Leseempfehlungen

Dienstag, 16. August 2011

{Rezension} Ohrenzeugen von Wildis Streng

Verlag: Gmeiner Verlag
Taschenbuchausgabe: 366 Seiten
Genre: Deutscher Krimi
ISBN: 978-3-8392-1191-5
Erscheinungsdatum: 11. Juli 2011
Preis: 11,90 €



Langohrige Zeugen

Am Morgen findet die Bäuerin Weidner ihren Mann Rudolf mit einer Axt erschlagen im Hasenstall. Die schnell herbei geholte Kripo in Person von Lisa Luft und Heiko Wüst finden in der Hand des Toten eine alte Taschenuhr mit einer Gravur. Doch trotz diesem markanten Beweisstücks ist der Mörder nicht auffindbar und so ermitteln Lisa und Heiko intensiv im Kreis der Hohenloher Kleintierzüchter.  Zwar hatte Bauer Weidner nicht nur Freunde, doch ein rechtes Motiv lässt sich einfach nicht finden. Merkwürdig ist auch, dass weder seine Frau noch seine Kinder sehr um Rudolf Weidner zu trauern scheinen.

Wildis Streng beginnt ihr Krimidebüt mit dem Mord an dem Züchter. Danach lernt man erst einmal die beiden Kommissare wie auch so nach und nach einige Einwohner des Dorfes kennen. Dies ist mit sehr viel Lokalkolorit gespickt, hinzu kommt, dass die Autorin die Dorfbewohner wie auch Kommissar Heiko Wüst oft im Hohenloherer Dialekt sprechen lässt. Stellenweise hatte ich etwas Probleme, wie auch die aus NRW stammende Kommissarin Luft, den Dialogen zu folgen. Doch mit der Zeit geht es ziemlich gut und selbst wenn man einiges nicht versteht, ist doch der Zusammenhang leicht erkennbar. Hierdurch kann man sich aber auch sehr gut in Lisa hineinversetzen,  die genau dieselben Probleme hat und sich dann mit vielen Fragezeichen in den Augen an ihren sympathischen Kollegen wendet, der jedes Mal bereitwillig übersetzt.

Dadurch, dass die Autorin sehr auf ihre verschiedenen Mitwirkenden eingeht, erhält man bald eine genaue Vorstellung von ihnen, allerdings weiß man gleichzeitig aber auch, dass irgendeiner von diesen etwas zu verbergen haben muss. Denn die erwähnten Personen sind überschaubar und einer davon muss demnach ganz offensichtlicher der Mörder gewesen sein. Allerdings tappt man genauso wie die Kommissare lange Zeit im Dunkeln und die Auflösung ist stellenweise wirklich überraschend und war so nicht vorhersehbar.

Sehr spannungsgeladen ist der Krimi jetzt nicht unbedingt zu bezeichnen, jedoch wunderbar unterhaltsam. Wildis Streng gelingt es problemlos, eine atmosphärische Dichte aufzubauen, ihre Charaktere liebevoll zu beschreiben und die Story interessant, amüsant und abwechslungsreich zu erzählen. Sie legt gleich viel Wert auf die Ermittlungsarbeit wie auch auf das Privatleben ihrer Kommissare. Allerdings treffen sich Lisa und Heiko auch privat gelegentlich und dadurch verbinden sie auch oft Privates mit Dienstlichen.

Fazit: Ein wirklich gelungenes Debüt. Wildis Streng ist ein ungemein unterhaltsamer Krimi gelungen, der mit viel Lokalkolorit versehen ist und wunderbar gezeichnete Charaktere vorweisen kann.



Montag, 15. August 2011

{Leseeindruck} Der letzte Schattenschnitzer von Christian von Aster

Verlag: Klett-Cotta Verlag
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten

Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-608-93917-0

Erscheinungsdatum: 23. September 2011
Preis: 19,95 €


Ehrt Eure Magier

Jemand, der zwar kein Magier ist, dennoch deren Leben sehr gut kennt und vieles gesehen hat, was andere niemals sehen werden, erzählt die Geschichte des Zauberers Jonas Mandelbrodt, seinem Mentor.

Nach dem Prolog, indem man den Schreiber dieser Geschichte zwar nicht unbedingt kennengelernt so aber doch ein wenig über ihn erfahren hat, beginnt das Buch mit den ersten Jahren im Leben von Jonas Mandelbrodt.

Man merkt in jeder Zeile, dass der Schreiber der Geschichte Jonas Mandelbrodt verehrt hat, so warmherzig und gefühlvoll ist diese geschrieben. Und  diese Gefühle dem Leser zu vermitteln, ist Christian von Aster  hervorragend gelungen. Sowieso ist sein Schreibstil sehr lebendig, fesselnd und lässt einen augenblicklich in diese fantastische Geschichte eintauchen.

Auf den rund 30 Seiten erfährt man etwas über Jonas, wie er heranwächst und das erste Mal die Stimme seines Schattens hört. Aber auch über das Dasein der Schatten selbst liest man auf diesen Seiten. Und über Edward Lysander Meredith, der im gesegneten Alter von 93 Jahren stirbt. Der alte Herr war ein Sammler gewesen, besonders alte Bücher hatten es ihm angetan.

Das alles ist stellenweise schon recht spannend, in jedem Fall sehr mysteriös und rätselhaft und durchweg unterhaltsam. Der Anfang der Geschichte macht einfach Lust auf mehr, die Neugier ist geweckt und der flüssige Schreibstil von Christian von Aster verspricht bereits jetzt eine fantastisch spannende Story.

Die Leseprobe könnt Ihr hier selbst lesen.


Mittwoch, 10. August 2011

{Rezension} Morrisons Versteck von Peter Henisch

Verlag: Haymon Verlag
Taschenbuchausgabe: 302 Seiten
Genre: Biografie
ISBN: 978-3852188843
Erscheinungsdatum: 09. Juni 2011
Preis: 9,95 €

Auf den Spuren Morrisons

Auf der Rückseite des Taschenbuches steht: „…  - ein Muss für alle Doors-Fans und jene, die es werden wollen.“ Bei dem zweiten Teil des Satzes habe ich mich angesprochen gefühlt. Zumal ich zwar selten aber doch ab und an gerne Biografien lese. Außerdem hat mich die Person Jim Morrison interessiert und besonders der Mythos, der um sein kurzes Leben entstanden ist. Was war so besonders an dem Lizard-King, der in kurzer Zeit mit seiner Rockband The Doors regelrecht zu einer Legende wurde und mit nur 27 Jahren in Paris starb? Und die Biografie mit einem Augenzwinkern zu erzählen und Morrison irgendwo in der Nähe eines abgelegenen Dorfes ein Eremitenleben führen zu lassen, fand ich eine gelungene Idee. Und so bin ich voller Vorfreude ans Lesen gegangen und wurde ziemlich enttäuscht.

Peter Henisch erzählt das Leben von Jim Morrison mithilfe der Fotografin Petra und dem Journalisten Paul. Dieser kennt die Fotografin schon viele Jahre und hat fast genauso lange nichts mehr von ihr gehört. Bis Petra ihm einen seltsamen Brief schreibt, indem sie ihm mitteilt, dass sie an einem Ort, den sie geheim halten möchte, Jim Morrison begegnet sei und dies rund 20 Jahre nach dessen Tod. Auf diesen einen folgen weitere Briefe, indem Petra dem Journalisten von Gesprächen mit M (so nennt Petra den Rocksänger) schildert. Ungefähr zur selben Zeit erhält Paul ein Angebot für eine Lesereise nach Amerika und dies verbindet er damit, den Spuren des Rockstars zu folgen. Diese schildert er gleichfalls einem Freund mithilfe von Briefen.

Dies alles hört sich jetzt erst einmal sehr originell an, doch es ist einfach nur verwirrend. Mir ist es unheimlich schwer gefallen, dem eigenwilligen Schreibstil von Peter Henisch zu folgen. Zu oft wechselt er die Perspektiven, sodass ich oft gar nicht wusste, ob jetzt gerade die Geschichte von Paul oder von Jim Morrison erzählt wird. Immer wieder wechselt er ins Englische, lässt Liedtexte einfließen, dann wieder verwendet er anscheinend Auszüge aus Dokumenten oder Interviews, mal in Deutsch mal in Englisch. Aber das Ganze wirkte auf mich stellenweise total zusammenhangslos und die Gedankengänge des Autors konnte ich oft nicht nachvollziehen. Hinzu kam, dass Peter Henisch seinen Schwerpunkt nicht auf Morrison legt, sondern ziemlich ausgewogen über Paul wie auch Morrison berichtet. Hier hätte ich mir etwas mehr Morrison und etwas weniger Paul gewünscht.

Wie gesagt steht auf der Rückseite des Buches: Für alle Doors-Fans oder jene, die es werden wollen. Meiner Meinung nach ist dies ein Buch ausschließlich nur für Doors-Fans.  Man merkt, dass Peter Henisch sich ausgiebig mit der Person Morrison und dessen Leben beschäftigt hat und so fehlte mir einfach viel zu viel Hintergrundwissen, um viele Passagen verstehen zu können. Ab der Mitte des Buches habe ich mir im Internet eine Kurzbiografie von Jim Morrison und The Doors durchgelesen und konnte dann wenigstens einigermaßen den Gedankengängen des Autors folgen.

Fazit: Für Jim Morrison Fans ist dieses Buch mit Sicherheit ein Muss und auch eine Bereicherung, für Leser, die den Rocksänger und sein Leben ein weniger kennenlernen möchten, kann ich das Buch jedoch nicht empfehlen.

{SuB-Zuwachs} Spannende Bücherpost

Hallo Ihr Lieben,

oahh ... heute "regnet" es ja wieder Bücher ... freu ... jubel!!! Bei vorablesen.de hatte ich vor Kurzem mal wieder Glück gehabt und bin für ein Leseexemplar ausgelost worden ... und eben habe ich es aus der Packstation geholt und natürlich sofort mit lesen angefangen.

CUT
Amanda Kyle Williams
Gebunde Ausgabe: 432 Seiten
ISBN: 978-3-8052-5006-1
Erscheinungsdatum: 16. September 2011
Preis: 19,95 €
Wunderlich Verlag

Inhalt:
«Mein Name ist Keye Street. Der Vorname stammt von meinem asiatischen Großvater, den Nachnamen haben mir meine Adoptiveltern verpasst. Von Beruf bin ich Detektivin, genauer gesagt Privatdetektivin. Ansonsten bin ich trockene Alkoholikerin und Fan von Cheeseburgern und Donuts. Früher wurde ich mit Special Agent Street angesprochen. Klingt nicht übel, oder?
Ich hatte einige praktische Erfahrung, bevor ich als Profilerin in das NCAVC, das Nationale Zentrum für die Analyse von Gewaltverbrechen in Quantico, versetzt wurde. Ein paar Jahre später nahm mir das FBI meinen Dienstausweis und meine Waffe ab und überreichte mir die Entlassungspapiere.‹Sie haben die Fähigkeiten und das Talent, Dr. Street. Es fehlt Ihnen lediglich an Konzentration.› Ich weiß noch, wie ich in dem Moment dachte, dass mir nur eines fehlte. Und zwar ein Drink, was natürlich Teil des Problems war.»
Inzwischen ist Keye Street trocken. Als ein Serientäter in Atlanta vollkommen wahllos Menschen umbringt, wird sie von ihrem alten Freund Lieutenant Rauser in die Ermittlungen hineingezogen. Bald steckt sie tief in einem der gruseligsten Fälle, die sie je erlebt hat. Denn die Leute öffnen immer die Tür, wenn der Mörder klingelt. Dann sticht er zu – immer und immer wieder .


Da das Buch erst am 16. September 2011 erscheint, kommt leider meine Rezi wegen der Sperrfrist auch erst im September.

LG Isabel

{SuB-Zuwachs} Historische Buchpost

Hallo Ihr Lieben,

momentan halte ich mich ja mit Buchkäufen zurück, einfach deswegen, um endlich mal meinen SuB etwas abzubauen. Allerdings stand jetzt wieder die Quartalsbestellung vom Club an und da MUSS ich ja leider ... grins ... bestellen. Natürlich ist es mal wieder nicht bei einem Buch geblieben, sondern es sind zwei geworden und das erste kam heute.

Vor kurzem habe ich ja mit Begeisterung den ersten Band der Hebammen-Reihe von Sabine Ebert gelesen, der zweite Band steht schon im Regal und da ja im Oktober der mittlerweile 5. Band herauskommt, habe ich mir jetzt schon mal den 3. Band bestellt, in der Hoffnung, vielleicht bis Oktober - November alle bisher erschienenen Bücher gelesen zu haben.

Sabine Ebert
Die Entscheidung der Hebamme
Taschenbuch: 672 Seiten
ISBN: 978-3-426-63835-4 
Erscheinungsdatum: 01. Oktober 2008
Preis: 9,99 €

Inhalt:
Die Geschichte von Marthe und Christian geht weiter Hoftag in Magdeburg 1179: Kaiser Friedrich Barbarossa ist entschlossen, Heinrich dem Löwen den Prozess zu machen. Das bedeutet Krieg. Christian und Marthe müssen damit rechnen, dass er auch ihr Dorf in der Mark Meißen erreicht. Bald darauf nimmt Markgraf Otto von Wettin Christian als einen seiner Heerführer mit in den Kampf. Währenddessen steht Marthe in Christiansdorf vor einer ganz anderen Herausforderung: Otto hat für die Zeit des Kriegszuges seinen machtbesessenen ältesten Sohn das Kommando über die Christiansdorfer Burg übertragen. Diesem sind Christian, Marthe und ihre Anhänger schon lange ein Dorn im Auge. Mit Mut und Schläue versuchen die Dorfbewohner, sich gegen den gnadenlosen Albrecht zu behaupten. Doch viel muss geschehen, bis Christians Traum wahr wird und aus dem Dorf eine Stadt: Freiberg.

Das zweite Buch meiner Bestellung erscheint erst Mitte August und sobald es da ist, stelle ich es Euch natürlich auch noch vor.

Liebe Grüße
Isabel

Montag, 8. August 2011

{Rezension} Die Nacht von Berlin von Herbert Beckmann

Verlag: Gmeiner Verlag
Taschenbuchausgabe: 326 Seiten
Genre: Historischer Krimi
ISBN: 978-3839212158
Erscheinungsdatum: 08. August 2011
Preis: 12,90 €



Ein Künstler im Fach Mord

Im September 1911 wird die Leiche einer jungen Frau angeschwemmt. Die Berliner Kommissare gehen von Selbstmord aus. Ein paar Tage später werden die bizarr zur Schau gestellten Leichen einer Familie gefunden, der vermeintliche Mörder ist schnell ermittelt. Nur der junge Kriminalanwärter Edmund Engel hat hier so seine Zweifel. Und als bereits ein paar Tage später wieder eine offensichtlich mit Absicht kostümierte Tote gefunden wird, geht Engel von einem Serientäter aus. Doch hiervon wollen weder die ermittelnden Kommissare noch der Polizeipräsident etwas wissen, diese ziehen eine einfache Lösung vor. Der Kriminalanwärter wird von oberster Stelle ruhig gestellt, doch Edmund erhält von unerwarteter Seite Unterstützung. Denn auch dem Nervenarzt Adolf Muesall fallen Zusammenhänge bei den Morden auf und er bietet Engel seine Hilfe an.

Anfang des 20. Jahrhunderts ist Berlin Weltstadt, seine Majestät lebt hier, die Stadt ist mondän, seine Einwohner vergnügungssüchtig und auf Skandale erpicht.  Somit ist natürlich das Interesse der Berliner an den Morden sehr groß, vor allem, da die Opfer alle mehr oder weniger im Umfeld des Metropol-Theaters zu  finden sind. Plötzlich sind die Vorstellungen ausverkauft und „Die Berliner Nacht“ in aller Munde. Selbst seine Majestät hat großes Interesse an der Aufklärung der Morde und so gehen die zuständigen Kommissare liebend gerne den einfachen Weg, folgen dem Offensichtlichen und hinterfragen nicht. Ungereimtheiten werden geflissentlich übersehen, vor allem, wenn schnell ein Tatverdächtiger zur Hand ist.

Herbert Beckmann gelingt es sehr gut, einem das mondäne Weltstadtleben Berlins näher zu bringen, einem die High Society wie auch die Bürger am Rande der Armut vorzustellen. Das Ganze gepaart mit den Erwähnungen vieler Berliner Sehenswürdigkeiten und Straßennamen wirkt der historische Krimi dadurch atmosphärisch dicht umgesetzt.  Und so dauert es auch nicht lange bis man das lebhafte Treiben Berlins mit seinen Droschken, Gaslampen, Automobilen und den Empfängen vor Augen hat.

Der Schreibstil des Autors ist eher ruhig angelegt, wobei er auch bei einzelnen Personen immer mal wieder in den Berliner Dialekt wechselt. Seine Charaktere sind bei weitem nicht durchweg sympathisch angelegt. So wirken gerade die ermittelnden Kommissare sehr arrogant, überheblich und blasiert. Ganz anders dagegen Edmund Engel. Der junge Kriminalanwärter ist eher schüchtern und zurückhaltend, aber dennoch überaus neugierig und in seinem Denken absolut modern und hat somit große Probleme, das antiquierte Denken seiner Vorgesetzten nachzuvollziehen, geschweige denn, ihnen seine Gedankengänge näher zu bringen.

Die Geschichte konzentriert sich fast ausschließlich auf die Ermittlungen der Morde und geht auf die private Seite der Mitwirkenden fast kaum ein. So ist es mir anfangs ein wenig schwer gefallen, einen Bezug zu den Charakteren zu bekommen, dies hat sich mit der Zeit jedoch gelegt. Spannung baut sich jetzt nicht unbedingt auf, auch wenn der Autor immer mal wieder dem Täter ein wenig Platz einräumt. Aber die Geschichte ist durchweg unterhaltsam und interessant beschrieben und fängt sehr gut die damalige Stimmung ein. Und auch wenn der Täter gelegentlich in Erscheinung tritt, bleibt dessen Motiv wie auch seine Identität bis zum Schluss  verborgen, löst sich aber auf den letzten Seiten dann schlüssig auf und hier wird die Geschichte dann auch richtig spannend.

Fazit: Nicht unbedingt ein spannender historischer Krimi, jedoch gelingt es dem Autor mühelos, einem das Berliner Flair Anfang des 20. Jahrhunderts näher zu bringen und dies alles verpackt in eine sehr unterhaltsame und interessante Story.


{Sonstiges} Bald hat das Warten ein Ende ...


... am 18. August erscheint  "Die Legenden der Albae. Vernichtender Hass" von Markus Heitz 

Klappenbroschur, 600 Seiten
ISBN: 978-3492701976
Preis: 15,99 €

Anfang September begibt sich der Autor, begleitet von der Band QNTAL, auf eine aufwändig inszenierte Lesetour, um seinen Fans die langersehnte Fortsetzung seines Bestsellers "Gerechter Zorn" vorzustellen.

Die Veranstaltungen:

03.09.2011 NCN Festival, Kulturpark Deutzen
04.09.2011 K17 Club, Berlin
05.09.2011 Forum Rheinhausen, Duisburg
06.09.2011 Audimax, Zweibrücken

Markus Heitz hat bei Piper vorab bereits 5 Fragen zum neuen Buch beantwortet, die ihr hier nachlesen könnt.

Genauere Infos zu den Veranstaltungen finden ihr auch unter dem Link: http://www.piper-fantasy.de/content/markus-heitz-die-tour

Freitag, 5. August 2011

{Rezension} Kölner Totenkarneval von Stefan Keller

Verlag: Gmeiner Verlag
Taschenbuchausgabe: 374 Seiten
Genre: Deutscher Krimi
ISBN: 978-3839211977
Erscheinungsdatum: 11. Juli 2011
Preis: 11,90 €



Terroranschlag zum Karnevalsauftakt?

Mitten im Karnevalsauftakt am 11.11. geht in einer Kölner Kneipe eine Bombe hoch. Sieben Menschen müssen sterben, darunter auch der vermeintliche Attentäter, den das BKA bereits kurze Zeit später präsentiert. Doch Ali Öczans Vater glaubt nicht, dass sein Sohn ein islamistischer Einzeltäter gewesen sein soll und beauftragt den Privatdetektiv Marius Sandmann mit dem Fall. Am 12.11. wird am Rheinufer eine Leiche angeschwemmt. Der junge Mann scheint einen Tag zuvor ermordet worden zu sein. Kommissarin Paula Wagner übernimmt die Ermittlungen, allerdings lässt sie auch den Fall des Bombenanschlags nicht aus den Augen, der ihr vom BKA entzogen wurde. Bald schon unterstützt sie Sandmann in seinen Nachforschungen.

Stefan Keller steigt sofort in seinen Krimi ein und beginnt mit dem Anschlag in der Kneipe. So dauert es auch nicht lange, bis man die resolute und überaus neugierige Kommissarin kennen lernt, die alles für die Lösung eines Falles unternimmt und hierfür auch gern einmal die Dienstvorschriften umgeht. Auf der anderen Seite steht der Privatermittler Marius Sandmann. Dieser ist Ende 20, ziemlich knapp bei Kasse, eher ruhig und besonnen, trägt Brille und hält sich durch tägliches Training fit. Da sich Paula und Marius bereits von früher kennen, verbinden sich im Lauf des Krimis auch öfter einmal die Handlungsstränge, deren Wechsel vom Autor sehr gut gewählt sind und somit durchweg die Spannung wie auch die Neugier konstant hoch gehalten werden.

So entwickeln sich die die beiden Kriminalfälle von Anfang an interessant und packend, zumal man gerade bei dem Bombenattentat das Gefühl nicht los wird, dass hier viel mehr dahinter steckt und das BKA entweder schlampig ermittelt und mit der Anwesenheit eines türkischstämmigen Mannes automatisch meint , auch den Täter zu haben oder aber, dass hier etwas anderes verheimlicht werden soll. Und auch bei dem Toten vom Rheinufer treten einige Ungereimtheiten auf, die darauf hindeuten, dass hier mehr dahinter steckt.

Die Geschichte baut sich logisch auf, je mehr die Ermittlungen voranschreiten umso mehr erhält man langsam eine Ahnung, wie die Motive der beiden Fälle aussehen könnten und wer hinter dem Anschlag und dem Mord steht. Allerdings war mir die Auflösung dann doch etwas zu ungewöhnlich. Bei einem Fall hätte ich eine solche unwahrscheinliche, aber dennoch durchaus mögliche Lösung akzeptiert, aber gleich bei beiden Fällen eine schlagzeilenträchtige Auflösung zu präsentieren, war mir dann doch ein wenig zu viel des Guten.

Fazit: Ein durchweg sehr spannend umgesetzter Krimi mit viel Lokalkolorit, sympathisch und authentisch beschriebenen Charakteren, der sich einem sehr brisanten und aktuellen Themas annimmt.  Jedoch war mir die Auflösung dann doch etwas zu spektakulär und dies dann auch noch gleich in doppelter Dosis.

{Rezension} Für immer tot von Bernhard Aichner

Verlag: Haymon Verlag
Taschenbuchausgabe: 240 Seiten
Genre: Krimi deutsche Nachbarländer / Österreich
ISBN: 978-3852188829
Erscheinungsdatum: 05. August 2011
Preis: 12,95 €


Jede Minute zählt

Eben noch war die Welt für Totengräber Max Broll in Ordnung, im nächsten Moment bricht sie zusammen. An einem lauen Sommerabend sitzt Max mit seinem Freund, dem Ex-Fußballprofi Baroni, gemütlich auf der Terrasse seines Totengräber-Häuschens und schaut sich der Kulisse entsprechend einen Zombiefilm an. Durch Zufall entdeckt Baroni ein Handy auf dem Nachttisch von Max, welches keiner der Beiden kennt. Neugierig klicken sie sich durch die einzelnen Nummern bis sie bei der letzten ankommen. Plötzlich ist seine Stiefmutter Tilda am Apparat. Sie erzählt Max, dass sie lebendig begraben in einer Kiste liegt, sie weiß nicht wo, aber sie weiß, wer ihr das angetan hat. Doch dies ist unmöglich, denn Leopold Wagner sitzt seit 18 Jahren im Gefängnis, dank Tilda, die ihn damals seiner Taten überführt hat. Tilda ist sich aber absolut sicher, hat sie ihn doch mit eigenen Augen gesehen, bevor sich der Deckel über ihr schloss.

Zwar hat Tilda zwei Flaschen Getränke und das Handy, welches ihre einzige Verbindung zur Außenwelt darstellt, aber es ist auch Jedem klar, dass Tilda schnellstens gefunden werden muss.  Zwar ist das Handy bald geortet, jedoch umfasst das betroffene Waldgebiet rund 8 Kilometer und es kann Tage dauern, bis die Hundertschaft der Polizei das unwegsame Gebiet durchforstet hat. So viel Zeit hat jedoch Tilda nicht mehr. Und deshalb beginnt Max zusammen mit Baroni auf eigene Faust zu ermitteln. Er glaubt Tilda, dass Wagner ihr Entführer ist, im Gegensatz zur Polizei und setzt alles daran, diesen zum Reden zu bringen. Doch Wagner schweigt beharrlich.

Anfangs war ich erstaunt über den etwas eigenwilligen Schreibstil von Bernhard Aichner, denn neben der Erzählform verwendet er logischerweise auch Dialoge, doch diese setzt er untereinander, nur mit Bindestrichen versehen. Doch hieran hatte ich mich recht schnell gewöhnt und sobald man die einzelnen Charaktere kennengelernt hat, weiß man eigentlich auch immer, wer nun gerade spricht.

Bernhard Aichner treibt einen regelrecht durch seinen Krimi. Von Anfang an legt er ein extrem hohes Tempo an und dieser temporeiche,  fesselnde, manchmal etwas schnodderige Schreibstil zieht sich durch die komplette Story. Hinzu kommt, dass die Geschichte sich überraschend entwickelt und man ständig  rätselt, ob denn nun der Kindermacher, wie der Arzt Leopold Wagner von der Presse tituliert wurde, wirklich diese grauenvolle Tat begangen hat und wenn ja, wie er dies bewerkstelligt  haben soll. Denn hierzu müsste er unbemerkt aus dem Gefängnis verschwinden und genauso ungesehen auch wieder in seine Zelle zurückkehren. Max ist hiervon felsenfest überzeugt und er setzt wirklich alles daran, um dies aus Wagner herauszubekommen und was noch wichtiger ist, ihn zum Reden zu bringen, damit er ihm sagt, wo er Tilda vergraben hat.

Max liebt seine Stiefmutter und so ist er völlig durcheinander, hat nur noch ihre Rettung im Kopf und reagiert hierbei sehr emotional und unberechenbar. Einzig seinem Freund Baroni gelingt es, ihn ein wenig zu bremsen, damit Max nicht Dinge tut, die er bei klarem Kopf bitter bereuen würde. Ab und an habe ich mir schon gedacht: Mensch Junge, schalt mal einen Gang zurück, behalt mal einen kühlen Kopf und will nicht immer mit dem Kopf durch die Wand. Auf der anderen Seite aber vermittelt genau dieses Verhalten einem das hilflose Gefühl, dessen Max sich ausgesetzt fühlt, absolut machtlos gegenüber einem Mann zu sein, der ganz offensichtlich ein sehr perfides Spiel mit ihm spielt.

Die Charaktere sind hervorragend gezeichnet, überzeugen absolut und wirken in ihrem Verhalten sehr menschlich und realistisch. Und auch die Story entwickelt sich durchweg schlüssig, ist praktisch von der ersten Seite an extrem spannend und löst sich zum Schluss absolut logisch auf.


Fazit: Ein Krimi, der ein extremes Tempo an den Tag legt, dieses mühelos über die komplexe Story hin hält und der Autor sich hierbei trotzdem noch genug Zeit nimmt, seine Charaktere authentisch und facettenreich zu beschreiben.


{Rezension} Der bessere Mensch von Georg Haderer

Verlag: Haymon Verlag
Gebundene Ausgabe: 328 Seiten
Genre: Krimi deutsche Nachbarländer / Österreich
ISBN: 978-3852186313
Erscheinungsdatum: 05. August 2011
Preis: 19,99 €


Das Böse in etwas Gutes verwandeln

Nationalrat a. D. Born liegt tot in seinem Arbeitszimmer, sein Gesicht mit Phosphorsäure verätzt. Wer begeht nur so eine grausame Tat? Polizeimajor Johannes Schäfer aus Wien begibt sich zusammen mit seinem Assistenten Bergmann auf Spurensuche. Doch trotz größter Bemühungen ergeben sich weder ein Motiv noch eine heiße Spur. Dank der Pharmaindustrie schwankt Schäfers Gemütszustand momentan ziemlich und als er Tage später an einem weiteren Tatort ein erstochenes türkisches Mädchen vorfindet, geht er voller Vorurteile davon aus, dass nur der Vater der Täter sein kann. Da auf seinen Befehl hin dessen Verhaftung nicht unbedingt gesetzeskonform verläuft, wird Schäfer von seinem Vorgesetzten Kamp in Zwangsurlaub nach Salzburg geschickt. Dort geht er den kaum vorhandenen Spuren im Fall Born auf ziemlich unkonventionelle Weise weiter nach und bald nimmt der Fall eine äußerst unerwartete Wendung.

Georg Haderer erzählt hier eine Story, die sich zum Schluss völlig anders entwickelt als anfangs gedacht. Denn der Politiker Born war als Alt-Nazi bekannt, hatte entsprechend viele Feinde und so vermutet die Polizei erst einmal den Mörder aus diesem Umfeld. Doch irgendwie lässt sich hier einfach kein Motiv ableiten, geschweige denn einen Verdächtigen ermitteln. Schäfer hat immer mehr das Gefühl, einem Phantom hinterher zu jagen. Und so erfährt man auch erst ganz zum Schluss die Identität des Mörders, welches Motiv sich hinter dem Mord verbirgt und kann die komplizierten Zusammenhänge, die einem durch Schäfers kruden Gedankengänge auch nicht immer ganz klar sind, dann verstehen und logisch nachvollziehen.
 
Um sein Nervenkostüm wieder in Einklang zu bringen, nimmt Schäfer seit seinem letzten Fall auf ärztliche Anweisung hin die verschiedensten Tabletten ein. Diese kommen seinem Gemütszustand scheinbar sehr zu gute, denn Schäfer strotzt vor Energie und guter Laune, sehr zur Überraschung seiner Untergebenen und insbesondere seinem Assistenten Bergmann. Dieser erkennt seinen Chef kaum wieder. Allerdings wird ihm auch ziemlich schnell klar, dass Schäfer in seinem Verhalten immer eigenwilliger und unkontrollierbarer wird und eine Pressekonferenz zum neuen Fall nicht vorhersehbare Konsequenzen haben könnte. Und so überrascht es einem auch nicht wirklich, dass Schäfer beim Fall der jungen Türkin ausrastet.

Während des gesamten Krimis wirkt Schäfer wie aufgezogen, ja fast schon hyperaktiv. Dies überrascht einen zwar ein wenig im Vergleich zu den anderen Krimis, doch irgendwie auch nicht wirklich. Schließlich war der Polizeimajor in seiner Ermittlungsarbeit und auch in seinem Verhalten immer schon ein wenig eigenwillig gewesen und seine verqueren Gedankengänge, die meist zur Lösung des Falls führen, sind jetzt nur noch ein wenig ausgeprägter. Sehr zum Leidwesen seines Teams tritt aber auch seine bestimmende, ja regelrecht rechthaberische Seite immer mehr zutage. Man könnte jetzt meinen, dass Schäfer hierdurch ziemlich arrogant wirkt, dem ist aber überhaupt nicht so. Ganz im Gegenteil, irgendwie nimmt man ihm dieses eigenwillige Verhalten nicht übel und auch sein Team und vor allem Bergmann lassen sich hiervon nicht nachhaltig beeindrucken.

Der Schreibstil von Georg Haderer ist gewohnt flüssig und stellenweise richtig humoristisch. Die manchmal so herrlich kruden Gedankengänge von Schäfer und seine oft so unkonventionellen Ermittlungsansätze haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Die Spannung hält sich durchweg auf hohen Niveau, einfach auch aus dem Grund, dass bis zum Schluss absolut nicht ersichtlich ist, wer und welche Gründe hinter dem Mord an Born stehen, welche Zusammenhänge zu einem Einbruch eines Bekannten des Nationalrats a.D. bestehen und was denn nun der Mord an der jungen Türkin mit dem Fall zu tun haben soll. Hinzu kommt ein Täter mit einem äußerst rätselhaften und absolut unlogischen Verhalten.

Zusätzlich erfährt man auch wieder etwas aus Schäfers Privatleben. Hierbei geht Georg Haderer ein wenig auf Schäfers Beziehung zu Isabelle ein, die sich zwischenzeitlich zur Fernbeziehung entwickelt hat, da die Staatsanwältin nun in Den Haag arbeitet und auch ein Wiedersehen mit Schäfers Bruder ist dabei. Allerdings ist dies alles wohldosiert und die Ermittlungsarbeit von Schäfer steht hier eindeutig im Vordergrund.


Fazit: Ein spannender und gleichzeitig auch humoristischer Krimi mit einem Protagonisten, der einem in seiner eigenwilligen Art nur sympathisch sein kann und einer absolut unvorhersehbaren Story.

Donnerstag, 4. August 2011

{Rezension} Der Übergang von Justin Cronin

Verlag: Goldmann Verlag
Übersetzer: Rainer Schmidt
Genre: Fantasy / Endzeitroman
Gebundene Ausgabe: 1.024 Seiten
ISBN: 978-3442311705
Erscheinungsdatum: 09. August 2010
Preis: 22,95 €



Das Mädchen von Nirgendwo

Die FBI-Agenten Wolgast und Doyle sind in geheimer Mission unterwegs. Für das Projekt NOAH sollen sie 12 zum Tode verurteilte Mörder an einem geheimen Ort in den Bergen von Colorado bringen. Kaum ist mit Carter der letzte Proband abgeliefert, erhalten sie noch einen Zusatzauftrag. In einem Nonnenkloster wurde die sechsjährige Amy Harper Belafonte abgegeben. Auch die kleine Amy soll Teil des Projekts mit den rätselhaften Experimenten werden.  Doch kaum ist Amy auf dem Versuchsgelände angekommen, geht etwas schrecklich schief und die Probanden können ausbrechen. Wolgast kann Amy zwar retten und mit ihr fliehen, doch die Welt steuert unweigerlich dem Untergang entgegen.

Knapp 100 Jahre später gibt es nur noch wenige Menschen in Amerika. Diese leben in einer gut gesicherten Kolonie. Nachts brennen die Lichter, denn nachts kommen die Virals und wer nicht hinter den gut geschützten Mauern der Kolonie ist,  setzt sich unweigerlich dem Tod aus. Eines Tages kommt ein junges Mädchen in die Kolonie: Amy. Kann sie die Menschen vor den Virals retten und somit die ganze Welt?

Dies ist nur eine grobe und bei weitem nicht die komplette Inhaltsangabe der überaus komplexen Story des Buches, das 1.024 Seiten umfasst. Anfangs, als man Amy und Wolgast kennenlernt wie auch das mysteriöse Projekt NOAH, spielt der Roman nur einige Jahre in der Zukunft. Vieles ist genau so wie wir es kennen und dadurch findet man sich auch schnell in der Geschichte zurecht und verfolgt gebannt den unweigerlichen Untergang der Welt wie wir sie kennen. Dieser Teil ist extrem spannend und Schuld daran ist Justin Cronins ruhiger, aber dennoch sehr fesselnder Schreibstil. Hinzu kommt, dass es ihm mühelos gelingt, die einzelnen Mitwirkenden facettenreich zu beschreiben und ihnen fast augenblicklich Konturen zu geben.  In diesem Teil lernt man auch Amy sehr gut kennen und erfährt, wie dieses liebenswerte, stille, für ihr Alter viel zu nachdenkliche Mädchen in das Nonnenkloster gelangt, wo sie von Wolgast und Doyle abgeholt wird.

Anschließend macht die Geschichte einen Zeitsprung von fast 100 Jahren. Die Menschen kämpfen täglich ums Überleben. Fernsehen, Radio, Internet oder Autos sind unbekannt, die Industrie komplett zusammengebrochen.  Fortbewegen tut man sich mit Pferd oder zu Fuß, Bücher sind eine Seltenheit, Kleidung wird aus Resten gefertigt. Der Mensch ist wieder Bauer und Jäger, einige Handwerke sind zwar aktiv, aber oftmals fehlen einfach die benötigten Materialien. Denn die Menschen können sich nie weiter als einen Tag von der sicheren Kolonie entfernen, ansonsten wird man ein Opfer der Virals. Die sind nachtaktiv und Blutsauger, schnell wie Vampire und gnadenlos in ihrer Jagd. Aus diesem Grund ist auch das Licht, welches nachts eingeschaltet wird, für die Menschen überlebenswichtig. Doch sie wissen auch, dass dieses jederzeit erlöschen kann, denn keiner weiß, wie lange das Kraftwerkt, von dem der Strom bezogen wird, noch aktiv sein wird.

In diesem Teil der Geschichte lernt man wieder viele neue Charaktere kennen und diese stellt einem der Autor samt ihrem Leben in der Kolonie sehr ausführlich und stellenweise auch etwas langatmig vor. Klar muss er ausführlich auf das Leben nach dem Untergang der bisherigen Welt eingehen, doch etwas kompakter wäre für meinen Geschmack unterhaltsamer gewesen. Nach der Zeit der Kolonie zieht die Spannung jedoch wieder sehr an und man fiebert mit den so unterschiedlichen Charakteren mit, die in ihren Handlungen durchweg menschlich und nachvollziehbar agieren.

Die verschiedenen Erzählstränge wechselt Justin Cronin ebenfalls perfekt, natürlich immer an der spannendsten Stelle, sodass man allein hierdurch schon ständig zum Weiterlesen verleitet wird. Bedingt durch die Endzeitszenarien des Buches ist die Stimmung des Buches logischerweise auch stellenweise düster, ernst und bedrückend. Die Geschichte an sich entwickelt sich sehr gut durchdacht, ist ausgereift und obwohl der Roman in der Zukunft spielt, wirkte er für mich aber auch durchaus realistisch. Grund hierfür ist, dass Justin Cronin einfach das momentane Weltgeschehen durchaus vorstellbar weiter gedacht hat.



Mittwoch, 3. August 2011

{Sonstiges} Gewinnspiel beim Haymon-Verlag

Spannende Krimilektüre gibt es bei dem Haymon Verlag zu gewinnen.

Verlost werden zwei Bücher-Packages mit vier aufregenden Krimis

Seid gespannt auf den neuen Auftritt des reichlich eigensinnigen Polizeimajors Schäfer im dritten Krimi von Georg Haderer "Der bessere Mensch" 
sowie auf

Bernhard Aichners "Für immer tot" - eine packende Mischung aus Dorfkrimi und Psychothriller.

Alfred Komarek erzählt in "Zwölf mal Polt" zwölf spannende Kriminalfälle in den Kellergassen des Weinviertels und

Herbert Duzlers "Letzter Kirtag" lädt zu einem mit viel Ironie gewürzten kriminalistischen Ausflug nach Altaussee ein.



Da ich bereits alle vier Bücher gelesen habe, kann ich sie euch auch nur wärmstens empfehlen. Und hier geht es zum Gewinnspiel: Gewinnspiel beim Haymon Verlag


Ich wünsche Euch viel Glück,
liebe Grüße
Isabel