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Mittwoch, 7. August 2013

{Rezension} Die Gärten des Teufels von Richard Montanari

Cover & Verlag: Weltbild
Übersetzerin: Karin Meddekis
Gebundene Ausgabe: 462 Seiten
Genre: Amerikanischer Thriller
ISBN: 978-3-86800-898-2
Erscheinungsdatum: 2011
Preis :--,-- €




Eine alte estnische Legende

Der Este Aleksandar Savissar glaubt an eine alte Legende seines Landes und ist davon überzeugt, unsterblich zu sein.  Um seine wahre Unsterblichkeit zu erlangen, benötigt er jedoch seine vierjährigen Zwillingstöchter Anna und Marya. Doch diese wurden am Tag ihrer Geburt entführt und zur Adoption freigegeben. Nun ist der ehemalige Soldat auf der Suche nach seinen Töchtern. Michael und Abigail Roman leben zusammen mit ihren vierjährigen Zwillingstöchtern in einem Vorort von New York. Was wenige wissen, Charlotte und Emily sind adoptiert. Diese Adoption hatte vor Jahren der russische Anwalt Viktor Harvor vermittelt. Eines Tages erfährt der junge Staatsanwalt Michael Roman, dass der Anwalt auf brutale Weise ermordet wurde. Ist nun die Zeit gekommen, welche er schon seit vier Jahren befürchtet? Denn die Adoption seiner Töchter lief damals nicht ganz legal ab. 



Anfangs stellt Richard Montanari in wechselnden Handlungssträngen seine Protagonisten vor. So lernt man einen skrupellosen, gewaltbereiten Aleksandar Savissar kennen, der fest davon überzeugt ist, unsterblich zu sein. Nicht nur einmal hat er schier ausweglose Situationen im Tschetschenienkrieg überlebt. Seit nunmehr vier Jahren ist er auf der Suche nach seinen beiden Töchtern und endlich hat der Ex-Soldat eine heiße Spur, die ihn in die Staaten führt. Zur selben Zeit führen der äußerst erfolgreiche Staatsanwalt Michael und die Krankenschwester Abigail mit ihren beiden Töchtern ein glückliches Leben in einem idyllischen Vorort von New York. Doch dieses Idyll wird jäh zerstört.

Nach dem Mord an dem russischen Anwalt Harvor weiten sich die Erzählstränge um einige weitere handelnde Personen aus. Doch selbst als die Story dann endlich etwas Fahrt aufnimmt und sich mehr oder weniger zu einem Katz-und-Maus-Spiel entwickelt, fehlt es dem Thriller an einer durchgehenden Spannung. Zwar gestaltet sich die Story durchaus interessant und auch unterhaltsam, aber richtig fesselnd wird sie kaum. Zumal der Autor auch nicht gerade mit unvorhersehbaren Wendungen aufwarten kann und der Thriller eher nach Schema F abläuft.

Auch wenn die Story nicht wirklich neue Aspekte bietet, sind dafür aber die Charaktere sehr gut herausgearbeitet, auch wenn man diese bedingt durch die Story fast sofort in Gut und Böse einordnen kann. Gerade die Kaltblütigkeit von Aleksandar beschreibt Richard Montanari sehr eindringlich und auch Michael und Abby zeichnet der Autor facettenreich und überzeugend, auch wenn diese in ihren Handlungen vorhersehbar bleiben.

Fazit: Ein mäßig spannender Thriller mit einer etwas okkult angehauchten Story, welche kaum überraschende Wendungen bietet.


Der Autor (Quelle: Klappentext):
Richard Montanari, geboren in Cleveland, Ohio, studierte englische Literatur und lebte eine Zeitland in London, wo er sich unter anderem als Verkäufer und Handelsvertreter durchschlug. Danach kehrte er in die USA zurück, um für die Baufirma seines Vaters zu arbeiten. Nebenbei schrieb er für verschiedene Zeitungen, bis er sich an seinen ersten Krimi wagte: Mit Crucifix, gefolgt von Mefisto, den ersten Bänden um das Ermittlerteam Byrne und Balzano aus Philadelphia, gelang ihm auch in Deutschland der Durchbruch als Bestsellerautor. Seine Romane erscheinen heute in mehr als zwanzig Ländern.

1 Kommentar:

  1. Hey du hast echt einen tollen Blog :)
    Liebe Grüße
    http://sabriminisbuch.blogspot.de/

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