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Dienstag, 18. Januar 2011

(Rezension) Das verschollene Pergament von Henri Loevenbruck

Übersetzer: Marie-Sophie Kasten
Taschenbuchausgabe: 544 Seiten
Genre: Mystery-Thriller
ISBN: 3426502364
Erscheinungsdatum: 10. Januar 2011
Preis: 9,99 €


Das mythische Reich Agartha

Ari Mackenzie arbeitet beim Sicherheitsdienst in Paris und leitet dort die Abteilung für Sekten und Verschwörungen. Eines Tages erhält er einen verzweifelten Anruf vom Freund seines Vaters. Paul Cazo bittet ihn, sich dringend mit ihm in Verbindung zu setzen. Sofort fährt Ari zu ihm und findet nur noch seinen furchtbar gefolterten Leichnam vor. Paul Cazo’s Schädel ist leer, sein Gehirn wurde verflüssigt und entfernt. Ari ist verzweifelt und schwört Rache. Sofort beginnt er mit eigenen Ermittlungen als der nächste Mord passiert. Auch dieser ältere Herr wurde auf die gleiche Weise ermordet. Schnell stellt Ari fest, dass der oder die Mörder auf der Suche nach den verschollenen Seiten des  Skizzenbuchs von Villard de Honnecourt aus dem 13. Jahrhundert sind und scheinbar gehörten die beiden Ermordeten einer geheimen Loge an, welche es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, diese Quadrate –wie die Seiten genannt werden – zu schützen. Allerdings gibt es insgesamt sechs verschollene Quadrate.
                                    
Ari ist schnell klar, dass der Mörder im Auftrag einer Organisation tötet, seine Kollegen von der Polizei sind jedoch anderer Meinung und da Ari sowieso nicht mit den Ermittlungen betraut ist, gibt es hier einige Reibereien innerhalb seiner Abteilung. Doch dies stört den eigensinnigen Sektenexperten nicht und unbeirrt ermittelt er weiter. Als seine Vorgesetzten erkennen müssen, dass Ari ihnen immer einen Schritt voraus ist, wird er in die Ermittlungen mit eingebunden, aber selbst dann ist Ari nicht gerade als Teamplayer zu bezeichnen.
                                                      
Dieses Skizzenbuch von Villard de Honnecourt existiert wirklich und wurde 1825 im Fundus der Abtei Saint-Germain-de-Prés gefunden. Das Manuskript wird auf das 13. Jahrhundert datiert und befindet sich heute in der Pariser Nationalbibliothek. Historiker sind der Meinung, dass diesem Skizzenbuch mehrere Seiten fehlen.

Auf dieser Grundlage baut Henri Loevenbruck auf. Geschickt mischt er Fiktion und Wahrheit zu einem actiongeladenen und äußerst temporeichen Mystery-Thriller. Klar gibt es dank Dan Brown mittlerweile reichlich Thriller, die sich mit Geheimlogen und dunklen Geheimnissen beschäftigen. Somit liest man auch bei Henri Loevenbruck nicht unbedingt etwas neues, allerdings ist der Thriller hervorragend umgesetzt und entwickelt sich nicht zu einer Schnitzeljagd á la „Das verlorene Symbol“.

Von Anfang an legt der Autor ein rasantes Tempo vor und es geht hier auch nicht in erster Linie darum, die verschollenen Quadrate zu finden, sondern im Fokus liegt die Jagd nach dem Mörder, denn schnell ist klar, dieser wird erst aufhören, wenn alle sechs Quadrate in seinem Besitz sind. Hierzu gehört aber natürlich auch, dass sich Ari immer wieder mit dem Skizzenbuch beschäftigt und den dort gefunden Spuren nachgeht. Zwischendurch erhält man immer mal wieder einen kleinen Einblick in die Gedankenwelt des Mörders und so ist auch schnell klar, wer hinter der Suche nach den Quadraten steckt, allerdings bleibt das Rätsel um diese Seiten lange im Dunkeln. Auch gelingt es dem Autor immer wieder mit neuen Wendungen zu überraschen und so seinen Thriller bis zum Ende hin in Sachen Spannung auf einem sehr hohen Niveau zu halten. Zudem wirkt die Story gut recherchiert und durchdacht.

Ari Mackenzie ist ein eigensinniger, dickköpfiger Ermittler, der ein wenig Ähnlichkeit mit George Clooney hat, überzeugter Single ist und sich nicht seine Liebe zur jungen Buchhändlerin Lola eingestehen will. Dieser fast schon als besessen zu bezeichnende Polizist ist einem schon nach kurzer Zeit äußerst sympathisch. Schuld daran sind auch seine kleinen Macken, die ihn sehr menschlich wirken lassen. So weigert sich Ari beispielsweise hartnäckig, einen Computer zu nutzen, sondern zieht lieber Dutzende von Enzyklopädien zu Rate als auch nur einmal das Internet für seine Recherchen zu durchforsten.

Auch die weiteren Charaktere sind sauber herausgearbeitet, einige ziemlich mysteriös gezeichnet und besonders die Figur des Mörders ist so plastisch beschrieben, dass hier der Gänsehautfaktor nicht ausbleibt. Einzig hat mich die immer wieder etwas wundersame Heilung von Ari gestört. Eben noch aus dem Krankenhaus mit einem Oberschenkeldurchschuss entlassen, kann er kurze Zeit später schon jemanden durch die Stadt verfolgen. Da musste ich schon des Öfteren mal ungläubig den Kopf schütteln. Ansonsten hält man mit „Das verschollene Pergament“ einen rasanten und extrem spannenden Thriller in Händen, der ein sehr mysteriöses Rätsel zum Thema hat.


Der Autor:
Henri Loevenbruck, geboren 1972, lebt als Journalist, Schriftsteller und Sänger in Paris. Bisher hat er fünf Spannungsromane geschrieben, mit denen er in Frankreich zu einem Synonym für atemberaubende Mysterythriller wurde. In Deutschland sind Das Judasfragment und Das Kopernikus-Syndrom bei Knaur erschienen. Mehr Infos unter: www.henriloevenbruck.com

Samstag, 15. Januar 2011

{SuB-Zuwachs} Spannender & mystischer Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

das nenne ich doch einmal einen tollen Start ins Wochenende!! Heute kamen gleich vier (!) Rezensionsexemplare von Verlagen an. 



Als erstes von Haymon Verlag


 
Schäfers Qualen von Georg Haderer 

ISBN: 978-3-85218-598-9
272 Seiten, 
Gebundene Ausgabe

Ich hatte ja vor Kurzem bereits "Ohnmachtspiele" des Autors gelesen und war total begeistert von dem Krimi. Auf meine Nachfrage hat mir der Verlag jetzt auch noch den 1. Teil der Krimireihe geschickt. Lieben Dank Nicole!!

Zum Inhalt: 

Dann kam wieder Blanvalet-Nachschub vom Feinsten. Hierbei handelt es sich um


 
Totenkammer von Nancy Grace

Taschenbuchausgabe, 448 Seiten
ISBN: 978-3-442-37629-2


Kurzbeschreibung:
Lange Jahre glaubte Hailey Dean, die Vergangenheit hinter sich gelassen zu haben: den Tod ihres Verlobten, die aufreibenden Berufsjahre in der Justizbehörde Atlantas und den brutalsten Serienkiller ihrer Karriere. Als Psychiaterin arbeitet sie inzwischen in New York. Doch eines Tages wird einer ihrer Patienten ermordet. Derselbe Tathergang wie damals bei dem Serienkiller in Atlanta. Derselbe Modus operandi. Und wie magnetisch steuert Hailey auf den Killer zu …

Bin schon sehr gespannt, denn die Beschreibung verspricht einen spannenden Thriller.

... und das ist die Vita der Autorin:
In jungen Jahren selbst Opfer eines Gewaltverbrechens, widmete Nancy Grace sich beruflich der Verbrechensbekämpfung und wurde Staatsanwältin. Von fast hundert Fällen verlor sie keinen einzigen. Aus der aktiven Zeit zog sie sich zurück und arbeitete fürs Fernsehen, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren Zwillingen in New York City und Atlanta – spätestens seit Karin Slaughter bekanntermaßen »Capital of Crime« und Schauplatz einiger der besten Thriller der vergangenen Jahre. Nancy Grace schreibt bereits an ihrem nächsten Roman.


Das dritte Buch im Bunde ist vom Droemer Knaur Verlag. Hierbei handelt es sich um den Mystery-Thriller



 
Das verschollene Pergament von Henri Loevenbruck

Taschenbuchausgabe, 544 Seiten
ISBN: 3-426-50236-4 

Laut Verlagsseite geht es hierbei um Folgendes:
Ari Mackenzie ist Spezialist für Sekten und Verschwörungen bei der Pariser Polizei. Als er seinen Freund Paul aufsucht, findet er dessen grausam zugerichtete Leiche vor: Der Schädel wurde durchbohrt, das Hirn verflüssigt. Doch dies ist nur der Auftakt zu einer Serie von bizarren Morden. Offenbar stehen sie alle mit einer jahrhundertealten Geheimloge und einem verloren gegangenen Pergament in Zusammenhang. In diesem Manuskript fehlen dreizehn Seiten – genauso viele, wie die Loge Mitglieder hat …



Ja, und dann durfte ich am Dienstag mal wieder jubeln, denn ich bin aus dem Lostopf bei vorablesen.de gezogen worden und habe heute als Vorableselexemplar folgendes Buch erhalten:


 
Die Freundin meines Sohnes von  Lauren Grodstein

Das Buch erscheint 
am 21. Februar 2011 
im Klett-Cotta Verlag
hat die ISBN: 978-3-608-93896-8 
und ist eine gebundene Ausgabe 
mit 351 Seiten.

Zum Inhalt:
Jeder Vater will für seine Kinder nur das Beste – so auch der erfolgreiche Arzt Pete Dizinoff. Und so versucht er, einige Entscheidungen seines Sohnes zu korrigieren.Bis plötzlich die Existenz seiner Familie, seiner Freunde und nicht zuletzt die eigene auf dem Spiel stehen.

Für Pete Dizinoff läuft alles prima. Er hat eine erfolgreiche Praxis, eine liebevolle Frau und ein hübsches Haus in einem gediegenen Vorort. Vor allem hat Pete einen Sohn, Alec, für den er nur das Beste will. Aber eines Tages und nach langer Abwesenheit taucht Laura wieder auf, die Tochter von Petes bestem Freund. Sie ist zehn Jahre älter als Alec, unwiderstehlich schön und steht in dem Verdacht, als Teenager ihr Baby bei der heimlichen Geburt getötet zu haben. Alec ist sofort von Laura hingerissen, Pete hingegen sieht seine Träume für den Sohn zerplatzen. In dem festen Glauben, nur in Alecs Sinne zu handeln, versucht er, die Beziehung seines Sohnes zu hintertreiben. Doch es sieht so aus, als ob er selber ein Auge auf Laura geworfen hätte. Und alles gerät außer Kontrolle …

Bereits die Leseprobe hat mir ja schon richtig gut gefallen und ich bin schon ziemlich neugierig darauf.


So, dann wünsche ich Euch noch ein weiterhin tolles Wochenende und ich mach mich jetzt wieder ans Lesen!!!

Liebe Grüße
Isabel