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Mittwoch, 16. März 2011

{Rezension} Blaue Augen von Joanne Harris

Verlag: List Verlag
Übersetzer: Uta Rupprecht
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Genre: Englischer Thriller
ISBN: 9783471350539
Erscheinungsdatum: 11. März 2011
Preis: 19,99 €

 "... Es war einmal eine Witwe, die hatte drei Söhne. Sie hießen Schwarz, Braun und Blau. Schwarz war der älteste, er war launisch und streitsüchtig. Braun war der mittlere, er war furchtsam und einfältig. Blau jedoch war der Liebling seiner Mutter. Und er war ein Mörder. ..."


Die Farbe von Mord ist blau

In seinem Internetblog erzählt ein Mann von seinem Leben, mal öffentlich für jeden sichtbar, mal mit eingeschränktem Zugang als Art Tagebuch nur für sich. Und was man dort geboten bekommt ist wahrlich nicht leicht zu verdauen. So kommt er als Vierjähriger das erste Mal bewusst mit dem Tod in Berührung, der Trost seiner Mutter ist ihm sicher, war es doch auch ihrer Sicht nur ein Unfall, doch der Junge weiß es da schon besser. Er ist Mutters Liebling, denn in ihren Augen ist er etwas Besonderes im Gegensatz zu seinen beiden Brüdern und dies zeigt sie ihm auch deutlich. Erschreckend zu lesen ist auch, mit welcher Gleichgültigkeit er später als erwachsener Mann über den Unfalltod seines Bruders Nigel hinweggeht. Wie er der Polizei Gefühle vorgaukelt, nur um keinen Verdacht zu erregen.

Dies erfährt man alles bereits auf den ersten Seiten und in dieser eindringlichen Art sind alle Blogeinträge gehalten. Allein diese Art zu schreiben bzw. eine Geschichte so zu erzählen, finde ich sehr originell, ist einmal etwas ganz anderes, absolut zeitgemäß und vor allem ist es durchaus vorstellbar, dass es einen Blog in der Art tatsächlich in den Weiten des Internets geben könnte.

So lernt man erst einmal ein wenig B.B. kennen, der sich als völlig normal ansieht und auch von seiner Umwelt als solcher angesehen wird. Schließlich geht er einer geregelten Arbeit nach und trägt dort sogar Anzug und Krawatte. Man merkt jedoch schnell, dass in B.B. eine unterschwellige Wut brodelt, weiß jedoch anfangs nicht warum. Erst so nach und nach erfährt man mit Hilfe der Blogeinträge seine Kindheit kennen, die mit der Zeit auch die Blogeinträge verständlicher machen.

Bei B.B. handelt es sich um einen 42-jährigen Mann aus dem Ort Malbry in England. Ich war etwas erstaunt, als ich das Alter von B.B. las, da ich bei dem Schreibstil und der Erwähnung, dass er noch zu Hause bei seiner Mutter wohnt, an einen weitaus jüngeren Mann gedacht habe. So kann man sich täuschen. Und darauf baut das ganze Buch auf. Wie oft war ich verwirrt, wusste nicht genau, über wen B.B. oder Blauauge, wie er sich im Internet nennt und später auch Albertine berichten. Kaum hat man sich eine Meinung über ihre Identität gebildet, wird man eines besseren belehrt. Man weiß die ganze Zeit nicht, auf was die Geschichte im Endeffekt hinauslaufen wird. Wurden die erwähnten Morde wirklich begangen oder ist dies alles nur Fiktion und der Fantasie des Bloggers entsprungen? Mit diesen und noch mehr Fragen beschäftigt man sich eigentlich während des ganzen Buches.

Der Schreibstil von Joanne Harris ist flüssig und von Anfang extrem fesselnd, sodass ich praktisch von der ersten Seite an gebannt gelesen habe, obwohl eigentlich anfangs gar nicht so viel passiert. Das Buch bezieht seinen Reiz durch eine eher unterschwellige Spannung und den oft so wunderbar poetischen Schreibstil der Autorin und vor allem durch die oben erwähnte Ungewissheit, wohin die Geschichte einen führen wird.

So gestaltet sich die das Buch von Anfang an sehr originell und auch mysteriös. Man weiß nicht genau, woran man ist, um wen es sich bei B.B. handelt und vor allem, welche Geschichte er auf seinem Blog erzählen wird. Joanne Harris ist hier ein sehr ungewöhnlicher Thriller gelungen, den ich allerdings nicht unbedingt als diesen bezeichnen würde und Leser, die reichlich Action und blutrünstige Szenen erwarten, werden von dem Buch eher enttäuscht sein. 

Samstag, 12. März 2011

{SuB-Zuwachs} Spannender Buchzuwachs

 Hallo Ihr Lieben,

und wieder gibt es SuB-Zuwachs ... meine Hoffnung liegt ja auf dem nächsten Monat. Da gibt es doch tatsächlich nur EIN Buch, was mich interessiert und dann werde ich auch endlich Zeit finden, meinen SuB wieder unter die magische 100 zu bringen.

Aber genug gejammert ... hier sind die Neuzugänge der Woche:

Zum einem habe ich Euch ja bereits diese Woche das Buch

"Traumwelten" von Karsten Eckert 

vorgestellt klick hier. Es ist dann auch Mitte der Woche in meinem Briefkasten gelandet und wartet jetzt darauf, gelesen zu werden. Wie ich schon erwähnte, wird es wohl Ende März werden.



Vom Haymon Verlag kam eine Rezensionsexemplar-Vorbestellung. Dieses Mal ist es:


Letzter Kirtag 
Herbert Dutzler

ISBN: 978-3-85218-870-6
264 Seiten, 114 x 190 mm
Paperback
EUR 9,95 / CHF 15,90

Das sagt der Verlag dazu:
So etwas hatte selbst Gasperlmaier noch nie gesehen. Dabei hat er schon viel gesehen, der Gasperlmaier, schließlich ist er seit mehr als zwanzig Jahren Polizist in Altaussee. Aber ein Erstochener am Montag in der Früh im Festzelt vom Altausseer Kirtag, das ist auch für ein gestandenes Mannsbild wie ihn zu viel. Und so trifft er eine falsche Entscheidung – nicht die letzte an diesem Tag, und auch der Tote, der in seinem eigenen Blut im Festzelt hockt, wird nicht das einzige Opfer bleiben.

Herbert Dutzler setzt in seinem ersten Krimi ein mörderisches Karussell in Gang, das die unschönen Seiten der Ausseer Postkartenidylle zeigt. Konsequent aus der Perspektive von Gasperlmaier erzählt, findet Dutzler einen ganz eigenen Ton, der das Lokalkolorit glaubhaft wiedergibt. Mit dem liebenswürdig tollpatschigen Dorfpolizisten hat er einen originellen Ermittler geschaffen, der für Spannung und Schmunzeln gleichermaßen sorgt – den Gasperlmaier wird man sich merken müssen!


Dann kam heute endlich das lang ersehnte Buch von vorablesen.de an. Hierbei handelt es sich um:


Blaue Augen
Joanne Harris
Verlag: List Verlag
ISBN: 9783471350539
Erscheinungsdatum: 11. März 2011
Gebundene Ausgabe, 352 Seiten, 19,99 €

Das sagt vorablesen.de dazu:
Es war einmal eine Witwe, die hatte drei Söhne. Sie hießen Schwarz, Braun und Blau. Schwarz war der älteste, er war launisch und streitsüchtig. Braun war der mittlere, er war furchtsam und einfältig. Blau jedoch war der Liebling seiner Mutter. Und er war ein Mörder.

Ein Mann gesteht einen Mord, den er nicht begangen haben kann. Joanne Harris erzählt die Geschichte eines Jungen, der durch die Grausamkeit seiner Mutter zum Verbrecher wird.


Und zu guter Letzt hat mir meine liebe Kollegin Gabi  (mit ihr tausche ich ständig Bücher) wieder ein tolles Buch ausgeliehen, und zwar:


Das 8. Geständnis
James Patterson
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
26. Juli 2010
ISBN: 978-3809025511


Kurzbeschreibung lt. amazon.de:
Denn das Böse hat eine gespaltene Zunge ... Eine mysteriöse Mordserie erschüttert San Francisco, ein Obdachloser wird gnadenlos exekutiert, und die Explosion eines Drogenlabors fordert viele Opfer …

Die Herausforderungen für Detective Lindsay Boxer waren nie größer: Da treibt eine psychopathische Schlangenmörderin ihr Unwesen, die es vor allem auf die Upper Class abgesehen hat und so gut wie keine Spuren hinterlässt. Selbst Pathologin Claire Washburn findet keine Hinweise. Dann wird ein schwarzer Obdachloser, der unter Seinesgleichen als Heiland galt, brutal hingerichtet, und Journalistin Cindy Thomas wittert eine große Story. Doch je mehr sie über den Toten erfährt, desto schmutziger erscheint seine Weste. Und nicht zuletzt steht der »Women’s Murder Club« vor einer Zerreißprobe ganz anderer Art: Zwischen Cindy und Lindsays Partner Rich Conklin vibriert die Luft. Bringt die Liebe all das zum Einsturz, was die Freundinnen über die Jahre aufgebaut haben? Detective Lindsay Boxer ermittelt wieder!

Ich wünsche Euch ein fantastisches Wochenende und hoffe, Ihr habt auch so traumhaft schönes Frühlingswetter wie wir!!

Liebe Grüße
Isabel

Montag, 14. Februar 2011

(Leseeindruck) Blaue Augen von Joanne Harris



Verlag: List Verlag
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten

Genre: Englischer Thriller
ISBN: 9783471350539

Erscheinungsdatum: 11. März 2011
Preis: 19,99 €


Die Farbe von Mord ist Blau

In seinem Internetblog erzählt ein Mann von seinem Leben, mal öffentlich, mal mit eingeschränktem Zugang. Und was dem Leser dort geboten wird ist wahrlich nicht leicht zu verdauen.

So kommt er als Vierjähriger das erste Mal bewusst mit dem Tod in Berührung, der Trost seiner Mutter ist ihm sicher, war es doch auch ihrer Sicht nur ein Unfall, doch der Junge weiß es da schon besser.  Er ist Mutters Liebling, denn in ihren Augen ist er etwas Besonderes im Gegensatz zu seinen beiden Brüdern und dies zeigt sie ihm auch deutlich. Erschreckend zu lesen ist auch, mit welcher Gleichgültigkeit er später als erwachsener Mann über den Unfalltod seines Bruders Nigel hinweggeht. Wie er der Polizei Gefühle vorgaukelt, nur um keinen Verdacht zu erregen.

In dieser eindringlichen Art sind alle Blogeinträge während der Leseprobe gehalten. Allein diese Art zu schreiben bzw. eine Geschichte so zu erzählen, finde ich sehr originell, mal etwas ganz anderes, absolut zeitgemäß und vor allem ist es durchaus vorstellbar, dass es einen Blog in der Art tatsächlich in den Weiten des Internets geben könnte.

Bei dem Blogger handelt es sich um einen 42-jährigen Mann namens B.B. aus einem Ort namens Malbry. Ich war etwas erstaunt, als ich das Alter von B.B. las, da ich bei dem Schreibstil und der Erwähnung, dass er noch zu Hause bei seiner Mutter wohnt, an einen weitaus jüngeren Mann gedacht habe. So kann man sich täuschen. Allerdings lässt allein die gefühllose Beschreibung zum Tod seines Bruders, seine sonstigen Äußerungen auf seinem Blog, gerade auch in Bezug auf seine Mutter, mehr als vermuten, dass es sich bei B.B. um einen eindeutig gestörten Mann handeln muss oder irrt man sich hier ebenfalls wieder?

Der Schreibstil von Joanne Harris ist  flüssig und von Anfang extrem fesselnd, sodass ich praktisch von der ersten Seite an gebannt gelesen habe, obwohl eigentlich anfangs gar nicht so viel passiert. Man lernt erst einmal ein wenig B.B. kennen, der sich als völlig normal ansieht und auch von seiner Umwelt als solcher angesehen wird. Schließlich geht er einer geregelten Arbeit nach und trägt dort sogar Anzug und Krawatte.

So gestaltet sich die Leseprobe von Anfang an sehr originell und auch mysteriös. Man weiß nicht genau, woran man ist, um wen es sich bei B.B. handelt und vor allem, welche Geschichte er auf seinem Blog erzählen wird. Wenn der Thriller hält was die Leseprobe verspricht, ist Joanne Harris ein ungewöhnlicher und vor allem sehr spannender Thriller gelungen.