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Mittwoch, 28. Januar 2015

{SuB-Zuwachs} Spannender Buchzuwachs Teil 2

Hallo Ihr Lieben,

so, und hier sind die nächsten fünf Bücher, welche mir mein Onkel "vererbt" hat. Und wieder - ganz nach seinem Geschmack - sind es wieder ausschließlich Krimis bzw. zwei Krimiklassiker.

Und hier sind sie:


Dienstag, 13. Mai 2014

{Rezension} Was sie nicht weiß von Simone van der Vlugt

Cover & Verlag: Diana
Übersetzerin: Eva Schweikart
Broschierte Ausgabe: 304 Seiten
Genre: Thriller Niederlande
ISBN: 978-3-453-29151-5
Erscheinungsdatum: 28. Oktober 2013
Preis: 12,99 €




Ein doppeltes Spiel

In Alkmaar wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Lois Elzinga ermittelt zusammen mit ihrem Partner Fred in dem Fall. Erste Zeugenbefragungen vermitteln den Beamten, dass der ermordete David ein völlig harmloser, netter Mann war, der keine Feinde hatte. Doch die Todesumstände deuten auf einen Racheakt hin, verübt offensichtlich von einer Frau. Ihre Nachforschungen führen Lois und Fred schnell zu der jungen Malerin Maaike, die ganz offensichtlich etwas zu verbergen hat und dann gibt es auch noch die rätselhafte Tamara, die unauffindbar scheint. Während die Kommissare nach Tamara suchen, ereignet sich ein weiterer Mord.

Montag, 12. Mai 2014

{Rezension} Die tödliche Tugend der Madame Blandel von Marie Pellissier

Cover & Verlag: Diana
Taschenbuchausgabe: 336 Seiten
Genre: Krimi Frankreich / Paris
ISBN: 978-3-453-35767-9
Erscheinungsdatum: 12. Mai 2014
Preis: 8,99 €




Der liebe Ordnungssinn

Gardienne Lucie kümmert sich seit mehr als vierzig Jahren um das Wohl der Hausbewohner am Place des Vosges Nr. 3 in Paris. Lucie wird von allen Bewohnern sehr geschätzt, außer von der hochnäsigen Vanessa Blandel nicht. Und gerade diese wird eines Tages tot aus der Seine gezogen. Dumm nur, dass Lucie kurz vor Vanessas Verschwinden deren Wohnung unerlaubt aufgeräumt  und hierdurch wahrscheinlich wichtige Spuren zerstört hat. Dies kann Lucie natürlich nicht Commissaire Legrand gestehen, der in dem Fall ermittelt. Also beschließt die Gardienne kurzerhand selbst Nachforschungen anzustellen und dabei geht so einiges schief.

Montag, 25. November 2013

{Rezension} Herzversagen – Ein neuer Fall für Alice Allevi von Alessia Gazzola


Cover & Verlag: carl's book
Übersetzerin: Sylvia Spatz
Broschierte Ausgabe: 432 Seiten
Genre: Italienischer Krimi / Band 2
ISBN: 978-3-570-58514-6
Erscheinungsdatum: 30. September 2013
Preis: 14,99 €

 

Eine Familienangelegenheit 

Der bekannte Schriftsteller Konrad Azais soll auf Wunsch seiner Söhne entmündigt werden. Zusammen mit dem Psychologen Niccoló Laurenti soll die junge Rechtsmedizinerin Alice Allevi den Fall behandeln. Doch im Gegensatz zum Psychologen ist Alice von dem einwandfreien Geisteszustand des exzentrischen Schriftstellers überzeugt. Kurze Zeit darauf ist Azais tot und hinterlässt einen mysteriösen Abschiedsbrief. Obwohl gesundheitlich angeschlagen, kann bei dem älteren Herrn keine genaue Todesursache festgestellt werden, somit ist auch Mord nicht ausgeschlossen. Alice lässt der rätselhafte Tod des Schriftstellers keine Ruhe und fortan beschäftigt sich die Rechtsmedizinerin intensiv mit den Werken von Azais wie auch mit dessen Familie. Schnell stellt Alice dabei fest, dass die junge Enkelin des Toten etwas verbirgt. Aber auch privat läuft es nicht rund für die chaotische Assistenzärztin. Kollege Claudio macht ihr schöne Augen, die Beziehung mit Arthur steckt in einer Krise und dann will auch noch ihre Mitbewohnerin Yukino zurück nach Japan.


Freitag, 25. Oktober 2013

{SuB-Zuwachs} Spannender & Historischer Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

es gibt wieder neuen Zuwachs für meine Bücherwand. Von Tim Pieper kam sein neuester Historischer Krimi bei mir an, der wieder in Berlin spielt. Vielen Dank an dieser Stelle an Tim und auch für die liebe Widmung.

Und auch Alice Allevi ermittelt mittlerweile zum zweiten Mal und auf den neuesten Fall dieser etwas tollpatschigen Protagonistin bin ich schon sehr gespannt.

Damit die Wartezeit auf den nächsten Jamie & Claire-Roman nicht mehr sooo lange wird, hat mir meine Kollegin den neuesten Roman von Diana Gabaldon ausgeliehen. Ist zwar nicht ganz dasselbe, aber man kann sich ja schon mal wieder ein wenig in die Geschichte einleben. ;)

Und da meine Kollegin ein riesiger John-Grisham-Fan ist, ist jetzt vorübergehend auch der neue Thriller des Autors beim mir eingezogen.

Und zu guter Letzt ist diese Woche auch der neue Westfalen-Krimi von Erasmus Herold eingezogen. Lieben Dank für die Zusendung und der netten Widmund, Erasmus.

Und hier sind die Neuzugänge:


Donnerstag, 23. August 2012

{Rezension} Du bist das Böse von Roberto Costantini


Übersetzer: Anja Nattefort
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Genre: Europäischer Thriller / Italien
ISBN: 978-3-570-10132-2
Erscheinungsdatum: 20. August 2012
Preis: 19,99 €


Brillanter Auftakt der Trilogie

Ganz Rom fiebert 1982 dem WM-Endspiel entgegen. Auch der 32-jährige Commissario Balistreri hat schon feste Pläne für den Abend, doch dann wird eine junge Vatikan-Angestellte ermordet. Michele Balistreri ermittelt eher halbherzig und hat nur das Endspiel im Kopf und auch danach interessiert ihn der Fall nicht wirklich, obwohl auch sein Freund Angelo darin involviert ist. Der Mörder der jungen Elisa Sordi wird nie gefunden. Doch im Jahr 2005 holt den Polizeikommissar seine Vergangenheit ein, als auf seinem Schreibtisch der Fall R. landet.

Roberto Costantini erzählt seinen Thriller, der zwar der Auftakt einer Trilogie ist, aber durch die abgeschlossene Geschichte problemlos als Einzelband gelesen werden kann, in zwei Zeitebenen. Für den ersten Teil seines Thrillers wählt der Autor die Ich-Form, sodass man einen jungen Balistreri kennenlernt, der nur die nächste Fraueneroberung und nächtliche Pokerrunden im Kopf hat. Seinen Polizeidienst versieht der Revierleiter in einer eher ruhigen Gegend Roms und mit einer entsprechenden Nachlässigkeit. Völlig respektlos ist sein Verhalten gegenüber anderen Menschen, auch bei dem Comte oder Kardinal Allessandrini, die ebenfalls in dem Fall involviert sind, ändert Balistreri sein Verhalten nicht. Doch durch seine Überheblichkeit entgehen ihm wichtige Details, die ihm im Jahr 2005 zum Verhängnis zu werden drohen. Obwohl sein Commissario nun wirklich kein Sympathieträger zu sein scheint, gelingt es dem Autor problemlos, dass man diesen draufgängerischen Frauenheld schon bald durchaus sympathisch findet.

Dem Autor ist ein Thriller gelungen, der von Anfang an extrem spannend und zudem sehr vielschichtig angelegt ist. Schnell ist klar, dass man hier einen äußerst gut durchdachten und hervorragend recherchierten Thriller in Händen hält, der sich mit der Politik, den Intrigen und Machtkämpfen der Stadt am Tiber befasst, was gerade im zweiten Teil im Jahr 2005 sehr deutlich wird. Diesen Teil erzählt Roberto Costantini nun aus unterschiedlichen Perspektiven. Und so folgt man nicht nur weiterhin gebannt der komplexen Story, sondern lernt auch einen gebrochenen und vom Leben enttäuschten Commissario kennen, der sich mit Magengeschwüren und Depressionen herumschlagen muss. Aber seinen Sinn für Gerechtigkeit hat Balistreri nicht verloren und verbissen stürzt er sich nun in den Fall R., der schon bald Parallelen zum Mordfall Elisa aufweist.

Der Schreibstil des Autors ist von Anfang an sehr fesselnd, einnehmend und flüssig. Problemlos zeichnet er seinen Lesern ein Bild von Rom mit all seinen schönen, aber auch durchaus sehr dunklen Seiten, versieht das Ganze mit viel Lokalkolorit und zeigt auch politische Probleme wie auch Korruptionen in Regierungskreisen auf. Aber auch der Vatikan spielt eine große Rolle in seinem Thriller und auch hier erhält man einen guten Blick hinter die Kulissen.

Seine Charaktere, allen voran natürlich Michele Balistreri sind hervorragend herausgearbeitet und nehmen schnell Konturen an. Viele bleiben dennoch in ihrem Verhalten absolut rätselhaft und durch viele unvorhersehbare Wendungen in der Story hat man lange absolut keine Vorstellung davon, wie die Fälle von 1982 und 2005 zusammengehören, wer ein Motiv für den Mord an Elisa hatte wie auch an den weiteren Morden, die 2005 geschehen, noch erhält man eine Vorstellung davon, wer der Mörder ist. Es gibt im Verlauf viele Verdächtige, einige sind Bauernopfer, einige durchaus auch Täter, aber derjenige, der im Hintergrund die Fäden zieht, der große Unbekannte, bleibt einem bis zum Schluss verborgen. Und so hält sich die Hochspannung wirklich bis zur allerletzten Seite, wo dann endgültig alle losen Fäden schlüssig zusammenfinden.

Fazit: Ein absolut gelungener Auftakt der Trilogie, der mit einer vielschichtigen, intelligenten Story und hervorragend herausgearbeiteten Charakteren aufwarten kann.

Der Autor:
Roberto Costantini, 1952 in Tripolis geboren, hat eine erfolgreiche Laufbahn als Ingenieur und Unternehmensberater hinter sich und ist heute Dozent an einer freien Universität in Rom. Sein Debüt "Du bist das Böse" wurde noch vor der Veröffentlichung an zahlreiche wichtige internationale Verlage verkauft, sprang sofort nach Erscheinen auf die Bestsellerliste und erhielt überbordendes Lob von Medien und Publikum. Der Roman ist der erste Band einer Trilogie mit dem Commissario Michele Balistreri. Die Filmrechte wurden bereits verkauft (Rai Cinema), die Dreharbeiten sind für Anfang 2013 eingeplant. Costantini schreibt gerade am zweiten Band der Trilogie.

Sonntag, 19. August 2012

{SuB-Zuwachs} Spannende & Historische Buchpost

Hallo Ihr Lieben,

auch diese Woche gab es wieder einigen Zuwachs für meine Bücherwand, auch wenn das bedeutet, dass mein SuB als weiter wächst, da ich auch diese Woche kaum zum Lesen kam. Jetzt hoffe ich auf die nächste Woche!


Von Wolfgang Brenner hatte ich in der Vergangenheit schon zwei Krimis gelesen (Bollinger und die Barbaren, Bollinger und die Friseuse), die ich richtig klasse fand und als ich jetzt gesehen habe, dass von ihm im September 2012 der Psychokrimi "Und Mutter weinet sehr" veröffentlicht wird, da konnte ich natürlich nicht widerstehen und habe das Buch als Produkttest ausgewählt. Die Rezension folgt dann am 03.09.2012.

Es ist der Alptraum aller Eltern: Der kleine Johann kommt eines Abends vom Spielen nicht nach Hause. Der Vater verständigt die Polizei, die Mutter fühlt sich wie gelähmt. Und hegt schon bald den Verdacht, dass das Leben ihres Jungen für die Polizei nicht oberste Priorität hat. Doch einer Mutter geht es nur um ihr Kind, eine Mutter tut alles, um es zurückzubekommen. Dafür trifft sie sich sogar heimlich mit dem Entführer. Ein fatales Katz-und-Maus-Spiel nimmt seinen Lauf ...




Letzte Woche hatte mich der C. Bertelsmann-Verlag angeschrieben und mir angeboten, den ersten Band der Thriller-Trilogie "Du bist das Böse" von Roberto Costantini zu lesen und zu rezensieren. Die Kurzbeschreibung hört sich schon mal richtig spannend an.


Der Auftakt einer international gefeierten Thriller-Trilogie!

Während ganz Rom 1982 das WM-Endspiel Italien gegen Deutschland verfolgt, wird eine junge Angestellte des Vatikan ermordet. Der draufgängerische Commissario Balistreri nimmt den Fall auf die leichte Schulter. Ein Mörder wird nie gefunden. Über zwanzig Jahre später gibt es erschreckend aktuelle Gründe, um den Fall wieder aufzunehmen. Doch dem Opfer nach so langer Zeit Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, kostet Balistreri einen weit höheren Preis als angenommen … 


Ein grandios konstruierter, beunruhigender Thriller mit einem Ermittler, der erfrischend anders ist: zynisch, respektlos und absolut unbestechlich im Kampf gegen das Böse.




Vom Gmeiner Verlag kam diese Woche der Historische Roman "Der Papstkäufer" von Günther Thömmes an. Hört sich auch sehr interessant an.

ZIELE DER FUGGER  Der Augsburger Kaufmann Johannes Zink ist selbst in der korrupten Zeit zu Beginn der Renaissance eine ungewöhnliche Erscheinung. Als Faktor von Jakob Fugger in Rom tut er alles, um seine Ziele und die der Fugger durchzusetzen. Fürsten, Bischöfe und Kardinäle stehen in seinem Sold. Die Palette seiner Untaten ist vielfältig. Eines Tages schießt Zink nicht nur mit der Bestechung des Papstes über das Ziel hinaus …
Ein biografischer Historienroman, der die Welt der Päpste zeigt und ein spannendes Sittenbild der beginnenden Renaissance vermittelt.



Liebe Grüße
Isabel

Donnerstag, 28. Juni 2012

{Rezension} Mit Skalpell und Lippenstift von Alessia Gazzola



Paperback/Klappbroschur: 400 Seiten
Übersetzerin: Sylvia Spatz
Genre: Euorpäische Krimis / Italien
ISBN: 978-3-570-58504-7
Erscheinungsdatum: 15. Mai 2012
Preis: 14,99 €



Humorvoller Rechtsmedizin-Krimi

Die Römerin Alice Allevi liebt ihren Beruf als Assistenzärztin in der Rechtsmedizin, doch leider sind ihre Vorgesetzten der Meinung, dass sie sich zu wenig engagiert und so ist ihre Versetzung ins nächste Assistenzjahr gefährdet. Völlig vor den Kopf gestoßen versucht Alice diese drohende Blamage mit allen Mitteln zu verhindern, doch ihre Bemühungen sorgen eigentlich nur für noch mehr Verärgerung bei ihren Chefs, schließlich verliert man ja nicht einfach so eine Leiche auf dem Weg zur Obduktion. Als Alice dann auch noch eines Abends zu einem Tatort gerufen wird, ist sie geschockt. Kannte sie doch die Tote, denn einige Tage zuvor war Alice der Jurastudentin Giulia durch Zufall begegnet. Voller Tatendrang stürzt sich Alice in den Fall und fängt an, auf eigene Faust zu ermitteln. Wieder einmal sehr zum Leidwesen ihrer Vorgesetzten. Doch schon bald stellt Alice einige Ungereimtheiten fest. Und wäre dies nicht alles schon genug, gestaltet sich zudem ihr Privatleben noch ziemlich chaotisch, als sie sich ausgerechnet in den Sohn des Leiters der Rechtsmedizin verliebt.



Samstag, 23. Juni 2012

{SuB-Zuwachs} Historischer und spannender Buchzuwachs

Hallo Ihr Lieben,

hach wie schön ... wieder eine Woche mit schönen, neuen Büchern für meine Bücherwand. "Letzter Gipfel" - Gasperlmaier's zweiter Fall habe ich vorab als pdf.datei bereits gelesen und kann es Lesern, die gerne regionale Krimis mit viel Humor und Spannung mögen, nur empfehlen.


Mittwoch, 29. Februar 2012

{Rezension} Vor dem Regen kommt der Tod von Lieneke Dijkzeul




Verlag: dtv-Verlag
Broschierte Ausgabe: 336 Seiten
ISBN: 978-3-423-24855-6
Genre: Europäische Thriller / Niederlande
Erscheinungsdatum: September 2011
Preis: 14,95 €



Verzwickter, komplexer Thriller

An einem schwülen Abend im August wird die junge Polizistin Renée  vor ihrer Haustür brutal überfallen. Nur mit Glück kommt sie schwer verletzt mit dem Leben davon. Natürlich laufen die Ermittlungen von Inspecteur Vegter und seinem Team auf Hochtouren, doch es ist einfach kein Verdächtiger zu finden. Da wird kaum eine Woche später wieder eine junge Frau angegriffen, sie hat jedoch nicht so viel Glück wie Renée und stirbt bei dem Überfall. Schnell ist klar, dass hier der derselbe Täter am Werk war, denn beide Frauen sind rothaarig und während Renée nur zum Teil skalpiert wurde, fehlt der toten jungen Frau das gesamte Kopfhaar. Und auch die Galeristin Vivienne ist rothaarig und wundert sich seit einiger Zeit über das merkwürdige Verhalten ihres Mannes John. Als sie in den Medien erfährt, dass zwei rothaarige Frauen Opfer eines brutalen Überfalls wurden, wächst in ihr ein grauenvoller Verdacht.

Spannungsgeladen und voller Nervenkitzel beginnt Lieneke Dijkzeul ihren Thriller mit dem brutalen Überfall auf Renée und wie sie in letzter Sekunde gerettet werden kann. Und dann ist es vorbei mit der vordergründigen, greifbaren Spannung und die Autorin legt den Fokus fortan mehr auf die Psyche der einzelnen Personen. Und dies gelingt ihr absolut überzeugend. Sie beschreibt alle Beteiligten in ihrem Verhalten überzeugend und authentisch und gleichzeitig erzählt sie die Story fesselnd und vielschichtig.

Lieneke Dijkzeul stellt hier klar die seelischen Konflikte ihre Mitwirkenden in den Vordergrund: die junge Polizistin, die mit den Folgen des Überfalls klar kommen muss; dem Inspecteur, der immer noch nicht recht den Tod seiner Frau überwunden hat und sich seiner Gefühle zu Renée nicht recht im klaren ist; der Galeristin Vivienne, die durch ihre Behinderung ständig an sich selbst zweifelt und bis heute nicht verstehen kann, wie ihr gutaussehender, sportlicher Ehemann sie überhaupt heiraten konnte. Ja, und dann noch der Mörder selbst. Dieser braucht Pillen, um sich aufzuputschen, ist voller Arroganz und restlos von sich und seinem Können überzeugt. Und so rückt die Ermittlungsarbeit eher in den Hintergrund, man ist jedoch ständig über den aktuellen Stand des Falls informiert.

Voller Intensität, flüssig und absolut fesselnd ist der Schreibstil von Lieneke Dijkzeul. Sie präsentiert einem recht schnell ihren Mörder, mit der Zeit lernt man ihn und sein krudes Denken kennen und bald ist klar, warum er die Frauen tötet. Etwas zu selben Zeit, wie dies auch seiner gehbehinderten Frau bewusst wird. So entwickelt sich bald ein regelrechtes Katz-und-Maus-Spiel. Und mit ihrem ruhigen, einnehmenden Schreibstil gelingt es der Autorin problemlos, durchweg eine unterschwellige Spannung aufrecht zu erhalten. Ständig wartet man darauf, dass wieder etwas passiert, die Story wieder eine neue Wendung annimmt und man wird nicht enttäuscht.

Ihre Charaktere sind alle sehr detailreich beschrieben, überraschen einen immer wieder in ihrem Verhalten, wirken in ihren Handlungen überzeugend und nehmen hierdurch schnell Konturen an. Und da die Autorin viel Wert auf Details bei ihren Charakterbeschreibungen legt, auf deren Gefühlwelt eingeht und das Privatleben mehr in den Fokus des Thrillers stellt, hat man fast augenblicklich ein Bild von allen Beteiligten vor Augen.

Fazit: Ein ruhiger, aber dennoch überaus spannender Psychothriller, der seinen Fokus eindeutig auf die Charaktere und die Story legt und bei dem Ermittlungsarbeit und effekthaschende Szenen eher nebensächlich sind. Ein Thriller, der sich klar aus der Masse abhebt.
Die Autorin:
Lieneke Dijkzeul hat bereits mehrere Romane veröffentlicht. Sie gilt als eine wichtigsten Kriminalautorinnen der Niederlande. Für "Vor dem Regen kommt der Tod" wurde sie für den »Gouden strop«, die bedeutendste niederländische Krimi-Auszeichnung, nominiert.

Freitag, 24. Februar 2012

{Rezension} Die Violine des Teufels von Joseph Gelinek





Verlag: Knaur HC-Verlag
Broschierte Ausgabe: 480 Seiten
Genre: Europäischer Krimi / Spanien
Erscheinungsdatum: 04. April 2011
ISBN: 978-3-426-65246-6
Preis: 14,99 €



Der Fluch der Stradivari

Die gefeierte Geigerin Ane Larrazábal gibt in Madrid ein vielumjubeltes Konzert, bei dem sie auch ein Stück von Paganini spielt. Kurz nach der Pause wird das Konzert jedoch abgebrochen, die 26-jährige Geigerin wurde tot im Chorraum aufgefunden. Auf ihrer Brust steht mit Blut geschrieben das arabische Wort „Satan“ und ihre Stradivari, die angeblich dem Teufelsgeiger Paganini gehört haben soll, ist spurlos verschwunden. Der beim Konzert anwesende Kommissar Raúl Perdomo übernimmt den Fall. Doch erste Ermittlungsansätze verlaufen ins Leere. Da greift Perdomo auf recht unkonventionelle Methoden zurück, um den Fall zu lösen. Diese Spur führt ihn zurück zum rätselhaften Tod des Meistergeigers Paganini.

Von der ersten Seite an merkt man, dass der Autor mit dem Pseudonym Joseph Gelinek ein Musikwissenschaftler ist. Wie schon in seinem Debütroman „Die 10. Symphonie“ lässt er sein fundiertes musikalisches Wissen auch dieses Mal fast auf jeder Seite des vorliegenden Thrillers einfließen. Das mag für musikalisch Desinteressierte langatmig sein. Wer sich jedoch ein wenig für Musik, besonders noch für die Klassik und einigen dazugehörigen Anekdoten interessiert, wird begeistert sein. Ich höre zwar sehr gerne und auch viel Musik, ab und an auch Klassik, würde mich jedoch nie als Klassik-Fan bezeichnen, gelangweilt habe ich mich jedoch zu keiner Zeit. Ganz im Gegenteil, ich fand die gut vermittelten Informationen des Autors äußerst interessant.

Joseph Gelinek beginnt seinen Thriller gleich mit dem Mord an der berühmten Geigerin und stellt einem auch gleich seinen Protagonisten Raúl Perdomo wie auch dessen Privatleben vor. Anfangs sieht durch die Zeichnung auf Ane’s Brust alles nach einem fundamentalistischen Anschlag aus, doch schon schnell ist klar, dass die Ermittlungen in eine andere Richtung laufen müssen. Mehr aus Neugier nimmt Perdomo Kontakt zu einer Wahrsagerin auf, die bereits in der Vergangenheit für die Polizei tätig war. Diese führt ihn auf eine ganz andere Spur, bei der auch der Meistergeiger Paganini eine entscheidende Rolle spielt. Zumal der Stradivari der ermordeten Geigerin nachgesagt wird, dass sie einmal ihm gehört hätte.

Der spanische Autor verbindet hier geschickt historische Fakten und musikalisches Fachwissen zu einem spannenden Thriller, der praktisch von der ersten Seite an einen in seinen Bann zieht. Joseph Gelinek hat einen eher ruhigen, aber dennoch nicht minder fesselnden Schreibstil, dem es mühelos gelingt, eine kontinuierliche Spannung aufzubauen. Und obwohl ich gleich zu anfangs schon eine Vermutung in Bezug auf den Täter hatte, hat dies mich im weiteren Verlauf überhaupt nicht gestört, da der Autor kaum Hinweise auf die Identität wie auch dessen Beweggründe gibt. So rätselt man automatisch bis zum Schluss mit und die Auflösung ist meines Erachtens wirklich gelungen und absolut schlüssig.

Sein Protagonist Raúl Perdomo ist bei der Arbeit eher ein Einzelgänger und deshalb nicht sonderlich begeistert, als ihm bei diesem brisanten Fall ein Partner zur Seite gestellt wird. So gut es geht, ignoriert er diesen jedoch und geht ermittlungstechnisch lieber eigene Wege. Zumal ihn diese auch zu einer Wahrsagerin führen, der er anfangs äußerst skeptisch gegenübersteht, schon bald jedoch von ihrer Arbeit überzeugt ist. Privat ist Perdomo seit einem guten Jahr Witwer und hat einen 13-jährigen musikbegeisterten Sohn, dem es oftmals mehr als einmal peinlich ist, dass sein sehr sympathisch beschriebener Vater so absolut unmusikalisch ist. Bei allen anderen Mitwirkenden gelingt es dem Autor mühelos, diesen ein facettenreiches Profil zu geben, sodass man zwar eine gute Vorstellung von ihnen erhält, sie aber dennoch etwas undurchschaubar bleiben.

Fazit: Wer eher ruhig angelegte Thriller bzw. Krimis mag und sich dazu noch ein wenig für klassische Musik interessiert, wird bei „Die Violine des Teufels „ mit einer packenden, komplexen und informativen Story belohnt, die zudem noch mit detailreich beschriebene Charaktere aufwarten kann.
Der Autor:
"Joseph Gelinek" ist das Pseudonym eines spanischen Musikwissenschaftlers und Beethoven-Experten, der in "Die zehnte Symphonie" und "Die Violine des Teufels" spannende Unterhaltung mit fundiertem Musikwissen verbindet. 

Der "echte" Joseph Gelinek (1758-1825) stammte aus Böhmen und war zu Mozarts und Beethovens Zeit ein begehrter Klavierlehrer und Hauspianist des Wiener Adels, der sich auch an eigenen Kompositionen versuchte. 

Freitag, 11. März 2011

{Leseeindruck} Töchter des Schweigens von Elia Barceló


Verlag: Pendo Verlag
Übersetzer: Petra Zickmann

Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Genre: Europäischer Krimi
ISBN: 9783866122666

Preis: 19,95 €
Erscheinungsdatum: 14. April 2011

In jenem Sommer

Im Juni 2007 kehrt Rita in ihr Heimatdorf zurück. Rund 30 Jahre vorher ist sie nach England ausgewandert und wurde eine erfolgreiche Filmemacherin. Jetzt ist sie seit 2 Wochen wieder zurück und auf dem Weg zur einer ihrer früheren Freundinnen. Mit Lena verbindet sie ein Geheimnis, denn diese hatte damals einen Selbstmordversuch unternommen und Rita konnte sie im letzten Moment retten. Daran muss sie denken, als sie die Treppenstufen zu Lenas Wohnung hochsteigt. Merkwürdigerweise ist die Wohnungstür nur angelehnt und auch auf mehrmaliges Rufen reagiert Lena nicht. Sie beide waren doch verabredet! Mit einem sehr mulmigen Gefühl sucht Rita die Wohnung ab bis nur noch das Badezimmer übrig bleibt. Stetig hört man dahinter das Tropfen eines Wasserhahns. Als Rita die Tür zögerlich öffnet, traut sie erst ihren Augen nicht, aber doch, da liegt Lena in der Badewanne, das Wasser rot gefärbt, Lena ist tot.

Rita geht von einem weiteren Selbstmordversuch aus und ruft ihre alte Freundin Ana an, deren Mann David Polizeibeamter ist. Schnell ist die Polizei vor Ort und zu den Freundinnen gesellt sich nun auch Teresa dazu. Die Drei warten auf das Ergebnis der ersten Ermittlungen. Als David schließlich kommt, ahnt Rita noch nicht, dass sie eine schreckliche Information erhalten wird. Lena wurde ermordet, der Mord nur als Selbstmordversuch getarnt, jedoch sehr dilettantisch.

Während dieser Erzählungen spürt man regelrecht, dass die sechs Freundinnen ein dunkles Geheimnis verbindet, welches sich in ihrer Jugend ereignet haben muss. Immer wieder führen ihre Gespräche dahin, doch um was es sich handelt, erfährt man während der Leseprobe nicht.

Flüssig und leicht zu folgen ist der Schreibstil von Elia Barceló. Und auch wenn die Geschichte bisher noch kein großes Spannungspotential bietet, ist doch schon einmal die Neugier geweckt, denn neugierig ist man schon zu erfahren, was sich im Sommer 1974 ereignet hat, welches Geheimnis die sechs Freundinnen verbindet.

In der kurzen Leseprobe hatten die Charaktere jetzt auch noch nicht so viel Gelegenheit gehabt, um sich entfalten zu können, man hat aber schon das Gefühl, dass die Autorin diese hervorragend herausarbeiten wird. Denn ich vermute, dass hier das Augenmerk der Geschichte liegen wird, bei den Empfindungen der sechs Freundinnen und wie sie mit dem damals Geschehenen umgehen und wahrscheinlich werden dann hier auch einige Figuren etwas undurchsichtig bleiben, um die Spannung zu erhöhen.

Donnerstag, 4. Juni 2009

{Rezension} Schattenschwester von Simone van der Vlugt


Verlag: Diana Verlag  
Übersetzer: Eva Schweikart
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
ISBN: 3453290348
Genre: Europäischer Thriller / Niederlande
Erscheinungsjahr: 2007
Preis: 19,95 €


Trügt hier der Schein?

Die junge Gesamtschullehrerin Marjolein wird eines Tages während des Unterrichts von einem ihrer Schüler mit dem Messer bedroht. Da die Schule mit schwindenden Schüleranmeldungen zu kämpfen hat und einen Skandal vermeiden möchte, zeigt Marjolein auf Wunsch des Rektors den Schüler Bilal nicht an. Bilal wird von der Schule verwiesen, was ihn jedoch nicht daran hindert, Marjolein privat weiterhin zu bedrohen. Kurze Zeit später wird Marjolein ermordet aufgefunden und der Verdacht fällt sofort auf Bilal. Doch war er wirklich der Täter oder hat noch eine andere Person einen Grund, die junge Lehrerin zu ermorden.

Wie einen Paukenschlag lässt Simone van der Vlugt ihren Psychothriller mit der Messerattacke beginnen. Man ist sofort mitten in der Geschichte, ohne jede Chance, dieser bis zum Ende des Buches wieder zu entkommen. Äußerst interessant sind die beiden Erzählstränge. Zum einen erzählt Marjolein bis zu ihrer Ermordung die Geschichte, zum anderen berichtet Marlieke (ihre Zwillingsschwester) das Leben nach Marjolein s Tod weiter. Und dies immer wieder im Wechsel, sodass die Geschichte ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechselt, bis zum Ende alles zusammenläuft.

Auch wenn man bereits nach ein paar Seiten mit dem Mord von Marjolein konfrontiert wird, schaffen es die ständigen Perspektivwechsel mühelos, die Spannung hoch zu halten und zum Ende hin zieht der Thriller noch einmal richtig rasant an, sodass man kaum noch in der Lage ist, das Buch zur Seite zu legen.

Die Zwillinge Marjolein und Marlieke nehmen für den Leser sehr schnell Konturen an und die Autorin versteht es hervorragend, ihnen binnen kurzer Zeit ein Profil zu geben. Interessant ist auch der Perspektivwechsel zwischen den charakterlich völlig unterschiedlichen Zwillingsschwestern dargestellt, hierdurch erhält man schnell einen Einblick in ihre Gefühle zueinander. Die restlichen Personen sind ebenso facettenreich und glaubwürdig beschrieben und bei einigen scheint nicht immer alles so zu sein wie man zuerst annimmt. Hierdurch ist man bis zum Schluss immer wieder unschlüssig über Motiv und Mörder, was den Spannungsbogen auf hohem Niveau hält.

Fazit: Simone van der Vlught ist mit "Schattenschwester" ein brillant geschriebener Psychothriller gelungen, der seine Leser bis zum Ende der Geschichte in Bezug auf Tatmotiv und Mörder im Dunkeln stehen lässt.