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Samstag, 17. Januar 2015

{Rezension} Amnesie von Michael Robotham

Cover & Verlag: Goldmann
Übersetzer: Kristian Lutze
Taschenbuchausgabe: 348 Seiten
Genre: Englischer Thriller / Band 2
ISBN: 978-3-442-47643-5
Erscheinungsdatum: 14. März 2011
Preis: 9,99 €





Fehlende Erinnerung



Detective Inspector Vincent Ruiz wird mehr Tod als lebendig aus der Themse geborgen. Mit einer Schussverletzung liegt Ruiz tagelang im Koma. Als er aufwacht, fehlt ihm jedwede Erinnerung an die vergangenen Geschehnisse. Außer dem Foto der Jahre zuvor verschwundenen Mickey Carlyle fehlen ihm jegliche Anhaltspunkte zu den letzten Wochen. Mithilfe seines Bekannten, den Psychologen Joe O’Loughlin, versucht Ruiz, seine Erinnerungen wieder zu erlangen und schnell regt sich in ihm ein schlimmer Verdacht.  





Die letzten Wochen sind komplett aus seinem Gedächtnis gelöscht. DI Vincent Ruiz hat absolut keine Erinnerungen mehr an die Geschehnisse, geschweige denn daran, warum er mit einem Oberschenkeldurchschuss aus der Themse gerettet werden musste. Einzig das Bild von Mickey, welche drei Jahre zuvor spurlos verschwand, gibt ihm einen Anhaltspunkt. Doch sein Vorgesetzter will hiervon nichts hören, entbindet Ruiz von dem Fall, der für ihn als aufgeklärt gilt. Schließlich sitzt der mutmaßliche Mörder von Mickey im Gefängnis. Somit begibt sich Ruiz alleine auf Spurensuche, tatkräftig unterstützt von Joe O’Loughlin.



Michael Robotham lässt seinen Protagonisten Vincent Ruiz selbst den hochspannenden Psychothriller erzählen und man lernt hierdurch den grimmigen, zynischen und doch so sympathischen Detective sehr gut kennen. Ruiz ist fest davon überzeugt, dass die kleine Mickey noch lebt und zusammen mit Joe O’Loughlin, der dieses Mal nur eine Nebenrolle spielt, folgt Ruiz den Spuren zurück, in der Hoffnung, so seine Erinnerungen wieder zu erlangen.



Geschickt und vielschichtig baut der Autor seinen Psychothriller auf, lässt einen als Leser ständig im Unklaren über das Schicksal von Mickey. Mal ist man fest davon überzeugt, dass das kleine Mädchen noch lebt, dann meint man zu wissen, dass Mickey nicht mehr leben kann. Die Geschichte entwickelt sich äußerst fesselnd, Ruiz Ängste bezüglich den Geschehnissen der letzten Wochen zu denen ihm jegliche Erinnerungen fehlen, vermittelt Michael Robotham hervorragend. Und es gelingt dem Autor perfekt, seine Leser bis zum packenden Ende an seinen wohldurchdachten Psychothriller zu binden.




Fazit: Auch der zweite Band überzeugt wieder mit einer vielschichtigen, wohl durchdachten und hochspannenden Story.


Der Autor:
Michael Robotham wurde 1960 in New South Wales, Australien, geboren. Er war lange Jahre als Journalist für große Tageszeitungen und Magazine in London und Sydney tätig, bevor er sich ganz seiner eigenen Laufbahn als Schriftsteller widmete. Mit seinen Romanen sorgte er international für Furore und wurde mit mehreren Preisen geehrt. Michael Robotham lebt mit seiner Frau und seinen drei Töchtern in Sydney.

Kommentare:

  1. Das Buch klingt auf jeden Fall als wenn es auch was für mich wäre. Eine Frage habe ich noch, wird der Spielort, also England gut beschrieben?

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    1. gut, aber jetzt nicht übermäßig beschrieben. Man merkt aber schon schnell, wo der Thriller spielt.
      LG Isabel

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