Leseempfehlungen

Montag, 28. Oktober 2013

{Rezension} Zeit der Stürme – Vier Highland-Kurzgeschichten von Diana Gabaldon


Cover & Verlag: Blanvalet
Übersetzerin: Barbara Schnell
Taschenbuchausgabe: 448 Seiten
Genre: Historischer Roman
ISBN: 978-3-442-38001-5
Erscheinungsdatum: 16. September 2013
Preis: 9,99 €

 

Gute Einstimmung auf "Ein Schatten von Verrat und Liebe"

 

Mit vier Kurzgeschichten, die alle einen Bezug zur Highland-Saga um Jamie & Claire Fraser haben, verkürzt Diana Gabaldon ihren Lesern die Wartezeit auf den nunmehr siebten Band der Reihe. Und somit trifft man in den vier Geschichten auch immer wieder auf alte Bekannte, welche man aus "Die geliehene Zeit", "Ferne Ufer" oder auch "Echo der Hoffnung" schon kennengelernt hat. 





 

Die ersten beiden Kurzgeschichten beziehen sich vordergründig auf Lord John Grey. Eine missglückte Zitteraal-Party und ein anschließendes Duell im Jahr 1759 zwingen ihn mehr oder weniger dazu, nach Kanada zu flüchten und sich dort für einen alten Freund einzusetzen. Im Jahr 1761 reist Lord John dann nach Jamaika und macht dort Bekanntschaft mit Zombies, wie auch mit Mrs. Abernathy von Rose Hall, welche man aus dem ersten Band auch als Geilis Duncan kennt. Anschließend gibt es zeitmäßig einen großen Sprung und man findet sich während des 2. Weltkrieges wieder, als Rogers Vater Jerry als Air Force Pilot auf heikle Mission geschickt wird. Bereits in "Die geliehene Zeit" machte man als Leser Bekanntschaft mit Graf St. Germain. Und wer sich fragt, was mit dem rätselhaften Grafen geschehen ist, erfährt dies in der Kurzgeschichte, welche im Jahr 1778 spielt.

 

Gewohnt prall, lebendig und bildgewaltig kommen alle vier Kurzgeschichten daher und was mir besonders gut gefallen hat, Diana Gabaldon erklärt kurz vor jeder Geschichte, wie es zu dieser kam. Zudem sind gerade die letzten beiden Geschichten interessant, da sie in gewisser Weise Handlungsstränge aus der Reihe weitererzählen und man sich schon fast wieder mitten in der Highland-Saga wiederfindet. Und auch historische Ereignisse verknüpft Diana Gabaldon hier gekonnt mit ihren Erzählungen und so ist man beispielsweise bei der Schlacht auf der Abraham-Ebene nahe Québec im September 1759 dabei, welche die Franzosen gegen die Briten verloren.

 

Aber gerade die dritte Geschichte um Jeremiah und Dolly McKenzie, den Eltern von Roger, ist sehr berührend und von der Erzählart absolut gelungen. Man trifft in dieser Kurzgeschichte  nicht nur auf Roger als Kleinkind, der während des Krieges in London geboren wurde und seine Eltern leider kaum kennenlernen durfte, sondern erlebt zudem eine Szene aus "Echo der Hoffnung" aus einer etwas anderen Perspektive. Hier sollte man Taschentücher bereithalten.

 

Fazit: Eine perfekte Einstimmung auf den neuen Band der Highland-Saga, welcher am 28.02.2014 erscheinen soll.

 


 

Die Autorin:
Diana Gabaldon war Honorarprofessorin für Tiefseebiologie und Zoologie an der Universität von Arizona, bevor sie sich hauptberuflich dem Schreiben widmete. Bereits ihr erster Roman "Feuer und Stein"
wurde international zu einem gigantischen Erfolg und führte dazu, dass Millionen von Lesern zu begeisterten Fans der Highland-Saga wurden. Diana Gabaldon ist Mutter dreier erwachsener Kinder und lebt mit ihrem Mann in Scottsdale, Arizona.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen