Leseempfehlungen

Samstag, 19. Februar 2011

{SuB-Zuwachs} Spannender Buchzuwachs

Na, das Wochenende fängt ja schon einmal richtig klasse an. Unser lieber Postbote hat mir heute gleich zwei Büchersendungen in die Hand gedrückt ... freu ... jubel!!!


Zum einen hatte ich bei vorablesen.de wieder einmal Glück gehabt und habe folgendes Buch zum Lesen und Rezensieren erhalten:


Petra Hammesfahr: Der Frauenjäger
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Erscheinungsdatum: 24. Februar 2011
ISBN: 978-3-8052-5014-6
Preis: 19,95 €
Während dein Leben perfekt scheint, lauert Er im Dunklen.
Keiner weiß, dass es ihn gibt. Niemand hat die Zeichen erkannt, niemand die Frauen gefunden. Frauen, die seiner Meinung nach Parasiten sind, die sich von ihren Männern aushalten lassen und diese betrügen.

Auch Marlene muss nicht arbeiten. Ihr Mann ist ein erfolgreicher Unternehmensberater, sie hat zwei wohlgeratene ältere Kinder, ein Haus – kurz: alles, was man braucht. Nur das Gefühl, gebraucht zu werden, das fehlt ihr oft. Nur zu gerne hilft sie ihrem alten Freund Andreas Jäger aus der Klemme.
Kurz darauf erwacht Marlene in totaler Schwärze und erinnert sich nicht, wie sie in diese Finsternis geraten ist.



Und dann hatte ich Euch ja schon vor ein paar Tagen den neuen Thriller von Sharon Bolton vorgestellt Sharon Bolton - Bluternte  ... und heute kam das Buch vom  Manhatten Verlag





Ich bin schon wahnsinnig gespannt auf die beiden Bücher und werde sie jetzt auch gleich in Angriff nehmen, sobald ich mit "Der Ahnhof" von Joachim Rangnick fertig bin.

Ich wünsche Euch ein traumhaft schönes Wochenende,
liebe Grüße
Isabel 

Freitag, 18. Februar 2011

{Rezension} Die Freundin meines Sohnes von Lauren Grodstein

Verlag: Klett Cotta Verlag
Übersetzer: Silvia Morawetz
Gebundene Ausgabe: 351 Seiten
Genre: Roman
ISBN: 978-3-608-93896-8
Erscheinungsdatum: 21. Februar 2011
Preis: 21,95 €


Ein zerstörtes Leben

Das Leben von Pete Dizinoff ist zerstört, durch ihn selbst. Seine Freunde meiden ihn, er hat die meisten Patienten verloren, sein Sohn will nichts mehr von ihm wissen und seine Frau bereitet die Scheidung vor. Aus dem gemeinsamen Haus ist er ausgezogen und lebt nun im Atelier über der Garage. Doch was ist geschehen, dass sein beschauliches und scheinbar so zufriedenes Leben plötzlich nicht mehr existiert?

Dieser Frage geht Lauren Grodstein im vorliegenden Roman nach und hierbei lässt sie ihren Protagonisten Pete selbst seine Geschichte erzählen. Es ist das Wochenende vor der großen Entscheidung. Am Montag wird das Gericht entscheiden, ob Anklage gegen ihn im Fall Roseanne Craig erhoben wird, seine Frau hat einen Tag später einen Termin bei ihrem Scheidungsanwalt.

In immer wiederkehrenden Erinnerungen, ausgelöst durch die verschiedensten Situationen an diesem Wochenende, erzählt Pete die Geschichte seines Lebens und so erfährt der Leser nach und nach wie es zu dem Schicksalsschlag in seinem Leben kam.

Auslöser der Katastrophe ist die Rückkehr von Laura Stern, die Tochter seiner ältesten Freunde. Als 17-jährige soll Laura ihr Neugeborenes gleich nach der Geburt ermordet haben, lange Jahre verbrachte sie in der Psychiatrie, lebte dann bei verschiedenen Verwandten bis sie mit Anfang 30 wieder zu ihrer Familie zurückkehrt. Alec, Petes 20-jähriger Sohn, ist sofort fasziniert von Laura und Pete beobachtet die langsam aufkeimende Beziehung zwischen den Beiden mit Entsetzen. Um jeden Preis möchte er verhindern, dass Alec sich an Laura bindet, ist der festen Überzeugung, genau zu wissen, was gut für seinen Sohn ist und welchen Weg er einschlagen muss. Auf den Rat seiner Frau und seiner Freunde, Alec seinen Weg gehen zu lassen, hört Pete nicht. Er ist wie besessen von dem Gedanken, die Verbindung von Laura und Pete zu unterbinden. Hierbei vernachlässigt er auch seine Verantwortung seinen Patienten gegenüber. Und letztendlich löst diese Obsession das Drama aus.

Durch die Ich-Erzählung und dadurch, dass auch manchmal der Leser direkt angesprochen wird, hat man gleich das Gefühl, mitten in der Geschichte zu stecken. Der Schreibstil von Lauren Grodstein ist flüssig und leicht melancholisch angelegt und man wird mit der Zeit das Gefühl nicht los, dass Pete der Meinung ist, selbst an der Zerstörung seines Glücks selbst schuld zu sein. Allerdings betrachtet er seine gegenwärtige Situation sehr nüchtern, verliert sich nie in Selbstmitleid oder Schuldzuweisungen.

Geschickt beleuchtet Lauren Grodstein die Situation, der wohl die meisten Eltern irgendwann ausgesetzt sind: Das Loslassen und das Akzeptieren, dass ihr Kind erwachsen ist. Pete kann dies nicht akzeptieren und gestattet so Alec auch nicht, selbst Fehler zu machen, selbst seinen Weg zu gehen. Er hat genauste Vorstellungen vom zukünftigen Leben seines Sohnes, doch diese decken sich in keiner Weise mit den Vorstellungen von Alec. Verständlicher wird die Situation möglicherweise für den Leser, wenn man bedenkt, dass Alec der einzige Sohn von Pete und Elaine ist und sie Alec erst bekommen haben, nachdem sie die Hoffnung schon fast aufgeben hatten.

{SuB-Zuwachs} Historischer & spannender Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

eigentlich, aber auch wirklich nur eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, diesen Monat keine Bücher mehr zu kaufen. Tja, aber dann kam eine Mail vom Club mit dem Hinweis, dass ich meine Quartalsbestellung noch machen muss und dann musste ich leider .. grins .. auch noch zweimal eine Kleinigkeit bei einem Onlineversandhaus bestellen und Porto zahle ich ja generell keines, wenn sich dies durch portofreie Buchbestellung vermeiden lässt.

Tja, was soll ich sagen: Es haben VIER neue Bücher den Weg in mein Bücherregal gefunden. 

Zum einen handelt es sich um den 1. Teil einer Thrillerserie von Chelsea Cain. Den zweiten Band hatte ich mir vor kurzem gekauft, logischerweise musste dann natürlich der 1. Teil auch noch bestellt werden.

Inhalt:
Detective Archie Sheridan hat ein Problem. Vor ein paar Jahren hat er die Serienkillerin Gretchen Lowell zur Strecke gebracht -- allerdings erst, nachdem Sie ihn ihrerseits zur Strecke brachte. Zehn Tage war er in der Gewalt der ebenso attraktiven wie unberechenbaren Frau. Mit einem Nagel hat sie ihm die Rippen gebrochen, mit einem Schablonenmesser die Milz entfernt und ein Herz in seine Haut geritzt. Aber sie hat ihn nicht getötet wie ihre anderen Opfer, im Gegenteil: Sie hat ihm sogar das Leben gerettet, als er an ihren Folterungen zu sterben drohte und sich anschließend Sheridans Kollegen gestellt. Jetzt ist der stark angeschlagene und gesundheitlich ruinierte Polizist wieder im Dienst, als Leiter einer Sonderkommission, die einem anderen Serienmörder das Handwerk legen soll. Mit der Journalistin Susan Ward an seiner Seite nimmt Sheridan die Ermittlungen auf -- und muss schon bald erkennen, dass Lowell auch in diesem Fall von ihrer Zelle aus in jeder Hinsicht die Strippen zieht...


Dann haben mir bei vorablesen.de einige Leseproben wieder so gut gefallen, dass ich die Bücher flugs auf meine Wunschliste gepackt habe, die natürlich prompt auch abgearbeitet wurde. 


Es sind zum einen "Der Ruf der Highlands" von Amy Cameron. Ich bin ja seit der Jamie & Claire-Highland-Saga von Diana Gabaldon ein absoluter Schottland-Fan, also musste ich dieses Taschenbuch auch unbedingt haben. Und hierum geht es:

Eine fesselnde Schottland-Saga über zwei Familien, deren Schicksale untrennbar miteinander verbunden sind.

Edinburgh, 1920: Die junge Lehrerin Lili aus Edinburgh kann ihr Glück kaum fassen: Der verwitwete Sean Stewart hat ihr einen Heiratsantrag gemacht! Jetzt muss er sie nur noch seiner Familie in den schottischen Highlands vorstellen. Zu ihrer Überraschung schlägt ihr dort eisige Ablehnung entgegen.

Einzig Seans Großmutter scheint Lili zu mögen und verrät ihr ein uraltes Geheimnis: Seit Generationen tobt eine tödliche Fehde zwischen den Clans der Grahams und der Stewarts, einst ein Kampf zweier unversöhnlicher Männer um eine wunderschöne Frau. Und Lili ist eine Graham! Werden Lilis und Seans Gefähle füreinander stark genug sein, um diese uralte Fehde zu überwinden?

Das nächste im Bunde ist "Die Ludwig-Verschwörung" von Oliver Pötzsch und das sagt vorablesen.de dazu:

Steven Lukas, ein Antiquar aus München, findet in seinen Regalen ein ihm unbekanntes altes Buch. Schon bald merkt er, dass es sich dabei um das Tagebuch eines engen Vertrauten von Ludwig II. handelt, den Assistenten des königlichen Leibarztes Max Schleiß von Loewenfeld.

Das über hundert Jahre alte Buch ist in einer geheimen Kurzschrift verfasst, die Lukas nur Stück für Stück entziffern kann. Der ungeheuerliche Fund könnte die wahren Umstände des Todes von Ludwig II. verraten! Doch offenbar haben verschiedene Parteien ein Interesse daran, die Veröffentlichung des Tagebuchs zu verhindern. Und ein Fanatiker geht dabei über Leichen. Gemeinsam mit der Kunstdetektivin Sara Lengfeld gelingt es Lukas, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen – eine Rätselreise, die die beiden zu sämtlichen Schlössern des Märchenkönigs führt.


Und zum guten Schluss noch "Der Ahnhof" von Joachim Rangnick mit folgendem Inhalt:

Immer wieder verschwinden Frauen und Männer in der Nähe des alten Korbach-Hofes. Die seit Generationen dort ansässige Familie steht unter Verdacht, etwas mit den Vermisstenfällen zu tun zu haben. Beweise wurden nie gefunden.

Als der Hof zum Verkauf steht, ahnen Journalist Robert Walcher und seine kauzig-liebenswerte Haushälterin Mathilde, dass die Auflösung der Fälle endlich näher gerückt ist. Sie beginnen zu recherchieren und stoßen auf eine Familiengeschichte, die über Generationen zahlreiche Opfer gefordert hat − und bald geraten auch sie selbst in das Visier des Täters.

Ihr seht, mein SuB wird gehegt und gepflegt und erhält ständig neue Nahrung ... lach ....

Ich wünsche Euch ein traumhaft schönes Wochenende,
liebe Grüße
Isabel

Donnerstag, 17. Februar 2011

{Autor} Ava McCarthy und ihr neuer Roman ...

Ich stöbere ja für mein Leben gern schon seit Jahren regelmäßig auf den verschiedensten Verlagsseiten, immer auf der Suche nach neuen Büchern.

Hierbei lasse ich mich gerne auch einfach einmal nur vom Inhalt und/oder dem Cover beeinflussen und kaufe mir Bücher, deren AutorenInnen noch relativ unbekannt sind oder ihr Debüt gerade veröffentlicht wurde. Enttäuscht worden bin ich hierbei eher selten und manchmal habe ich auch richtig kleine Juwele entdeckt.

Und so ging es mir auch 2009 als ich den Debütthriller von Ava McCarthy entdeckt hatte. Hierbei handelt es sich um folgendes Buch:


Passwort: Henrietta

Zum Inhalt: 
»Das Leben macht keinen Spaß, wenn man nicht hin und wieder alles riskiert.« 
Nach diesem Satz lebt die junge Hackerin Henrietta, sogar in ihrem Job als Sicherheitsexpertin für Computernetzwerke – bis sie von einem Unbekannten auf die Gleise der einfahrenden Dubliner S-Bahn gestoßen wird. In letzter Sekunde kann sie sich retten, doch die Nachricht, die der Killer ihr im Gedränge zugeflüstert hat, setzt einen tödlichen Wettlauf in Gang …

Meine Rezension zum Thriller: Passwort: Henrietta von Ava McCarthy


Tja, und warum erzähle ich Euch das jetzt alles: Klar, es gibt einen neuen Thriller von Ava McCarthy, den ich natürlich sofort nach Erscheinen auch gleich lesen werde. Und das ist er:


Der Todeskurier - 
Ein Fall für Henrietta Martinez

Henrietta Martinez, genannt Harry, lässt sich überreden, den hochmodernen Safe ihrer Klientin Beth aufzubrechen, als sie plötzlich Zeugen des kaltblütigen Mordes an Beth treulosen Ehemann werden. In Panik verstecken sich die beiden Frauen in dem wandschrankgroßen Tresor, in dem gigantische Rohdiamanten lagern. Als die Luft wieder rein ist, ist nicht nur Harrys Visitenkarte verschwunden, sondern auch Beth. Für die Polizei ist Harry die mutmaßliche Täterin. Ungerührt von den Verdächtigungen stellt sie ihre eigenen Ermittlungen an und gerät so zwischen die Fronten illegaler Diamantenschmuggler. Eine heiße Spur führt sie nach Kapstadt, wo nicht nur die Polizei, sondern auch der Killer sie bereits erwarten ....

Der Thriller erscheint am 07. März 2011 im Droemer Knaur Verlag als Taschenbuch und wird 9,99 € kosten. Der Thriller hat 480 Seiten und die ISBN lautet: 3-426-50353-0


Und das ist die Vita der Autorin:

Ava (eigentlich Aiveen) McCarthy, geb. in Dublin, studierte Physik und Nuklear-Medizin und arbeitete an der Londoner Börse, bevor sie sich als Computer-Expertin in Dublin einen Namen machte. Die Autorin lebt mit ihrem Mann, zwei Kindern und zwei Hunden in Dublin. 

"Passwort: Henrietta" ,ihr erster Roman, war der hoch gelobte Auftakt zu der spannenden Serie um die Hackerin Harry Martinez und erschien 2009 bei Knaur.  



Liebe Grüße
Isabel

Mittwoch, 16. Februar 2011

{Rezension} Schweig still, mein Kind von Petra Busch

Verlag: Droemer Knaur Verlag
Taschenbuchausgabe: 448 Seiten
Genre: Deutscher Krimi 
ISBN: 3426505576
Erscheinungsdatum: 10. September 2010
Preis: 8,99 €


Die schwarze Route

Nach 10 Jahren kehrt Elisabeth Sommer hochschwanger in ihr kleines Heimatdorf im Schwarzwald zurück. Kurze Zeit später ist sie tot, ihr ungeborenes Kind verschwunden. Der Freiburger Hauptkommissar Moritz Ehrlinspiel reist in das 500-Seelen-Dorf, um die Ermittlungen aufzunehmen und stößt hierbei auf massive Gegenwehr der Dorfbewohner.

In ihrem Krimidebüt baut Petra Busch von Anfang an eine düstere Spannung auf. Bei den Beschreibungen der Einwohner fühlt man sich zwangsläufig ins letzte Jahrhundert zurückversetzt. Bei ihnen zählt einer erst dann dazugehörig, wenn seine Familie mindestens seit 4 Generationen in dem Ort gewohnt hat. Hinzu kommt ein Aberglaube um einen Rabenmann, dessen Ursprung einige Jahrhunderte zurückliegt und an den viele des Dorfes noch heute glauben. In diesem Umfeld zu ermitteln, gestaltet sich für den Kommissar äußerst schwierig. Denn eindeutig liegt der Mord einem mysteriösen Geheimnis vor rund 10 Jahren zugrunde, doch hierüber schweigt sich die Dorfgemeinschaft aus.

Verdächtige sind zwar schnell gefunden, doch es fehlt jegliches Motiv und so entwickelt sich die Story von Anfang sehr spannend und diese Spannung hält sich mühelos bis zum Ende. Zumal zwischendurch einer der Verdächtigen schon bald ebenfalls ermordet wird. Der Schreibstil der Autorin ist durchweg sehr flüssig und fesselnd und durch das Wissen, dass irgendetwas Schreckliches einige Jahr zuvor im Dorf geschehen ist, was zum Wegzug von Elisabeth gesorgt hat, ist auch die Neugier durchweg groß.

Zur Seite ihres Kommissars stellt die Autorin ihm eine junge Redakteurin, die für die Recherche eines Wanderführers durch Zufall auf die Leiche von Elisabeth stößt und nach dem ersten Schock ihre Neugier weckt. Durch ihre aufgeweckte Art ist sie dem Kommissar ein ums andere Mal bei den Ermittlungen einen Schritt voraus, was Ehrenspiel oft genug ziemlich in Rage bringt. Auch ansonsten scheinen sich die zwei so unterschiedlichen Charaktere äußerst unsympathisch zu sein und Streit ist oft genug vorprogrammiert. Aber bekanntlich ziehen sich Gegensätze ja an.

Die Beschreibung der Charaktere ist Petra Busch sehr gut gelungen. So nehmen alle fast sofort Konturen an und auch die Darstellung des autistischen Bruno ist einfühlsam und glaubhaft beschrieben. Hinzu kommt, dass einige Figuren ziemlich undurchsichtig bleiben, sodass mir bis zum Schluss nicht ersichtlich war, um wen es sich bei Täter handeln soll.


{Gewinspiel} Die Buchpakete gehen an ....

Hallo Ihr Lieben,

... so, die Lose wurden ordentlich durchgemischt, geschüttelt und nicht gerührt und dann in die vertrauensvollen Hände der Losfee gegeben. Und dies sind die VIER Gewinnerinnen:

  1. Katrin von  KatrinsBücherBude
  2. Andrea von Bärchensbücherseite
  3. Manuela von Mamenus Bücher
  4. Martina von Martinas Buchwelten
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH EUCH VIER!!!

Sobald ich alle Adressen habe, gehen die Schätzchen auf die Reise und ich würde mich freuen, wenn Ihr mir hier kurz eine Nachricht hinterlassen könntet, wenn Ihr die Bücher bekommen habt.

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Lesen!

Ganz liebe Grüße
Isabel

(Rezension) Jacob beschließt zu lieben von Catalin D. Florescu

Verlag: C.H.Beck-Verlag 
Gebundene Ausgabe: 405 Seiten
Genre: Historischer Roman
ISBN: 3406612679
Erscheinungsdatum: 16. Februar 2011
Preis: 19,95 €


Ein Sturm zieht auf

Eine bedrohliche Wolkenfront schiebt sich im Juli 1924 auf das kleine Dorf Triebswetter in Rumänien zu. Per Horn wird die Sturmwarnung ausgegeben, die Sturmglocke geläutet. Bei diesem Unwetter kämpft sich ein Fremder zu dem kleinen Dorf durch und ist froh, als er beim Apotheker erfährt, dass er sein Ziel erreicht hat. Während die Einwohner den Brand des Hofes von Elsa Obertin, der Amerikanerin, zu bekämpfen versuchen, bewacht der Fremde mit Namen Jakob den Hof des Apothekers Nepper. Als dieser nach einer kräftezerrenden Nacht wieder zurückkehrt, erklärt ihm Jakob, dass er die Amerikanerin heiraten wird.
            
So beginnt Jacob, der Sohn des Fremden, die Geschichte seines Lebens. Durch Rückblicke erfährt man nach und nach die Geschichte der Familie Obertin kennen, die im 17. Jahrhundert in Lothringen begann und durch Frederik fortgesetzt wurde, als dieser rund 100 Jahre später beschließt, mit einigen weiteren Siedlern nach Rumänien auszuwandern. Frederik ist der Gründervater und erste Richter des Dorfes Triebswetter, indem Jacob in der 1920er Jahren geboren wird.

Wer nun anhand des Buchtitels eine Liebesgeschichte erwartet, wird enttäuscht. Und doch hat dieser Buchtitel Sinn, dessen Lösung sich einem aber erst ganz zum Schluss offenbart. Tatsächlich ist es ein Roman über das beschwerliche Leben einer kleinen Dorfgemeinschaft, beginnend in den 1920er Jahren bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. Auch am Dorf Triebswetter geht der 2. Weltkrieg nicht spurlos vorbei. Eben noch deutsch, müssen sie sich binnen kürzester Zeit auf die russischen Befreier einstellen, die langen Arme des Kommunismus machen auch vor Triebswetter nicht halt. Und so erleben viele Dorfbewohner eine neue Gewalt kennen, die der Deportation und Enteignung, von der auch die Familie Obertin nicht verschont bleibt und auch diese die Entbehrungen, Enttäuschungen wie auch die Willkür der neuen Regierung zu spüren bekommen.

Diese Geschichte erzählt Catalin D. Florescu anhand seines Ich-Erzählers Jacob sprachgewaltig, lebendig und sehr bildhaft. Gleichzeitig ist sein Sprachstil sehr ruhig und detailliert, ohne dabei langatmig zu werden. Ganz im Gegenteil, man nimmt fast sofort Anteil an Jacob und seinen Leben, kann seine Gefühle gegenüber seinem despotischen Vater Jakob und seiner unterwürfigen und sehr gläubigen Mutter Elsa hervorragend nachvollziehen.

Jacob, von der Art seiner Geburt gezeichnet, leidet während seiner gesamten Kindheit und Jugend unter seiner Schwächlichkeit und trotzdem versucht er immer wieder unermüdlich, es seinem Vater recht zu machen, was ihm jedoch nicht gelingt. Seine Mutter ist nicht fähig, sich gegen seinen Vater aufzulehnen und auch sein Großvater hat gegenüber seinem herrischen Schwiegersohn kapituliert. So erfährt Jacob, außer gelegentlich bei seinem Großvater,  nur bei einer Zigeunerin, der er einmal die Woche Lebensmittel bringt, so etwas wie Liebe, Fürsorge und Geborgenheit kennen. Aber man spürt auch während des gesamten Lesens seine innere Kraft und Stärke und so verfolgt man gebannt seinen Lebensweg, der wahrlich nie einfach ist.

Somit hat Catalin D. Florescu einen opulenten Roman geschrieben, in dem das bewegende, abenteuerliche, aber auch entbehrungsreiche Leben einer Dorfgemeinschaft beschrieben wird auf der Suche nach einer neuen Heimat.


Dienstag, 15. Februar 2011

(Rezension) Schafkopf von Andreas Föhr

Verlag: Droemer Knaur Verlag
Taschenbuchausgabe: 448 Seiten
Genre: Deutscher Krimi
ISBN: 3426663988
Erscheinungsdatum: 10. September 2010
Preis: 14,95 €


Ein Solo mit Folgen

Polizeiobermeister Kreuthner muss trainieren, ansonsten verliert er eine Wette und das lässt seine Ehre nicht zu. Also nichts wie hinauf auf den Riedstein zum Joggen. Endlich oben angekommen trifft er dort auf den Kleinkriminellen Stanislaus Kummeder. Kaum haben die Beiden ein paar Worte gewechselt ist Kummeder auch schon tot, getroffen durch die Kugel aus einem Präzisionsgewehr. Kommissar Wallner und sein Team nehmen die Ermittlungen auf und natürlich ist auch Kreuthner wieder tatkräftig auf Spurensuche. Schnell stellt Wallner fest, dass ein Vorfall zwei Jahre zuvor mit dem Mord an dem Kriminellen in Verbindung steht.

Andreas Föhr erzählt auch seinen zweiten Krimi mit Kommissar Wallner und dem bayerischen Original Kreuthner wieder mit viel Lokalkolorit und lässt seine Charaktere oft genug im Dialekt ihre Geschichten erzählen. Der Schreibstil ist wieder durchweg spannend, witzig, frech und sehr flüssig erzählt. So ist man fast augenblicklich in der Story drin und der gelungene Spannungsaufbau sorgt dafür, dass man sich durchweg kurzweilig unterhalten fühlt.

Die Geschichte an sich wechselt ständig zwischen dem Jahr 2007 als die Freundin von Stanislaus Kummeder auf mysteriöse Weise verschwunden ist und dem Jahr 2009 als der Mord an diesem geschieht. Nach und nach erfährt man so, was damals passiert ist und wie die Geschichte in Verbindung mit den aktuellen Geschehnissen steht. Dies gestaltet sich sehr mysteriös und undurchsichtig und bis zum Schluss weiß man nicht, warum Kummeder sterben musste.

Der Autor zeichnet seine Charaktere wieder sehr originell und authentisch. Allen voran natürlich sein Kommissar Wallner. Der ewig frierende und gradliniger Clemens Wallner geht für die Ermittlungen sogar einmal ziemlich unkonventionelle Wege, muss seinen kriminalistischen Spürsinn sogar bei seinem Großvater einsetzen und er darf sich sogar verlieben. Und auch die anderen Figuren sind lebensnah beschrieben, sodass sie schnell Konturen annehmen und bleiben aber stellenweise auch so undurchsichtig, dass die Identität des Täters für einen bis zum Schluss verborgen bleibt.


Fazit: Ein durchweg sehr spannender Krimi mit ausgefeilten Charakteren und einer nicht vorhersehbaren, komplexen Story.

Montag, 14. Februar 2011

(Leseeindruck) Blaue Augen von Joanne Harris



Verlag: List Verlag
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten

Genre: Englischer Thriller
ISBN: 9783471350539

Erscheinungsdatum: 11. März 2011
Preis: 19,99 €


Die Farbe von Mord ist Blau

In seinem Internetblog erzählt ein Mann von seinem Leben, mal öffentlich, mal mit eingeschränktem Zugang. Und was dem Leser dort geboten wird ist wahrlich nicht leicht zu verdauen.

So kommt er als Vierjähriger das erste Mal bewusst mit dem Tod in Berührung, der Trost seiner Mutter ist ihm sicher, war es doch auch ihrer Sicht nur ein Unfall, doch der Junge weiß es da schon besser.  Er ist Mutters Liebling, denn in ihren Augen ist er etwas Besonderes im Gegensatz zu seinen beiden Brüdern und dies zeigt sie ihm auch deutlich. Erschreckend zu lesen ist auch, mit welcher Gleichgültigkeit er später als erwachsener Mann über den Unfalltod seines Bruders Nigel hinweggeht. Wie er der Polizei Gefühle vorgaukelt, nur um keinen Verdacht zu erregen.

In dieser eindringlichen Art sind alle Blogeinträge während der Leseprobe gehalten. Allein diese Art zu schreiben bzw. eine Geschichte so zu erzählen, finde ich sehr originell, mal etwas ganz anderes, absolut zeitgemäß und vor allem ist es durchaus vorstellbar, dass es einen Blog in der Art tatsächlich in den Weiten des Internets geben könnte.

Bei dem Blogger handelt es sich um einen 42-jährigen Mann namens B.B. aus einem Ort namens Malbry. Ich war etwas erstaunt, als ich das Alter von B.B. las, da ich bei dem Schreibstil und der Erwähnung, dass er noch zu Hause bei seiner Mutter wohnt, an einen weitaus jüngeren Mann gedacht habe. So kann man sich täuschen. Allerdings lässt allein die gefühllose Beschreibung zum Tod seines Bruders, seine sonstigen Äußerungen auf seinem Blog, gerade auch in Bezug auf seine Mutter, mehr als vermuten, dass es sich bei B.B. um einen eindeutig gestörten Mann handeln muss oder irrt man sich hier ebenfalls wieder?

Der Schreibstil von Joanne Harris ist  flüssig und von Anfang extrem fesselnd, sodass ich praktisch von der ersten Seite an gebannt gelesen habe, obwohl eigentlich anfangs gar nicht so viel passiert. Man lernt erst einmal ein wenig B.B. kennen, der sich als völlig normal ansieht und auch von seiner Umwelt als solcher angesehen wird. Schließlich geht er einer geregelten Arbeit nach und trägt dort sogar Anzug und Krawatte.

So gestaltet sich die Leseprobe von Anfang an sehr originell und auch mysteriös. Man weiß nicht genau, woran man ist, um wen es sich bei B.B. handelt und vor allem, welche Geschichte er auf seinem Blog erzählen wird. Wenn der Thriller hält was die Leseprobe verspricht, ist Joanne Harris ein ungewöhnlicher und vor allem sehr spannender Thriller gelungen.

(Rezension) Beste Beziehungen von Gustav Ernst


Verlag: Haymon Verlag
Gebundene Ausgabe: 212 Seiten

Genre: Gegenwartsliteratur
ISBN: 3852186773

Erscheinungsdatum: 28. Januar 2011
Preis: 19,90 €




Ein schonungsloser Blick hinter die Kulissen

Manuel F. wird von seiner Freundin Janine K. aufs äußerste gereizt und gedemütigt, so lange, bis er nur noch eine Möglichkeit sieht. Lisa setzt kontinuierlich ihren Ehemann Frank unter Druck mit ihrem Wunsch nach einem neuen Haus und gesellschaftlicher Anerkennung. Hierfür ist eine Beförderung unumgänglich. Irgendwann hält Frank den Druck nicht mehr aus. Philipp Stöger ist Gymnasiallehrer in Deutsch. Was liegt näher als seiner 7-jährigen Nichte Nachhilfe in diesem Fach zu geben. Doch es bleibt nicht bei der Nachhilfe im Deutschunterricht, denn Philipp hat ein Interesse an kleinen Mädchen, sieht sich immer wieder Kinderpornographie im Internet an, bis ihm seine Fantasien nicht mehr ausreichen. Als Sigi mit 52 Jahren seine Kündigung erhält, macht er die Geschäftsleitung und den Betriebsrat dafür verantwortlich. Er will Gerechtigkeit und geht mit einer Waffe ins Büro des Betriebsratsvorsitzenden.

Eigentlich fast täglich hört und sieht man in den Nachrichten von Misshandlungen, Mord, Missbrauch und Familientragödien. Man ist betroffen, schockiert, kann das Verhalten der Täter nicht nachvollziehen, aber doch sind diese Geschehnisse auch schnell wieder vergessen, der Alltag holt uns wieder ein. Gustav Ernst erzählt in seinem Roman diese Geschichten und Tragödien. Jedoch ergreift er dabei keine Partei, sondern berichtet neutral wie diese Wahnsinnstaten entstehen konnten und schildert dies gnadenlos.

Die oben angeführten Fälle sind nur einige aus dem Buch. Und Gustav Ernst geht auch einen Schritt weiter und zeigt dem Leser ebenso die Auswirkungen auf, die Tat selbst. In einer sehr eindringlichen, wirklich schonungslosen, direkten und stellenweise auch rüden Weise, die der Situation immer angepasst ist, erzählt er die Schicksale dieser Menschen. Und er überschreitet hier wirklich Grenzen, denn seine Schilderungen sind so realistisch gehalten, dass ich stellenweise das Buch zur Seite legen musste, einfach nicht mehr weiterlesen konnte, da mir diese Berichte sehr nahe gegangen sind und ich somit auch an meine Grenzen gestoßen bin.

Die Geschichten sind zumeist in Dialogen gehalten, sodass man fast sofort das Gefühl hat, an diesen als unsichtbarer Dritter mit eingebunden zu sein, die Diskussionen, Streitereien und auch die Eskalation der Situation hautnah mitzuerleben.

Wie oft fragt man sich, wenn man von solchen Tragödien hört, warum diese Menschen es so weit haben kommen lassen, warum sie nicht früher aus ihrer momentanen Situation ausgebrochen sind, als sie hierfür noch die Chance hatten oder aber, wie eine Ehefrau nicht bemerkt haben will, dass ihr Ehemann pädophile Neigungen hat. Aber hier spielen einfach zu viele Faktoren mit hinein wie Abhängigkeit, Manipulation (auch sexueller Art), aber auch einfach das Verschließen der Augen vor dem Offensichtlichen.

Da fragt sich die Ehefrau zwar schon, warum ihr Mann der Nichte immer nur Nachhilfe gibt, wenn sie nicht zu Hause ist und warum dann ständig nasse Handtücher in der Waschmaschine liegen. Aber sie hinterfragt nicht, will wahrscheinlich einfach nicht die Wahrheit wissen, bringt es sogar noch fertig, ihrer Nichte die Schuld zu geben. Und diese ganzen Faktoren beleuchtet Gustav Ernst zu jeder seiner Geschichte im Vorfeld, sodass die Handlungen der Täter jetzt nicht unbedingt für einen verständlich werden, man zumindest jedoch nachvollziehen kann, wie es so weit kommen konnte.


Sonntag, 13. Februar 2011

(Rezension) Die Buße von Meg Gardiner

Verlag: Heyne Verlag
Übersetzer: Friedrich Mader
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Genre: Amerikanischer Thriller
ISBN: 3453266560
Erscheinungsdatum: 25. Oktober 2010
Preis: 19,99 €



„… Lügenworte enden alle im Schmerz …“

Unfall, Selbstmord oder Mord? Mit dieser Frage muss sich die forensische Psychiaterin Jo Beckett beschäftigen. Die atemberaubende Show der Sängerin Tasia McFarland endete mit deren Tod, der zwar vor einem Riesenpublikum geschah, doch ihr Tod selbst war nicht zu sehen. Das Pikante an der ganzen Sache ist, dass Tasia die Exfrau des amerikanischen Präsidenten war, zudem manisch depressiv und ihren Tod in einem Songtext ankündigte. Zusammen mit der Kommissarin Amy Tang beginnt Jo ihre Ermittlungen und muss schon bald feststellen, dass ihr hier einige Knüppel in den Weg gelegt werden.

Wahrlich bombastisch beginnt Meg Gardiner ihren neuesten Thriller mit dem Konzert und dem anschließenden Tod von Tasia. So steckt man sofort mitten in der Story, die Spannung ist somit von Anfang an vorhanden und hält sich mühelos bis zum wahrlich fulminanten und äußerst rasanten Ende.  Schnell stellt man fest, dass hier einige mysteriöse Personen ein Interesse am Tod von Tasia hatten, wie auch eine Gruppe extremer Regierungsgegner. Dies sorgt dafür, dass man sehr lange Zeit nicht weiß, wer welches Interesse am Tod der Sängerin hat und so gestaltet die Story sich sehr komplex.

Auch erfährt man wieder einiges über Jos Privatleben und ihre Beziehung zu Gabe. Und schon bald muss Jo auch feststellen, dass der aktuelle Fall auch starke Auswirkungen auf ihr Privatleben hat. Und Jo wäre nicht Jo, wenn sie sich nicht dagegen massiv wehren würde. Natürlich darf auch ihr Nachbar Ferd mit seinem Äffchen nicht fehlen. Ferd unterstützt dieses Mal Jo ziemlich aktiv bei ihren Ermittlungen und sein Äffchen hat einen sehr gelungenen und vor allem extrem lustigen Auftritt.

Fazit: Alles in allem wieder ein spannend umgesetzter Thriller mit einer sympathischen Protagonistin und einer nicht vorhersehbaren Story.

Samstag, 12. Februar 2011

(Rezension) Alpengrollen von Michael Gerwien

Verlag: Gmeiner Verlag
Taschenbuchausgabe: 323 Seiten
Genre: Deutscher Krimi
ISBN: 3839211115
Erscheinungsdatum: 07. Februar 2011
Preis: 11,90 €


Wellness-Urlaub mit Hindernissen

Endlich Skifahren! Das denkt sich Ex-Kommissar und Frührentner Max Raintaler als er sich auf den Weg nach Kitzbühel in ein Wellness-Hotel macht. Und dann auch noch das berühmte Hahnenkammrennen anschauen. Was will ein Skifahrerherz mehr. Allerdings gibt es ein kleines Problem bei der Sache. Die 17-jährige Tochter einer Freundin seiner immer mal wieder Lebensgefährtin Monika ist in der Nähe von Kitzbühel beim Urlaub spurlos verschwunden. Max verspricht Anna und Monika sich nach Sabine zu erkundigen, wenn er schon einmal in der Gegend ist. Doch so einfach wie vorgestellt entwickelt sich die Suche nach Sabine dann doch nicht und hinzu kommt noch eine tote Russin am Fuß der Streif wie auch ein Anschlag auf die berühmte Skistrecke.

Mit sehr viel Humor erzählt Michael Gerwin sein Krimidebüt. Besonders unterhaltsam sind hier immer wieder die Gedankengänge von Max zu verfolgen. Denn schon allein die Fahrt nach Kitzbühel gestaltet sich dank seinem altersschwachen Auto nicht unbedingt so wie vorgestellt. Die Ankunft im Skiort hält auch noch so einige Überraschungen für ihn parat und so beginnt Max‘ Urlaub überhaupt nicht so, wie er ihn sich vorgestellt hat.

Anfangs konzentriert sich die Geschichte mehr auf Max, seine Erlebnisse in Kitzbühel wie auch auf die Vorstellung seiner Lebensgefährtin Monika und deren Freundin Anna, die sich große Sorgen um ihre Tochter macht. Durch immer wieder kleine, regelmäßige Einschübe weiß man als Leser bereits sehr frühzeitig, dass eine Jugendliche gefangen gehalten wird. Warum, wo und um wen es sich dabei handelt bleibt einem jedoch bis fast zum Schluss verborgen. Inwieweit die tote Russin wie auch der Anschlag auf die Streif etwas mit dem Verschwinden von Sabine zu tun haben,  und ob es sich bei der gefangen gehaltenen Jugendlichen um Sabine handelt, wird ebenfalls erst spät dem Leser präsentiert.

So ist die Neugier schon einmal recht schnell beim Lesen vorhanden, die Spannung lässt jedoch noch ein wenig auf sich warten, denn der Krimianteil tritt erst ab etwa der Mitte des Buches richtig in den Fokus und dann wird es richtig spannend. Also ist hier ein wenig Geduld gefragt, allerdings wird der Weg dahin dermaßen witzig, spritzig und unterhaltsam präsentiert, dass einem hierbei nie langweilig wird und man sich immer bestens unterhalten fühlt.

Hinzu kommen die sehr ausgefeilten und originellen Charaktere. Allen voran natürlich Max. Der sportliche Frührentner ist ein leidenschaftlicher Skifahrer und bei der Ausübung seines Hobbys vergisst er gern einmal alles um sich herum, die Suche nach Sabine mit eingeschlossen. Für einen Urlaubsflirt ist der lebenslustige und zuweilen herrlich grantige Ur-Münchner ebenfalls immer zu haben, aber wehe wenn er einmal die Fährte in einem Kriminalfall aufgenommen hat; dann ist er nicht mehr zu halten.

Fazit: Ein überaus witziges und durchaus spannendes Krimidebüt mit viel Lokalkolorit, authentisch gezeichneten Charakteren und der auch Leser bestens unterhält, die keine Skifans sind.

Donnerstag, 10. Februar 2011

{Buchvorstellung} Mainfall von Dieter Wölm

Hallo Ihr Lieben,

so, und nun kommt das dritte Buch im Bunde, welches ich vom Gmeiner Verlag erhalten habe. Vielen Dank an den Verlag. Bei diesem Krimi geht es dieses Mal an den Main nach Aschaffenburg.


Mainfall
Dieter Wölm
377 Seiten
ISBN 978-3-8392-1125-0
EUR 11,90
Erscheinungstermin: 7. Februar 2011


Ein Unbekannter wird bei Aschaffenburg halb tot aus dem Main gezogen. Es grenzt fast an ein Wunder, dass er noch lebt. Kommissar Rotfux übernimmt den Fall. Der Fremde kann sich an nichts mehr erinnern, nicht einmal an seinen Namen. Keiner kennt ihn, so muss er ohne jegliche Identität ein neues Leben beginnen. Einzig Oskar, ein kleiner Rauhaardackel, der ihm zugelaufen ist, tröstet ihn in seiner Einsamkeit und begleitet ihn bei  vielen Erlebnissen.

Der Fremde beschließt, als Märchenerzähler zu arbeiten. Doch seine Vergangen­heit lässt ihn nicht los. Durch einen Auftritt in einer Talkshow hofft er, Hinweise auf seine Identität zu erhalten. Tatsächlich melden sich viele Frauen, die behaupten ihn zu kennen, doch keine weiß seinen richtigen Namen …

Ein schwieriger, rätselhafter Fall für den Aschaffenburger Kommissar Rotfux, der im ersten Kriminalroman von Dieter Wölm die Krimibühne betritt. Das außergewöhnliche Thema, ein spannender, flüssiger Erzählstil und ein durch und durch menschlicher Protagonist machen den neuen Aschaffenburg-Krimi „Mainfall“ zu einem besonderen Lesegenuss.


Dieter Wölm, geboren 1950, ist Professor für Marketing an der Hochschule Aschaffenburg. Zuvor war er viele Jahre Marketingleiter eines großen Versandhauses. Nach diversen wissenschaftlichen Veröffentlichungen gibt er mit dem Krimi „Mainfall“ sein Debüt als Romanautor.


Mi., 16.2.2011, Beginn: 19:00 Uhr
Premieren-Lesung mit Dieter Wölm in Aschaffenburg

Diekmann Buchhandlung GmbH, 63739 Aschaffenburg, Steingasse 2


Liebe Grüße
Isabel