Leseempfehlungen

Montag, 16. Januar 2012

{Rezension} Furie von Chelsea Cain



Taschenbuchausgabe: 384 Seiten
ISBN: 978-3-442-37004-7
Preis: 8,95 €
Genre: Amerikanischer Thriller, 
Erscheinungsdatum: 08.September 2010



Der Todesengel

10 Jahre lang hat Detective Archie Sheridan die Serienkillerin Gretchen Lowell erfolglos gejagt. Bis er ihr selbst in die Hände fiel und diese ihn über Tage hinweg grausam folterte. Als Archie drohte, an diesen Folterungen zu sterben, rief Gretchen den Notarzt und sitzt seitdem im Gefängnis. Archie überlebte nur knapp und leidet heute noch stark unter den Folgen der Entführung. Nun treibt erneut ein Serienmörder sein Unwesen und nach 2 Jahren tritt Archie seinen Dienst als Leiter der Sonderkommission wieder an. An seiner Seite ist sein altes Team, aber auch die Journalistin Susan Ward, die eine Reportage über das Leben von Archie schreiben soll.

Eines vorneweg. Der Thriller ist wirklich nichts für zarte Gemüter, denn die Folterungen, welche Archie Sheridan durchleiden musste, sind wirklich sehr heftig und werden von Chelsea Cain durch regelmäßige Rückblenden beschrieben, und dies stellenweise sehr detailgenau. 10 Tage war Archie in der Gewalt der kaltherzigen Psychopathin Gretchen Lowell. Diese gab ihm Rohreiniger zu trinken, zertrümmerte ihm mehrere Rippen, entfernte ihm bei vollem Bewusstsein die Milz. Die hochintelligente Psychopathin liebt es, anderen Schmerzen zuzufügen, geht dabei aber auch äußerst liebevoll und umsichtig mit ihrem Opfer um. So nennt sie Archie nur Liebling, erklärt ihm fast schon zärtlich, was sie als nächstes tun wird und warum. So baut sich nach und nach eine Beziehung zwischen Opfer und Täter auf, die sich auch nach der Rettung von Archie fortsetzt. Es vergeht kein Tag, an dem Archie nicht an die wunderschöne Gretchen denken muss, er besucht sie jeden Sonntag im Gefängnis, seine Ehe ist hierüber gescheitert und er schluckt Unmengen von Tabletten, nicht nur, um seine körperlichen Beschwerden zu lindern. Die Gefühlswelt von Archie erzählt die Autorin sehr plastisch und einfühlsam und schnell ist klar, dass Archie wohl unter dem Stockholm-Syndrom leidet.

Nun treibt wieder ein Serienmörder sein Unwesen, entführt junge Mädchen auf ihrem Heimweg von der Schule, vergewaltigt und tötet sie kurz darauf und legt sie an gut besuchten Stellen ab, sodass sie schnell gefunden werden. Als das dritte Mädchen verschwindet, wird Archie Sheridan und sein altes Team mit dem Fall betraut. Begleitet wird Archie von der Journalistin Susan Ward vom Oregon Herald, die eine Reportage über ihn schreiben soll. Die Zusammenarbeitet funktioniert ziemlich gut, allerdings ergeben sich kaum Spuren zu dem Mörder, alle Ermittlungsansätze verlaufen anfangs im Sande.

Neben dem aktuellen Fall erfährt man durch gelegentliche Rückblenden immer mehr über das Martyrium, welchem Archie ausgesetzt war. Dies baut die Autorin zwar geschickt in den aktuellen Fall ein, doch irgendwie kam mir dies mit der Zeit alles etwas überladen vor. Allein die Entführung durch Gretchen und ihre heutige Beziehung zueinander bietet genug Stoff für eine spannende Geschichte und irgendwie nimmt diese mit der Zeit auch immer mehr Raum ein. Die eigentliche Story rund um den Serienmörder tritt dabei immer mehr in den Hintergrund, was mich auf Dauer etwas gestört hat.

Spannend ist der Thriller durchaus und auch der Schreibstil von Chelsea Cain ist flüssig und fesselnd. Allerdings ist es jetzt auch nicht unbedingt so, dass man wie gebannt an dem Buch hängt. Hier funktioniert es eher mehr so, dass man oftmals regelrecht schockiert ist, wie ein Mensch so vollkommen kaltblütig und gleichzeitig regelrecht liebevoll einem Menschen solch grausame Dinge antun kann. Es ist mehr das Makabre, das Unvorstellbare, der Gänsehauteffekt was einen an dem Thriller fesselt. Und auch, wie Archie heute damit umgeht, wie sich sein Leben seit damals entwickelt hat und wie er versucht, zurück ins Leben zu finden. Die eigentliche Story entwickelt sich jetzt nicht gerade überraschend, wobei Chelsea Cain schon einige falsche Fährten auswirft und man lange rätselt in Bezug auf Täter und Motiv. Aber wie gesagt, rückt der Serienmörder-Fall mit der Zeit immer mehr in den Hintergrund und bald hat mich mehr interessiert, wie es Archie geschafft hat, sich aus den Klauen von Gretchen zu befreien als die Auflösung des aktuellen Falls.

Facettenreich sind die die Charakterbeschreibungen von Archie wie auch von Gretchen und Susan, allerdings sind alle Drei äußerst problembehaftet. Allen voran natürlich der seelisch gebrochene Detective, für den sein Leben eigentlich zu Ende ist, er nur noch mit Tabletten funktioniert und es ihm dennoch gut gelingt, dies zu überspielen und ausgezeichnete Arbeit abzuliefern. Ihm zur Seite steht die junge Susan Ward, die eindeutig einen Vaterkomplex hat, sich für ihr Alter ziemlich jugendlich kleidet, rosa Haare trägt, ziemlich forsch auftritt und eigentlich nie um eine Antwort verlegen ist. Und auch die gefühlskalte Gretchen beschreibt die Autorin sehr gut. Sie ist ein Todesengel, die mit ihrer Schönheit jeden verzaubert und völlig gefühllos einem Menschen die schlimmsten Schmerzen bereiten kann, einzig allein deswegen, weil sie es liebt.

Fazit: Ein durchaus spannender Thriller, der jedoch mit seinen beiden starken Erzählsträngen, welcher jeder für sich einen Thriller wert wäre, mit der Zeit etwas überladen wirkt. Die Charaktere beschreibt die Autorin detailreich und in ihren Handlungen zumeist nachvollziehbar, waren mir aber stellenweise etwas zu problembehaftet. 


Die Autorin:

Chelsea Cain, geboren 1972, ist Journalistin und Schriftstellerin. Mit Furie, dem ersten von drei Romanen, in denen die schillernde Serienmörderin Gretchen Lowell sich als die eigentliche Hauptperson erweist, und den Fortsetzungen Grazie und Gretchen hat sie einen fulminanten Erfolg beim deutschsprachigen Publikum erzielt und ist seitdem eine der erfolgreichsten internationalen Thrillerautorinnen. Chelsea Cain lebt in Portland, Oregon. Totenfluss ist ihr vierter Roman.

{SuB-Zuwachs} Spannender & Fantastischer Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

auch die letzte Woche sind wieder zwei Rezensionsexemplare in meine Bücherwand eingezogen. Zum einen hatte ich mal wieder Glück bei vorablesen.de und zum anderen kam ein Leseexemplar vom Diana Verlag bei mir an. 

Inhalt:
Ein gemütliches Cottage auf dem Land, ein Ehemann und zwei Kinder – eigentlich könnte das Leben von Rose nicht idyllischer sein. Doch dann zieht ihre Jugendfreundin Polly mit ihren zwei Söhnen bei ihr ein, und plötzlich ist alles anders.

Gefährliche Unfälle häufen sich, und niemand glaubt Rose, dass die exzentrische Polly etwas zu verbergen hat. Viel schlimmer noch, jeder hält sie für verrückt. Mit dem Feind im eigenen Haus kämpft Rose bald um alles: ihren Mann, ihre Kinder, ihr Leben und ihren Verstand.

Ullstein Taschenbuch Verlag, ISBN: 9783548283326, Erscheint am 13. Januar 2012, 448 Seiten, Preis: 9,99 €



Inhalt:
Das Portal zur Unterwelt hat sich geöffnet, die sieben Todsünden sind in der Gestalt von dunklen Dämonen über die Welt hereingebrochen und versetzen die Menschheit in Angst und Schrecken. Schuld daran ist Fiona, eine skrupellose Hexe, getrieben von ihrem unstillbaren Hunger nach Macht und Einfluss. Einzig ihre Tochter Moira kann sie aufhalten und das Kräftegleichgewicht wiederherstellen. Und das, obwohl sie der Magie schon vor langer Zeit abgeschworen hat. Doch jetzt muss Moira sich bereitmachen für den härtesten Kampf ihres Lebens — und sie hat keine Ahnung, auf was sie sich einlässt …
Taschenbuch, Diana-Verlag, 480 Seiten, ISBN: 978-3-453-35599-6, € 8,99, Erscheint am 09. Januar 2012 


Liebe Grüße
Isabel

Sonntag, 15. Januar 2012

{Rezension} Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet von Alan Bradley





Verlag: Blanvalet Verlag 
Übersetzer: Gerald Jung und Katharina Orgaß
Taschenbuchausgabe: 400 Seiten
Genre: Englischer Krimi 
Erscheinungsdatum: 20. September 2010
ISBN: 978-3442376247
Preis: 8,99 €  

Mord im Gurkenbeet ist ein entzückender Krimi für alle Altersgruppen, gewürzt mit jeder Menge britischem Humor.“ – Hamburger Morgenpost

Die Rächer von Ulster

Frühmorgens hört die 11-jährige Flavia de Luce ein seltsames Geräusch, was sofort ihre Neugier weckt. Als sie sich auf die Suche nach dem Geräusch macht, findet sie im Gurkenbeet einen Sterbenden. Ein letztes Wort haucht er noch, dann ist er tot. Flavia fackelt nicht lange herum und beginnt sofort ihre eigenen Ermittlungen zu starten. Anfangs sehr zum Leidwesen des zuständigen Inspectors. Schon bald fällt der Verdacht der Polizei auf Colonel de Luce, Flavias Vater und auch Flavia findet heraus, dass ihr Vater ganz offensichtlich ein dunkles Geheimnis hütet.

Alan Bradley präsentiert seinen Lesern eine etwas andere Ermittlerin. Flavia wächst auf einem Landgut in einem kleinen englischen Dorf auf. Der Krimi spielt in den 1950er Jahren und gut gelingt es dem Autor hier die entsprechende Atmosphäre entstehen zu lassen, sowie einem auch den Charme eines kleinen englischen Dorfes mit seinen stellenweise etwas eigenwilligen Einwohnern näher zu bringen.


Die Story, welche aus Sicht von Flavia erzählt wird, entwickelt sich durchaus spannend und vielschichtig. Aber eigentlich steht diese so richtig gar nicht im Vordergrund. Denn der heimliche Star des Krimis ist ganz eindeutig die Hobby-Chemikerin Flavia. Gebannt und eigentlich immer mit einem Schmunzeln um den Lippen verfolgt man ihre detektivischen Versuche, den Fall zu lösen. Hierbei geht Flavia auch mal ziemlich unkonventionelle Wege, was einfach typisch für ihre ziemlich unangepasste Art ist. Einziges Manko war für mich als absolute Nicht-Interessierte an Chemie die häufige Erwähnung der unterschiedlichsten chemischen Bezeichnungen. Da hätte ich mir doch etwas weniger gewünscht, aber es ist auf der anderen Seite natürlich auch typisch für Flavia, vieles mit Chemie in Verbindung zu bringen.


Seine Protagonistin beschreibt Alan Bradley als eine sehr eigenwillige, gewitzte, altkluge und für ihr Alter schon äußerst reif agierende 11-jährige. Flavia ist eine begnadete Chemikerin, sie kennt sich bestens mit Giften aus und hat einen herrlich schrägen, geradezu bissigen Humor. Der Autor beschreibt Flavia wirklich sehr detailreich und auch liebenswert, sodass man sie mit ihren schwarzen Zöpfen fast sofort vor Augen hat. Irgendwie hat sie mich immer ein wenig an die Tochter der Adams Family erinnert. Auch die anderen Charaktere sind facettenreich beschrieben und da der Krimi ja aus Sicht von Flavia erzählt wird, sind ihre Beschreibungen der einzelnen Mitwirkenden oft auch ziemlich witzig.


Fazit: Ein etwas anderer Krimi, der mit einem wunderbaren britischen Humor durchsetzt ist, eine spannende und gut durchdachte Story vorweisen kann und mit einer Protagonistin versehen ist, die man in ihrer so eigenwilligen Art einfach mögen muss.



Der Autor:
Alan Bradley wurde 1938 geboren und ist in Cobourg in der kanadischen Provinz Ontario aufgewachsen. Nach einer Karriere als Elektrotechniker, die schließlich in der Position des Direktors für Fernsehtechnik am Zentrum für Neue Medien der Universität von Saskatchewan in Saskatoon gipfelte, hat Alan Bradley sich 1994 aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen, um sich nur noch dem Schreiben zu widmen. »Mord im Gurkenbeet« ist sein erster Roman und der in England, USA und Kanada bereits viel umjubelte Auftakt zur Serie um die außergewöhnliche Detektivin Flavia de Luce. Alan Bradley lebt zusammen mit seiner Frau auf Malta.

{Gewinnspiel} AUSLOSUNG!!!!

Hallo Ihr Lieben,

bevor ich zum Gewinner komme, erst einmal ein HERZLICHES WILLKOMMEN an die vielen neuen Leser der Leseinsel. Ich habe mich riesig gefreut, dass Ihr jetzt alle dabei seid, wünsche Euch viel Spaß hier und hoffe, dass Ihr mir auch weiterhin treu bleibt!

So, jetzt aber zu dem Gewinner des Psychothrillers


Mein Mann hat wieder die Losfee gespielt und gezogen wurde:

Silvia (Silvie)

Herzlichen Glückwünsch Silvia, das Buch bringe ich morgen Mittag zur Post und an alle anderen Teilnehmer: Nicht traurig sein, es kommt bald wieder ein Gewinnspiel!

Liebe Grüße und Euch noch ein tolles, sonnige Restwochenende,
Isabel


Samstag, 14. Januar 2012

{Gewinnspiel} 25-Leser-Gewinnspiel bei Backmausi

Hallo Ihr Lieben,

und wieder einmal gibt es ein tolles Gewinnspiel, bei dem ich einfach mitmachen muss. Zu gewinnen gibt es ein Buch, welches man sich selbst aussuchen darf im Wert von 10 €. Also mitmachen lohnt sich.




Und HIER kommt Ihr zum Gewinnspiel.

Ich wünsche Euch viel Glück!!
LG Isabel

Freitag, 13. Januar 2012

{Rezension} Das Spiel des Engels von Carlos Ruiz Zafón





Verlag: Fischer Verlage 
Taschenbuchausgabe: 720 Seiten
Genre: Historischer Roman
ISBN: 978-3-596-51181-5
Erscheinungsdatum: 11. März 2010
Preis: 12,99 € 

 

Barcelona vor dem spanischen Bürgerkrieg. Der junge David Martin wächst ohne Mutter bei seinem alkoholabhängigen, vom Krieg gezeichneten Vater auf. David liebt Bücher, hat aber kaum Mittel, diese zu kaufen. Doch es gibt die Buchhandlung Sempere, dessen Besitzer Bücher genauso liebt wie David, im Gegensatz zu seinem Vater, der Analphabet ist und David das Lesen verbietet. Den Lebensunterhalt bestreitet Davids Vater als Nachtwächter bei einer Zeitung. Eines Tages muss David mit ansehen, wie sein Vater vor seinen Augen erschossen wird. Völlig verstört versteckt er sich bei der Zeitung, dort wird er bald zum „Mädchen für alles“. Jahre später hat sich David zum Reporter hoch gearbeitet, sein Traum ist es, ein eigenes Buch zu schreiben. Dieser Traum soll sich für den mittlerweile schwerkranken jungen Mann bald erfüllen, denn eines Tages taucht ein rätselhafter Pariser Verleger auf und macht David ein Angebot, dass er nicht ablehnen kann.

Auch dieses Buch hatte wieder eine regelrechte Sogwirkung auf mich. Kaum die ersten Zeilen gelesen, war ich mitten in der Geschichte, habe mit David gelitten und geträumt, kaum fähig es aus der Hand zu legen. Obwohl anfangs gar nicht so viel passiert. Carlos Ruiz Zafón begibt sich mit seinen Lesern wieder einmal auf einen Streifzug durch sein geheimnisvolles Barcelona, man lernt die Lebensgeschichte des jungen David kennen und plötzlich „steht“ man vor dem Friedhof der vergessenen Bücher und die eigentliche Geschichte beginnt.

Der Roman ist  wie auch „Marina“ schwer in ein Genre einzuordnen, ist er doch eine Mischung aus Liebes- und Fantasysgeschichte und zum Ende hin zudem ein überaus spannender, rasanter Kriminalroman. Oft hat er mich auch ein wenig an „Der Schatten des Windes“ erinnert, nicht nur durch den Friedhof der vergessenen Bücher,  auch dieses Mal spielt wieder ein rätselhaftes Buch eine entscheidende Rolle im Leben des Protagonisten.

Wie schon gesagt, der Schreibstil von Carlos Ruiz Zafón hat Sogwirkung, er ist mal zynisch, mal melancholisch, mal traurig, mal lustig, voller Poesie und natürlich überaus bildhaft und sprachgewaltig. Man verfolgt gebannt das anfangs für diese Zeit fast normale Leben von David, welches sich mit Erscheinen des Pariser Verlegers zu einem äußerst mysteriösen und abenteuerlichen Leben entwickelt. Denn im Verlauf der Geschichte begegnet David nicht nur einigen sonderbaren Menschen, ist rätselhaften Situationen ausgesetzt, sondern stößt auch immer wieder auf ermordete Menschen, die er zumeist kannte.

David ist ein überaus zynischer Mensch, der kaum Freunde hat, für den das Schreiben alles ist und hierbei tage- und wochenlang alles um sich herum vergessen kann. Aber er ist auch selbstlos, liebenswert, sich selbst der strengste Kritiker, ein perfekter Rhetoriker und ein sehr melancholischer Mensch, der seiner großen Liebe Cristine nachtrauert. Aber da ist auch Isabella. Eine junges 17-jähriges Mädchen, welches sich in den Kopf gesetzt hat, Schriftstellerin zu werden. Sie drängt sich David regelrecht als Assistentin auf, setzt ihn unter Druck, kümmert und bemuttert ihn und die Streitgespräche zwischen den Beiden sind einfach herrlich. Denn auch Isabella ist kaum um eine Antwort verlegen, extrem neugierig, bringt David oft zur Verzweiflung und ist dickköpfiger als der sturste Esel. Die Beiden ergänzen sich hervorragend und während ihrer Streitgespräche musste ich fast immer schmunzeln.


Fazit: Wie einmal ein fantastischer Roman von Carlos Ruiz Zafón, der in einigen Teilen an „Der Schatten des Windes“ erinnert, nicht ganz an dieses Buch heranreicht, aber dennoch für mich ein absolutes Highlight war.

Der Autor:
Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren, wuchs im Schatten von Gaudís Kathedrale Sagrada Família auf und besuchte die gotische Jesuitenschule von Sarría. Deren wuchernde Architektur regte schon den 10-Jährigen zu Schauergeschichten an und inspiriert ihn bis heute zu seinen kunstvoll konstruierten Romanhandlungen. Seine berufliche Laufbahn begann er als Texter, bevor es ihn 1994 nach Los Angeles zog, wo er zehn Jahre als Drehbuchautor und Journalist arbeitete. Für sein Erstlingswerk Der Fürst des Nebels erhielt Ruiz Zafón 1993 den Edebé-Preis für Jugendliteratur. Sein Roman Der Schatten des Windes von 2001 wurde zum größten Bucherfolg Spaniens und begeisterte, in mehr als 30 Sprachen übersetzt, Leser in aller Welt.




Dienstag, 10. Januar 2012

{Rezension} Stadt aus Trug und Schatten von Mechthild Gläser





Verlag: Loewe Verlag 
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-7855-7402-7
Erscheinungsdatum: Januar 2012
Preis: 17,95 €

Die Jagd nach dem Weißen Löwen

Eines Tages wacht die junge Flora aus einem völlig realistischen Traum auf und muss erkennen, dass ihre Seele ein Doppelleben führt und diese ihre Nächte in der farblosen Stadt Eisenheim verbringt. Wäre das nicht schon merkwürdig genug, erfährt Flora auch noch, dass ihre Seele dem Fürsten von Eisenheim einen magischen Stein gestohlen und an einem geheimen Ort versteckt hat. Doch den Weißen Löwen möchte nicht nur der Fürst zurückhaben, auch der Großmeister und der eiserne Kanzler haben großes Interesse an ihm. Fortan ist Flora weder in unserer Welt noch in Eisenheim sicher und das Schlimmste, sie kann niemanden mehr trauen, nicht einmal mehr sich selbst.

Was machen eigentliche unsere Seelen, wenn wir schlafen? Diese Frage hat sich Mechthild Gläser gestellt und aus dieser Frage einen  fantastischen Roman geschaffen. Sobald wir schlafen, reist unsere Seele nach Eisenheim, in dieser farblosen, tristen Stadt stehen der Buckingham Palace neben Notre Dame und die Pyramiden von Giseh in unmittelbarer Nähe des Kreml. Die Stadt ist in verschiedene Stadtteile aufgeteilt, ein dunkles Nichts begrenzt sie. Viele Seelen leben im Bergarbeiterviertel und müssen jede Nacht in Minen arbeiten, um die Stromversorgung der Stadt zu sichern. Hiervon wissen sie allerdings beim Aufwachen nichts mehr, alle Erinnerungen daran erlöschen mit dem ersten Wimpernschlag.

Nur die Wandernden führen ein Doppelleben, nehmen ihre Erinnerungen mit in unsere Welt und regieren größtenteils Eisenheim.  Auch Flora gehört nun zu ihnen und das Interesse der Mächtigen an ihr ist groß, denn nur Flora kennt das Versteck des Weißen Löwen, einem alchemistischen Stein, dem mächtige Eigenschaften zugeschrieben werden. Allerdings hat Flora diesen Stein versteckt, als sie noch eine Schlafende war und somit sind alle Erinnerungen ausgelöscht. Doch die Mächtigen hoffen darauf, dass bei Flora die Erinnerungen zurückkehren.

Natürlich darf auch eine kleine Liebesgeschichte nicht fehlen. Als angeblicher Austauschschüler taucht eines Tages plötzlich Marian bei Flora zu Hause auf und wohnt ab sofort bei ihr und ihrem Vater, wovon Flora anfangs alles andere als begeistert ist. Schon bald stellt Flora fest, dass auch Marian ein Wandernder ist, der offensichtlich auch ein großes Interesse an dem Weißen Löwen hat. Kann sie ihm trauen? Nicht nur die seltsamen Erlebnisse in Eisenheim verunsichern Flora, auch ihre zwiespältigen Gefühle Marian gegenüber sorgen nicht gerade bei ihr für ein ausgeglichenes Gefühlsleben.

Mechthild Gläser gelingt es durch ihren bildhaften, fesselnden  und angenehmen Schreibstil die Geschichte von Anfang an spannend und unterhaltsam zu erzählen. Immer wieder überrascht sie durch nicht unbedingt vorhersehbare Wendungen in der Story und die düstere, geheimnisvolle Atmosphäre von Eisenheim, wo es immer dunkel ist, die Beleuchtung mittels Gaslaternen funktioniert und man mit Luftschiffen reist, vermittelt sie einem wirklich gekonnt.  

Allerdings hatte ich ein kleines Logikproblem mit dem Charakter von Flora. Marian kennt Floras Seele und beschreibt ihr diese als mutig, unberechenbar und risikobereit. Ganz anders dagegen ist Flora selbst. Von klein auf ist sie daran gewöhnt, sich um ihren etwas schusseligen, stets in Gedanken versunkenen Vater zu kümmern, immer überlegt sie erst bevor sie handelt und ist viel ängstlicher und gewissenhafter als ihre Seele. Und dies war für mich nicht logisch. Wie können diese solche unterschiedlichen Charaktereigenschaften aufweisen? Allerdings haben sie auch etwas gemeinsam: Flora redet erst und denkt dann nach, was sie oft in ziemliche peinliche Situationen führt und ihre Seele hatte diese liebenswerte Eigenart ebenfalls.

Davon abgesehen beschreibt Mechtild Gläser ihre Charaktere durchweg sehr facettenreich und oft auch ziemlich undurchschaubar. Gerade Marian gibt einem so manches Rätsel auf und seine Absichten in Bezug auf den Weißen Löwen führen einen doch immer mal wieder in die Irre und so geht es einem als Leser genauso wie Flora, die nie weiß, ob sie ihm jetzt wirklich vertrauen kann.


Fazit: Der Autorin ist ein komplexer, spannender und unterhaltsamer Fantasyroman gelungen, bei dem man zusammen mit ihrer Protagonistin eine düstere und geheimnisvolle Welt kennenlernt und einige gefährliche Abenteuer erleben kann.

Die Autorin:
Mechthild Gläser wurde im Sommer 1986 in Essen geboren. Auch heute lebt und arbeitet sie im Ruhrgebiet, wo sie sich ihrem Studium widmet und ab und an, laut eigener Aussage, unfassbar schlecht Ballett tanzt – aber nur, wenn niemand hinsieht. Sie hat früh mit dem Schreiben begonnen und ihr Laptop steht noch immer auf der rosafarbenen Schreibtischunterlage, auf der ihre ersten Geschichten entstanden. Inspiration findet sie überall, am besten jedoch bei einer Tasse Pfefferminztee.



Sonntag, 8. Januar 2012

{Rezension} Hapu - Teufel im Leib von Michael Zandt



Verlag: Candela Verlag 
Taschenbuchausgabe: 270 Seiten
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3942635196
Erscheinungsdatum: 28. November 2011
Preis: 11,90 €


Den Teufel im Leib

Die Asartu wurden vor vielen Jahrhunderten von Luzifer persönlich auf die Erde geschickt, um diese zu erobern. Doch das ging schief, heute sind sie eine Minderheit und leben unter uns Menschen. Auch die junge Hapu ist eine Asartu, sie liebt ihr Motorrad, hat einen Schwanz, ist Fan der Stuttgarter Kickers und einer Schlägerei geht sie in der Regel nicht aus dem Weg. Ja, und gelegentlich hat sie auch Appetit auf Menschenfleisch. Eines Tages steht die Wahl einer neuen Anführerin der Asartu an und Hapu erhält hierzu eine Einladung. Also reist sie auf den Brocken, um an der Wahl teilzunehmen. Doch die Reise verändert ihr Leben nachhaltig und führt sie bald weit weg von Deutschland auf eine geheimnisvolle Insel.

Anfangs hatte ich etwas Probleme mit dem Charakter von Hapu. Mit ihrem zornigen und so gewaltbereiten Verhalten sorgt sie nicht gerade dafür, dass sie einem schnell sympathisch wird. Allerdings merkt man doch schon bald, dass hinter der harten Fassade doch ein recht weicher Kern steckt. Selbstlos setzt sich Hapu beispielsweise für Andere ein, die ihr etwas bedeuten und hilft ihnen ohne groß darüber nachzudenken. Und je mehr man von den gefahrvollen Erlebnissen von Hapu liest umso sympathischer wird einem die rebellische junge Asartu.

Da Hapu selbst ihre Geschichte erzählt, ist auch der Schreibstil stellenweise sehr direkt, durchweg erfrischend, bringt einem zum Schmunzeln, ist manchmal ein wenig zynisch und auch mal ziemlich schroff.  Anfangs wirkte die Erzählweise für mich noch etwas gehetzt, doch je mehr man von der Geschichte liest, umso fesselnder wird sie und dem Autor gelingt es schon bald mühelos, einen in seinen Roman eintauchen zu lassen. Denn das Buch entwickelt sich mit der Zeit zu einem richtig tollen Fantasyroman voller Mythologie, Rätsel und Gefahren, dem die Kurzbeschreibung auf dem Buchrücken nicht gerecht wird.

Sehr gut hat mir die Einbindung der Asartu in unsere Welt gefallen, was die Geschichte sehr realistisch und jederzeit nachvollziehbar wirken lässt.  Ganz selbstverständlich leben diese unter uns Menschen, aber wie bei allen Minderheiten müssen auch die Asartu Feindseligkeiten und Ausgrenzung hinnehmen, was auch Hapu öfter zu spüren bekommt.

Mit der Zeit erfährt man immer mehr über das Leben der Asartu und so erhält auch der Prolog, der so gar nichts mit der Geschichte zu tun zu haben scheint, immer mehr einen Sinn. Die Geschichte ist durchweg unterhaltsam, wird bald auch ziemlich mythisch und ist durchweg spannend erzählt. Überzeugend ist auch der Charakter von Hapu angelegt, die sich im Verlauf des Romans weiter entwickelt und so auch in ihrer Handlungsweise öfter zu überraschen weiß. Und auch die weiteren Mitwirkenden sind detailreich beschrieben.

Fazit: Ein gelungenes Debüt, das durch seine mythische, spannende und fesselnde Geschichte und einer überaus interessanten Protagonistin überzeugt.

Der Autor:
Der Autor von "Hapu", Michael Zandt wurde 2011 in der Kategorie "Beste deutschsprachige Kurzgeschichte" für den Deutschen Phantastik-Preis nominiert. "Hapu - Teufel im Leib" ist sein Debüt-Roman.



{SuB-Zuwachs} Historisch, fantastisch & spannend

Hallo Ihr Lieben,

auch im Neuen Jahr lässt der Buchzuwachs nicht lange auf sich warten und so sind wieder einige Bücher in meine Bücherwand gewandert. Zum einem habe ich einen schon ewig zu Hause liegenden Buchgutschein endlich eingelöst und mir 3 Taschenbücher für die Blanvalet-Challenge geholt und zum anderen hat mir eine liebe Kollegin den ersten Teil einer Fantasy-Trilogie ausgeliehen. Ja, und zum Ende der Woche kam noch eine Rezi-Exemplar vom Heyne Verlag an. Vielen lieben Dank dafür!

Alan Bradley
Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet
Inhalt:
Eine liebenswerte Giftmischerin. Der Debütroman von Alan Bradley sorgte bereits vor Erscheinen für eine beispiellose Sensation: Er wurde mit dem renommiertesten Krimipreis der Welt ausgezeichnet, dem Dagger Award – auf der Basis eines einzigen Kapitels! Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht eine Leiche im Garten entdeckt – ausgerechnet im Gurkenbeet! Jeder hält ihren Vater für den Mörder, denn Colonel de Luce hat sich noch tags zuvor mit dem Verblichenen gestritten. Nur ein einziger Mensch glaubt felsenfest an die Unschuld des Colonels – seine neunmalkluge Tochter Flavia. Schließlich ist der Ermordete vergiftet worden, und – ganz im Gegensatz zu Flavia, die eine begnadete Giftmischerin ist – ihr Vater hat nie Interesse an der Chemie des Todes gezeigt. Also fragt Flavia in vermeintlich kindlicher Unschuld sämtlichen Zeugen Löcher in den Bauch. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist …



Claudia Kern
Das Schwert und die Lämmer
Inhalt:
Das überwältigende Gemälde einer beinahe vergessenen Epoche Im Jahre 1212 taucht ein junger Schafhirte vor dem Kölner Dom auf und ruft die Armen und die Kinder zur Befreiung des Heiligen Landes auf. Tausende schließen sich ihm an, darunter auch Madlen, eine in Ungnade gefallene Magd, die ihre beiden Söhne nicht alleine ziehen lassen will. Ständig dem Hungertod nahe führt der Kreuzzug der Kinder quer durch Deutschland. Unzählige Gefahren und Intrigen sind zu überstehen, aber Madlen hält zu ihren Söhnen. Doch in den Alpen wird sie von ihnen getrennt. Wie weit kann Madlen gehen, um ihre Söhne wiederzusehen?



G.J. Moffat
Verfehlung
Inhalt:
Eine tote Frau, ein vermisstes Mädchen und zwei Ermittler, die unterschiedlicher nicht sein könnten Es ist der erste Tag für Detective Constable Rebecca Irvine in ihrem neuen Job in der Abteilung für strafrechtliche Ermittlungen. Und es ist ihr erster Mordfall. Umso besser, dass sie gleich einen Verdächtigen vorweisen kann: Logan Finch, erfolgreicher Anwalt und – wie sich herausstellt – Exfreund der toten Frau. Doch Logan fällt aus allen Wolken – seine Penny ist tot, und er wird verdächtigt? Und eine Frage quält sowohl Logan als auch Rebecca: Wo ist die 11-jährige Tochter der Toten, und wie viel Zeit wird ihnen bleiben, sie zu finden?


Patrick Rothfuss
Der Name des Windes: Die Königsmörder-Trilogie. Erster Tag
Inhalt:
In »Der Name des Windes« erzählt Patrick Rothfuss die Geschichte von Kvothe, dem berühmtesten Zauberer seiner Zeit. Damit ist ihm ein Roman von so viel Einfallsreichtum und solch sprachlicher Kraft und Authentizität gelungen, dass er die gesamte Fantasyszene aufhorchen lässt. »Vielleicht habt ihr von mir gehört« ... von Kvothe, dem für die Magie begabten Sohn fahrender Spielleute. Das Lager seiner Truppe findet er verwüstet, die Mutter und den Vater tot - »sie haben einfach die falschen Lieder gesungen«. Wer aber sind diese Chandrian, die weißglänzenden, schleichenden Mörder seiner Familie? Um ihnen auf die Spur zu kommen, riskiert Kvothe alles. Er lebt als Straßenjunge in der Hafenstadt Tarbean, bis er auf das Arkanum, die Universität für hohe Magie aufgenommen wird. Vom Namenszauber, der ihn als Kind fast das Leben gekostet hätte, erhofft sich Kvothe die Macht, das Geheimnis der sagenumwobenen Dämonen aufzudecken.

Im Mittelpunkt dieses Leseabenteuers steht ein großer Magier und leidenschaftlicher Wissenschaftler, ein Musiker, dessen Lieder die Sänger zum Weinen bringen ... und ein schüchterner Liebhaber.



Das Totendorf von Alexandra Sell
Taschenbuchausgabe: 366 Seiten
ISBN: 978-3-453-40877-7
Genre: Historischer Roman/Thriller
Erscheinungsdatum: 09. Januar 2012
Preis: 8,99 €
Inhalt:
Sein Fluch wird dich treffen. Ein Dorf im Harz, 1729. Seit einigen Jahren versetzen seltsame Todesfälle und unerklärlicher Wahnsinn die Einwohner in Angst und Schrecken. Das junge Dienstmädchen Ida und die Nonne Johanna sitzen nach einem Unfall im Dorf fest. Johanna findet schließlich heraus, dass der Ursprung der Vorfälle beim mythischen Wesen Lugus liegt, der germanischen Gottheit des Chaos. Doch ihr bleibt nur wenig Zeit: Von Tag zu Tag werden die Dorfbewohner misstrauischer, und schließlich beginnt eine mörderische Hexenjagd ...


Liebe Grüße
Isabel

Samstag, 7. Januar 2012

{Autoren} Interview mit Lara Connelly

Lara Connelly wurde 1964 in Thüringen geboren. Schon als Kind fiel es ihr schwer ein Buch aus der Hand zu legen, bevor sie die letzte Seite gelesen hatte. Sie vergaß alles um sich herum und tauchte in eine andere Welt ein.

Trotz ihrem Interesse für Literatur kam sie erst sehr spät auf die Idee, selber einmal zu schreiben. Im Gegensatz zu vielen Autoren begann sie erst mit 40 Jahren, sich intensiv mit dem kreativen Schreiben zu beschäftigen. Anfangs schrieb sie Kurzgeschichten und oft wurde sie gefragt, wie diese weitergehen. Sie konnte gar nicht anders, als diese Geschichten weiterzuentwickeln. So entstand der erste Roman „Kampf der Druiden“, in dem sie ihrer Leidenschaft für Mythologie, Geschichte und Irland freien Lauf ließ. Momentan schreibt sie an dem Folgeroman.

Lara hat so einen Weg gefunden, Abenteuer zu erleben, die fern der Realität sind und ihre Leser in diese unbekannte Welt entführen. Die Autorin lebt in Mittelhessen und arbeitet als kaufmännische Angestellte.

Am 15. Juli 2011 erschien ihr Erstlingswerk „Kampf der Druiden“ im Traumstunden-Verlag:

Die Legende erzählt, dass an Samhain die Grenze zwischen der menschlichen und der feinstofflichen Welt durchlässig ist...

Als Gwen Gordon zur Halloween-Party geht und dem Druiden Conall begegnet, ahnt sie nicht, dass diese Nacht ihr Leben verändern wird. Ihr Verstand weigert sich seiner Geschichte zu glauben, aber tief in ihrem Inneren vertraut sie ihm. Wer ist dieser Mann? Sie beschließt seinem Geheimnis auf die Spur zu kommen und gibt ihren gut bezahlten Job auf, um ihn zu suchen. Die Reise führt sie von England über Irland nach Schottland. Während dieser Zeit findet sie neue Freunde unter den Menschen und anderen mystischen Wesen. Conall O´Neill, einst Druide unter dem Einfluss der Tuatha De Danann, sucht nach einem Verbündeten. Seine Zeit in dieser Welt ist begrenzt und will er den Rest seines Lebens unter den Menschen verbringen, muss er seinen Erzfeind Cennmhar unschädlich machen. Als er Gwen begegnet, spürt er die Seelenverwandtschaft und bittet sie um Hilfe, denn sie umgibt ein Geheimnis, welches es noch zu lüften gilt.

Liebe Lara, vielen Dank, dass Du Dir Zeit für dieses Interview nimmst!

Ich habe mich über Deine Einladung zu dem Interview sehr gefreut.


Wie kam es, dass Du erst so „spät“ mit dem Schreiben begonnen hast, was war der Auslöser dafür?

Ich erfuhr von einem Kurs für kreatives Schreiben und dachte nur „Oh, so etwas gibt es auch?“ Zu diesem Zeitpunkt zog ich nicht ernsthaft in Erwägung, mich dafür anzumelden, sondern entschied mich für einen Weiterbildungskurs in Englisch  - freute mich sogar darauf. Während dieser Zeit las ich ein Buch, welches mich so fesselte, dass es mir schwer fiel, es aus der Hand zu legen. Ich schmökerte bis tief in die Nacht, träumte mir den Fortgang der Handlung weiter und war enttäuscht, dass der Roman sich dann doch anders entwickelte. Dies war dann der ausschlaggebende Faktor mich umzuorientieren und mit dem Schreiben zu beginnen. Ich habe diese Entscheidung nie bereut.


In Deinem Erstlingswerk dreht sich vieles um die irische Mythologie und man merkt schnell, dass hier eine Menge Recherchearbeit dahinter steckt. Woher kommt Dein Interesse daran und an Irland?

Ich fand Mythologie schon immer faszinierend. Gerade die Legenden bieten sehr viele Möglichkeiten, sich als Autor zu entfalten. Vor fünf Jahren kam mir zum ersten Mal der Gedanke, den Roman „Kampf der Druiden“ zu schreiben. Das war auch ungefähr die Zeit, in der ich bewusst über die Tuatha De Danann las. Ich recherchierte im Internet, wälzte stapelweise Sachbücher und war natürlich in Irland. Der Wunsch die zwei Welten der Menschen und der Tuatha De Danann miteinander zu verbinden wurde immer stärker und ich musste den Roman einfach schreiben.


Gibt es bei Dir ein bestimmtes Ritual beim Schreiben, z.B. eine immer gut gefüllte Kanne Kaffee neben dem PC, nur in einem bestimmten Zimmer schreiben, eine bestimmte Musik hören …?

Wenn ich schreibe, dann muss ich mich zurückziehen können. Gespräche in meiner Umgebung lenken mich ab. Auf der anderen Seite bringe ich bei absoluter Stille keinen Satz zu Papier. Entweder läuft Musik oder der Fernseher ist an.


Bist Du eher eine Autorin, die sich tagelang zum Schreiben zurückziehen kann und danach auch mal Buch Buch sein lässt oder eher jemand, die sich für jeden Tag eine feste Seitenzahl vornimmt?

Ich habe es aufgegeben, mir auf eine tägliche Seitenzahl oder eine feste Zeit festzulegen. Es war danach immer so deprimierend, wenn ich es nicht einhalten konnte. Stattdessen setze ich mir ein Wochenziel, so dass ich flexibler bin.


„Kampf der Druiden“ ist ja mit rund 420 Seiten schon recht umfangreich. Wie lange hast Du an dem Roman geschrieben?

Ich musste während des Schreibens öfters Pausen für Recherchen einlegen. Deshalb kann ich den Zeitraum nur schätzen. Zum Schreiben brauchte ich ungefähr 12 bis 15 Monate.


War es leicht für Dich, einen Verlag zu finden, der Dein Buch herausgibt?

Oh nein. Ich schrieb einige Verlage an und bekam freundliche Absagen. Eine Veröffentlichung des Romans mit einer finanziellen Eigenbeteiligung kam für mich nie in Frage. Letztendlich erhielt ich vom Traumstunden-Verlag eine Zusage. Im September 2011 erhielt ich die letzte Ablehnung. Die Unterlagen schickte ich bereits im Vorjahr an den Verlag und rechnete nicht mehr mit einer Rückantwort. Zu diesem Zeitpunkt war der Roman bereits veröffentlicht.


Was war das für ein Gefühl, als Du Dein erstes gedrucktes Exemplar von „Kampf der Druiden“ in Deinen Händen hielst und dann die ersten Reaktionen auf Deinen Roman gelesen hast?

Die Gefühle in diesen beiden Situationen waren total unterschiedlich.

Ich konnte es kaum erwarten, dass Buch in den Händen zu halten. Als es dann endlich ankam, standen mir wirklich Tränen in den Augen. Endlich das eigene Buch in den Händen zu halten, war einfach überwältigend. Als ich mit dem Schreiben anfing, traute ich mich kaum, dies zu erwähnen. Ich befürchtete, belächelt zu werden. Mit dem gedruckten Buch in den Händen wurde mir dieses Gefühl genommen.


Mit den ersten Reaktionen auf den Roman war es anders. Ich hatte bereits einige Rechtschreibefehler gefunden, war total verunsichert und sah der ersten öffentlichen Rezension mit gemischten Gefühlen entgegen. Mir fiel ein großer Stein vom Herzen, dass sie positiv ausfiel. Es freut mich, wenn sich die Leser von der Geschichte fesseln lassen. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Rezensenten bedanken.


Ist es richtig, dass Du das Coverbild Deines Buches selbst fotografiert hast? Wie kam es dazu, dass es dann als Coverbild verwendet wurde?

Ja, das Bild entstand in unserem Irlandurlaub. Der Roman war noch nicht fertig und ich ließ mich von der einmaligen Landschaft der Burren inspirieren. Viele Details sind in den „Kampf der Druiden“ mit eingeflossen. Als der Verlag mich fragte, ob ich einen Vorschlag für das Cover unterbreiten möchte, fiel mir sofort das Bild ein.


Du arbeitest ja bereits an dem Folgeroman mit dem Titel „Druidenerbe“. Worauf können sich Deine Fans freuen, kannst Du schon ein klein wenig vom Inhalt verraten und vor allem, wie lange müssen wir noch auf den 2. Band warten?

Ich denke, dass ich „Druidenerbe“ bis zum Sommer fertig geschrieben habe. Wann er veröffentlicht wird, liegt dann nicht mehr in meinen Händen. Ich werde dir eine Info zukommen lassen, sobald ich einen Termin habe und dann mehr über den Inhalt verraten.

Aber ganz will ich mich nicht in Schweigen hüllen. Auf jeden Fall werden fast alle Personen aus „Kampf der Druiden“ wieder auftauchen – ebenso einige neue Charaktere. Die Fomoiri treten mehr in den Vordergrund und die Tuatha De Danann sind gezwungen, mit ihnen gemeinsame Sache zu machen. Es sind einige Fragen im „Kampf der Druiden“ nicht völlig geklärt worden und der Leser darf auf die Antworten gespannt sein.



Ist mit dem 2. Band die Geschichte dann abgeschlossen oder planst Du noch weitere Teile?

Als ich die Handlung für den Folgeroman ausarbeitete, stellte ich mir diese Frage auch. Die Antwort ist ja, denn entweder wird der „Druidenerbe“ noch umfangreicher oder ich entscheide mich für einen weiteren Band. Also schreibe ich weiter. Allerdings ist es noch zu früh, genaueres über den Inhalt oder den Zeitpunkt der Fertigstellung zu sagen. Nur soviel ist sicher – er wird an die ersten zwei Bände anknüpfen und die Handlung wird weitergehen.


Als letztes natürlich noch die Frage danach, welche Bücher Du privat liest? Hast Du einen bestimmten Lieblingsautor/-in, bevorzugst Du ein bestimmtes Genre oder liest Du eher so querbeet?

Ich lese leidenschaftlich gerne, habe aber die Anzahl der Bücher im Jahr stark reduzieren müssen, da mir sonst die Zeit zum schreiben fehlt.

Ich lese fast alles, vorzugsweise Fantasy, historische Liebesromane und Thriller, aber auch gerne historische Romane.

Zu meinen Lieblingsautoren zählen Karen Marie Moning und Sherrilyn Kenyon, aber auch Julie Garwood, Catherine Coulter, Karin Slaughter und Tess Gerritsen und Karen Rose. Im deutschsprachigen Bereich gefallen mir besonders die Romane von Andrea Gunschera und Tanya Carpenter.


Herzlichen Dank für das Interview!

So, und wenn Ihr jetzt neugierig auf das Buch geworden seid, dann habe ich eine tolle Nachricht für Euch. Die Autorin freut sich über eine Rezension zu ihrem Buch und stellt insgesamt fünf Rezensionsexemplare zur Verfügung. Unter der Email-Adresse lara.connelly@web.de mit Angabe Eures Blogs und Eurer Adresse könnt Ihr ein Rezi-Exemplar bei Lara Connelly anfragen. Wenn Ihr mehr über das Buch erfahren möchtet, HIER findet Ihr meine Rezension dazu.

Liebe Grüße
Isabel

Freitag, 6. Januar 2012

{Gewinnspiel} Gewinnspiel bei Die-Rezensentin

Hallo Ihr Lieben,

eben habe ich ein tolles Gewinnspiel bei Annette von Die-Rezensentin gefunden. Zu gewinnen gibt es es den neuen Thriller von Arno Strobel und auch noch signiert als Rezensionsexemplar.
HIER kommt Ihr zum Gewinnspiel.

Wünsche Euch viel Erfolg,
liebe Grüße
Isabel

{Rezension} Watch me - Blutige Spur von Brenda Novak





Verlag: MIRA Taschenbuch 
Übersetzer: Maria Poets
Taschenbuchausgabe: 432 Seiten
ISBN: 978-3-89941-829-3
Genre: Amerikanischer Thriller
Erscheinungsdatum: 10. Oktober 2011
Preis: 8,99 €

Spuren der Vergangenheit

Ein Gewehr führt Sheridan nach 12 Jahren zurück nach Whiterock, den Ort, den sie als Jugendliche verlassen musste. Damals wurde auf sie und ihren Freund Jason geschossen. Jason starb, Sheridan überlebte schwer verletzt. Der Täter konnte nie gefunden werden. Nun ist das Gewehr aufgetaucht, mit dem der maskierte Mann versucht hatte, sie Beide zu töten. Doch kaum ist Sheridan in Whiterock angekommen, wird sie überfallen und fast zu Tode geprügelt. Nur durch Zufall kann sie von Cain, dem Stiefbruder von Jason, gerettet werden. Doch Sheridan lässt sich durch den Überfall auf sie nicht verschrecken und sucht unbeirrt weiter nach dem Täter.
Brenda Novak steigt sofort mit dem brutalen Überfall auf Sheridan in ihren Thriller ein und somit ist auf den ersten Seiten schon einmal Hochspannung angesagt und diese hält  im Verlauf der Geschichte zumeist an. Durch die sich anbahnende Liebesbeziehung von Sheridan und Cain nimmt die Autorin die Spannung  zwar immer mal wieder etwas heraus, aber da der Thrilleranteil eindeutig überwiegt, wirkt das Ganze gut dosiert und passt sich immer perfekt der Handlung an.

Mit ein Grund für die mitreißende  Story sind die vielen kleinen Hinweise auf den Täter, welche die Autorin immer wieder mit einfließen lässt. Der Verdächtigenkreis ist übersichtlich, es kommen somit nur wenige Personen in Frage, aber dennoch gelingt es Brenda Novak fast mühelos, einen ständig in die Irre zu führen. Zum anderen sind die Wechsel der Handlungsstränge gut gewählt, wobei der Fokus bei Sheridan liegt, aber auch Cain wie einige andere Personen kommen immer mal wieder zu Wort, sodass man den Thriller aus verschiedenen Perspektiven verfolgen kann. Hierdurch entwickelt sich die Story äußerst fesselnd und überrascht des Öfteren mit nicht vorhersehbaren Wendungen.

Brenda Novaks Schreibstil ist durchweg sehr flüssig, lebhaft und immer wieder durchsetzt mit einem Schuss Erotik. Mühelos gelingt es ihr, einem das Gefühlschaos von Sheridan näher zu bringen wie auch das von Cain. Dieser war der Stiefbruder von Jason und sein Stiefvater John Wyatt ist davon überzeugt, dass Cain seinen Sohn ermordet hat. Und auch die nicht besonders intelligent und professionell vorgehende Polizei ist davon überzeugt, dass Cain für den Mord an Jason wie auch den Überfall an Sheridan verantwortlich ist. Somit laufen die Ermittlungen ziemlich einseitig ab. Einzig Sheridan glaubt an die Unschuld von Cain.

Natürlich verliebt sie sich in den charismatischen, sehr zurückgezogenen lebenden und äußerst tierliebenden Cain, der in seiner Jugend als Playboy und Rebell verschrien war. Hinzu kommt, dass Cain sich noch mit seiner von ihm besessenen Ex-Frau herumschlagen muss, die passender Weise auch noch Polizistin in der Kleinstadt ist und somit auch den Überfall an Sheridan bearbeitet. Dies alles stört die sture, sympathische und eigentlich recht selbstkritische Sheridan wenig, trotzdem weiß sie, dass eine Beziehung zu Cain nur mit Schwierigkeiten versehen sein kann. Doch bei dem äußerst gutaussehenden Mann verliert sie gerne einmal ihre Objektivität.

Fazit: Ein spannender  Thriller, der mit einer emotionsgeladenen  Story, zum Teil sehr undurchsichtigen Charakteren und zwei sehr sympathischen Protagonisten aufwarten kann. 



Dienstag, 3. Januar 2012

{Rezension} Tales of Partholon 3 - Gekrönt von P.C. Cast





Verlag: MIRA Taschenbuch 
Übersetzer: Yvonne Senn
Taschenbuchausgabe: 364 Seiten
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-89941-966-5
Erscheinungsdatum: Januar 2012
Preis: 9,99 €


Willkommen Lichtbringerin

Die 18-jährige Morrigan Parker spürte schon als Kind, dass sie anders als andere Kinder ist. Einzig ihre Großeltern glauben ihr, dass sie Stimmen im Wind hört und lieber für sich in der Natur unterwegs ist als sich mit Freunden zu treffen. Kurz bevor sie aufs College wechselt, besucht Morrigan mit ihren Freundinnen in der Nähe die Alabaster-Höhlen und für sie ist es wie ein Heimkommen. Sofort fühlt Morrigan sich in den Höhlen wohl und ist verwundert, als die Kristalle plötzlich mit ihr reden, sie als Lichtbringerin willkommen heißen. Wieder zu Hause vertraut sie sich ihren Großeltern an und diese offenbaren ihr ein Geheimnis. Ein Geheimnis, dass Morrigan zutiefst verstört und sie instinktiv zurück zu den Höhlen führt.

Im dritten Band kehrt P.C. Cast zum größten Teil zurück nach Partholon und dort trifft man auch Shannon und ClanFintan wieder. Leider ist der Auserwählten der Epona dieses Mal aber nur eine Nebenrolle zugedacht. Das Hauptaugenmerk der Geschichte liegt bei Morrigan und ihren Erlebnissen, die sie nach Partholon führen wird.

Wieder einmal gelingt es der Autorin mühelos, einem die faszinierende Welt von Partholon vor Augen zu führen, wobei dies im 3. Band zumeist die unterirdische Welt von Partholon ist, das Reich der Sidetha. Die Geschichte ist abwechslungsreich und unterhaltsam gestaltet, man lernt viel Neues über Partholon kennen und entdeckt viel Bekanntes wieder. So zur Mitte hin lässt der Lesefluss ein wenig nach, es wird jetzt nicht unbedingt langweilig, aber irgendwie wartet man doch ständig darauf, dass mal wieder etwas Anderes passiert. Dies hält jedoch nicht lange an und die Story entwickelt sich interessant weiter und wird zum Schluss hin auch richtig spannend. Und zwischendurch ist es auch nicht schlecht, ein paar Taschentücher griffbereit zu haben.

Leider war von der Spritzigkeit und den frechen Sprüchen von Shannon – bedingt durch ihre Nebenrolle – nur wenig vorhanden, was ich ein wenig vermisst habe, dafür aber die wenigen Sequenzen mit ihr umso mehr genossen habe. Morrigan ist eher der ruhige, besonnene Typ und somit sind die Dialoge auch nicht mehr ganz so spitzfindig. Nichtsdestotrotz überzeugt dennoch der flüssige und lebendige Schreibstil von P.C. Cast durchweg.

Morrigan ist eine junge Frau auf der Suche nach sich selbst, sie fühlt sich nirgends so richtig zugehörig, ist voller Zorn und Wut.  Erst als sie die Höhlen betritt, bekommt sie ein Gefühl von Geborgenheit, von Heimkommen, was sie anfangs ziemlich irritiert. Auch sich in dem neuen Leben von Partholon zurechtzufinden, gestaltet sich logischerweise für Morrigan zunächst etwas schwierig und verwirrend. Doch hierbei erhält sie aufopferungsvolle Hilfe von der älteren Hohepriesterin, die ein Spiegelbild ihrer Großmutter ist. So nach und nach schlüpft Morrigan immer mehr in ihre Rolle als Lichtbringerin, was jedoch auch eine Menge Gefahren mit sich bringt.

Fazit: Bedingt durch die Einführung einer neuen Protagonistin sind die Dialoge nicht mehr ganz so spritzig wie bei den beiden Vorgängerbänden. Deswegen ist der Roman aber nicht weniger abwechslungsreich und unterhaltsam und in jedem Fall nur zu empfehlen.


 

{Leseeindruck} Fünf von Ursula Poznanski


 

Verlag: Wunderlich Verlag
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten

Genre: Deutscher Thriller
ISBN: 978-3805250313

Erscheinungsdatum: 16. Februar 2012
Preis: 14,95 €

Dumpfes Muhen begrüßt den Tag

Ein Mann sitzt in einer Küche. Er hat Todesangst. Eine Frau steht vor ihm, beruhigt ihn und zielt  gleichzeitig mit einer Waffe auf ihn. Was für ein Prolog! Auf diesen nur 1 ½ Seiten erzeugt die Autorin bereits eine Spannung, die regelrecht greifbar ist. Dann springt die Story kurz zum Tatort auf der Kuhwiese, die in der Kurzbeschreibung erwähnt wird, nur um dann sofort zum Ermittlerduo Kaspary und Wenninger zu wechseln.

Hier nimmt Ursula Poznanski die Spannung erst einmal etwas heraus und stellt einem die Ermittler Beatrice Kaspary und Florin Wenninger in ihrem Berufsalltag vor. Beide kommen hierbei ziemlich sympathisch rüber und schnell stellt man fest, dass Beatrice und Florin sich gut verstehen und gerne zusammenarbeiten. Diese Verschnaufpause hält jedoch nur einen kurzen Moment an, denn schnell kommt der Anruf vom Fund der Frauenleiche auf der Kuhweide und man erlebt die Ermittler bei der Tatortuntersuchung, welche die Autorin recht ausführlich beschreibt. Dies ist jedoch kurzweilig und interessant beschrieben und passt natürlich absolut zum Verlauf der Story. Zumal man als Leser selbst auch schon einige Informationen erhält und zudem die Neugier angeregt wird, denn auf den Fußsohlen der Toten werden seltsame Zahlenkombinationen gefunden.

Ursula Poznanski findet einen guten Mix zwischen spannender und interessanter Krimihandlung und dem Privatleben ihrer Protagonisten. Letzteres ist gut dosiert in die Story eingearbeitet und hierdurch bekommt man schnell eine sehr gute Vorstellung der Ermittler, besonders von Beatrice Kaspary. Ihr Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen und ihr gelingt es recht mühelos, bereits auf den wenigen Seiten die Neugier des Lesers zu wecken und gleichzeitig auch schon eine gewisse Spannung aufzubauen, die einen an das Buch bindet.


Die Autorin
Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universitäten und landete schließlich als Redakteurin bei einem medizinischen Fachverlag. Nach dem fulminanten Erfolg ihres Jugendromans «Erebos» widmet sie sich nun hauptsächlich dem schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.



Hier könnt die Leseprobe selbst lesen

Montag, 2. Januar 2012

{Gewinnspiel} Psychothriller zu gewinnen!

Hallo Ihr Lieben,

ich hoffe, Ihr habt das Neue Jahr alle gut angefangen und ich wünsche Euch für 2012 alles das, was Ihr Euch selbst wünscht, aber vor allem Gesundheit und viel neuen Lesestoff.

Das Neue Jahr möchte ich gleich mit einem Gewinnspiel starten. Der Diana Verlag war so lieb und hat mir einen Psychothriller zur Verlosung überlassen, den Ihr nun gewinnen könnt. Hierfür ein herzliches Dankeschön an den Verlag.


Wohin du auch fliehst
Elisabeth Haynes
Erschienen am: 12. Dezember 2011
Taschenbuchausgabe

Inhalt:

Der Feind in deinem Bett! Niemand glaubt Cathy, als sie sich von ihrem charmanten, allseits beliebten Freund Lee zunehmend bedroht fühlt. Er kontrolliert jeden ihrer Schritte, schleicht sich heimlich in ihre Wohnung, manipuliert ihre Freunde. Völlig auf sich allein gestellt, plant sie ihre Flucht — die sie nur knapp überlebt. In einer neuen Stadt und ohne jeden Kontakt zu den Menschen aus ihrer Vergangenheit gelingt es ihr, sich ein Leben in vermeintlicher Sicherheit aufzubauen. Doch auch jetzt, Jahre später, verfolgt Cathy noch die Angst, dass Lee zurückkommen und sie finden könnte. Und sie soll Recht behalten …


Tja, und kein Gewinnspiel ohne Gewinnspielfrage und das ist sie:

Wo wuchs die Autorin Elisabeth Haynes auf? 
(Die Antwort findet Ihr hier: Zur Verlagsseite)

Mitmachen kann jeder, der  
über 18 Jahre und 
regelmäßiger Leser  
der Leseinsel ist.

Die richtige Antwort schickt mir bitte mit Angabe 
Eures Nicknames oder Bücherblogs
bis 14. Januar 2012  
an meine Email-Adresse: bellexrleseinsel@web.de!




Die Auslosung findet dann am 15. Januar 2012 statt und der Gewinner wird natürlich hier gepostet.

Im Lostopf sind:
  • Eva (Scattys Bücherblog)
  • Verena (goldmari2001)
  • Martina (Martinas Buchwelten)
  • Anne (autumnlove)
  • Andrea (goldbaerchen)
  • Lars (vaurin)
  • Carmen (carry)
  • Lena (mybookblog)
  • Larissa (Lariiii)
  • Sabrina (Sophia!)
  • B_Jones (Bücherkaffee)
  • Kerstin
  • Sarah (Lesen bildet)
  • Matthias (Matthias)
  • Christina (bblloonnddiiee)
  • Nicole (Nik75)
  • Anke (Anke_LE)
  • Besra (Lovely Girl)
  • Biggi (Moquaiii)
  • Annette (Die Rezensentin)
  • Steffen (smue19)
  • Bianca (B-I-A-N-C-A)
  • Silvia (Silvie)

So, und nun wünsche ich Euch viel Glück und lass Euch liebe Grüße da,
Isabel

{Rezension} Stop me - Blutige Botschaft von Brenda Novak



Übersetzer: Maria Poets
Genre: Amerikanischer Thriller
ISBN: 978-3-89941-828-6
Taschenbuchausgabe: 464 Seiten
Erscheinungsdatum: 11. April 2011
Preis: 8,95 €

Niemals vergessen

Vor 16 Jahren wurde die damals 8-jährige Schwester von Jasmine Stratford entführt. Seitdem hat sich das Leben für die junge Frau komplett verändert. Heute ist Jasmine eine angesehen Profilerin und arbeitet für eine Organisation, die sich um misshandelte Kinder kümmert. Eines Tages erhält Jasmine ein Päckchen, in dem sich das Armband ihrer Schwester Kimberly befindet samt einen mit Blut geschrieben Zettel, auf dem die Worte „Stop me“ stehen. Die Spur führt Jasmine nach New Orleans und ihre Ermittlungen dort machen sie auf einen einige Jahre zurückliegenden Entführungs- und Mordfall aufmerksam. Allerdings ist der mutmaßliche Mörder von Adele tot, vor laufenden Kameras vom Vater der Kleinen erschossen. Doch scheinbar war es damals der Falsche und der wahre Mörder und Entführer lebt und treibt sein perfides Spiel weiter.

Jasmine ist bis heute nicht über die Entführung ihrer Schwester hinweg. Sie macht sich große Vorwürfe, nicht besser auf sie aufgepasst und zugelassen zu haben, dass Kimberly mit dem Fremden alleine in den Garten ging, von wo sie dann spurlos verschwand. Bei ihrer Suche trifft Jasmine schon bald auf Romain Fornier, dem Vater der kleinen Adele, die vor einigen Jahren entführt und ermordet wurde.  Der Ex-Marine ist ein gebrochener Mann, lebt einsam und allein am Rande des Bayou und geht Jedem nach Möglichkeit aus dem Weg. Jasmine benötigt jedoch die Hilfe dieses verschlossenen und verbitterten Mannes, denn ein entscheidendes Indiz scheint zu beweisen, dass der Mörder von Adele und der Entführer von Kimberly ein und derselbe Mann sein muss.

Somit wird das Gefühlschaos ziemlich großgeschrieben in dem Thriller, nichtsdestotrotz ist er von Anfang an sehr spannend und auch vielschichtig angelegt. Die Streitigkeiten zwischen Romain und Jasmine lenken zwar gelegentlich von der Story ab, allerdings stört dies nicht sonderlich und auch die sich anbahnende Beziehung zwischen den Beiden ist gut dosiert und passend in die Story eingebaut. Somit liegt der Thrillerteil eindeutig im Vordergrund.

Spannung ist wie gesagt von Anfang an auf einem hohen Niveau und der Sprachstil von Brenda Novak überzeugt durch ihre fesselnde, flüssige und lebhafte Erzählweise durchweg. Die unterschiedlichen Handlungsstränge wechseln regelmäßig und auch der Täter kommt gelegentlich zu Wort. Jedoch ist einem sein Motiv eine Zeitlang noch unklar, dies kristallisiert sich erst nach und nach heraus. Und auch den Täter präsentiert einem die Autorin erst zum Schluss. Wenn man allerdings aufmerksam liest, entdeckt man doch den einen oder anderen kleinen Hinweis, sodass man mit der Zeit schon eine Ahnung erhält, wer vom Kreis der Verdächtigen nun der Mörder sein muss.

Die Charaktere sind durchaus detailreich angelegt. Da ist zum einen natürlich Jasmine Stratford. Die junge Profilerin hat nur ein Ziel vor Augen: Ihre Schwester wiederzufinden. Dafür geht sie einige Risiken ein und kann hierbei ziemlich stur sein. Jasmine verfügt über gewisse übersinnliche Fähigkeiten, sie selbst nennt sie Visionen, mit denen sie recht selbstverständlich umgeht. Da die Geschichte in New Orleans spielt und die Autorin gut das Flair der Stadt einfängt, wirken diese Visionen auch für einen beim Lesen bald als selbstverständlich.  Allerdings rücken sie selten in den Vordergrund. Romain Fornier ist der Gegenpart und ein zutiefst verletzter Mann, der keine Gefühle mehr an sich heranlassen will. Jedoch hat er hier die Anziehungskraft von Jasmine auf ihn und seine Gefühle, die er schon bald für sie hegt, unterschätzt.


Fazit: Ein durchweg fesselnder Thriller, der mit einer spannenden Story aufwarten kann und der mit etwas Mystik und einem guten Schuss Romantik versehen ist, wobei aber der Thrilleranteil immer im Vordergrund steht.

Die Autorin:
Mit ihren atemberaubenden Thrillern und den historischen Liebesromanen eroberte Brenda Novak auf Anhieb die Herzen ihrer Leserinnen. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem fünf Kindern lebt die Autorin in Sacramento, Kalifornien. Neben dem Schreiben engagiert sie sich in zahlreichen sozialen Projekten, u. a. dem Kampf gegen Diabetes, an der auch Brendas jüngster Sohn leidet.

Sonntag, 1. Januar 2012

{SuB-Zuwachs} Spannend, Historisch & Fantastisch

Hallo Ihr Lieben,

so, hier sind auch noch die letzten Bücher, die im letzten Jahr in meine Bücherwand eingezogen sind:

Zum einen kam bereits letzte Woche ein Buch an, das mich schon länger interessiert und als ich es bei Blog dein Buch sah, habe ich mich gleich angemeldet und Glück gehabt:


Bodyfinder: Das Eche der Toten 
Kimberly Derting
ISBN: 978-3815798737
Gebundene Ausgabe: 343 Seiten
Inhalt:
Die 16-jährige Violet kann tote Menschen anhand von Echos aufzuspüren, die diese im Diesseits zurücklassen. Violet hört, riecht und fühlt diese Echos. Für sie ist diese Gabe weniger ein Geschenk als ein beunruhigendes Ärgernis. Als dann jedoch ein Serienkiller die kleine Stadt heimsucht, in der sie mit ihrer Familie lebt, und dem Killer immer mehr Mädchen zum Opfer fallen, wird Violet bewusst, dass sie die Einzige ist, die ihn aufhalten kann. Mithilfe ihres besten Freundes Jay nimmt sie seine Spur auf. Doch dann verlieren sich Violet und Jay in den zwischen ihnen aufkeimenden romantischen Gefühlen und sie merken nicht, wie nahe sie dem Mörder bereits gekommen sind ... bis Violet selbst zu seiner Beute wird.


Ja und dann ist der dritte Band von Tales of Partholon - Gekrönt in meinen Briefkasten gewandert. Auf das bin ich ja schon wahnsinnig gespannt, waren doch die ersten beiden Teile richtig super gewesen. Für die Zusendung geht wieder einmal ein ganz dickes Dankeschön an BuchContact und MIRA-Taschenbuchverlag.

Tales of Partholon 3 - Gekrönt
P.C. Cast
Taschenbuchausgabe: 368 Seiten
ISBN: 978-3899419665
Inhalt:
Schon lange hat Morrigan Parker gespürt, dass sie anders ist. An ihrem achtzehnten Geburtstag erfährt sie die Wahrheit: Sie ist die Tochter einer Hohepriesterin und verfügt über magische Kräfte!

Willkommen, Lichtbringerin … In den Alabaster-Höhlen hört sie eine seltsam vertraute Stimme. Mit einem Mal fühlt Morrigan sich geborgen und ist von einer unerklärlichen Ruhe erfüllt. Instinktiv berührt sie die Felswand und sieht, dass die Kristalle unter ihrer Handfläche zu leuchten beginnen! Morrigan weiß einfach, dass ihr Weg hier beginnt – von dieser Höhle aus wird sie nach Partholon gelangen, ins Land ihrer Mutter und ihr wahres Zuhause. Doch kann sie ihre Großeltern verlassen? Außerdem muss sie sich von dem netten Typen verabschieden, bei dessen Anblick sie schon Herzklopfen bekommt. Und was wird sie erwarten, wenn es ihr gelingt, nach Partholon zu gelangen?

Vor einiger Zeit bin ich auf eine Thriller-Autorin aufmerksam geworden, die Kurzbeschreibungen ihrer Bücher hörten sich ganz nach meinem Geschmack an und der MIRA-Taschenbuchverlag war so lieb und hat mir gleich 2 Bücher der Autorin zum Rezensieren zur Verfügung gestellt. Lieben Dank dafür!!


Stop me - Blutige Botschaft
Brenda Novak
Taschenbuchasugabe: 464 Seiten
ISBN: 978-3899418286
Inhalt:
"Stopp mich" steht auf dem blutverschmierten Zettel, den Profilerin Jasmine Stratford von einem Unbekannten erhält - zusammen mit dem Armband ihrer entführten Schwester. Die Spur führt nach New Orleans, wo Jasmine auf einen nahezu identischen Entführungsfall stößt. Doch der Täter ist längst tot. Oder etwa nicht? Denn seit der blutigen Botschaft spricht alles dafür, dass der falsche Mann sterben musste. Der perverse Kidnapper aber lebt - und hat bereits sein nächstes Opfer im Visier ...


Watch me - Blutige Spur
Brenda Novak
Taschenbuchausgabe: 428 Seiten
ISBN: 978-3899418293
Inhalt:
Sheridans Rendezvous mit Jason endet in einem blutigen Albtraum, als ein maskierter Fremder auf sie schießt. Der Täter entkommt. Doch zwölf Jahre später gibt es plötzlich eine heiße Spur ... 







Und dann hatte ich noch beim Adventskalendergewinnspiel beim Aufbau Verlag über Facebook mitgemacht und folgendes Buch gewonnen:


Die Hebamme von Sylt
Gisa Pauly
Gebundene Ausgabe, 495 Seiten
ISBN: 978-3352008023
Inhalt:
Zwei Kinder und ein tödliches Geheimnis. Geesche ist die einzige Hebamme auf Sylt. Als in einer stürmischen Nacht zwei Frauen vor ihrer Tür stehen, die ihre Hilfe brauchen, fällt sie eine Entscheidung, die ihr Leben für immer bestimmt. Ein dramatisches Epos vor historischem Hintergrund – dem Bau der Inselbahn und dem Einsetzen des Tourismus auf einer der beliebtesten deutschen Inseln.



Liebe Grüße
Isabel