Leseempfehlungen

Freitag, 15. April 2011

{SuB-Zuwachs} Spannender Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

... und wieder freut sich mein SuB, gab es doch gestern wieder Zuwachs. Da ich ja vor einiger Zeit ein Online-Auktionshaus wieder für mich entdeckt habe und natürlich (was auch sonst, ist aber auch schrecklich ... da gibt es einfach soooooo viele tolle Bücher) fündig geworden bin, gibt es jetzt demnächst einiges an Bücherzuwachs.

Ehm, ja und hier sind schon einmal die ersten beiden, die ich aus der Packstation "befreit" habe:

Eine grausige Mordserie schockiert Rom. Die Opfer: junge Männer, mit deren Leichen der Kreuzweg Christi nachgestellt wird. Eine Station an jedem neuen Tag.

Commissario Daniele Varotto wird vom Justizministerium ein wahrer Experte für religiös inspirierte Logen und Bruderschaften zur Seite gestellt: Der Deutsche, der sich Matthias nennt und in einem sizilianischen Kloster lebt, hat wenige Jahre zuvor die katholische Kirche vor dem sicheren Untergang bewahrt.
Gemeinsam mit der Journalistin Alicia stoßen die beiden auf eine Reihe ungeklärter Kindesentführungen, die über 20 Jahre zurückliegen. Und nicht nur das: Alle getöteten Männer scheinen am selben Tag geboren zu sein. An einem Tag, an dem dieselbe Sternenkonjunktion am Himmel stand, wie sie vermutlich während Jesu Geburt zu sehen war ...




Ein Mord in Kommissar Kluftingers beschaulichem Allgäuer Heimatort Altusried – jäh verdirbt diese Nachricht sein gemütliches Kässpatzen-Essen. Ein Lebensmittel-Chemiker des örtlichen Milchwerks ist stranguliert worden. Mit eigenwilligen Ermittlungsmethoden riskiert der liebenswert-kantige Kommissar einen Blick hinter die Fassade der Allgäuer Postkartenidylle – und entdeckt einen scheinbar vergessenen Verrat, dunkle Machenschaften und einen handfesten Skandal. 




Liebe Grüße
Isabel

Donnerstag, 14. April 2011

{SuB-Zuwachs} Spannender Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

letzte Woche erhielt ich vom Droemer Knaur Verlag die Anfrage, ob ich Interesse an zwei Taschenbüchern zum Rezensieren hätte. Nach kurzen Lesen der Inhaltsangaben habe ich freudig zugesagt ... und nun bereichern die beiden Schätzchen mein Bücherregal.

Und das sind sie:


Die afrikanische Königin
von
Roch Domerego,  Christian Blanchard

Taschenbuchausgabe: 304 Seiten
Genre: Thriller
ISBN: 3-426-50729-3
Erscheinungstermin: 07.03.2011
Preis: 8,99 €

Inhaltsangabe:
Profilerin Lara Varani hat es mit einem ungewöhnlichen Fall zu tun: Zwei Mitarbeiter eines Pharmakonzerns kommen durch die giftigen Stiche tausender hoch aggressiver Bienen ums Leben. Afrikanische Killerbienen – eine Art, die in Europa nicht vorkommt. Ist ein Serienkiller vorstellbar, der mit Hilfe eines ganzen Bienenschwarms mordet?!

Mit dem Thriller habe ich auch schon angefangen, liest sich bisher richtig spannend.


Und das zweite Taschenbuch ist:


Nephilim
von 
Asa Schwarz

Taschenbuchausgabe: 320 Seiten
ISBN:  3-426-50766-8
Erscheinungsdatum: 07.02.2011
Genre: Thriller
Preis: 8,99 €

Kurzbeschreibung:
Ein grausamer Ritualmörder hält Stockholm in Atem. Einflussreiche Konzernchefs werden verstümmelt und in ihren Wohnungen obszön arrangiert. An den Wänden prangen mit Blut geschriebene Bibelzitate. Schnell scheint der mutmaßliche Täter für die Polizei festzustehen: die junge, radikale Umweltaktivistin Nova Barakel.

Doch Nova hat ganz andere Sorgen. Der mysteriöse Selbstmord ihrer Mutter scheint nur der Anfang von unglaublichen Geschehnissen zu sein. Wer ist in ihr Haus eingebrochen? Wieso erhält Nova ein Millionenerbe? Und wie gefährlich ist der Mann, der ihr weismachen will, dass ihre Mutter lebt und den Kampf der gefallenen Engel anführt, die sich Nephilim nennen …

{Autoren} Autorenlesung der besonderen Art

Tatort Bundesgartenschau 2011: Erleben Sie mit Krimi-Autorin Gabriele Keiser Lesungen der besonderen Art

Die Bundesgartenschau, die vom 15. April bis zum 16. Oktober 2011 in Koblenz stattfindet, ist nicht nur für die Fans von Flora und Fauna einen Besuch wert: Es gibt auch die Möglichkeit die Bundesgartenschau von ihrer „kriminellen“ Seite zu erleben, denn der neue Kriminalroman „Engelskraut“ der Pfälzer Autorin Gabriele Keiser spielt genau dort. 

Kriminalroman
274 Seiten
12 x 20 cm
Erschienen: Februar 2011
Paperback
ISBN 978-3-8392-1117-5
9,90 €
Gmeiner Verlag 

Inhalt:
TöDLICHES PARADIES  Bundesgartenschau in Koblenz. Wie Leonardo da Vincis Vitruvmann liegt der Tote im Paradiesgarten – nackt, mit ausgestreckten Armen und Beinen, inmitten einer Kahlstelle, die von ätzenden Unkrautvernichtungsmitteln herrührt. Seine Identität steht schnell fest: Jürgen Klaussner ist Mitte vierzig, Inhaber einer Koblenzer Apotheke und junger Familienvater. Warum wurde er ausgerechnet auf dem BUGA-Gelände getötet? Oder war es am Ende ein inszenierter Selbstmord? Immer tiefer wird Kommissarin Franca Mazzari in einen Fall hineingezogen, der sie auch ganz persönlich betrifft …
Spannend und intelligent geschrieben. Mit detailgetreuen Ortsbeschreibungen und einfühlsam gezeichneten Figuren. Beste Krimiunterhaltung!

Passend dazu bietet die Autorin mehrere öffentliche Lesungen direkt am „Tatort“ an: zum Beispiel in Form einer „Giftlesung“ mit einem Apotheker oder mit Unterstützung der Koblenzer Kripo. Auf Anfrage besteht für Gruppen die Möglichkeit, die Autorin exklusiv am „Tatort“ zu treffen und mit ihr über ihren Roman zu plaudern.

An folgenden Veranstaltungstagen finden Lesungen mit der Autorin statt:

  • Premierenlesung am 16. April 2011, um11 Uhr, Kurfürstliches Schloss, Schlossbühne
  • Kurz-Lesungen am 18./21./27. und 29. April, jeweils um 13 Uhr und 14 Uhr, Paradiesgarten
  • Autorenbegegnung : 4. Mai, 3. Juni, 7. Juli, 1. August, 29. September, jeweils um 14 Uhr, Paradiesgarten
  • Giftlesung mit einem Apotheker: 24. Juni, 15. August, jeweils um14 Uhr, Paradiesgarten
  • Tatort-Lesung mit der Kripo-Koblenz: 18. Mai, 21. Juli, 1. September, jeweils um 14 Uhr, Paradiesgarten

Der Eintritt für alle Lesungen ist frei. Es muss lediglich ein BUGA-Ticket gekauft werden. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.buga2011.de  

Na, das hört sich doch für Krimi-Fans richtig klasse an. Da wir dieses Jahr sowieso auf die BUGA wollten, werde ich mal schauen, ob ich das mit einer Lesung der Autorin verbinden kann.

Wünsche Euch noch einen schönen Tag,
liebe Grüße
Isabel

Mittwoch, 13. April 2011

{Rezension} Die Giftmeisterin von Eric Walz

Verlag: Blanvalet Verlag 
Taschenbuchausgabe: 416 Seiten
Genre: Historischer Roman/Krimi 
ISBN: 978-3-442-37318-5 
Erscheinungsdatum: 08. März 2010
Preis: € 12,00


Mein zweites Ich

Man schreibt das Jahr 799 nach Christus. Aachen ist noch ein Hüttendorf und die Pfalz von König Karl befindet sich mitten im Aufbau. Kurz vor Weihnachten entdeckt die Pfalzgräfin Ermengard bei einem abendlichen Spaziergang eine Leiche. Ihr Mann, der Pfalzgraf Arnulf, wird von Karl, der sich zurzeit ebenfalls in Aachen aufhält, mit den Ermittlungen betraut. Für Arnulf steht der Mörder schnell fest, doch Ermengard mag an die einfache Lösung nicht glauben und fängt an, Fragen zu stellen. Hierbei entdeckt sie einige Ungereimtheiten und es soll auch nicht bei dem einen Mord bleiben.

Eric Walz lässt seine Protagonistin Ermengard selbst ihre Geschichte erzählen. So schreibt sie in einer Nacht die ganzen Geschehnisse der vergangenen 2 Wochen als eine Art Bericht auf, wobei sie hierbei aber auch nicht auf wörtliche Rede verzichtet und die Geschichte dadurch sehr lebendig und authentisch wirkt. Und so erhält man auch einen hervorragenden Einblick in das damalige Leben, besonders was die Rechte, Pflichten und Aufgaben der adligen Frauen auf der Pfalz betreffen.  Und da dies ein sehr eintöniges Leben war, kann man auch gut  verstehen, dass für Ermengard die Nachforschungen für sie eine willkommene Abwechslung ist.

Immer wieder schiebt Ermengard auch Rückblenden mit ein, so bekommt man einen guten Einblick über das beschwerliche Leben an der Seite König Karls während der immer wiederkehrenden Kriege gegen die Sachsen kennen, erfährt etwas über die Hintergründe des Blutgerichts  und lernt auch einige Erlebnisse aus ihrer Ehe und ihre grenzenlose Liebe zu ihrem Mann Arnulf kennen.  Und diese Einschübe helfen auch, ihr Handeln im Lauf der Geschichte zu verstehen.

Die Handlung nimmt im Lauf von Ermengards Erzählungen immer wieder überraschende Wendungen  an und ist sehr komplex angelegt. Eric Walz‘ Sprache ist sehr bildhaft, er lässt praktisch vor dem inneren Auge das Mittelalter aus Sicht einer Adligen entstehen. Die Stimmung des Buches ist eher etwas gedrückt, düster und nachdenklich angelegt, allerdings ist dies einmal der Jahreszeit wie auch den Hintergründen der Geschichte geschuldet, da Ermengard alle Mordopfer persönlich kannte und auch selbst bald um ihre eigene Sicherheit fürchten muss.  Hinzu kommt, dass sie bei ihren Nachforschungen einige Entdeckungen macht, die sie im Nachhinein lieber nicht hätte wissen wollen. Und somit gibt das Buch die Stimmung von Ermengard wieder und ist dadurch absolut passend, überzeugend und atmosphärisch dicht umgesetzt.

Ihre Nachforschungen führen Ermengard irgendwann auch in die Hütte von Fionee. Diese seltsame Frau hat fast übersinnliche Kräfte, scheint immer die Gedanken von Ermengard lesen zu können und mit der Zeit vertraut ihr Ermengard blind. Fionee bezeichnet sich selbst als Engelmacherin, Giftmischerin und Heilerin, wirkt überaus rätselhaft und sagt generell immer die Wahrheit. Ermengard dagegen fühlt sich in ihrer Aufgabe als Pfalzgräfin nicht ausgelastet, die Beziehung von Arnulf zu seiner Konkubine Emma belastet sie stark, auch wenn sie es nach außen kaum zeigt.  Sie leidet unter ihrer Kinderlosigkeit und schenkt ihre ganze Liebe ihrer Nichte Gerlindis. Sie analysiert sehr kritisch das Königspaar, vor allem das Verhalten Karls gegenüber seinen Töchtern, wie auch ihren Mitbewohnern auf der Pfalz. Nur sich selbst belügt sie wohlwissend immer wieder bei ihren Gefühlen, bis ihr Fionee den Spiegel vorhält. So ausgereift die Figuren Fionee und Ermengard gezeichnet sind, so ausgeprägt sind auch alle anderen Charaktere beschrieben und überzeugen alle durchweg.


Fazit: Ein hervorragender historischer Krimi, der sehr realistisch ein Bild des Mittelalters zeichnet und mit einer komplexen und fesselnden Geschichte aufwarten kann.

{Gewinnspiel} Buchgewinn "Bluttrinker"

Hallo Ihr Lieben,

so kurz vor Ostern dachte ich, es wäre mal wieder Zeit, ein Buch zu verschenken.

Dieses Mal handelt es sich um


Bluttrinker
von
Stephan R. Bellem

Inhalt:

Kann man die alten Götter schwächen, indem man die Menschen dazu bringt, nicht mehr an sie zu glauben?

Gottgleich zu werden und sich über die anderen zu erheben - im Kampf um die Vorherrschaft auf Kanduras werden vier verschiedene Charaktere alles versuchen, um an ihr Ziel zu gelangen. Vier Schicksale - vier Einblicke in menschliche Abgründe. In Zeiten, in denen die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen, kämpfen sie um ihren Platz in der Welt, die im Dunkel der Nacht zu versinken droht.

Voll überraschender Wendungen - Stephen R. Bellem schreibt fesselnde High Fantasy.

Das broschierte Buch ist 435 Seiten dick und absolut neu, ein Lesezeichen gibt es auch dazu.

Alles was Ihr dafür tun müsst, ist hier einen Kommentar zu hinterlassen und mir gleichzeitig eine Mail ( bellexrleseinsel@web.de ) mit Eurer Adresse zu schicken, damit ich dem Gewinner dann gleich das Buch schicken kann.

Mitmachen kann jeder und wer das Gewinnspiel auf seinem Blog postet und mir den entsprechenden Link sendet, erhält ein Zusatzlos ... also doppelte Gewinnchance!

Das Gewinnspiel läuft bis 20. April 2011 um 17:00 Uhr. Der Gewinner/-in wird dann noch am gleichen Abend ausgelost und bekommt das Buch zugeschickt.

Ich wünsche Euch viel Glück,
liebe Grüße
Isabel

{Rezension} Süßer Tod von Sandra Brown

Verlag: Blanvalet Verlag 
Übersetzer: Christoph Göhler
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Genre: Amerikanischer Thriller 
ISBN: 978-3-7645-0366-6 
Preis: € 19,99
Erscheinungsdatum: 10. Januar 2011


Verbündete wider Willen

Morgens wacht die Journalistin Britt Shelley mit einem fürchterlichen Kater auf. Neben ihr im Bett liegt der Polizist Jay Burgess. Sie weiß zwar noch, dass sie mit Jay nach Hause gegangen ist, an alles weitere kann sich Britt jedoch nicht erinnern. Und das schlimmste an der Sache stellt sie erst nach einigen Minuten fest: Jay ist tot. Die Polizei von Charleston beginnt sofort mit den Ermittlungen, glaubt Britt nicht, das sie sich an nichts erinnern kann und vor allem nicht ihrer Version, dass sie K.O.-Tropfen verabreicht bekommen haben muss.

Kurze Zeit später entführt der Ex-Feuerwehrmann Raley Gannon die junge Journalistin. Er gibt Britt die Schuld daran, dass sein Leben aus dem Ruder gelaufen ist. Denn vor 5 Jahren brannte die Polizeistation ab, Jay und drei andere Polizisten wurden damals als Helden gefeiert. Raley war mit den Brandermittlungen beauftragt und stieß dabei auf Unregelmäßigkeiten. Durch eine Unachtsamkeit geriet er damals unter Mordverdacht. Britt witterte dahinter eine Story und schlachtete diese sehr einseitig aus, wodurch Raley seinen Job, seinen guten Ruf und seine Verlobte verlor. Somit ist er nicht gerade gut auf sie zu sprechen. Doch schon bald müssen die Beiden sich verbünden, denn ganz offensichtlich haben sie mächtige Feinde, die nur eines wollen: ihren Tod.

Schon nach wenigen Seiten steckt man mitten in der Story, die von Anfang an ein rasantes Tempo an den Tag legt und dieses durch den ganzen Thriller hinweg hält. Der Plot entwickelt sich recht komplex, immer wieder erhält man neue Informationen und lernt so nach und nach die Hintergründe kennen, warum Raley heute so abgeschottet von der Öffentlichkeit lebt. Zwar stellen Britt und Raley recht schnell Parallelen ihrer momentanen Lebenssituationen fest, doch wer nun ihre wirklichen Verfolger sind und vor allem, was genau diese um jeden Preis versuchen zu vertuschen, bleibt eine gute Zeitlang im Dunkeln. Dann sind jedoch auch schnell einige Verdächtige ausgemacht, doch inwieweit sie in die Vertuschung involviert sind und was sie genau zu verbergen haben, erfährt man auch erst ziemlich spät.

So gestaltet sich die Story sehr abwechslungsreich und wie schon gesagt, durchweg extrem temporeich. Der Fokus liegt klar auf den Nachforschungen von Britt und Raley, jedoch nimmt sich Sandra Brown auch wieder genug Zeit, dass sich eine Liebesbeziehung zwischen den beiden Protagonisten entwickeln kann und einige erotische Szenen dürfen hier natürlich auch nicht fehlen.

Besonders gut hat mir die Entwicklung zwischen Britt und Raley gefallen. Die anfangs deutlich zu spürende Abneigung der Beiden wendet sich fast unmerklich in Zuneigung. Wobei diese beiden starken, selbstbewussten und zielorientierten Charaktere auch wirklich keine Gelegenheit auslassen, sich richtig schön zu streiten. Da ist zum einen die erfolgsverwöhnte Single-Frau Britt, die es gekonnt versteht, Menschen auszufragen und ihr unabhängiges Leben genießt. Zum anderen der zutiefst enttäuschte, selbstlose und mit seinem Leben unzufriedene Ex-Feuerwehrmann Raley, dem sein Beruf über alles ging, der nur schwer sein bisheriges Leben akzeptieren kann und auch nach 5 Jahren immer noch auf Rache sinnt. Jedoch ist er hieran nicht verbittert.

Und auch die anderen Charaktere sind gewohnt facettenreich, stellenweise ein wenig klischeehaft, dann aber auch so undurchsichtig beschrieben, dass man bei dem einen oder anderen ziemlich erstaunt ist als man feststellt, dass man diese Person total falsch eingeschätzt hat. Aber so geht es nicht nur dem Leser, auch Britt und Raley müssen des Öfteren ihre Meinung über gewisse Personen revidieren. Hierdurch ist natürlich die Verunsicherung groß und man weiß eigentlich nie, wem man denn nun eigentlich Glauben schenken kann.


Alles in allem ein atmosphärisch dicht umgesetzter und extrem spannender Thriller, mit einer nicht vorhersehbaren Story und zwei äußerst sympathisch beschriebenen Protagonisten.

Dienstag, 12. April 2011

{SuB-Zuwachs} Spannender Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

heute war für mich büchertechnisch gesehen wieder einmal ein richtig toller Tag. Denn es kamen heute gleich drei Rezi-Vorbestellungen vom Piper-Verlag.

Und das sind die neuen Schätzchen in meinem Bücherregal: 

Ein Münsterland-Krimi
Kartoniert, 320 Seiten
ISBN: 9783492259545
Erscheinungsdatum: Mai 2011
Preis: 9,95 €


Spannend bis in die Gummistiefelspitze.
Große Aufregung in Münster: Im Vorfeld des beliebten Bullenballs, einer riesigen Landjugendparty, stirbt ein Sicherheitsmann, der sich nachts heimlich Zutritt zum Veranstaltungsort verschaffen wollte. Doch was hatte er dort vor? Und wie kam es zu seinem Tod? Hauptkommissar Hambrock stochert bei seinen Ermittlungen im Nebel. Bald darauf wird im Internet ein Amoklauf an einem Gymnasium in Nottuln angekündigt. Im Münsteraner Polizeipräsidium läuft die Arbeit auf Hochtouren. Als der Amoklauf ausbleibt, beschleicht Hambrock ein schlimmer Verdacht …

Das 2. Taschenbuch im Bunde ist:


Ein Sylt-Krimi
Kartoniert, 400 Seiten
Erscheinungsdatum: Mai 2011
ISBN: 9783492264501
Preis: 9,95 €

Auftritt Mamma Carlotta!
Mamma Carlotta ermittelt: charmant, spannend, augenzwinkernd.
Eigentlich wollte sich Mamma Carlottas Enkelin Carolin als Komparsin für eine Telenovela bewerben, doch engagiert wird nicht sie, sondern die Oma. Schwiegersohn Erik Wolf hat derweil andere Sorgen: Die Leiche eines Klatschreporters wird aus dem Lister Hafen gefischt, und schon bald steht ein beliebter Schauspieler unter Verdacht. Dann gibt ein weiterer Todesfall Rätsel auf – der Chef der Filmproduktionsfirma wird tot aufgefunden. Zum Entsetzen von Mamma Carlotta sind die Hauptverdächtigen ihre Kolleginnen am Set …


... und hier ist Nr. 3:


Frank Beauforts zweiter Fall
kartoniert, 352 Seiten
Erscheinungsdatum: Mai 2011
ISBN: 9783492257985
Preis: 9,95

Tag der Rache, Tag der Sünden.
Detektiv Frank Beaufort macht Jagd auf einen Serienmörder. Zusammen mit der Journalistin Anne Kamlin ermittelt er auf äußerst gefährlichem Terrain: dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Dort wo die Nazis riesige Prunkbauten errichteten, tötet ein Unbekannter Neonazis und stellt die Opfer grotesk zur Schau. Beauforts Nachforschungen zwischen Kolosseum und Zeppelintribüne, Messe und Frankenstadion bringen ihn in Lebensgefahr. Und schon bald wird deutlich: Die Vergangenheit ist noch lange nicht vorbei.



Mit "Bullenball" fange ich heute noch an, vorallem auch deswegen, da ich erst vor einigen Tagen den 1. Band der Krimi-Reihe gelesen habe und den 3. Band auch schon kenne. Allerdings werde ich meine Rezensionen erst Anfang Mai 2011 veröffentlichen ... also noch ein wenig Geduld.





Liebe Grüße
Isabel

Montag, 11. April 2011

{Rezension} Das Geheimnis von Vennhues von Stefan Holtkötter

Verlag: Piper Verlag
Taschenbuchausgabe: 272 Seiten
Genre: Deutscher Krimi
ISBN: 9783492247856
Erscheinungsdatum: Dezember 2006
Preis: 8,95 €


Im Zweifel für den Angeklagten

Nach rund 20 Jahren kehrt Peter Bodenstein das erste Mal zurück in sein Heimatdorf Vennhues aus dem er damals vertrieben wurde. Vertrieben deswegen, weil jeder Dorfbewohner von seiner Schuld an dem Mord eines Jugendlichen überzeugt war, allerdings konnte seine Schuld vor Gericht nicht bewiesen werden. Nun möchte Peter seinen Landurlaub auf dem Hof seines Vaters verbringen. Doch kaum ist er in Vennhues angekommen, beginnen die Alteingesessenen mit einer Hetzkampagne gegen ihn, einzig sein Vater und sein alter Schulfreund Manfred halten zu ihm. Dann wird die Leiche eines Jugendlichen im Moor gefunden, ermordet auf die gleiche Weise wie vor 20 Jahren. Kommissar Hambrock übernimmt die Ermittlungen, doch große Unterstützung erhält er von den Einwohnern nicht, obwohl auch er in Vennhues aufgewachsen ist und Peter von früher kennt. Alle Spuren weisen wieder auf Peter hin, für die Dorfbewohner ist er der Schuldige, doch Hambrock merkt, dass noch mehr hinter dem Mord stecken muss und immer wieder führen die Spuren ins Moor …

Michael Holtkötter lässt seinen Debütkrimi im Oktober/November spielen und fängt so wunderbar die neblige, düstere Atmosphäre von Vennhues ein, welches in unmittelbarer Nähe zum Moor liegt. Anfangs lässt der Autor sich Zeit, um einem die Dorfbewohner wie auch das ländliche Leben in dem kleinen Dorf Vennhues vorzustellen. Und so lernt man ein Dorf kennen, das zwar in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist, der alte Kern der Einwohner aber immer noch eng zusammenhält und die ihr Dorf gegenüber negativen Einflüssen von außen zu verteidigen wissen. Und so hat auch Hambrock, obwohl der Kommissar aus Vennhues kommt, einen schweren Stand bei seinen Ermittlungen. Immer wieder bekommt er nur eine Aussage, nämlich das Peter den aktuellen Mord begangen haben muss und wenn nicht er, dann ein Fremder, denn ein Vennhueser macht so etwas nicht.

So gestalten sich die Ermittlungen anfangs zögerlich, zumal wirklich alle Spuren auf Peter deuten, doch war er es wirklich? Eigentlich mag man es nicht glauben, da man den Schiffsingenieur im Lauf des Krimis recht gut kennen lernt, allerdings scheint er auch ein Geheimnis zu haben. Also war er es vielleicht doch, zumal eigentlich niemand anderes in Frage käme. Jedoch gibt es schon einige Merkwürdigkeiten im Dorf, die dazu führen könnten, dass der eine oder andere Einwohner vielleicht doch einen Grund für den Mord hätte. Durch diese Fragen, welche man sich ständig stellt, entwickelt der Krimi anfangs erst eine gewisse Grundspannung und Neugier beim Lesen, um dann mit der Zeit richtig anzuziehen. Und die düstere, unheimliche Atmosphäre, welche durch häufigen Erwähnungen des Moors ausgelöst wird, ist eigentlich noch so das I-Tüpfelchen beim dem Krimi.

Seinen Protagonisten Bernhard Hambrock zeichnet der Autor sehr authentisch. Hambrock ist ein Mann um die Vierzig, um die Hüften schon etwas rund, verheiratet, sympathisch, etwas eigensinnig und stellenweise recht unkonventionell in seiner Arbeit. Überzeugend gelungen finde ich zum einen die Darstellung der Dorfbewohner, auch wenn hier vielleicht das eine oder andere Klischee herangezogen wird. Zum anderen ist der Charakter von Peter Bodenstein komplex dargestellt. Er wird einem fast augenblicklich sympathisch, man verfolgt seine Gedanken, seine zwiespältigen Gefühle und doch kann man sich bis zum Schluss nie so ganz sicher sein, ob er nicht vielleicht doch für die zwei Morde verantwortlich ist.

Fazit: Ein gelungenes Krimi-Debüt mit einer komplexen, spannenden und atmosphärisch dicht umgesetzten Story und einem sehr menschlich agierenden Kommissar.

Sonntag, 10. April 2011

{Sammeln} #1 - Rebecca Gablé

Hallo Ihr Lieben,

kennt Ihr das eigentlich auch: Ihr leiht Euch ein Buch aus und seid total gefesselt davon und denkt, wow: auch haben wollen ... unbedingt!!!

So geht es mir jedenfalls bei manchen Büchern und dafür habe ich mir eine Liste angelegt. Tja, und da ich ja durch mein neues Bücherregal noch viele leere Regalreihen habe, dachte ich mir, her mit der Liste und mal schauen. Was soll ich sagen, beim Schauen ist es natürlich nicht geblieben und ich habe mich gleich mal bei einem bekannten Online-Auktionshaus und auf einer Seite für gebrauchte Bücher umgesehen und bin fündig geworden.

Und das sind die Schätzchen, die jetzt mein Regal befüllen:


Spiel der Könige von Rebecca Gablé 

Klappentext:
England 1455: Der Bruderkrieg zwischen Lancaster und York um den englischen Thron macht den achtzehnjährigen Julian unverhofft zum Earl of Waringham. Als mit Edward IV. der erste König des Hauses York die Krone erringt, brechen für Julian schwere Zeiten an. Obwohl er ahnt, dass Edward seinem Land ein guter König sein könnte, schließt er sich dem lancastrianischen Widerstand unter der entthronten Königin Marguerite an, denn sie hat ihre ganz eigenen Methoden, sich seiner Vasallentreue zu versichern. Und die Tatsache, dass seine Zwillingsschwester eine gesuchte Verbrecherin ist, macht Julian verwundbar ...

Hierbei handelt es sich um den 3. Band der Warringham-Saga und da ich auf ihrer FB-Seite gelesen habe, dass der 4. Band "Der dunkle Thron" im September 2011 veröffentlicht werden soll, musste ich mir natürlich noch den fehlenden 3. Band zulegen.

Dann geht es weiter mit Rebecca Gablé, und zwar mit:


Das zweite Königreich

Inhaltsangabe:
England 1064: Ein Piratenüberfall setzt der unbeschwerten Kindheit des jungen Cædmon of Helmsby ein jähes Ende - ein Pfeil verletzt ihn so schwer, dass er zum Krüppel wird. Sein Vater schiebt ihn ab und schickt ihn in die normannische Heimat seiner Mutter. Zwei Jahre später kehrt Cædmon mit Herzog William und dessen Eroberungsheer zurück. Nach der Schlacht von Hastings und Williams Krönung gerät Cædmon in eine Schlüsselposition, die er niemals wollte: Er wird zum Mittler zwischen Eroberern und Besiegten. In dieser Rolle schafft er sich erbitterte Feinde, doch er hat das Ohr des despotischen, oft grausamen Königs. Bis zu dem Tag, an dem William erfährt, wer die normannische Dame ist, die Cædmon liebt ...

... und damit ich auch den letzten fehlenden historischen Roman von ihr habe, ist jetzt auch


Der König der purpurnen Stadt 

in mein Regal gewandert.

Kurzbeschreibung:
London im Jahr 1330: Der achtzehnjährige Jonah hat kein leichtes Leben als Lehrjunge im Haushalt seines Cousins. Einzig seine Großmutter schenkt ihrem verwaisten Enkel ein wenig Zuneigung. Doch eine Begegnung mit König Edward und Königin Philippa lenkt Jonahs Schicksal in neue Bahnen. Er findet Aufnahme in der elitären Londoner Tuchhändlergilde, und gemeinsam mit Königin Philippa revolutioniert er die englische Tuchproduktion. Aber je größer sein Erfolg, desto heimtückischer werden die Intrigen seiner Neider ?


So, und jetzt geht es mit Buch ab auf die Terrasse in die Sonne.
Ich wünsche Euch noch einen traumhaft, sonnigen Sonntag,
liebe Grüße
Isabel

Samstag, 9. April 2011

{Leseeindruck} Wer Wind sät von Nele Neuhaus


Verlag: Ullstein Verlag
Taschenbuchausgabe: 480 Seiten

Genre: Deutsche Krimis
ISBN: 9783548283517

Erscheinungsdatum: 13. Mai 2011
Preis: 14,99 €



Trügt der Schein?

Schon allein der Prolog hat es in sich und ist extrem spannend geschildert. So verfolgt man die vergebliche Flucht einer jungen Frau vor mehreren Männern, die in einem stinkenden Hinterhof endet. Allerdings war dies nicht real, die junge Frau hatte geträumt. Doch dieser Alptraum verfolgt sie schon lange Zeit und sie weiß, dass diese fürchterliche Angst, die sie immer während dieses Alptraums befällt, sie nie mehr loslassen wird. Somit ist der Autorin schon einmal das Wichtigste bei einem Krimi gelungen. Sie hat wirklich die volle Aufmerksamkeit ihrer Leser und deren Neugier ist geweckt.

Anschließend lässt Nele Neuhaus erst einmal eine kurze Passage einfließen, die so ganz offensichtlich nichts mit dem Prolog zu tun hat und deren Zusammenhang man erst im Lauf des Krimis verstehen wird. So wird die Spannung etwas herausgenommen und man lernt Ludwig Hirtreiter und seinen Hund Tell kennen. In einem Waldgebiet sollen Bäume aufgrund eines Bauprojekts gefällt werden, doch die beauftragten Waldarbeiter sind vor dem vereinbarten Termin bereits bei der Arbeit. Dies lässt sich Ludwig Hirtreiter nicht gefallen und greift zu ziemlich unkonventionellen Maßnahmen.

Ja und danach geht die Geschichte endlich mit Pia Kirchhoff weiter. Man hat gleich das Gefühl, eine „alte“, lieb gewonnene Bekannte wiederzutreffen. Zusammen mit ihrem Lebensgefährten Christof kehrt sie von einem dreiwöchigen Urlaub aus Shanghai zurück. Doch mit einem entspannten Ausklingen des Urlaubs ist nichts, denn noch bei der Zollabfertigung bittet ihr Kollege Oliver von Bodenstein Pia um die Übernahme eines Mordfalls. Er kann diesen nicht übernehmen, da er es sich sonst ziemlich mit seiner Familie verscherzen würde, denn heute ist der standesamtliche Termin seines Sohnes. So ist man schon nach wenigen Seiten wieder mitten im Geschehen und die Figuren sind einem sofort wieder vertraut.

Und auch der Rest der Leseprobe verspricht einen komplex angelegten Krimi, bei dem immer wieder die Erzählstränge wechseln, sodass bereits von Anfang an eine gewisse Spannung vorhanden ist und die Neugier geweckt bleibt. Gleichzeitig ist die Story wieder gespickt mit reichlich Lokalkolorit und überzeugt durch den flüssigen, absolut fesselnden Schreibstil der Autorin.

Freitag, 8. April 2011

{Rezension} Cagot von Tom Knox

Verlag: Hoffmann & Campe Verlag
Übersetzer: Sepp Leeb
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Genre: Mystery Thriller
ISBN: 978-3-455-40317-6
Erscheinungsdatum: 28. März 2011
Preis: 19,99 €



Das Rätsel seiner Herkunft

David Martinez erhält von seinem sterbenden Großvater eine merkwürdige Landkarte. Sein letzter Wunsch ist es, das David dieser Landkarte folgt. So begibt sich dieser auf den Weg ins Baskenland und sieht sich hier schon bald der Willkür eines hohen ETA-Aktivisten ausgesetzt und auch seine Nachforschungen gestalten sich äußerst schwierig und lebensgefährlich. Zur selben Zeit ist der Journalist Simon Quinn einer rätselhaften Mordserie auf der Spur. In England werden mehrere alte Menschen auf äußerst brutale Weise ermordet. Alle Mordopfer haben etwas gemeinsam: Sie weisen seltsame Missbildungen an Händen oder Füßen auf und alle sind vor langer Zeit vom Baskenland nach England ausgewandert. Bei seinen Recherchen wird Simon auf einen alten Volksstamm aufmerksam: Den Cagots. Und offensichtlich setzt jemand alles daran, diesen alten Volksstamm aussterben zu lassen. Verschiedene Hinweise deuten auf die Pius-Bruderschaft hin, doch auch ein ETA-Anhänger scheint ein großes Interesse daran zu haben, dass bald auch der letzte Cagot gestorben ist.

Bei den Cagots handelt es sich um eine Personengruppe, die zwischen dem 13. bis zum 19. Jahrhundert ausschließlich in Spanien und Frankreich lebten, in dieser Zeit massiven Diskriminierungen ausgesetzt waren und denen ein sehr negativer Ruf anhaftete. Die Cagots waren vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen, mussten Kirchen durch extra eingesetzte Türen betreten und durften auch nicht auf gemeindeeigenen Friedhöfen bestattet werden. Ihr negativer Ruf begründete sich durch teilweise Deformierungen, ihnen wurde Kannibalismus nachgesagt und ihr Geisteszustand wurde in Frage gestellt. Zwar wurden ihnen durch die Französische Revolution sämtliche Bürgerrechte wieder zugesprochen, doch trotzdem wanderten viele Cagots aus dem Baskenland und der Bretagne aus. Ihre Herkunft ist ungeklärt. Manche gehen davon aus, dass sie Nachfahren der Sarazenen sind, andere glauben, dass sie den arianischen Westgoten abstammen.

Tom Knox beginnt seinen Thriller äußerst rasant und hält dieses hohe Erzähltempo während der kompletten Story bei. So gestaltet sich diese von Anfang an äußerst spannend und die häufigen Wechsel zwischen den Erzählsträngen von David und Simon sorgen ebenfalls dafür, dass während des kompletten Buches absolut keine Langatmigkeit aufkommt. Diese beiden Erzählstränge sind anfangs völlig voneinander losgelöste Geschichten, die erst im Lauf des Thrillers zueinander finden. Denn jeder der Beiden verfolgt anfangs ein unterschiedliches Ziel, welches jedoch nach und nach nur auf ein Thema hinausläuft: Den Cagots. Diese Personengruppe ist der Dreh- und Angelpunkt der Story und somit entwickelt sich diese auch ziemlich komplex, da viele verschiedene Gruppierungen ein Interesse an den Cagots haben bzw. hatten und deren Vergangenheit in das aktuelle Geschehen mit eingreift. Teilweise fand ich es etwas überladen bzw. konstruiert, aber irgendwie gelingt es Tom Knox doch immer wieder, seine Geschichte relativ schlüssig und vor allem extrem fesselnd zu erzählen.

Was ich wirklich als gut gelungen fand, war die Vermischung von Fiktion und Wahrheit. So lässt Tom Knox viele reale Informationen mit einfließen und baut hierum eine gelungene fiktive Geschichte. Allerdings ist sein Sprachstil auch nichts für Zartbesaitete. Stellenweise beschreibt er recht brutal einige Szenen, die einem schon wirklich unter die Haut gehen. Ansonsten ist sein Schreibstil sehr flüssig und absolut fesselnd.

Seine Protagonisten David und Simon sind gut ausgearbeitet und in ihrem Verhalten zumeist nachvollziehbar. Vor allem die Zweifel, die David im Lauf des Thrillers kommen, sind verständlich dargestellt. Einzig die Figur des ETA-Aktivisten Miguel war in meinen Augen manchmal etwas übertrieben. So wirkt er unbezwingbar, extrem brutal, dabei äußerst intelligent und in seinem Verhalten oft unverständlich. Allerdings wird dieses Verhalten auch im Lauf des Thrillers erklärt und dadurch verständlicher.

Fazit: Ein extrem rasanter Thriller, der es in meinen Augen durchaus mit Dan Brown aufnehmen kann.