt. So spürt man regelrecht die feuchte, tropische Luft des Urwalds und hört die Insekten schwirren.

Nachdem der Prolog natürlich an der spannendsten Stelle endet, wechselt die Story nach Luxemburg zu Xavier Kieffer, der auf dem Kirchberg ein kleines, aber feines Restaurant betreibt. In seinem „Deux Eglises“ bietet er nur einige auserwählte Gerichte an, sein Lokal ist gut besucht und Ambitionen zu einem Gourmet-Stern hat Xavier eher auch nicht.

Umso verwunderter ist er über seinen heutigen Gast, denn ganz offensichtlich handelt es sich bei dem übelgelaunten Franzosen um einen Kritiker. Xavier ist über dessen herblassende Art zwar ziemlich verärgert, bedient ihn jedoch weiterhin freundlich.

Thomas Hillenbrand lässt einem während der Leseprobe regelrecht das Wasser im Mund zusammenlaufen. Da der Krimi in Luxemburg spielt, ist die Küche französisch angehaucht und somit werden auch viele französische Begriffe in Bezug auf die Gerichte angewandt, die ich jetzt nicht unbedingt alle auf Anhieb verstanden habe, man diese jedoch im Lauf der Story beschrieben bekommt. Von daher hat mich das wenig gestört.

Der Schreibstil des Autors ist sehr locker, flüssig und vor allem durchweg unterhaltsam. Seine Charaktere nehmen fast augenblicklich Gestalt an und gerade seinen Protagonisten beschreibt er sehr warmherzig, sodass der etwas eigenwillige Koch und Restaurantbesitzer fast sofort Konturen annimmt.

Der Mord lässt auch nicht lange auf sich warten, so ist der vermeintliche Restaurantkritiker bereits nach dem 2. Gang tot und keiner weiß, wie es geschehen ist. Somit ist die Neugier des Lesers geweckt und die Spannung früh vorhanden.

Alles in allem verspricht die Leseprobe einen amüsanten, kulinarischen Krimi mit einem interessanten Protagonisten und einer spannenden Story.


{Rezension} Letzter Gruß von James Patterson / Liza Marklund

Verlag: Blanvalet Verlag
Übersetzer: Anne Bubenzer, Dagmar Lendt
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Genre: Thriller Allgemein
ISBN: 978-3-8090-2585-6
Erscheinungsdatum: 15. März 2010
Preis: 19,95 €


Blutige Spur quer durch Europa

Der New Yorker Detective Jacob Kanon kennt nur noch ein Ziel: Die Mörder seiner Tochter Kimmy zu schnappen. Doch dies gestaltet sich schwieriger als gedacht, denn Kimmy wurde von einem Pärchen umgebracht, das mordend durch Europa reist. Ihre Opfer sind immer junge Paare, zumeist auf Hochzeitsreise, die sie auf ihren Hotelzimmern ermorden und wie bekannte Gemälde drapieren. Nun führt ihre Spur nach Stockholm. Dort hat die Journalistin Dessie Larsson eine Postkarte erhalten. Das Killerpärchen kündigt so immer ihren nächsten Mord an. Zusammen mit Jacob und der örtlichen Polizei versucht Dessie hinter die Identität der Postcard-Killer zu kommen.

Eine Gemeinschaftsarbeit der schwedischen Krimi-Autorin Liza Marklund mit dem amerikanischen Thriller-Autoren James Patterson. Hört sich nach einer interessanten Mischung an, allerdings spürt man den Einfluss vom Liza Marklund nicht. Und so werden Leser der Autorin mit Sicherheit enttäuscht von dem Thriller sein. Denn hier dominiert klar die Handschrift von James Patterson. Die Kapitel sind zumeist extrem kurz gehalten, der Plot temporeich und sehr spannend erzählt. Allerdings fehlt den Figuren jeglicher Tiefgang.

Und auch die Story an sich ist mehr die, welche man bei einem Thriller akzeptiert, nämlich eher realitätsfern. Ein junges Pärchen, welches eine Blutspur quer durch Europa hinterlässt, rund 20 Opfer oder mehr – irgendwann habe ich bei der Anzahl den Überblick verloren – gehen auf ihr Konto. Die Morde werden jedes Mal mit einer Kunstpostkarte bei einem örtlichen Journalisten einer Tageszeitung angekündigt, die Suche nach den Opfern beginnt und als man den Tatort findet, gibt es absolut keine Spuren zu den Tätern. Diese sind meist schon wieder in einer nächsten europäischen Stadt und spähen ihre zukünftigen Opfer aus. So werden die Morde von der örtlichen Polizei anfangs auch als Einzeltat gewertet und erst Jacob stellt die Zusammenhänge her und hiermit beginnt dann auch die Geschichte des vorliegenden Thrillers.

Von Anfang an gestaltet sich die Geschichte sehr temporeich, überrascht in ihrer Auflösung und ist bis zum Schluss konsequent rasant und fesselnd umgesetzt. Dem Leser wird auch ziemlich schnell das Mörderpärchen vorgestellt, allerdings bleiben ihre Beweggründe für die Morde lange im Dunkeln und entschlüsseln sich erst im letzten Drittel des Buches. Zusätzlich begleitet man natürlich die schwedische Polizei, die hier etwas träge dargestellt wird, wie auch  Dessie und Jacob bei ihren Bemühungen, das Mörderpaar zu fassen. Diese Wechsel der Erzählstränge sind – typisch Patterson – schnell und meist an der interessantesten Stelle gesetzt. So ist die Spannung durchweg auf hohem Niveau und der Thriller lässt sich flüssig und leichtfüßig lesen.

Schwachpunkt des Buches sind eindeutig die Charaktere. Gerade die beiden Protagonisten Dessie und Jacob mit ihrer ungewöhnlichen Vergangenheit liefern viel Potential, welches jedoch kaum genutzt wird. So bleiben sie einfach fad und oberflächlich. Die Figuren der Serienkiller sind jetzt nicht sonderlich originell, haben natürlich eine schwere Kindheit, die sie geprägt hat und letztendlich zu den Morden getrieben hat. Alles irgendwie nicht neu und ihr krankhaftes Verhalten hätte durchaus auch besser ausgebaut werden können.

Fazit: Ein extrem kurzweiliger Thriller, der dem entspricht, was man von einem Patterson-Thriller erwartet. Allerdings hätte ich mir doch etwas ausgefeiltere Charaktere gewünscht und eigentlich auch erwartet.

Samstag, 12. März 2011

{SuB-Zuwachs} Spannender Buchzuwachs

 Hallo Ihr Lieben,

und wieder gibt es SuB-Zuwachs ... meine Hoffnung liegt ja auf dem nächsten Monat. Da gibt es doch tatsächlich nur EIN Buch, was mich interessiert und dann werde ich auch endlich Zeit finden, meinen SuB wieder unter die magische 100 zu bringen.

Aber genug gejammert ... hier sind die Neuzugänge der Woche:

Zum einem habe ich Euch ja bereits diese Woche das Buch

"Traumwelten" von Karsten Eckert 

vorgestellt klick hier. Es ist dann auch Mitte der Woche in meinem Briefkasten gelandet und wartet jetzt darauf, gelesen zu werden. Wie ich schon erwähnte, wird es wohl Ende März werden.



Vom Haymon Verlag kam eine Rezensionsexemplar-Vorbestellung. Dieses Mal ist es:


Letzter Kirtag 
Herbert Dutzler

ISBN: 978-3-85218-870-6
264 Seiten, 114 x 190 mm
Paperback
EUR 9,95 / CHF 15,90

Das sagt der Verlag dazu:
So etwas hatte selbst Gasperlmaier noch nie gesehen. Dabei hat er schon viel gesehen, der Gasperlmaier, schließlich ist er seit mehr als zwanzig Jahren Polizist in Altaussee. Aber ein Erstochener am Montag in der Früh im Festzelt vom Altausseer Kirtag, das ist auch für ein gestandenes Mannsbild wie ihn zu viel. Und so trifft er eine falsche Entscheidung – nicht die letzte an diesem Tag, und auch der Tote, der in seinem eigenen Blut im Festzelt hockt, wird nicht das einzige Opfer bleiben.

Herbert Dutzler setzt in seinem ersten Krimi ein mörderisches Karussell in Gang, das die unschönen Seiten der Ausseer Postkartenidylle zeigt. Konsequent aus der Perspektive von Gasperlmaier erzählt, findet Dutzler einen ganz eigenen Ton, der das Lokalkolorit glaubhaft wiedergibt. Mit dem liebenswürdig tollpatschigen Dorfpolizisten hat er einen originellen Ermittler geschaffen, der für Spannung und Schmunzeln gleichermaßen sorgt – den Gasperlmaier wird man sich merken müssen!


Dann kam heute endlich das lang ersehnte Buch von vorablesen.de an. Hierbei handelt es sich um:


Blaue Augen
Joanne Harris
Verlag: List Verlag
ISBN: 9783471350539
Erscheinungsdatum: 11. März 2011
Gebundene Ausgabe, 352 Seiten, 19,99 €

Das sagt vorablesen.de dazu:
Es war einmal eine Witwe, die hatte drei Söhne. Sie hießen Schwarz, Braun und Blau. Schwarz war der älteste, er war launisch und streitsüchtig. Braun war der mittlere, er war furchtsam und einfältig. Blau jedoch war der Liebling seiner Mutter. Und er war ein Mörder.

Ein Mann gesteht einen Mord, den er nicht begangen haben kann. Joanne Harris erzählt die Geschichte eines Jungen, der durch die Grausamkeit seiner Mutter zum Verbrecher wird.


Und zu guter Letzt hat mir meine liebe Kollegin Gabi  (mit ihr tausche ich ständig Bücher) wieder ein tolles Buch ausgeliehen, und zwar:


Das 8. Geständnis
James Patterson
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
26. Juli 2010
ISBN: 978-3809025511


Kurzbeschreibung lt. amazon.de:
Denn das Böse hat eine gespaltene Zunge ... Eine mysteriöse Mordserie erschüttert San Francisco, ein Obdachloser wird gnadenlos exekutiert, und die Explosion eines Drogenlabors fordert viele Opfer …

Die Herausforderungen für Detective Lindsay Boxer waren nie größer: Da treibt eine psychopathische Schlangenmörderin ihr Unwesen, die es vor allem auf die Upper Class abgesehen hat und so gut wie keine Spuren hinterlässt. Selbst Pathologin Claire Washburn findet keine Hinweise. Dann wird ein schwarzer Obdachloser, der unter Seinesgleichen als Heiland galt, brutal hingerichtet, und Journalistin Cindy Thomas wittert eine große Story. Doch je mehr sie über den Toten erfährt, desto schmutziger erscheint seine Weste. Und nicht zuletzt steht der »Women’s Murder Club« vor einer Zerreißprobe ganz anderer Art: Zwischen Cindy und Lindsays Partner Rich Conklin vibriert die Luft. Bringt die Liebe all das zum Einsturz, was die Freundinnen über die Jahre aufgebaut haben? Detective Lindsay Boxer ermittelt wieder!

Ich wünsche Euch ein fantastisches Wochenende und hoffe, Ihr habt auch so traumhaft schönes Frühlingswetter wie wir!!

Liebe Grüße
Isabel

Freitag, 11. März 2011

{Leseeindruck} Töchter des Schweigens von Elia Barceló


Verlag: Pendo Verlag
Übersetzer: Petra Zickmann

Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Genre: Europäischer Krimi
ISBN: 9783866122666

Preis: 19,95 €
Erscheinungsdatum: 14. April 2011

In jenem Sommer

Im Juni 2007 kehrt Rita in ihr Heimatdorf zurück. Rund 30 Jahre vorher ist sie nach England ausgewandert und wurde eine erfolgreiche Filmemacherin. Jetzt ist sie seit 2 Wochen wieder zurück und auf dem Weg zur einer ihrer früheren Freundinnen. Mit Lena verbindet sie ein Geheimnis, denn diese hatte damals einen Selbstmordversuch unternommen und Rita konnte sie im letzten Moment retten. Daran muss sie denken, als sie die Treppenstufen zu Lenas Wohnung hochsteigt. Merkwürdigerweise ist die Wohnungstür nur angelehnt und auch auf mehrmaliges Rufen reagiert Lena nicht. Sie beide waren doch verabredet! Mit einem sehr mulmigen Gefühl sucht Rita die Wohnung ab bis nur noch das Badezimmer übrig bleibt. Stetig hört man dahinter das Tropfen eines Wasserhahns. Als Rita die Tür zögerlich öffnet, traut sie erst ihren Augen nicht, aber doch, da liegt Lena in der Badewanne, das Wasser rot gefärbt, Lena ist tot.

Rita geht von einem weiteren Selbstmordversuch aus und ruft ihre alte Freundin Ana an, deren Mann David Polizeibeamter ist. Schnell ist die Polizei vor Ort und zu den Freundinnen gesellt sich nun auch Teresa dazu. Die Drei warten auf das Ergebnis der ersten Ermittlungen. Als David schließlich kommt, ahnt Rita noch nicht, dass sie eine schreckliche Information erhalten wird. Lena wurde ermordet, der Mord nur als Selbstmordversuch getarnt, jedoch sehr dilettantisch.

Während dieser Erzählungen spürt man regelrecht, dass die sechs Freundinnen ein dunkles Geheimnis verbindet, welches sich in ihrer Jugend ereignet haben muss. Immer wieder führen ihre Gespräche dahin, doch um was es sich handelt, erfährt man während der Leseprobe nicht.

Flüssig und leicht zu folgen ist der Schreibstil von Elia Barceló. Und auch wenn die Geschichte bisher noch kein großes Spannungspotential bietet, ist doch schon einmal die Neugier geweckt, denn neugierig ist man schon zu erfahren, was sich im Sommer 1974 ereignet hat, welches Geheimnis die sechs Freundinnen verbindet.

In der kurzen Leseprobe hatten die Charaktere jetzt auch noch nicht so viel Gelegenheit gehabt, um sich entfalten zu können, man hat aber schon das Gefühl, dass die Autorin diese hervorragend herausarbeiten wird. Denn ich vermute, dass hier das Augenmerk der Geschichte liegen wird, bei den Empfindungen der sechs Freundinnen und wie sie mit dem damals Geschehenen umgehen und wahrscheinlich werden dann hier auch einige Figuren etwas undurchsichtig bleiben, um die Spannung zu erhöhen.

{Rezension} Im Schatten des Mörders von Erica Spindler

Verlag: mira Taschenbuch Verlag 
Übersetzer: Judith Heisig
Taschenbuchausgabe: 476 Seiten
Genre: Amerikanischer Thriller
ISBN: 3899418271
Erscheinungsdatum: Januar 2011
Preis: 7,95 €


Ich will dich wieder schreien hören!

Jane scheint alles zu haben um glücklich zu sein. Doch mit ihrem vermeintlichen Glück ist es vorbei, als eine Patientin ihres Mannes ermordet wird. Schnell deuten alle Indizien auf ihn als Mörder hin und Ian wird verhaftet. Jane ist verzweifelt und versucht alles, um seine Unschuld zu beweisen. Doch niemand mag ihr glauben und je mehr sie über Ian erfährt, umso mehr muss sie an seiner Treue zweifeln. Und als wenn dies nicht schon schlimm genug wäre, erhält Jane plötzlich Drohbriefe. Ist dies derselbe Mann, der sie vor Jahren absichtlich mit einem Motorboot überfahren und fast getötet hatte? Jane ist davon überzeugt, doch ihre Schwester Stacey, Detective bei der Polizei von Dallas glaubt nicht daran. So stellt Jane selbst Ermittlungen an und muss schon bald feststellen, dass sie niemanden aus ihrem Umfeld mehr trauen kann.

Jane hat wirklich alles, was man sich nur wünschen kann. Ihr Mann liebt sie abgöttisch, in ihrem Beruf als Künstlerin hat sie sich etabliert, ihre erste Ausstellung steht vor der Tür und um das Glück perfekt zu machen, erwarten sie und Ian auch ein Baby. Doch Jane mag dem Glück nicht so recht trauen. Musste sie doch in der Vergangenheit bitterlich lernen, dass es ganz schnell wieder verpuffen kann. Mit 15 Jahren wurde sie beim Schwimmen von einem Motorboot gerammt, mit knapper Not kam sie mit dem Leben davon, musste sich vielen Gesichtsoperationen unterziehen und hat ein Auge verloren. Noch immer sieht die schöne Frau sich als entstellt an, kann es immer noch nicht glauben, dass ausgerechnet der gut aussehende, erfolgreiche Schönheitschirurg Ian sich in sie verliebt und geheiratet hat. Hilfe bei ihren Selbstzweifeln erfährt sie bei ihrer Arbeit und ihrem langjährigen, guten Freund Dave. Einzig mit ihrer Schwester Stacey verbindet sie ein etwas kompliziertes Verhältnis. Stacey ist die Halbschwester von Jane, ging bei dem großen Erbe der Großmutter, welches Jane zur Millionärin gemacht hat, leer aus. Stacey gibt sich nach außen hin hart und selbstsicher, so hart, dass sie bei der Polizei in Dallas den Spitznamen Killer-Kilian erhalten hat.

Erica Spindler beginnt ihren Thriller wieder sehr temporeich und während der gesamten Story hetzt sie regelrecht ihre Leser von einem Spannungshöhepunkt zum nächsten. So ist der Thriller durchweg extrem fesselnd und rasant umgesetzt. Mit ein Grund für den hohen Spannungslevel ist die Unsicherheit, die man in Bezug auf den Mörder empfindet. Viele Spuren deuten eindeutig auf Ian als Täter hin, aber kann er wirklich so perfekt den liebenden Ehemann und Unschuldigen mimen? Allerdings weiß Jane so gut wie nichts über sein bisheriges Leben und was sie im Verlauf der Geschichte über ihn erfährt, hilft ihr nicht gerade, ihm unbedenklich zu vertrauen. Schließlich hätte er einen guten Grund für die Morde. Dann ist da Janes Assistent Ted. Ein ziemlich seltsamer, verschlossener Geselle, dem Jane jedoch blind vertraut, aber sein Verhalten gibt einem schon zu denken. Dann ihr bester Freund Dave, der Psychiater kümmert sich aufopferungsvoll um Jane, aber das ganze wirklich ohne Hintergedanken? Ja und dann ist da auch noch Stacey Kilian, Janes Halbschwester und Polizistin. Hat sie ihre Eifersucht, ihren Neid auf Jane wirklich verarbeitet? Das und noch einige mehr, sind die Fragen, mit denen man sich Lauf des Thrillers beschäftigt. Und Erica Spindler gibt einem genug Gelegenheiten, seine Meinung ständig wieder zu revidieren.

Neben der spannungsgeladenen Handlung sind ihr auch die Charaktere hervorragend gelungen. Sehr einfühlsam, absolut nachvollziehbar und selten schnulzig beschreibt sie Janes Gefühlchaos während dieser Zeit. Man lernt eine starke, mutige Frau kennen, die an ihrem Unfall gewachsen ist, Kraft aus ihrer Arbeit schöpft und unerschütterlich an der Unschuld ihres Mannes festhält. Und auch wenn sie oft genug in Situationen gerät, die sie an den Rande der Verzweiflung treiben, kriegt sie doch immer wieder im letzten Moment die Kurve, rafft sich wieder auf und kämpft weiter. Und wie es sich für die Story gehört, sind die weiteren Charaktere zwar sehr gut herausgearbeitet, jedoch ist man sich in Bezug auf ihre wahren Beweggründen nie sicher.

{Award} Ein neuer Blog Award - bloglovin'

Hallo Ihr Lieben, 

von der lieben Sabine von Büchersüchtig habe ich einen Blog Award verliehen bekommen 
... und was für ein Schöner!!!



Vielen lieben Dank Sabine!!

So, da dieser Award anscheinend keiner Regel unterliegt, reiche ich ihn jetzt einfach einmal an die Blogs weiter,die ich in letzter Zeit gerne und oft besuche.

Und hier sind sie:


Liebe Grüße
Isabel

Donnerstag, 10. März 2011

{Rezension} Die Ludwig Verschwörung von Oliver Pötzsch

Verlag: Ullstein Verlag 
Taschenbuchausgabe: 571 Seiten
Genre: Mystery-Thriller
ISBN: 3548282903
Erscheinungsdatum: 01. März 2011
Preis: 9,95 €


Die Linie des Königs steht auf dem Spiel

In München wird der Geschichtsprofessor Liebermann brutal von zwei Männern zusammengeschlagen. Der dritte im Bunde ist der König, der unbedingt erfahren möchte, wo sich das geheime Buch befindet, dessen Geheimnis über hundert Jahre gewahrt geblieben war. Doch Prof. Liebermann weigert sich zu reden und wird ermordet. Allerdings war er kurz vor seiner Ermordung bei dem Antiquar Steven Lucas und dieser findet durch Zufall ein seltsames Kästchen, in dem ein Tagebuch, Bilder und eine Haarlocke liegen. Schon kurz darauf erhält er Besuch von der Kunsthistorikerin Sara Lengfeldt. Bevor diese ihm jedoch den Grund ihres Besuches mitteilen kann, müssen Beide vor zwei ziemlich gewalttätigen Schergen flüchten. Schnell stellen sie fest, dass das Tagebuch von Ludwig II. von Bayern handelt und offenbar ein Geheimnis verbirgt, doch leider ist es verschlüsselt. Sara und Steven versuchen, hinter dieses Geheimnis zu kommen und geraten hierbei mehr als einmal in Lebensgefahr. Denn offensichtlich will jemand unbedingt verhindern, dass die Wahrheit über die letzten Tage im Leben des Märchenkönigs ans Licht kommt.

Für Sara und Steven beginnt mithilfe des Tagesbuches, dessen Geheimschrift Steven nach und nach entschlüsseln kann, eine regelrechte Schnitzeljagd, die sie zu den drei Schlössern des Märchenkönigs führen. Immer verfolgt von recht seltsamen Gestalten, die unbedingt das Tagebuch haben wollen und hierbei ihren Tod billigend in Kauf nehmen. Auf ihrer Suche wenden sie sich auch an den Ludwig-Experten „Onkel Lu“, der ihnen tatkräftig mit seinem schier unerschöpflichen Wissenstand zur Seite steht. Und so tauchen die Beiden nach und nach immer mehr in die Welt des Märchenkönigs ein, erfahren von den Guglmännern (ein bayrischer Geheimbund), den vielen Legenden und Mythen, die den bis heute rätselhaften Tod von Ludwig umgeben. Und sind erstaunt, dass es immer noch Getreue gibt, die hinter „ihrem König“ stehen.

Äußerst geschickt vermischt Oliver Pötzsch in seinem Buch Fiktion und Wahrheit zu einem äußerst temporeichen Thriller. So erhält man auf äußerst unterhaltsame Art einen Einblick in die letzten Wochen des Lebens von Ludwig II. Zusätzlich kann man im Anhang viele belegte Informationen nachlesen, die einem die politischen Ränkespiele wie auch das Leben von Ludwig II. noch verständlicher machen. Und manchmal ist man auch überrascht, wenn man im Thriller eine Szene liest, die man für Fiktion hält und sich im Anhang dann vom Gegenteil überzeugen lassen muss. Dies alles ist nie langatmig beschrieben, die Informationen nie überladen und der lockere, flüssige und rasante Schreibstil von Oliver Pötzsch sorgen dafür, dass man sich bis zum Schluss wunderbar unterhalten fühlt.

Die Story ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt. Einmal ist man bei der Suche nach den Hintergründen von Ludwigs Tod und somit mit Sarah und Steven unterwegs. Ihre Suche führt sie von Schloss Linderhof über Herrenchiemsee nach Schloss Neuschwanstein. Während es Steven nach und nach gelingt, das Tagebuch zu dechiffrieren und so neuen Hinweisen zu folgen, lernt man die passende Geschichte dazu auch zwischendurch kennen. Und somit reist man mit Steven zurück ins 19. Jahrhundert, zu den letzten Wochen des Märchenkönigs. Diese Zeitreise wird einem aus Sicht von Theodor Marot in der Ich-Form erzählt, einem der wenigen engen Vertrauten, die Ludwig II. noch geblieben waren. Die Wechsel zwischen den Jahrhunderten sind gut gesetzt und Oliver Pötzsch wechselt auch nie zu oft zwischen den Zeiten, sondern lässt einem immer genug Zeit, sich wieder in die Handlung hineinzufinden.

Seine Charaktere sind gut herausgearbeitet, wobei nur die Figur von Steven durchschaubar bleibt. Alle anderen Charaktere, angefangen von Sarah über Onkel Lu sind zwar sympathisch, aber doch ein wenig mysteriös angelegt, sodass man sich eigentlich bis zum Schluss nicht sicher sein kann, welche Absichten hinter ihrem Handeln stehen. Ganz besonders bizarr ist die Figur angelegt, die sich für den wiedergeborenen König Ludwig II. hält und somit auch stellenweise ein ziemlich irres Verhalten an den Tag legt. Und auch bei allen weiteren Mitwirkenden, denn offensichtlich scheinen mehrere Gruppierungen hinter dem Tagebuch her zu sein, sind ihre Absichten bis zum Schluss schwer durchschaubar. Auch ist einem eigentlich lange Zeit nie ganz klar, welche Personen nun zu welcher Gruppierung gehören, was das Ganze noch rätselhafter erscheinen lässt.

Die beiden Protagonisten Sarah und Steven passen prima zusammen, nämlich überhaupt nicht und dies macht gerade den Reiz zwischen den Beiden aus. Sara ist eine freche, clevere, wirklich mit allen Wassern gewaschene junge Frau, die auch noch in den ausweglosesten Situationen einen kühlen Kopf behält. So ganz anders ist dagegen Steven. Dieser ist eindeutig im falschen Jahrhundert geboren, zieht Büchern Menschen vor, ist etwas eigenbrötlerisch und lebt eher zurückgezogen. Aber bekanntlich ziehen sich Gegensätze ja an.

Die Auflösung des Todes von Ludwig II. finde ich vom Autor sehr gelungen, sie fügt sich logisch in die Geschichte ein und es ist durchaus möglich, dass sie sich auch genauso oder zumindest sehr ähnlich abgespielt haben könnte. Dies werden wir jedoch wohl nie erfahren. Der Schluss der Story in der Gegenwart ist zwar auch schlüssig umgesetzt, allerdings ist da dann doch meiner Meinung nach die Fantasie des Autors ein wenig mit ihm durchgegangen. Allerdings ist es aber auch die Geschichte des Märchenkönigs, die er hier erzählt, also warum auch nicht das Ende ein wenig märchenhaft gestalten.

Mittwoch, 9. März 2011

{Rezension} Verfahren von Ludwig Laher

Verlag: Haymon Verlag 
Gebundene Ausgabe: 180 Seiten
Genre: Roman/Sachbuch
ISBN: 3852186803
Erscheinungsdatum: 22. Februar 2011
Preis: 19,90 €


Das Asylrecht …

… hieran scheiden sich bekanntlich die Geister. Die einen finden es zu lasch, die anderen zu streng, zu willkürlich, zu wenig auf die Betroffenen eingehend. Ich muss gestehen, dass ich mich bisher sehr wenig damit auseinandergesetzt habe und nur hier und da etwas aus den Medien aufgeschnappt habe und meist die scheinbare Willkür der Ämter nicht nachvollziehen konnte. Deswegen war ich auf das Buch ziemlich neugierig und hatte mir hier etwas Klarheit erhofft.

Doch Ludwig Laher macht es einem sehr schwer, einen Bezug zu dem Thema wie auch zu seinem Buch zu erhalten. Schuld daran trägt meiner Meinung nach der extrem sachliche, nüchterne Schreibstil. Ohne Zweifel hat der Autor dieses Thema sehr gut recherchiert, sich ausgiebig mit dem Thema beschäftigt und hier liegt das Problem. Ludwig Laher verwendet in seinen Ausführungen viel Beamtendeutsch mit vielen Abkürzungen, die oft ein Nachschlagen im Anhang notwendig machen. Hinzu kommen viele Original-Auszüge aus Protokollen, die in der typischen Beamtensprache verfasst sind. Und wer muss nicht oft ein Schreiben vom Amt zweimal lesen, um zu verstehen, was die Behörde einem eigentlich sagen möchte. So ging es mir zeitweise auch bei den Auszügen in dem Buch.

Der mehr oder weniger rote Faden des Buches ist das Schicksal der jungen Jelena, die dem unmenschlichen Bürgerkrieg in Ex-Jugoslawien entflohen ist. Die Grausamkeiten, welche die junge Frau in ihrer Heimat erleben musste, sind beispielhaft für viele Frauen aus diesem Land und sollten einem eigentlich berühren und betroffen machen. Allerdings hat man dazu kaum eine Chance, denn ihr Schicksal wird sehr distanziert und sachlich geschildert. In einem weiteren Erzählstrang lernt man einen Richter des Asylgerichtshofs kennen und dessen Erfahrungen mit Asylbewerbern. In Form eines Interviews wird einem dies vermittelt. Der Richter beleuchtet die Vor- und Nachteile, erzählt von Einzelschicksalen, so auch von Jelena und doch hatte ich stellenweise das Gefühl, dass seine Äußerungen zu positiven Bescheiden nur eine Alibifunktion hatten. Wirklich glaubhaft war er für mich nicht.

Das Buch hat auf mich auch eher den Eindruck eines Sachbuchs und weniger eines Romans gemacht. Keine Frage, es ist fundiert recherchiert und engagiert geschrieben, spricht aber meiner Meinung nach eher Menschen an, die sich intensiv mit dem Thema Asylrecht beschäftigen. Diese Leser werden das Buch mit Sicherheit als sehr informativ und hilfreich empfinden. Für Leser jedoch wie mich, die sich weniger mit dem Thema beschäftigen und sich hier mehr Informationen in Form eines Romans erhofft hatten, werden eher enttäuscht sein.

Dienstag, 8. März 2011

{Rezension} Der Todeskurier von Ava McCarthy

Verlag: Droemer Knaur Verlag 
Übersetzer: Karl-Heinz Ebnet
Taschenbuchausgabe: 480 Seiten
Genre: Englischer Thriller
ISBN: 3426503530
Erscheinungsdatum: 07. März 2011
Preis: 9,99 €


Zur falschen Zeit am falschen Ort

Mit einem etwas unguten Gefühl nimmt die Computer- und Tresorspezialistin Henrietta „Harry“ Martinez den Auftrag ihrer Klientin Beth Oliver an. Beth gewalttätiger Ehemann deponiert seinen Laptop im hauseigenen Tresor und Beth hofft, darauf Informationen zu finden, um bei einer Scheidung glimpflich davon zu kommen. So jedenfalls die Argumentation gegenüber Harry. In Wirklichkeit ist Beth jedoch auf die Diamanten aus, die im Safe liegen und ehe es sich Harry versieht, ist ihre Klientin nach der Tresoröffnung mit den Diamanten verschwunden. Vor dem Tresor liegt der von einem Killer ermordete Ehemann und der Killer selbst kennt die Identität von Harry. Die schnell herbeigerufene Polizei glaubt Harry den Tathergang nicht, hat jedoch keine eindeutigen Beweise, um sie zu verhaften. Um ihre Unschuld zu beweisen, stellt Harry eigene Ermittlungen an, die sie zu einem Gestüt in der Nähe von Dublin führen wie auch letztendlich nach Kapstadt. Allerdings ist ihr der Killer immer auf den Fersen und für Harry wird die Zeit knapp …

Ava McCarthy gibt sich mal wieder nicht mit viel Vorgeplänkel ab, sondern steigt sofort in die Story ein und setzt das von Anfang an rasante Tempo konsequent bis zum Ende hin fort. Und doch lässt sie sich zwischendurch genügend Zeit, ihren Lesern die Zusammenhänge des Diamantenhandels wie auch –schmuggels informativ und vor allem die komplexen Zusammenhänge sehr verständlich zu vermitteln.

Denn hierum dreht sich der gesamte Thriller: Um den illegalen Handel von Diamanten wie auch dem gnadenlosen und menschenverachteten Umgang und der Ausbeutung von Minenarbeitern in Südafrika. Anhand des Südafrikaners Mani beschreibt die Autorin hier sehr eindringlich das Leben oder besser gesagt das versuchte Überleben der Arbeiter. Diese sind in den Lagern der Diamantenminen  der Willkür der Aufpasser ausgesetzt,  der Diebstahl kleinster Steine wird gnadenlos verfolgt,  Morde sind an der Tagesordnung und ihr Leben gleicht dem eines Gefangenenlagers.

So wechselt die Autorin auch häufig in ihren Handlungssträngen zwischen der Geschichte von Mani, der verzweifelt versucht, seine Familie zu schützen und den Versuchen von Harry, zum einen ihre Unschuld zu beweisen und zum anderen sich den Killer vom Hals zu halten. Anfangs ahnt man die Zusammenhänge nicht, hat denselben Wissenstand wie Harry. Doch dank ihrer hervorragenden Computerkenntnisse, die Ava McCarthy sehr verständlich beschreibt, erfährt sie so nach und nach in welch kompliziertes und tödliches Machtgefüge sie hineingeraten ist.

Der Täter ist von Anfang an unbekannt, der Auftraggeber des Killers jedoch schnell ausgemacht,  die Gründe hierfür erfährt man aber auch erst nach und nach und richtig verständlich werden sie eigentlich erst zum Schluss. So ist der Thriller durchweg auf einem sehr hohen Spannungslevel, schlüssig, sehr rasant und fesselnd erzählt und die Auflösung war für mich in Bezug auf den Täter absolut überraschend.

Ihre Charaktere zeichnet die Autorin detailreich und stellenweise auch sehr undurchsichtig, ihre Beweggründe bleiben einem lange verborgen. Besonders der Charakter von Harrys vermeintlicher Klientin ist sehr mysteriös angelegt wie auch die Figur des Killers, dessen bisheriges Leben man auch mit der Zeit erfährt. Und wenn man anfangs nur das Gefühl hat, dass dieser äußerst skrupellos ist, bekommt man dies im Lauf des Thrillers nur bestätigt.

Harry selbst ist eine sympathische junge Frau, die gerne ziemlich unkonventionelle, manchmal auch illegale Wege geht, um ihr Ziel zu erreichen. Ihre Sturheit kann ihr schon einmal zum Verhängnis werden, ganz zu schweigen von ihrer Neugier. Mit ihrem Vater, einem pensionierten Banker und Ex-Sträfling, verbindet sie ein sehr inniges Verhältnis und von ihm hat sie auch ihr Talent zum Kartenspielen geerbt, denn für den passionierten Black-Jack-Spieler gibt es keinen schöneren Ort als ein Casino. Dieses Talent kommt ihr auch mehr als einmal bei ihren Ermittlungen zugute. Dagegen ist das Verhältnis zu ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester Amaranta eher als unterkühlt zu bezeichnen.


Fazit: Auch mit dem 2. Band rund um ihre Protagonistin Harry Martinez ist Ava McCarthy wieder ein rasanter und temporeicher Thriller gelungen mit einer komplexen Story, die von Anfang an fesselnd und interessant umgesetzt ist.

Montag, 7. März 2011

{Buchvorstellung} Karsten Eckert und sein neuer Roman ...

Hallo Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch einen noch relativ unbekannten Autor vorstellen. Vor ein paar Tagen erhielt ich eine Anfrage von Karsten Eckert, ob ich sein neues Buch auf meinem Blog vorstellen möchte. Nachdem ich mir die Inhaltsangabe seines Buches durchgelesen hatte, dachte: Klar, warum nicht.

Hier nun die Inhaltsangabe und Infos zu seinem Buch:

Taschenbuchausgabe: 262 Seiten
ISBN: 3869911131
Erscheinungsdatum: 23. September 2010
Preis: 16,80 €
Verlag: Monsenstein und Vannerdat Verlag


Julia ist eine introvertierte, schüchterne graue Maus die in der Masse nicht sonderlich auffällt. 

Nun steht ihr Sommerurlaub an. 14 Tage und sie kann nicht verreisen, weil ihr das Geld dafür fehlt. Wieder einmal flüchtet sie sich in ihre kleine abgeschottete Welt, doch scheinbar hat irgendjemand einen anderen Plan mit Julia.

Eine zufällige Situation reißt sie aus ihrem geliebten Alltagstrott und zieht sie in einem merkwürdigen Tagtraum. Es bleibt nicht bei nur einem Hirngespinst, es folgen noch viele weitere sonderbare Erlebnisse, deren Deutung zuerst ganz simpel erscheinen.

Bereits ab der ersten Begegnung verändert sich alles für Julia, langsam und vorsichtig wagt sie sich aus ihrem sicheren Schneckenhaus.  Von Tagtraum  zu Tagtraum wird ihr deutlicher, dass sie gar nicht so schrullig und grässlich ist wie sie es sich immer eingeredet hat. 

Nach und nach durchdringt sie mit ihren Interpretationen die schöne Scheinwelt der anderen Menschen die sie umgeben. Ihre Reise geht durch alles Gesellschaftsschichten, von einem türkischen Einwanderer bis hin zu einem Banker durchstreift sie alle Lebensweisen der Menschen die sie umgeben. 

Mit jedem Traum kommt sie dem großen Ziel etwas näher, welches aber erst am Ende ihrer inneren und äußeren Reise aufgelöst werden soll.

Na, das hört sich doch schon einmal ganz interessant an. Das Buch erhalte ich vom Autor in den nächsten Tagen und werde es bis spätestens Ende März auch lesen und rezensieren. Also, könnt Ihr schon einmal gespannt sein.


Und das ist der Autor zum Buch:

Karsten Eckert erblickte im Jahre 1977 im schönen westfälischen Münster das Licht der Welt. In dieser Stadt verweilte er viele Jahre, dort schloss er auch seine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann ab.
Im Alter von neun Jahren packte ihn die Lust am schreiben, die ihn bis zum heutigen Tage nicht mehr loslassen sollte.

Neben Unterhaltungsliteratur schreibt er auch mit großer Vorliebe Theaterstücke."Traumwelten" ist seine erste Veröffentlichung, weitere Geschichten liegen schon wartend in der Schublade.

Und hier noch ein paar weitere Infos zu Karsten Eckert:

Wie bin ich zum Lesen gekommen?
So wie jeder zum lesen eines Buches kommt, irgendwann fällt einen mal was in die Hände. Aber erst richtig gefesselt haben mich Jules Verne und Charles Dickens. Die beiden Herren haben es geschafft aus einen schulischen Zwang eine Leidenschaft werden zu lassen.

Wie bin ich zum Thema Schreiben gekommen?
„Das wollte ich schon immer“, sagen viele Autoren, doch es stimmt. Als Kind wird man da noch ausgelacht, besonders wenn man da eher sehr lesefaul ist. „ Bevor du Bücher schreibst, solltest du erst mal ein Buch lesen“. Diese Antwort bekam ich immer. 

Es blieb dann lange bei kleinen, heimlichen Versuchen. Erst als wir einen neuen Nachbarn bekamen, hat es mich von neuem gepackt. Das Leben eines Autors aus nächster Nähe mitzubekommen hat mich so gefesselt und bis heute geprägt, dass ich mein Ziel nie aus den Augen verloren habe. 

Erst als ich vor 8 Jahren plötzlich arbeitslos geworden bin und ich für einen Zeitraum sehr viel Freizeit hatte, platzte der Knoten. Seitdem schreibe ich ohne unterlass. Sagen wir es mal so, in dieser Zwangspause habe ich meinen Stil gefunden. 

Mehr Infos findet Ihr auch hier: Homepage Karsten Eckert


Ich wünsche Euch noch eine schöne, sonnige und lesereiche Woche,
liebe Grüße
Isabel

Sonntag, 6. März 2011

{Rezension} Blinder Instinkt von Andreas Winkelmann

Verlag: Goldmann Verlag 
Taschenbuchausgabe: 416 Seiten
Genre: Deutscher Psychothriller 
ISBN: 978-3-442-47338-0 
Erscheinungsdatum: 17. Januar 2011
Preis: 8,99 €


Unerschütterliche Bruderliebe

In einem Heim für behinderte Kinder wird die achtjährige blinde Sarah entführt. Kommissarin Franziska Gottlob und ihr Kollege beginnen mit den Ermittlungen und Franziska stellt schnell Parallelen zu einem zehn Jahre alten Entführungsfall fest. Auch damals wurde ein kleines, blindes Mädchen entführt. Ist hier derselbe Täter am Werk?

Franziska nimmt Kontakt mit dem Boxer Max Ungemach auf, dem Bruder der damals entführten Sina. Noch heute leidet er unter dem Verschwinden, macht sich größte Selbstvorwürfe, denn schließlich sollte er auf Sina aufpassen. Nach dem Vorfall floh er von zu Hause, landete durch Glück im Gym seines heutigen Trainers und wurde ein erfolgreicher Boxer. Doch das Schicksal von Sina lässt ihn bis heute nicht los.

Andreas Winkelmann erzählt seinen Thriller aus mehreren Perspektiven. So lernt man auch fast sofort den gestörten  Charakter des Entführers kennen, allerdings bleibt seine Identität bis etwa zur Mitte verborgen. Somit beginnt fast augenblicklich das Rätselraten beim Lesen und treibt die Spannung an und selbst, als man seine Identität kennt, beginnt ein fesselndes Katz-und-Maus-Spiel und die Spannung bleibt dann immer noch auf einem sehr hohen Niveau, welche bis zum atemberaubenden Showdown mühelos anhält.

In Rückblicken erfährt man nach und nach auch wie es zu der Entführung von Sina kam, wie Max hiermit fertig wurde und sich sein Leben bis heute gestaltete. Und natürlich ist man auch bei den Ermittlungen von Franziska und ihrem Kollegen dabei wie auch bei den eigenen Nachforschungen von Max. Hierbei erhält man auch einen kleinen Einblick in das Privatleben der Ermittler wie auch in das des Boxers.

Dies alles gestaltet sich von Anfang bis Ende äußerst temporeich und spannend. Besonders die Szenen mit dem Psychopathen sind beklemmend beschrieben und seine kranke Seele sehr gut herausgearbeitet. Aber auch Max und Franziska nehmen schnell Konturen an, wirken sympathisch und in ihrem Handeln verständlich. Die Story entwickelt sich logisch, überrascht durch unerwartete Wendungen und auch der Schluss ist nachvollziehbar beschrieben.


Alles in allem wieder einmal ein hervorragender Psychothriller von Andreas Winkelmann, dem es wunderbar gelingt, eine komplexe Story rasant und äußerst spannend zu erzählen.