Leseempfehlungen

Donnerstag, 10. Dezember 2009

{Rezension} Echo der Hoffnung von Diana Gabaldon

Übersetzer: Barbara Schnell
Gebundene Ausgabe: 1.024 Seiten
ISBN: 3764503033
Genre: Historischer Roman
Erscheinungsdatum: 27. November 2009
Preis: 24,95 €


Beschwerliche Reise zurück nach Schottland

Amerika im Jahr 1777 mitten im Unabhängigkeitskrieg. Dieser geht auch nicht unbemerkt an Frasers Ridge vorbei. Da Jamie jedoch dieses Mal mit Worten und nicht mit dem Schwert kämpfen möchte, entschließen sich er, Claire und Ian die Druckerpresse von Jamie aus Schottland zu holen, um so die Rebellen zu unterstützen. Doch natürlich gestaltet sich der Weg nach Schottland bei weiten nicht so einfach, wie die Drei sich dies vorgestellt haben und müssen so einige Abenteuer bestehen.

Zur gleichen Zeit kämpft William, der Sohn von Jamie, als junger Mann auf seiten der englischen Armee und muss im Lauf der Zeit einige Unwegsamkeiten überstehen, während sein Stiefvater Lord John seine weit reichenden Kontakte zur Spionage nutzt.

Schottland im Jahr 1980: Brianna und Roger sind mittlerweile heimisch geworden in Lallybroch und meistern ihren Alltag mit seinen kleinen und großen Problemen. Doch lässt die Macht der Steine die Beiden und ihre Kinder wirklich ein ruhiges Leben führen?

Dies ist ein grober Handlungsabriss des 7. Bands der Outlander-Saga von Diana Gabaldon. Und eigentlich sollte man meinen, dass diese Handlung - auf mehr als 1000 Seiten verteilt - genug Potential für die Autorin bietet, wieder eine spannende, unterhaltsame, mitfühlende, Geschichte rund und um Jamie & Claire zu schaffen. Jedoch weit gefehlt.

Gut die erste Hälfte der Geschichte dümpelt mehr oder weniger zwischen den Erzählsträngen um Jamie & Claire, Ian, Lord John, William und Brianna und Roger dahin, wobei eindeutig die Geschichte von Jamie & Claire zu kurz kommt. Mag sein, dass viele LeserInnen die Geschichten/Bücher von Lord John interessant finden, ok, aber dies ist ein Buch über Jamie & Claire und somit sollte ihre Geschichte im Vordergrund stehen. Wobei noch erschwerend hinzukommt, dass der Erzählstrang von Lord John bis gut zur Hälfte absolut keinen Einfluss auf die Geschehnisse in dem Buch hat. Es ist ganz interessant etwas mehr von William zu erfahren, sowie über Ian's Leben bei den Indianern. Auch werden während des kompletten Buches viele alte Bekannte wieder "ausgegraben", was stellenweise voraussetzt, dass man sich noch gut an die vorherigen Bände erinnern kann, da oft nicht auf die Hintergründe eingegangen wird. Dies empfand ich aber nicht unbedingt als negativ oder störend, sondern hatte bei mir viele Erinnerungen an die vorherigen Bände geweckt. Allerdings sind auch einfach zu viele Erklärungen über geschichtliche Ereignisse enthalten und auch stellenweise Kapitel, die einfach nichts zur Geschichte beitragen und man sich nach Beendigung des Kapitels fragt, was die Autorin einem damit denn jetzt sagen wollte. So kommt im ersten Teil beim Lesen kaum Spannung bzw. ein Bezug zum Buch auf.

Ich war während dieser Phase des Lesens oft versucht, das Buch enttäuscht und entnervt in die Ecke zu pfeffern, doch plötzlich ab Seite 500 ungefähr zog die Geschichte richtig an und man hatte das Gefühl, angekommen zu sein. Auf einmal war es wieder die Highlander-Saga, man konnte plötzlich mitfühlen, mitleiden, mitlachen: man war mittendrin in der Geschichte und dies hielt sich dann mühelos bis zum Ende. Auf einmal tauchte wieder der herrlich trockene Humor von Diana Gabaldon auf, man war gefesselt von ihrer bildhaften Schreibweise über Land und Leute und ihren Figuren wurde endlich wieder Leben eingehaucht.

Mag sein, dass es auch daran lag, dass der Schwerpunkt endlich bei dem Leben von Jamie & Claire angekommen war und ich halt ein Fan der Beiden bin und nicht von Lord John (diese Romane find ich - bis auf den ersten - extrem langatmig).

Die einzelnen Handlungsstränge verknüpfen sich stellenweise recht logisch, obwohl mir immer noch recht unverständlich ist, wie sich alle so plötzlich und überraschend mehr oder weniger über den Weg laufen können. Aber gut, dass ist die Freiheit der Autorin bei ihrem Roman. Das Ende kommt etwas überraschend und einige Nebengeschichten bzw. Fragen bleiben offen, sodass man davon ausgehen kann, dass es hier noch (hoffentlich!!) eine Fortsetzung geben wird.

Kommentare:

  1. der Kommentar kommt wohl etwas spät aber naja ^^ das Buch hab ich noch nich gelesen hab aber schon oft gehört, dass es nicht so gut sein soll (wie du ja auch beschrieben hast).......trotzdem muss ich es als absoluter Fan lesen. Hab auch gehört das an einem weiteren Teil gearbeitet wird

    lg Rena

    AntwortenLöschen
  2. ja das hat sich stellenweise gezogen wie Gummi, aber zur Mitte hin ist dann wieder richtig klasse geworden .... und stimmt, als Fan muss man es lesen und hoffen, dass das nächste wieder besser wird. LG Isabel

    AntwortenLöschen