Leseempfehlungen

Dienstag, 27. Januar 2015

{Rezension} Dead End - Lacey-Flint-2 von Sharon Bolton

Cover & Verlag: Goldmann
Übersetzerin: Marie-Luise Bezzenberger
Taschenbuchausgabe: 448 Seiten
Genre: Englischer Thriller / Band 2
ISBN: 978-3-442-48060-9
Erscheinungsdatum: 21. April 2014
Preis: 8,99 €




Rätselhafte Selbstmorde in Cambridge

Von ihrem Chef DI Mark Joesbury erhält DC Lacey Flint den Auftrag, sich verdeckt in das Studentenleben der Universität von Cambridge einzuschleusen. Dort sind in den letzten Jahren vermehrt Selbstmorde unter Studenten aufgetreten, Lacey soll als depressive Studentin getarnt an dem Uni-Leben teilnehmen und dieses beobachten. Doch das genügt der eigensinnigen Polizistin natürlich nicht und binnen Stunden steckt sie schon mitten in der Ermittlungsarbeit. Unterstützt wird sie hierbei von der Psychologin Evi Oliver, der die vielen Selbstmorde der letzten Jahre auch äußerst seltsam vorkommen. Viele der Studentinnen klagten unter vermehrten Alpträumen, bevor sie zu Tode kamen und auch Lacey hat bereits kurz nach Einzug ins Studentenwohnheim rätselhafte Alpträume. Ist sie die nächste Selbstmordkandidatin?

 

Man könnte es fast vermuten, denn der verwirrende Prolog deutet dies an, doch bevor man eine Antwort hierzu erhält, wechselt Sharon Bolton zur eigentlichen Geschichte ihres Thrillers und lässt diesen einige Tage vor den Ereignissen im Prolog beginnen.

Lacey hat den klaren Auftrag von Joesbury erhalten, als depressive, melancholische Studentin am Uni-Leben teilzunehmen, sich aber aus jeglicher Ermittlungsarbeit herauszuhalten. Hieran hält die willensstarke wie eigensinnige junge Frau sich natürlich nicht und beginnt sofort auf eigene Faust, den vielen Selbstmorden nachzugehen. Hierbei stellt sie schnell einige Ungereimtheiten fest, nimmt Kontakt mit der Psychologin Evi Oliver auf, die einigen Lesern aus „Bluternte“ noch bekannt sein dürfte und steckt bald Hals über Kopf in den Fällen.

Es lassen sich keine Verbindungen zu den zwanzig Selbstmorden der letzten fünf Jahre finden. Einzig der Hinweis einiger Studentinnen, die kurz vor ihrem Tod vermehrt über beängstigende Alpträume gelitten haben, fallen Lacey und Evi auf. Allerdings waren alle Studentinnen psychisch sehr labil und ihre Schilderungen nicht unbedingt glaubhaft. Ist hier möglicherweise ein Stalker am Werk, der seine Opfer entsprechend in den Selbstmord treibt? Oder gar Betreiber / Teilnehmer einer Website, die gezielt suizid-gefährdete Studentinnen zu den bizarrsten Selbstmorden anstiften?

Die Story ist komplex und mysteriös angelegt, Sharon Bolton liefert ihren Lesern absolut keine Hinweise auf Motiv oder gar den oder die Täter, nicht die kleinsten Verdachtsmomente tun sich im Verlauf auf, nur viele offene Fragen für die sich lange keine Antworten finden lassen.

Durch die Entscheidung, ihre Protagonistin Lacey ihre Erlebnisse selbst schildern zu lassen und weitere Handlungsstränge in der dritten Person zu erzählen, ist man immer hautnah an den Geschehnissen von Lacey dabei. Dies fördert die Spannung sehr, die zunehmende Unsicherheit der sonst so selbstbewussten Polizistin wird regelrecht greifbar und Sharon Bolton gelingt es zudem sehr gut, das Spannungslevel der vielschichtigen Story bis zum Schluss hoch zu halten.


Fazit: Auch der 2. Fall von Lacey Flint überzeugt wieder mit einer spannenden, vielschichtigen Story und einer eigenwilligen Protagonistin.


Die Autorin:
Sharon Bolton wurde im englischen Lancashire geboren, hat eine Schauspielausbildung absolviert und Theaterwissenschaft studiert. „Todesopfer“, ihr erster Roman, wurde von Lesern und Presse begeistert gefeiert und machte die Autorin über Nacht zum neuen Star unter den britischen Spannungsautorinnen. Ihrem ersten Triumph folgten mittlerweile sieben weitere Thriller – darunter vier mit der grandiosen Ermittlerin Lacey Flint – in denen Sharon Bolton ihr brillantes Können immer wieder unter Beweis stellte. Sie wurde bereits für zahlreiche Krimipreise nominiert und für "Schlangenhaus" mit dem Mary Higgins Clark Award ausgezeichnet sowie mit dem Dagger in the Library für ihr Gesamtwerk. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Oxford.

Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Zweiter Versuch :-)

      Ich bin einmal mehr ein wenig knapp mit meiner Planung und weiss erst seit heute Nachmittag, dass ich morgen Abend viel Zeit haben werde.
      Deshalb kontaktiere ich dich einfach einmal persönlich und hoffe, dass du Zeit und Lust hast, morgen ab 19.00 Uhr an meinem gemütlichen Lese-Miteinander aus Detmold teilzunehmen.
      http://samtpfotenmitkrallen.blogspot.de/2015/01/gemutliches-lese-miteinander-aus.html

      Ich grüsse dich ganz lieb
      Livia

      Löschen